Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau
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Archiv 2000


Pfarrblatt mit neuem Outfit
Auf den 1. Januar 2001 ist das Aargauer Pfarrblatt in einem neuen "Outfit" erschienen. Seit seiner Gründung vor 15 Jahren wurde das Pfarrblatt grafisch nur wenig verändert. Das neue Layout will zeitgemäss und leserfreundlich sein. Zudem heisst es nicht mehr "Pfarrblatt", sondern "Horizonte". Der neue Name ist zugleich Programm, wie der Präsident der Pfarrblattgemeinschaft Aargau, Peter Haag, Niedererlinsbach, in der neuen Nummer schreibt. Die Pfarrei gibt der Kirche zwar "Boden unter die Füsse", aber der Blick soll über den eigenen Kirchturm hinaus gehen, betont Haag. Ins Blickfeld kommen sollen auch die anderen Kirchen und Religionen sowie gesellschaftliche und ethische Fragen. Das weite Blickfeld wurde von der Redaktion schon bisher gepflegt, aber neu kommt das Anliegen bereits im Namen zum Ausdruck. "Horizonte" erscheint in 13 Regionalausgaben mit einer Auflage von rund 95'000 Exemplaren. Das bisherige Format sowie die wöchentliche Erscheinungsweise wird beibehalten. (27.12.00/mb)

Gedenken an die Opfer in Israel und Palästina
In verschiedenen reformierten, katholischen und christ-katholischen Kirchen der Schweiz haben am Samstag, 16. Oktober, um 16 Uhr die Glocken geläutet. Mit dieser Aktion, initiiert von Amnesty International, wurde an die vielen Toten und Verletzten in Israel und den besetzten Gebieten erinnert, die seit Ausbruch der Intifada in Israel und Palästina Ende September getötet und verletzt wurden. Mitten im vorweihnachtlichen Treiben sollte es ein Zeichen sein im Gedenken an die Kinder und Jugendlichen, die durch den übermässigen Einsatz von scharfer Munition seitens der israelischen Sicherheitskräfte getötet wurden, heisst es in einer Medienmitteilung von Amnesty International. Im Aargau haben die Kirchenglocken von Aarau, Baden, Rütihof, Untersiggenthal und weiteren Gemeinden geläutet. Als Begleitaktion wurden an verschiedenen Orten mit Kerzen Mahnwachen durchgeführt. (16.12.00/kipa/mb)


Ausbildungskurs für Notfallseelsorge
In zwei zweitägigen Kursen im Kantonsspital Aarau haben die Aargauer Landeskirchen 30 evangelisch-reformierte und römisch-katholische Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Psychologinnen und Psychologen für die seelsorgerliche bzw. psychologische Erstbetreuung von Unfallopfern ausgebildet. Die Kirchenräte der Reformierten und Katholischen Landeskirchen wollen bei grossen Unfällen oder Katastrophen eine ausreichende Zahl von geschulten Betreuerinnen und Betreuern zur Verfügung stellen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger werden ab Januar 2001 zur Verfügung stehen. Leiter der Ausbildung und verantwortlich für die Organisation der Notfallseelsorge ist der reformierte Pfarrer Hans-Peter Ott, Spitalpfarrer im Kantonsspital Aarau. (30.11.00/ria/mb)

 
Erstmals gemeinsame Tagung der Kirchen am Hochrhein
Deutsche und Schweizer Kirchenvertretungen aller Konfessionen am Hochrhein haben sich am 15. November in Gipf-Oberfrick zum ersten Mal getroffen. Im Mittelpunkt stand die Arbeit der Freiwilligen in den Kirchen. Aus den christkatholischen, römisch-katholischen und evangelisch-reformierten Kirchen waren es die Kirchenräte der drei Aargauer Landeskirchen, auf deutscher Rheinseite die Dekanatsleitungen mehrerer reformierter und katholischer Dekanate und der christkatholischen Kirchgemeinde. In welcher Form haben Freiwillige Mitspracherecht auch in den Kirchenleitungen? Wie werden sie für ihre Dienste entlöhnt oder eben nicht bezahlt? Wie wird ihre Leistung anerkannt? Mit solchen Fragen befassten sich die Kirchenvertretungen der beiden Länder. Der Regionaldekan der Bistumsregion Aargau, Rudolf Rieder, erklärte das ökumenische Projekt "Vergeld's Gott" der Aargauer Landeskirchen. Das Projekt erfasst die Arbeit der freiwilligen Mitarbeitenden in den Kirchgemeinden und zeigt Wege zur Anerkennung und Aufwertung. In den 21 Kirchgemeinden kamen innert eines Monats über 17 000 unbezahlte Stunden zusammen. Die Leistung der Freiwilligen müsse viel besser anerkannt werden, führte Rudolf Rieder weiter aus. Sie sollten Weiterbildung beziehen und ihre Spesen oder die Kosten für Kinderbetreuung ersetzt bekommen. Der Gegenwert dieser Arbeit könnte zum Beispiel in den Jahresrechnungen der Kirchgemeinden ausgewiesen werden. Angesichts des UNO-Jahres der Freiwilligen stehen auch Ausweise für die geleistete Arbeit und eventuell Berufsqualifikationen zur Diskussion.  (18.11.00/ria/mb)

 
Offener über Ausländer debattieren
An ihrer Tagung vom 15. September in Gipf-Oberfrick haben sich die Kirchenräte der drei Landeskirchen mit der Integration von Ausländern befasst. Als Fachleute referierten Dr. Urs Köppel, Luzern, Leiter der Kommission "migratio" der Schweizer Bischofskonferenz, und Felix Rohner, Mitarbeiter der Fremdenpolizei Aargau und Mitglied der kantonalen Arbeitsgruppe "Integration". Die Kirchen engagieren sich bereits seit Jahren zu Gunsten der Ausländer im Aargau, finanziell und "moralisch". So setzt die römisch-katholische Landeskirche für die Fremdsprachigenseelsorge im Budget von 2001 rund 3,4 Mio Franken ein. Die kirchlichen Hilfswerke ihrerseits erarbeiten auf aktuelle Situationen hin spezifische Projekte. Die Kirchen, so wurde an der Tagung erklärt, wollen weiterhin bei der Integration von Ausländern mitarbeiten, die Führungsrolle dabei komme aber dem Staat zu. Die Ängste und Vorbehalte in der Bevölkerung seien ernst zu nehmen, wurde betont. Einige Erwartungen setzen die Kirchenräte in die bestehende kantonale Arbeitsgruppe "Integration". Sie wünschen sich aber eine weit offenere Debatte in allen politischen Gremien, vorab auch im Grossen Rat. (17.11.00/pb/mb)

 
"14 Jahre sind genug!"
An der Synode der Landeskirche vom 8. November in Aarau hat Werner Huber, lic. iur., Wohlen,  auf den 30. Juni 2001 seinen Rücktritt als Präsident des Kirchenrates bekanntgegeben. Der Kirchenrat besteht aus neun Mitgliedern und ist das Exekutivorgan der Landeskirche. Nachdem er in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag gefeiert habe, wolle er sich nach und nach von verschiedenen Aufgaben entlasten - "14 Jahre sind genug!", begründete er seinen Rücktritt. Huber wurde 1987 zum Präsidenten des Kirchenrats gewählt und  in den Jahren 1991, 1995 und 1999 in diesem Amt bestätigt. Er war bereits früher Mitglied des Kirchenrates und zuvor langjähriger Sekretär der Landeskirche.  (08.11.00/mb)


Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 8. November  2000
An der ordentlichen Herbstsitzung der Synode der Römisch-Katholischen Landeskirche vom 8. November 2000 in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Budget 2001

  1. Der Voranschlag der Verwaltungsrechnung für das Jahr 2001 (Zentralkasse) mit einem Zentralkassenbeitragssatz von 2,45 Steuerprozenten wird genehmigt.

  2. Der Kirchenrat wird ermächtigt, den Zentralkassenbeitrag bei den Kirchgemeinden in zwei gleichen Raten zu beziehen, und zwar per 15. Mai und per 15. November 2001. Für die Berechnung des Zentralkassenbeitragssatzes ist der bereinigte Steuer-Sollbetrag des Rechnungsjahres 1999 massgebend.

  3. Der Kirchenrat wird ermächtigt, zur Deckung der Kosten für die Seelsorge im Dienste der italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen von den Kirchgemeinden einen "Pro-Kopf-Beitrag" von Fr. 80.- für jeden in ihrem Gebiet wohnhaften italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen (Stand: 30. April 2000) zu erheben.

Gemäss Art. 39 und 41 des Organisationsstatutes vom 15. Juni 1977, teilrevidiert am 7. November 1984, können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen. Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 7. Dezember 2000. Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-Katholischen Landeskirche, Sekretariat, Feerstrasse 8, Postfach, 5001 Aarau, zu richten.


Wie gehts weiter mit dem Pfarreienverband?
Es waren nicht zuletzt die absehbaren personellen Veränderungen und das knapper werdende Geld, die den Pfarreienverband Zurzach-Studenland veranlasst haben, an einer Klausurtagung sich Gedanken zu machen über die Zukunft des Pfarreienverbandes. An der Tagung vom 25. September in Wislikofen nahmen Vertreter der Kirchenpflegen, der Pfarreien und der Seelsorgeteams teil, wie im Regionalteil des Pfarrblattes 42/2000 von Zurzach berichtet wird. Stichwortartig wurde die gegenwärtige Situation der Pfarreien etwa so beschrieben: Geografisch schwierige Ausgangslage und verschieden grosse Pfarreien innerhalb des Verbandes, Desinteresse und Ohnmachtsgefühle vieler Kirchenmitglieder, Konsumhaltung, Engagement nur bei persönlicher Betroffenheit, knappe finanzielle und personelle Ressourcen (vor allem bei den Ehrenamtlichen), kleine Gruppe von Interessierten, Spannung zwischen Tradition und neuen Wegen. In welche Richtung soll die Entwicklung in Zukunft gehen? Grundsätzlich sollen die Pfarreimitglieder stärker im Zentrum stehen, auch als Träger der Seelsorge. Etwas konkreter formuliert heisst das: Spirituelle Erfahrungsräume schaffen, alle Kirchenmitglieder mit ihren Begabungen ermutigen und ihr Selbstwertgefühl stärken, Verantwortung für Schöpfungsgemeinschaft wahrnehmen, Kirche als "Pool" für vielseitige religiöse Erfahrungen gestalten. Eine "Entwicklungsgruppe" unter der Leitung der Erwachsenenbildnerin Angelika Imhasly soll nun in einem weiteren Schritt die genannten Ideen und Vorschläge zu einem Leitbild für den Pfarreienverband formulieren. Danach sollen Strategien und Massnahmen für das weitere Vorgehen entwickelt werden.  Der Pfarreienverband Zurzach, 1974 gegründet, umfasst die Pfarreien Baldingen, Kaiserstuhl, Schneisingen, Wislikofen und Zurzach.(16.10.00/th/mb)

 
Das Gebet der Religionen wurde zum Fest
"Das Zusammenleben so vieler Religionen in Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Vielerorts muss es mühsam errungen werden." Das meinte Max Heimgartner vom Aargauer Interreligiösen Arbeitskreis AIRAK bei der Begrüssung zum "Gebet der Religionen" in Baden. Zum Gebet der Religionen, am diesjährigen Bettag in Baden bereits zum zweiten Mal durchgeführt, trafen sich auf Einladung des AIRAK mehr als ein halbes Dutzend religiöser Gemeinschaften. Der türkisch-muslimische Chor und gemeinsame Lieder schafften einen verbindenden musikalischen Rahmen. Als sich nach dem besinnlichen Teil viele exotische Gerüche von verschiedenen Speisen über den Platz ausbreiteten, wurde aus dem Gebet ein Fest. Türken tanzten zu ihrer Musik und animierten andere zum Mittanzen. Drei tamilische Mädchen in bunten Kleidern zeigten ausdrucksvolle Tänze. Unmittelbar danach führten Alphornklänge in eine andere Welt. Das nächste Gebet der Religionen findet am Bettag 2001 in Gränichen statt. Der Aargauer Interreligiöse Arbeitskreis AIRAK, der das Treffen jeweils organisiert, setzt sich ein für den Aufbau und die Pflege von Beziehungen zwischen Mitgliedern verschiedener Gemeinschaften, fördert den interreligiösen Dialog und trägt bei zum Abbau von Vorurteilen und zur Förderung von gegenseitigem Respekt und Verständnis. Kontaktadresse: Max Heimgartner, Buchenweg 1, 5000 Aarau, Telefon 062/822 77 06. (25.09.00/bn/mb)

 
Aargauische Dekanenkonferenz bestürzt über Verlautbarung aus Rom
Die Aargauische Dekanenkonferenz hat an ihrer Sitzung vom 6. September mit Bestürzung die Berichte über die neueste Verlautbarung der vatikanischen Glaubenskongregation zum Thema "Kirche" und "Ökumene" zur Kenntnis genommen. In der Dekanenkonferenz, geleitet vom Regionaldekan, sind die Leiterinnen und Leiter aller sieben Dekanate des Kantons sowie der kantonalen kirchlichen Fachstellen vertreten. In ihrer Stellungnahme schreibt die Dekanankonferenz:

"Wir kennen die Erklärung "Dominus Iesus" bisher nur aus der Tagespresse und können deshalb nicht differenziert und abschliessend dazu Stellung nehmen. Vom Grundtenor des Papiers allerdings (so wie er uns in den Medien entgegenschlägt) distanzieren wir uns entschieden und in aller Form. Die römisch-katholische Kirche soll nicht den Anspruch erheben, die einzige Kirche Christi zu sein. Wir sind froh, dass es verschiedene Kirchen Christi gibt - Kirchen, die wir weiterhin als Schwester- oder Bruderkirche bezeichnen werden. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen christlichen Kirchen aber auch mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Weltreligionen erleben wir als fruchtbar und lehrreich. Wir sind dankbar für die vielen ökumenischen Begegnungen. Sie bringen Farbe und Reichtum in unsere katholische Kirche. Wir hoffen sehr, dass die Verlautbarung aus Rom nicht das bei uns konkret Aufgebaute in Frage stellt oder sogar zerstört. Wir müssen weitere Schritte tun hin zu einer gerechten, solidarischen und ökologischen Zukunft. Die Welt hat das gemeinsame und geschwisterliche Engagement der Religionen bitter nötig."  (06.09.00/adk/mb)

Weitere Stellungnahmen aus dem Aargau (Landeskirchen, Pro Ecclesia Aargau, Aargauischer Katholischer Frauenbund AKF, verschiedene Seelsorgerinnen und Seelsorger)


Mit Religion kann es heiter werden
Wenn es um Religion geht, kann es heiter werden, insbesondere im Religionsunterricht. Das hat die Katechetische Phänomena gezeigt, die am 23. August in Zofingen durchgeführt wurde. Am ökumenischen Anlass haben über 200 Religionslehrerinnen und -lehrer aus verschiedenen Schulstufen aus der ganzen deutschsprachigen Schweiz teilgenommen. In zahlreichen Workshops von Clownerie über Malen, Singen, Kommunikations- und Maskenspiele bis zur Pantomimenpredigt wurden die feinen Heiterkeiten des menschlichen Lebens sichtbar, hörbar und wahrnehmbar gemacht. Bei sommerlichem Wetter wurden einige der Workshops in hübschen, schattigen Winkeln der Zofinger Altstadt durchgeführt, was auch Passanten zum Stehenbleiben und Schmunzeln veranlasst hat. Der katechetische Anlass wurde mit viel Phantasie und Engagement von den beiden Religionspädagogen der Aargauer Landeskirchen Dr. Alfred Höfler und Christian Bader konzipiert und durchgeführt. (23.08.00/mb)

 
Mitarbeitende der Landeskirche in Aarburg
Die Landeskirche hat ihre Mitarbeitenden am 18. August zum diesjährigen Treffen nach Aarburg eingeladen. Ein Besuch im Jugendheim auf der Festung gab zunächst Einblick in die Betreuung von straffällig gewordenen Jugendlichen. Beim anschliessenden Nachtessen im kirchlichen Jugendhaus "Villa Jugend" war Gelegenheit, dass die im ganzen Kanton zerstreut arbeitenden Spezialseelsorgerinnen und Fachstellenleiter miteinander in Gespräch kommen konnten. Der gesellige Anlass ist auch ein Dank der Landeskirche an ihre Mitarbeitenden in den verschiedenen kantonalen kirchlichen Stellen. An Fachstellen der Landeskirche und in der überregionalen Spezialseelsorge tätig sind 24 Personen im Vollamt, 16 Personen im Teilamt und 13 Personen mit Teilpensum; dazu kommen 18 Personen, die im Vollamt, 5 die im Halbamt und 4 die im Teilpensum in der Fremdsprachigenseelsorge tätig sind.  (19.08.00/mb)

 
Damit die Kinder nicht allein sind
"Ferien im Park" ist ein Projekt der katholischen Pfarrei Aarau und der reformierten Kirchgemeinde Aarau. Mit der Ferienaktion für Kinder vom 24. Juli bis 4. August im Telliquartier in Aarau möchten die beiden Kirchen gezielt armutsbetroffene Familien und ihre Kinder ansprechen. Wenn beide Elternteile arbeiten müssen, um mit ihrem kleinen Einkommen für den Unterhalt der Familie zu sorgen, bleibt ihnen wenig Zeit, um während den Schulferien noch die Kinder zu betreuen. Das bestätigen die Erfahrungen der Sozialarbeiterin der katholischen Pfarrei Aarau, Ruth Treyer. Ähnliche Probleme stellen sich in den Schulferien auch für Alleinerziehende. Für zwei Wochen stellen die beiden Kirchen deshalb in der Telli einen Zirkuswagen auf mit Animatorinnen und Animatoren, die mit verschiedenen Freizeitangeboten spielerisch auf die Kinder eingehen. Mit dem Projekt sollen gleichzeitig Kontakte mit den betroffenen Eltern und Kindern geknüpft werden, um ihre Situation zu erfassen, ihre Bedürfnisse zu klären und später allenfalls weitere Angebote zu machen. (20.07.00/mb)

 
Soziale Probleme trotz Rückgang der Arbeitslosigkeit
Kurt Brand hat seine Arbeit als neuer Stellenleiter der Caritas Aargau am 1. Juli begonnen. Aus diesem Anlass zeigte er an einer Medienkonferenz am 13. Juli in Aarau die aktuellen Schwerpunkte auf. Der bisherige Stellenleiter, Valentin Schmid, schilderte zuvor rückblickend die Schwerpunkte der letzten Jahre. Als Schwerpunkt für die gegenwärtige Tätigkeit der Caritas Aargau zählte Brand auf: die Integration anerkannter Flüchtlinge (Projekt "Kompass" und "BIP-Pepina"), die Förderung einer familienergänzenden Kinderbetreuung (Kinderkrippen), die Unterstützung der sozialen Tätigkeit (Diakonie) in den Pfarreien sowie die Hilfe für Einzelpersonen in Notsituationen. Während die Caritas Aargau in den letzten und "turbulenten" Jahren stark gewachsen ist, soll die Tätigkeit, wie der neue Stellenleiter ausführte, redimensioniert werden. Von gegenwärtig 2'100 Stellen-Prozenten, aufgeteilt auf 26 Mitarbeiter/innen, werden 250 Stellen-Prozente gestrichen. Die Redimensionierung erfolgt aufgrund der veränderten Situation und betrifft vor allem die Bereiche Erwerbslosigkeit und Flüchtlingsbetreuung. Soziale Probleme, betonte Brand, seien aber weiterhin vorhanden wie etwa knappes Einkommen bei voller Erwerbstätigkeit. Der Kernbereich der Caritas müsse deshalb eher ausgebaut werden. Die Redimensionierung hat auch zur Folge, dass die Caritas vermehrt auf Spenden angewiesen ist, da der Staat für die Bereiche Erwerbslosigkeit und Flüchtlingsbetreuung finanzielle Beiträge leistete, die jetzt wegfallen. Über die künftige Flüchtlingsbetreuung, für die ab 2001 neu der Kanton und nicht mehr der Bund zuständig ist, führt die Caritas zusammen mit den Hilfswerken Heks und Aargauisches Rotes Kreuz Verhandlungen mit dem Kanton. (13.07.00/mb)

 
Die Seelsorgearbeit überdenken
Im Pfarreienverband Zurzach ist ein Wechsel im Seelsorgeteam vorhersehbar; zudem ist es schwierig, geeignete Personen für die Mitarbeit in den kirchlichen Gremien zu finden; auch das Geld im Pfarreienverband wird eher knapp. Das hat den Vorstand des Pfarreienverbandes bewogen, die künftige Arbeit zu überdenken und neu zu planen, wie es in einer Mitteilung im Regionalteil des Pfarrblattes vom 9. Juli heisst. Es sollen dabei nicht nur die Strukturen überdacht, sondern auch "Visionen für eine gelungene und fruchtbare Seelsorgearbeit" entwickelt werden. So frage sich zum Beispiel, ob angesichts der abnehmenden Zahl kirchlich gebundener Menschen und der wachsenden Zahl ausserkirchlicher Gemeinschaftsanlässe nicht "dringend neue Formen der Verkündigung und der Präsenz der Kirche im Alltag der Menschen" gesucht werden müssten. Der Vorstand des Pfarreienverbandes will nach den Sommerferien mit der Analyse der Situation beginnen. Der Pfarreienverband Zurzach ist der älteste Seelsorgeverband im Bistum Basel. Er wurde 1974 gegründet und umfasst die Pfarreien Baldingen, Kaiserstuhl, Schneisingen, Wislikofen und Zurzach. (08.07.00/mb)


Eine engagierte Jugendarbeit
Im Aargau machen rund 5'000 Jugendliche zwischen dem 8. und 16. Altersjahr bei Jungwacht und Blauring mit, einem kirchlichen Jugendverband. Wöchentlich setzen sich dort in der Freizeit etwa 1'000 Leiterinnen und Leiter für die Jugendlichen ein. Und jährlich werden zwischen 250 und 300 Jugendlichen neu für Leitungsfunktionen ausgebildet. In vielen Pfarreien führen Jungwacht und Blauring nach intensiven Vorbereitungen Sommerlager für Kinder und Jugendliche durch. Die Arbeit in den Pfarreien wird von der kantonalen Arbeitsstelle für Jungwacht und Blauring in Wettingen unterstützt. Das wurde an einer Medienkonferenz der Landeskirche am 6. Juli in Wettingen bekannt gegeben. Thema der Medienkonferenz war die Jugendarbeit, die von der Landeskirche im kantonalen Bereich finanziell getragen wird. Neben der Arbeitsstelle für Jungwacht und Blauring finanziert die Landeskirche mit einem jährlichen Gesamtbeitrag von gegen 400'000 Franken im weiteren die kantonale Arbeitsstelle für Jugendseelsorge in Wettingen und das Jugendgruppenhaus "Villa Jugend" in Aarburg, das vor einem Jahr eröffnet wurde. (06.07.00/pb/mb)

 
Neuer Stellenleiter bei der Caritas Aargau
Auf den 1. Juli 2000 übernimmt Kurt Brand die Stellenleitung der Caritas Aargau. Er ist Nachfolger von Valentin Schmid, der während acht Jahren die Aargauer Regionalstelle geführt hat. Der neue Stellenleiter Kurt Brand, langjähriger Mitarbeiter der Caritas, ist ausgebildeter Sozialarbeiter und hat dieses Frühjahr ein Nachdiplomstudium in Management und Organisationsentwickung abgeschlossen. Er kennt den Aargau und seine sozialen Problemfelder sehr gut. So war er massgebend am Aufbau der Fachstelle für Schuldenfragen beteiligt und hat sich für die Wiedereinführung der SKOS-Richtlinien bei der Bemessung der Sozialhilfe eingesetzt. Die Caritas Aargau befindet sich gegenwärtig in einer Phase der Neuausrichtung und der Konsolidierung. Nach jahrelanger pionierhafter Tätigkeit in Arbeitslosenprojekten wird ein künftiger Schwerpunkt die stärkere Zusammenarbeit mit den Pfarreien im Kanton sein. Mit den Pfarreien zusammen sollen vermehrt lokale Projekte für Sozialbenachteiligte entwickelt werden. Andere Problemfelder wie die ungenügende Integration von Ausländerinnen und Ausländern, das fehlende Angebot an familienergänzender Kinderbetreuung und die finanzielle Not vieler Aargauerinnen und Aargauer bleiben weiterhin eine wichtige Aufgabe der Caritas Aargau. (20.06.00/cag/mb)

 
Das Pfarrblatt erhält ein neues Gesicht
Das kantonale Pfarrblatt, ein wichtiges verbindendes Medium für die römisch-katholischen Kirche im Aargau, besteht seit 15 Jahren, hat eine Auflage von rund 95'000 Exemplaren und erscheint in 14 Regionalausgaben. Wie Präsident Peter Haag an der Delegiertenversammlung der Pfarrblattgemeinschaft vom 15. Juni in Lenzburg betonte, wurde eine Neugestaltung in die Wege geleitet - am 1. Januar 2001 soll das Pfarrlatt mit einem neuen Gesicht erscheinen. Stephan Käuferle, Grafiker, Fischbach-Göslikon, stellte das neue Layout vor. Das Pfarrblatt - auch ein neuer Name ist in Diskussion - soll "luftiger" werden, visuell besser ansprechen, in der Gestaltung aber trotzdem einfach bleiben. Die Vorschläge fanden an der Versammlung ein gutes Echo. Zur Zeit läuft eine breit abgestützte Offertrunde unter verschiedenen Aargauer-Druckereien. Neben der Neugestaltung soll eine zentrale Datenbank realisiert werden. Bereits 60 Pfarreien haben sich für die Internet-Übermittlung ihrer Beiträge entschieden, was eine Reduktion der Satzkosten bringt. (16.06.00/pb)

 
Wie sollen Pfarreien da noch funktionieren?
An der Synode-Sitzung der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau vom 14. Juni in Aarau entstand zur Ämterfrage eine grössere Diskussion. Anlass waren die Berichte aus den vier regionalen Vorsynoden. An den Vorsynoden werden die Themen der Synode-Sitzung im kleineren Kreis jeweils andiskutiert. Auf Grund des Priestermangels bestehen Notsituationen für die sakramentalen Dienste, wurde an der Synode einmal mehr festgestellt: "Wie sollen die Pfarreien zukünftig überhaupt noch funktionieren?" Erwähnt wurde die grosse Bandbreite von Haltungen gegenüber dem Problem, von treuer Ergebenheit bis zum Aufruf zu gehorsamsverweigernder Selbsthilfe. Gefordert wurde eine professionelle Führung des Personalamtes in Solothurn und eine Klärung der Funktionen zwischen Priestern und Laientheologen in der Gemeindeleitung. Der Bischof, so wurde gewünscht, solle zur Behebung des Problems mutig weitere Schritte zusammen mit den andern europäischen Bischöfen suchen. In Pfarreien ohne Seelsorger wurde andererseits auch bewusst, dass alle Pfarreimitglieder Verantwortung für das Pfarreileben tragen. Die vorgebrachten Anliegen, so Kirchenratspräsident Werner Huber, werden an die Bistumsleitung weitergleitet. (14.06.00/pb/mb)

 
Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 14. Juni 2000
An der ordentlichen Frühjahrssitzung der Synode der Römisch-Katholischen Landeskirche vom 14. Juni 2000 in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  1. Der Jahresbericht 1999 des Kirchenrates wurde genehmigt.

  2. Die Verwaltungsrechnung 1999 (Zentralkassenbeitrag und Ausländerseelsorge) inklusive der Fondsrechnungen wurde genehmigt.

  3. Die Abrechnung über den Bau des Jugendgruppenhauses Villa Jugend Aarburg mit Gesamtkosten von Fr. 3'662'901.-- wurde genehmigt.

  4. Die Baukostenabrechnung über die Sanierung der Heizungsanlage im Bildungszentrum Propstei Wislikofen mit Gesamtkosten von Fr. 269'928.95 wurde genehmigt.

  5. Die Synode beauftragt den Kirchenrat einen Entwurf für eine Revision des Organisationsstatuts auszuarbeiten und diesen der Synode zu unterbreiten.

Gemäss Art. 39 und 41 des Organisationsstatutes vom 15. Juni 1977, teilrevidiert am 7. November 1984, können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung der Beschlüsse. Ablauf der Beschwerdefrist für die Beschlüsse der Synode vom 14. Juni 2000 ist der 14. Juli 2000. Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-Katholischen Landeskirche, Sekretariat, Feerstrasse 8, Postfach, 5001 Aarau, zu richten.


Die Ethik-Kommission - eine spannende Arbeit
An der ökumenischen Veranstaltung "Marktplatz und Kirche" vom 23. Mai in Aarau berichtete Hans Halter über seine Erfahrungen in der "Eidgenössischen Ethik-Kommission für die Gentechnik im ausserhumanen Bereich". Hans Halter, Professor für theologische Ethik in Luzern, ist Mitglied der seit 1998 bestehenden Kommission. Am Beispiel des Gen-Lex-Paketes zeigte Halter auf, welche ethischen Grundsatzfragen diskutiert wurden. Die Kommissionsmitglieder hätten einen unterschiedlichen Hintergrund, gerade deshalb seien die Diskussionen "sehr spannend und interessant". Es sei eine "echte Gesprächsgruppe", in der man dazu lerne, miteinander streiten könne und auch immer wieder hinterfragt werde. In den zwei Jahren ihres Bestehens musste die Kommission bereits zu ganz verschiedenen Fragen Stellung nehmen. So neben dem Gen-Lex-Paket auch zur Biotechnologie-Verordnung, zum Transplantationsgesetz (Xenotransplanation) oder zum Freisetzungsgesuch für T25-Mais in Oftringen. Diskutiert wird zur Zeit die Patentierung von Pflanzen und Lebewesen. - Ein ausführlicher Veranstaltungsbericht erscheint im AARGAUER PFARRBLATT 23/2000 vom 4. Juni. (26.05.00/mb)

 
Gäste aus Ungarn
Vom 12. bis 15. Mai hat eine Delegation aus der Pfarrei Ujfeherto in Ostungarn die Pfarrei Menziken besucht. Die Pfarrei Menziken hat vor, Projekte in der ungarischen Pfarrei zu unterstützen, möchte dabei aber nicht nur finanzielle Unterstützung leisten, sondern auch persönliche Kontakte knüpfen. Im Oktober 1999 war bereits eine Delegation aus Menziken in Ungarn. Die Gäste aus Ungarn haben in Menziken am Firmfamilientag und am Sonntagsgottesdienst teilgenommen. Zudem wurden Ideen gesammelt für die künftige Partnerschaft und nächste Schritte geplant. Als Vorbereitung auf den Besuch der Delegation aus Ungarn haben Kinder der dortigen Pfarrei Zeichnungen zu ihrer Pfarrei gemacht, die nun im Pfarreiheim Menziken ausgestellt sind. Gleichzeitig haben Schüler aus Menziken die eigene Pfarrei in Zeichnungen beschrieben, die jetzt in Ungarn ausgestellt sind. (15.05.00/mb)

 
Neue Priester im Aargau
Bei den Neupriestern dieses Jahres sind auch drei Männer aus dem Aargau dabei. Am Sonntag, 28. Mai, werden in Hitzkirch Kurt Grüter aus Sins und Stefan Küng aus Döttingen von Bischof Kurt Koch zum Priester geweiht. Eine Woche vorher, am 21. Mai, empfängt Fabian M. Schneider aus Würenlingen von Bischof Oskar Saier in Freiburg i. Br. die Priesterweihe. (15.05.00/mb)

 
Mit Behinderten suchen, wo das Leben wohnt
Behinderte des Behindertenwohnheimes Oberentfelden haben im Rahmen des Firmmottos "Suchen, wo das Leben wohnt" zusammen mit Nichtbehinderten zwei Gottesdienste in der Pfarrei Entfelden gestaltet. Mit grossem Eifer übten die Behinderten in der Vorbereitung mit der Tischharfe Lieder ein und trugen Fürbitten zusammen. Bei der Vorbereitung wie beim Gottesdienst selber arbeiteten die Behinderten ohne Berührungsängste zu den sog. "Nichtbehinderten" mit Freude und grosser Ernsthaftigkeit mit und übernahmen dabei mühelos eine aktive Rolle in der Gestaltung des Pfarreigottesdienstes, bei dem nicht alles "perfekt" sein musste. In seiner Predigt ging Pastoralassistent Stephan Schmitt speziell auf die Menschen ein, die in unserer Gesellschaft am Rand stehen und oft in sozialen Institutionen leben und nicht so "effizient" und "schnell" sind, wie es die Wirtschaft verlangt. (10.04.00/hs/mb)

 
Sexuelle Ausbeutung zum Thema gemacht
Eine Fachtagung der Aargauer Pastoralkonferenz (Verband aller hauptamtlich in der Seelsorge Tätigen) befasste sich am 15. März in Aarburg mit der "Sexuellen Ausbeutung in seelsorgerlichen Beziehungen". Als Fachfrau schilderte Pia Thormann die Sicht von Betroffenen. Thormann ist Psychologin bei der Berner Beratungsstelle für vergewaltigte Frauen und Mädchen. Grundvoraussetzung für gute Beziehungen in der Seelsorge ist der professionelle Umgang mit Nähe und Vertrauen, wie es in vergleichbarem Masse von Psychotherapeuten, Lehrerinnen und weiteren Vertrauenspersonen erwartet wird. Alois Reinhard, Leiter des diözesanen Personalamtes in Solothurn, zeigte theologische wie psychologische Muster auf, die Abhängigkeit in den Beziehungen erzeugen können. Reinhard legte auch erste Erfahrungen mit einem innerkirchlichem Informations- und Handlungskonzept aus der Stadt Bern vor. Für die Weiterarbeit am Thema setzte die Pastoralkonferenz eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Kirchenebenen ein. Die zwei wichtigsten Aufgaben der Arbeitsgruppe sind das Benennen einer Ansprechsperson für Betroffene und das Erstellen eines Informationskonzeptes für die Öffentlichkeitsarbeit. (24.03.00/rh/mb)

 
Guter Rechnungsabschluss der Landeskirche
Für das Jahr 1999 präsentiert die röm.-kath. Landeskirche einen guten Rechnungsabschluss. Rund 300'000 Franken können den Rückstellungen zugewiesen werden bzw. direkt bei den Investitionen für das Jugendgruppenhaus "Villa Jugend" in Aarburg amortisiert werden. Bei der Ausländerseelsorge (Italiener, Spanier, Portugiesen, Kroaten) entstand ein Mehraufwand von rund 128'000 Franken, der jedoch 50'000 Franken unter der Budgetvorgabe liegt. Bedeutend mehr Mittel werden im laufenden Jahr für den Finanzausgleich bei den Kirchgemeinden benötigt. Bereits sind 765'000 Franken an Bausubventionen zugesichert. (10.03.00/pb)
 

Bischofsbesuch im Aargau
In der zweiten Jahreshälfte besuchen Bischof Kurt Koch und Weihbischof Martin Gächter den Aargau. Die so genannten "Pastoralbesuche" sollen gemäss Mitteilung der Bistumsleitung Begegnungsmöglichkeiten der Pfarreimitglieder mit dem Bischof sein. Sie finden in einzelnen Pfarreien statt in der Form eines Gesprächsabends, als offener Gottesdienst oder als Firmgottesdienst. Zu den Gesprächsabenden sind ehrenamtlich in der Pfarrei Tätige aus Vereinen und Gruppen eingeladen, zu den Gottesdiensten alle Interessierten auch aus den umliegenden Pfarreien, zu den Firmgottesdiensten vorwiegend die Angehörigen der Firmlinge. Im Mittelpunkt des Gesprächsabends sollen unter dem Stichwort "Als Getaufte leben" Fragen, Erfahrungen und Überlegungen zur christlichen Lebensgestaltung stehen. (09.03.00/mb)

 
Eröffnung der Fastenkampagne mit internationalen Gästen in Aarau
Die nationale ökumenische Fastenkampagne wird dieses Jahr in Aarau eröffnet. Die Fastenaktion steht unter dem Motto "Time out", wird von den Hilfswerken Brot für alle (evang.-ref.), Fastenopfer (röm.-kath.) und Partner sein (christkath.) getragen und in den Pfarreien und Kirchgemeinden mit Aktionen und Anlässen unterstützt. Zur Eröffnung der Aktion findet am Sonntag, 12. März um 10 Uhr in der Reformierten Stadtkirche Aarau ein ökumenischer Festgottesdienst statt, der vom Fernsehen DRS 1 live übertragen wird. Als Ehrengast wird Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz teilnehmen. Der Gottesdienst wird von den Aarauer Kirchgemeinden mit Musik und Tanzdarbietungen aus verschiedenen Kulturen gestaltet. Die beiden internationalen Gäste der Sammelaktion halten die Predigt: Die Ökonomin Georgine Kenge Djeutane aus Kamerun und Bischof Dom Luiz Demetrio Valentini aus Brasilien. Neben Christoph Stückelberger von Brot für alle und Annemarie Holenstein von Fastenopfer wirkt auch der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) Thomas Wipf mit. Anschliessend können sich die Gäste auf einem Stationenweg an verschiedenen Orten über die Anliegen der Kampagne "Time out - anders weiter" informieren. Von 12 bis 14 Uhr findet im Zwinglihaus ein Mittagessen mit den internationalen Gästen statt. Alle Veranstaltungen sind öffentlich. Die Platzzahl ist aber beschränkt. (06.03.00/prm/mb)

 
Was hat sich in den Pfarreien verändert?
Die gesellschaftliche Entwicklung und der Einfluss auf die Pfarreien war Thema der diesjährigen Tagung für Kirchenpflegen vom 25./26. Februar im Bildungszentrum Wislikofen. Claudia Mennen, Gemeindeberaterin und Theologin, Wettingen, schilderte die heutige gesellschaftliche Situation und verglich die Rolle der Kirche früher und heute. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kirchenpflegen und Pfarreiräten besprachen in Gruppen die Situation an ihrem eigenen Wohnort und trugen stichwortartig zusammen, was sich in den Pfarreien verändert hat. Im zweiten Teil der Tagung wurden in Workshops die Fragen auf vier Themenkreise konzentriert und gefragt, was in diesem Umfeld vom der Pfarrei her zu tun sei. Angesprochen wurden die Bereiche Diakonie (Sozialarbeit), Jugend, Katechese (Religionsunterricht) und Gemeindeleitung. Die Tagung, angeboten von der Landeskirche, wird am 24./25. März wiederholt. (26.02.00/mb)

 
Schwerpunkte des Kirchenrates
An einer zweitägigen Sitzung im Bildungszentrum Wislikofen befasste sich der Kirchenrat der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Aargau mit grundsätzlichen Fragen, mit der mittelfristigen Planung und mit aktuellen Schwerpunkten. So war die Neustrukturierung der Caritas Aargau ein Thema und die Beiträge an soziale Werke. Bei den sozialen Werken will der Kirchenrat mit der Caritas sowie mit der reformierten Landeskirche zusammenarbeiten. Pilotprojekte sollen ebenso unterstützt werden wie grössere Werke, die über Jahre begleitet werden. Der jährliche Gesamtbeitrag für soziale Werke von 875'000 Franken macht 6,7 Prozent des Gesamtbudgets der Landeskirche aus. Im weiteren sieht der Kirchenrat die Revision des Organisationsstatutes der Landeskirche vor. Die Frühjahrs-Synode wird sich grundsätzlich damit zu befassen haben. Das gültige Statut stammt aus dem Jahre 1977 und wurde 1984 teilrevidiert. Es müssen u.a. folgende Fragen überprüft werden: Stimm- und Wahlrecht für Ausländer, Bestimmungen zu den Seelsorgeverbänden, Zahl der Mitglieder der Synode, Regelung der Pfarrwahlen in Kirchgemeinden mit mehreren Pfarreien, die Verwendung besonderer Fonds. (22.02.00/pb/mb)

 
Heisse Eisen und coole Drinks
Zusammen mit der regionalen kirchlichen Erwachsenenbildung will die Pfarrei Aarau "heisse Eisen" anpacken, und zwar an einer Diskussion jeweils an jedem dritten Samstag im Monat. In der Kirche besteht die Gefahr, brennenden Fragen auszuweichen oder sie zu tabuisieren. Das Seelsorgeteam will sich diesen Fragen stellen. Eine profilierte Persönlichkeit wird eine Einführung zum Thema geben, nicht sachlich-ausgewogen, sondern pointiert und engagiert. Die offene Diskussion soll dann dazu anregen, über die Fragen nachzudenken und die eigene Meinung zu formulieren. Der Anlass findet im katholischen Pfarrhaus in Aarau statt (5 Minuten vom Bhf) und beginnt jeweils um 9 Uhr. Gegen 11 Uhr wird die "heisse Diskussion" mit einem "coolen Drink" abgeschlossen, denn Seele und Geist haben Erfrischung nötig. Die erste Samstag-Diskussion findet am 19. Februar statt zum Thema "Schwangerschaftsabbruch", die thematische Einführung gibt Brigitte Hauser-Süess (CVP-Frauen). Die weiteren Daten: 18. März, 20. Mai, 17. Juni, 19. August. (10.02.00/mb)

 
Weltethos-Preis für die Berufsschule Aarau
Der dritte Preis des Wettbewerbs zum Projekt "Weltethos" ging an Werner Mosimann und seine beiden Klassen der Berufsschule Aarau. Beim Wettbewerb ging es um die Auseinandersetzung mit Menschen aus anderen Kulturen und mit anderen Religionen. Die beiden Klassen, in der einen Klasse Polymechaniker, in der anderen Postangestellte, brachten die eigenen Erfahrungen mit Fremden und Ausländern zur Sprache, gingen verschiedenen Vorurteilen nach und erstellten Gruppenarbeiten über die Grundrechte der Menschen und den Rassismus. Hinter der Wettbewerbsarbeit standen die ethischen Überlegungen, die der bekannte katholische Theologe Hans Küng zum Thema "Weltethos" formuliert hatte. In der Preisverleihung vom 25. Januar in Zürich wurden die interessanten und breit einsetzbaren Unterlagen lobend hervorgehoben, die Werner Mosimann für 15 bis 20 Unterrichtslektionen zusammengestellt hatte. Das Material sei geeignet, um Vorurteile abzubauen. Der für die Schule und die Erwachsenenbildung ausgeschriebene Wettbewerb wurde von der Stiftung Weltethos finanziert. Die Stiftung setzt sich für die interkulturelle und interreligiöse Forschungs- und Bildungsarbeit ein im Sinne der von Hans Küng initiierten "Erklärung zum Weltethos". (28.01.00/prm/mb)

 
Team Erwachsenenbildung vollständig
Das Team in der Erwachsenenbildung ist wieder vollständig. Beat Niederberger arbeitet seit Beginn dieses Jahres als Erwachsenenbildner mit dem Schwerpunkt im Fricktal. Ab April mit reduziertem Pensum und ab August in hauptamtlicher Funktion wird Jörg Trottmann, Luzern, das Team ergänzen. Im Verlauf des ersten Halbjahres 2000 wird die Erwachsenenbildung neu organisiert. Vorgesehen ist die Bildung einer kantonalen Arbeitsstelle. (18.01.00/pb)

 
Landeskirche unterstützt Aidsarbeit in Zimbabwe
Gertrud Scheu, kirchliche Sozialarbeiterin in der Diözese Gweru (Zimbabwe), berichtete dem Kirchenrat eindrücklich über ihre Arbeit. Als Folge von Aids leben im Land rund eine Million Waisen. In vielen afrikanischen Ländern ist die Ansteckungsgefahr durch Aids nicht in ihrer vollen Tragweite bewusst. Aufgrund der Infizierung sterben viele junge Eltern, vorab auch Mütter von Kleinkindern. Für die seit Jahrzehnten bewährte Aufbau- und Sozialarbeit von Gertrud Scheu hat der Kirchenrat wiederum einen Jahresbeitrag von 30 000 Franken bewilligt. Ebenfalls je 30 000 Franken wurden für die weiteren Langzeitprojekte in der Diözese Debrecen (Ungarn) und für zwei Projekte in Ecuador (Gesundheitsversorgung und Bildung) zugesprochen. (14.01.00/pb/mb)

 

 

 

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