Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau
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Archiv 2001



Wie Interessierte in der Pfarrei informiert werden
Der Pfarreikalender soll helfen, "hineinzuwachsen in die Pflege des Brauchtums und des Kirchenjahres". Er ist in der Pfarrei Rothrist-Murgenthal inzwischen fester Bestandteil geworden, um mit Blick auf das ganze Jahr Interessierte auf die Angebote der Pfarrei aufmerksam zu machen. Neben dem traditionellen Brauchtum, das in der Pfarrei gepflegt wird, informiert der Kalender auch über Angebote, die früher im Rahmen des kirchlichen Religionsunterrichtes gemacht wurden und heute als Kurse gestaltet sind: Taufkurs, Kommunionkurs, Versöhnungskurs, Firmkurs. Neben der religiösen Bildung gehören als weitere wichtige Elemente zum Pfarreileben das Gemeinschaftsleben, die Diakonie und die Liturgie. Die Texte sind durchgehend dreisprachig, so dass auch Italiener und Kroaten die Informationen aus erster Hand haben. Thematischer Faden durch den 50-seitigen Pfarreikalender ist "einen Namen haben", künstlerisch gestaltet vom Rothrister Grafiker Beat Hofer. Mail-Adresse der Pfarrei: pfarrei.st.paul@bluewin.ch.  (31.12.01/mb)


Mahnwache für den Frieden in Palästina
An der Adventsfeier des Frauenbundes in Baden haben einige Frauen beschlossen, ein persönliches Zeichen für den Frieden in Palästina zu setzen. Auf diese Initiative hin versammelten sich nach dem Sonntagsgottesdienst des vierten Adventssonntages am 23. Dezember Frauen und Männer mit einer Kerze in der Hand vor der Stadtkirche in Baden zu einer kurzen Mahnwache. Entzündet wurden die Kerzen mit dem Feuer vom " Friedenslicht" aus Betlehem. Eine leere Krippe und schwarze Kopf- und Halstücher symbolisierten die Trauer über die gewalttätigen Auseinandersetzungen im "Heiligen Land". Das "Friedenslicht", an dem die Kerzen entzündet wurden, ist in vielen europäischen Ländern Tradition geworden. Das Licht wird in Betlehem, dem Geburtsort von Jesus, entzündet und auf das Weihnachtsfest hin in die Pfarreien gebracht. (25.12.01/pft/mb)

 
30 Jahre Kreiskirchgemeinde Aarau
"Die Gesprächskultur, die in unserem Gremium gepflegt wird, ermöglicht lebhafte Diskussionen", schreibt Hedi Meier-Brülhardt, Präsidentin der Kreiskirchgemeinde Aarau, zum 30. Geburtstag dieser Institution. Die Kreiskirchgemeinde wurde am 14. Dezember 1971 gegründet. Sie umfasst heute mit den fünf Ortskirchgemeinden Aarau, Buchs, Entfelden, Schöftland und Suhr 26 politische Gemeinden mit gesamthaft über 20'000 Katholikinnen und Katholiken. Sie entstand aus dem damaligen "Bau- und Garantiekomitee", das sich hauptsächlich mit dem Bau neuer Kirchen befasste. Die Kreiskirchenpflege hat 16 Mitglieder. In den letzten Jahren befasste sich die Behörde nicht nur mit dem Verwalten, wie die Präsidentin rückblickend schreibt, sondern auch mit Fragen wie Personalmangel, damit verbunden Belastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ferner Optimierung der Kirchgemeindefinanzen, Nutzung der Liegenschaften oder mögliche Strukturänderungen in der Kreiskirchgemeinde. Das Sekretariat befindet sich an der Feerstrasse in Aarau. (31.12.01/hm/mb)


Radioarbeit: Einzelprojekte statt Arbeitsstelle
Die wöchentliche Radiobetrachtung "90 Sekunden" vom Montagmorgen im Lokalradio "Argovia" soll bleiben. Ebenso wird der "K-Punkt Religion" im Lokalradio "Kanal K" sowie das kirchliche Jugendmagazin "kwäcksilber", beide jeweils einmal im Monat an einem Mittwochabend, beibehalten. Die Arbeitsstelle für ökumenische Radioarbeit der Aargauer Landeskirchen OiL wird aber aufgehoben. Damit unterstützen die Kirchen nur noch einzelne Sendungen, führen aber keine eigene Arbeitsstelle mehr. Das haben die Kirchenräte der drei Landeskirchen am Delegationentreffen vom 7. Dezember beschlossen. Sie stellen dafür einen Kredit von etwa 22'000 Franken zur Verfügung und übertragen die Verantwortung für die Durchführung dem reformierten Informationsdienst. Anlass für die Neuausrichtung der Radioarbeit war der Beschluss des römisch-katholischen Kirchenrates, nach dem Rücktritt des bisherigen Stelleninhaberin Lisbeth Borer auf Ende Dezember 2001 die gemeinsam getragene Radiostelle nicht mehr weiterzuführen. Die Kirchenräte der evangelisch-reformierten und der christkatholischen Landeskirche wollten daraufhin die Arbeitsstelle nicht in eigener Regie weiterführen, sie unterstützen aber wie der römisch-katholische Kirchenrat einzelne Projekte. Die regelmässige Zusammenarbeit mit den regionalen Redaktionen von Radio, Fernsehen und Presse läuft bereits heute weitgehend über die Informationsdienste der Landeskirchen. (10.12.01/ria/mb)

 
Aargauer in der neuen Arbeitsgruppe "Islam"
Dr. Samuel Martin Beloul aus Windisch wurde zum Mitglied der Arbeitsgruppe "Islam" ernannt. Das wurde an einer Medienkonferenz der Schweizer Bischöfe am 6. Dezember in Bern bekannt gegeben. Die Arbeitsgruppe wurde eben von der Schweizer Bischofskonferenz neu gegründet. Sie wird sich mit kulturellen und theologischen Fragen wie auch mit Fragen des praktischen Zusammenlebens in der Schweiz befassen und sich um den islamisch-christlichen Dialog bemühen. Die Arbeitsgruppe, die zur Zeit sieben Mitglieder hat, wird auch Kontakte zu andern christlichen Kirchen, insbesondere zum Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, pflegen, wie an der Medienkonferenz betont wurde. Beloul, Assistent für Religionswissenschaft an der Universität Luzern, ist Kroate und hat sich schon seit längerem mit dem Islam befasst. (06.12.01/mb)


Impulsweekend: Wie kann man glauben?
Aus der ganzen deutschsprachigen Schweiz trafen sich am 1./2. Dezember in der "Villa Jugend" in Aarburg Präsides sowie Regional- und Kantonsleiter/innen von Blauring und Jungwacht. Angeboten wurde ein Impulsweekend zum Thema "Glauben". Mit Hilfe von Szenen aus dem Alltag vermittelte eine Theaterpädagogin, wie die in der Bibel geschilderten Konflikte einen Bezug zu heute bekommen. Ateliers gaben die Möglichkeit, das Thema persönlich zu vertiefen. Die einen wählten dazu Musik und Theater, die anderen das philosophische Denkatelier und das Schattentheater. "Wie kann man an etwas glauben, das man noch nie gesehen hat?" Das Weekend hat Ideen und Motivation geliefert, um sich in der Pfarrei mit Kindern und Jugendlichen spielerisch mit dem Glauben auseinanderzusetzen. (20.12.01/fb/mb)


Unterstützung für Aufbauprojekte
Der Kirchenrat der Römisch-katholischen Landeskirche Aargau hat gemäss einer Medienmitteilung an seiner November-Sitzung insgesamt 130'000 Franken für Nothilfe und Aufbauprojekte zugesprochen. 40'000 Franken für das seit Jahren bekannte und von der Schweizerin Gertrud Scheu begleitete Projekt in der Diözese Gweru, Zimbabwe. In Lateinamerika für das pädagogische Projekt Hogar in Ecuador 30'000 Franken und ein Beitrag in gleicher Höhe für das Projekt Chone der Missionsfranziskanerinnen in Ecuador. 20'000 Franken wurden zugesprochen für verschiedene Sozialprojekte in der Diözese Debrecen, Ungarn, und 10'000 Franken als Beitrag an die Katastrophenhilfe der Caritas für afghanische Flüchtlinge in Pakistan. (29.11.01/pb)


Sanitas-Frauenpreis für Hospiz-Gründerin Luise Thut
Luise Thut aus Zufikon hat am 9. November in Bremgarten den diesjährigen Sanitas-Frauenpreis des Aargauischen Katholischen Frauenbundes AKF erhalten. Luise Thut ist Gründerin und Präsidentin des Aargauer Hospiz-Vereins zur Begleitung Schwerkranker. Hospiz-Arbeit bedeute das "zugewandte und achtungsvolle Begleiten von Menschen" in der schwierigen Endphase ihres Lebens, schreibt der AKF in einer Medienmitteilung dazu. Hospiz-Arbeit schliesse das soziale Umfeld des Kranken mit ein und biete Hilfeleistungen an, die den bevorstehenden Abschied, das Sterben erleichtern können. Der mit 25'000 Franken dotierte Sanitas-Preis wird bereits zum fünften Mal vergeben. Der Preis versteht sich als eine Auszeichnung zur Förderung und Unterstützung gemeinnütziger Institutionen oder Einzelpersonen, die sich für das Wohl der Frauen und Kinder im Kanton Aargau einsetzen. (10.11.01/prm/mb)

 
Bleibt das Schulfach "Religion"?
Die Landeskirchen im Aargau befassen sich zur Zeit mit der Neuausrichtung des obligatorischen Schulfaches "Religion", das zu unterscheiden ist vom kirchlichen Religionsunterricht, von der Katechese. Die Kirchenräte haben verschiedene Fragen dazu auch mit der erziehungsrätlichen Kommission für den schulischen Religionsunterricht besprochen, wie Kirchenratspräsidentin Barbara Kühne, Oberbözberg, an der Synode-Sitzung der römisch-katholischen Landeskirche vom 7. November in Aarau mitteilte. Das Departement "Bildung Kultur Sport" des Kantons hat nun eine Arbeitgruppe gebildet, die sich mit der Umbenennung und der Sicherstellung des Faches sowie mit den Ausbildungsanforderungen für die entsprechenden Lehrpersonen befasst. In der Arbeitsgruppe sind auch die Kirchen vertreten. Die Kirchenratspräsidentin informierte an der Synode kurz noch über weitere Fragen, die zur Zeit "kirchenintern" in Abklärung sind. So befasst sich die Kommission für die Ausländerpastoration KAP mit den Zielsetzungen und Leistungen der Fremdsprachigenseelsorge. Ein entsprechender Bericht soll dann der Synode vorgelegt werden. Eine andere Kommission ist daran, für die Landeskirche ein Kommunikationskonzept zu erarbeiten. Und noch in diesem Jahr, so informierte Barbara Kühne weiter, soll der Entwurf zur Revision des Organisationsstatutes der Landeskirche vorliegen, der zu den Kirchgemeinden in die Vernehmlassung geht. (08.11.01/mb)

 
Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 7. November 2001
An der ordentlichen Herbstsitzung der Römisch-katholischen Synode vom 7. November 2001 in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  1. Budget 2002
    a) Der Voranschlag der Verwaltungsrechnung für das Jahr 2002 (Zentralkasse) mit einem Zentralkassenbeitragssatz von 2,45 Steuerprozenten wird genehmigt.
    b) Der Kirchenrat wird ermächtigt, den Zentralkassenbeitrag bei den Kirchgemeinden in zwei gleichen Raten zu beziehen, und zwar per 15. Mai und per 15. November 2002.
    Für die Berechnung des Zentralkassenbeitragssatzes ist der bereinigte Steuer-Sollbetrag des Rechnungsjahres 2000 massgebend.
    c) Der Kirchenrat wird ermächtigt, zur Deckung der Kosten für die Seelsorge im Dienste der italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen von den Kirchgemeinden einen "Pro-Kopf-Beitrag" von Fr. 80.- für jeden in ihrem Gebiet wohnhaften italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen (Stand: 30. April 2001) zu erheben.

  2. Für den Erwerb des Eigentumsanteiles der zweiten Hälfte an der Liegenschaft Feerstrasse 8, der Sekretariatsliegenschaft, wird ein Kredit von Fr. 700'000.- bewilligt.

  3. Der Stellenplan für die Gehörlosenseelsorge von bisher 30 Stellenprozenten wird durch eine zusätzliche Seelsorgehilfe ergänzt und mit 40 Stellenprozenten auf 70 Prozente erhöht.

Gemäss Art. 39 und 41 des Organisationsstatutes vom 15. Juni 1977, teilrevidiert am 7. November 1984, können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen. Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 10. Dezember 2001. Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-katholischen Landeskirche, Sekretariat, Feerstrasse 8, Postfach, 5001 Aarau, zu richten.


Aargauer Vertretung im Diözesanen Seelsorgerat
Im Anschluss an die Synodesitzung vom 7. November in Aarau wurden von den Synodemitgliedern die Aargauer Mitglieder für den Diözesanen Seelsorgerat gewählt. Die Bistumsregion Aargau wird vertreten durch: Vernerio Braun, Boniswil, Maria Bütler, Wohlen, Josef Dickenhof, Rudolfstetten/Friedlisberg und Röbi Hug, Villmergen. Der Diözesane Seelsorgerat ist ein Beratungsorgan des Bischofs und repräsentiert die Pfarreimitglieder des ganzen Bistums Basel. Der Rat erörtert insbesondere aktuelle seelsorgerliche Fragen und informiert den Bischof über Meinungen und Wünsche der Kirchenmitglieder. (08.11.01/mb)

 
Was ist bei Muslimen besonders zu beachten?
Nach Möglichkeit sollen Frauen immer von Frauen und Männer immer von Männern betreut werden. Darauf beispielsweise ist bei der Betreuung von Muslimen in Notfallsituationen besonders zu achten. Im Islamischen Kulturzentrum in Neuenhof hat sich das Aargauer Care-Team über den Islam und seine Kultur informieren lassen. Das Care-Team, von den Aargauer Landeskirchen in Zusammenarbeit mit dem Kanton geschaffen, besteht seit knapp einem Jahr. Das Team kann in Notfallsituationen wie Katastrophen und Verkehrsunfällen von der Polizei, der Sanität oder der Feuerwehr angefordert werden, um Opfer und ihre Angehörigen zu betreuen. Zum festen Bestand des Betreuungsteams gehören heute 26 Personen. Seit März 2001 wurden elf Einsätze vor allem bei Verkehrs- und Arbeitsunfällen geleistet. Besondere Bedeutung bekam die Betreuung bei einem Unfall mit einem Einsatzwagen der Feuerwehr und einem Personenwagen in Unterentfelden sowie bei einem Kranunfall in Suhr. Die Einsätze haben gezeigt, dass durch ein Schockerlebnis oft alte unverarbeitete Erlebnisse wieder hochkommen und die Menschen zusätzlich belasten. (25.10.01/ria/mb)

 
Fachstelle für Flüchtlingsfragen
Die Caritas Aargau hat eine Fachstelle für Flüchtlingsfragen geschaffen. Die Stelle wird von Karin Knobel-Käser und Urs Fischer geführt, wie die Caritas Aargau im Informationsblatt "da & dort" vom Oktober mitteilt. Angeboten werden folgende Dienstleistungen: Auskünfte zur Betreuung anerkannter Flüchtlinge, Vermittlung von Fachleuten wie z. B. Dolmetscherinnen, Vermittlung zwischen Flüchtlingen und Behörden, Impulse zur Integrationsarbeit, Begleitung von Freiwilligen sowie Mitarbeit in der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Für Fragen des Asylverfahrens ist weiterhin die  Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende zuständig. Ein Teil der Flüchtlingsbetreuung, so hat die Aargauer Regierung entschieden, wird ab Oktober 2001 von den Hilfswerken zu den Gemeinden und örtlichen Sozialdiensten verlagert. Deshalb ist aus verschiedenen Kreisen ein vermehrtes Bedürfnis nach fachspezifischen Informationen zu erwarten, wie die Caritas Aargau zur neuen Fachstelle schreibt. Einfachere Dienstleistungen werden unentgeltlich angeboten. Kontaktadresse: Fachstelle für Flüchtlingsfragen, Caritas Aargau, Postfach, 5001 Aarau, Telefon 062 822 90 10, Mail uf@caritas-aargau.ch. (20.10.01/cag/mb)

 
Zentralkonferenz RKZ tagt in Wislikofen
Am 29./30. September tagt die Römisch-katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) im Bildungszentrum Propstei Wislikofen. Die RKZ ist der Zusammenschluss der kantonalkirchlichen Organisationen (Landeskirchen) der Schweiz und wurde 1971 gegründet. Sie finanziert überregionale Aufgaben der Kirche im Bereich Seelsorge, Liturgie, Bildung und Sozialethik. Ebenfalls mitfinanziert werden Verbände und Medienorgane. Jede Kantonalkirche hat zwei Vertreter/innen. Jährlich finden vier Plenarsitzungen statt. Ein Präsidium von fünf Personen bildet die Exekutive. Die Geschäftsstelle befindet sich am Hirschengraben 66 in Zürich. An der Tagung in Wislikofen wird Werner Huber verabschiedet, der während 30 Jahren in der Landeskirche tätig war und davon während 26 Jahren einer der Vertreter der Aargauer Landeskirche in der RKZ. Neu wird die Aargauer Kirche von Barbara Kühne-Cavelti, Kirchenratspräsidentin, und Otto Wertli, Sekretär der Landeskirche, in der RKZ vertreten. (27.09.01/pb/mb)

 
Bettagsaufruf: Eine Zukunft für jeden von uns
Die Aargauer Landeskirchen wollen sich dafür einsetzen, "dass unser Land allen Menschen, besonders den Benachteiligten, eine Perspektive öffnen kann". Das Auseinanderklaffen von wachsender Armut einerseits und von unverhältnismässigen Spitzensalären und Bonifikationen andererseits dürfe nicht anhalten, so schreiben sie im gemeinsamen Bettagsaufruf "Miteinander in die Zukunft". Aufgabe von allen sei es, "jedem Menschen zu ermöglichen, am gemeinsamen Leben voll teilzuhaben". Ebenso müsse auch zur Umwelt Sorge getragen werden, betonen die Kirchen weiter. Für eine in diesem Sinne gute Gesellschaft brauche es zwei Voraussetzungen: Erstens die Goldene Regel "Verhalte dich anderen gegenüber so, wie du selbst behandelt werden möchtest" und zweitens die Beachtung des Gemeinwohls. Es reiche nicht, wenn jemand allein seine persönlichen Interessen verfolge, auch wenn sie noch so berechtigt erscheinen würden. "Der Einsatz für die langfristigen gemeinsamen Interessen aller ist ebenso unabdingbar." (14.09.01/mb)

 
Landeskirchen zum Terroranschlag
Hass bringt nur wieder Hass hervor, schreiben die Kirchenräte der drei Landeskirchen in einer Erklärung zu den Terroranschlägen in Amerika. Die Kirchen möchten dabei den Blick auch auf das Umfeld hier richten. Sie sind besorgt über die Gewalt, die zwischen einheimischen und ausländischen Bevölkerungsgruppen in den letzten Wochen im Aargau aufgebrochen ist. Gegen alles, "was den Hass und die Abgrenzung gegenüber anders Denkenden und Glaubenden fördern könnte", wollen sie angehen. Sie rufen die Pfarreien und Gruppen auf, "Wege des friedlichen und respektvollen Miteinanders" zu suchen und auszubauen. (12.09.01/ria/mb)

 
Aus Betroffenheit Bettagsgespräch abgesagt
"Aufgrund der unvorstellbaren, schrecklichen Ereignisse, die die USA am Dienstag erschütterten", wird das Bettagsgespräch der Aargauer Landeskirchen, das für Mittwoch, 12. September in Zofingen vorgesehen war, nicht im angekündigten Rahmen stattfinden. In einer Medienmitteilung der drei Landeskirchen vom 11. September werden die Kirchgemeinden und Pfarreien zudem zum Läuten der Kirchenglocken aufgerufen. Das Podiumsgespräch zur Wirtschafts- und Arbeitswelt in der Schweiz wurde abgesagt, denn "dieses Thema wird in den nächsten Tagen nicht im Mittelpunkt stehen und in der derzeitigen Situation der Betroffenheit und der Ratlosigkeit können Fachleute auf einem Podium kaum Antworten auf die wirklich drängenden Fragen geben". Statt dessen soll an die "Ereignisse von heute" gedacht werden: Die Anwesenden können den Raum des Aargauer Bettagsgesprächs, den "Bürgersaal" an der Rathausgasse 4 in Zofingen, dazu benützen, "Betroffenheit auszudrücken, Fragen und Sorgen zu äussern". Die Aargauer Landeskirchen, heisst es weiter in der Medienmitteilung, schliessen sich dem Anliegen des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes und der Schweizerischen Bischofskonferenz an und rufen alle evangelischen Kirchgemeinden sowie die römisch-katholischen und christkatholischen Pfarreien im Aargau dazu auf, am Mittwoch, 12. September, um 13 Uhr die Kirchenglocken zu läuten. (11.09.01/ria/mb)

 
Lisbeth Borer verlässt OiL
Die Leiterin der Ökumenischen Lokalradioarbeit der Aargauer Landeskirchen, Lisbeth Borer, wird die Arbeitsstelle Ökumene im Lokalradio OiL nach über zehnjähriger Tätigkeit auf Ende 2001 verlassen. Die Radiofrau war seit der Gründung der Arbeitsstelle im Jahr 1990 dabei. Sie hat die Arbeit aufgebaut und geleitet. Ab Januar 2002 wird die Radioarbeit zunächst durch eine Stellvertretung wahrgenommen. Definitiv besetzt wird die Stelle im Sommer oder Herbst 2002. Bis zum Frühjahr 2002 soll die Ökumenische Radiokommission eine Neuausrichtung und Profilierung der Lokalradioarbeit der Kirchen im Aargau initiieren und den Kirchenräten strategische Fragen zur Weiterführung der Arbeit in den kantonalen elektronischen Medien vorlegen. (04.09.01/ria/mb)

 
Die Kirchen sollen bei den Grundwerten mitdiskutieren
An einem Treffen mit den Kirchenräten der Landeskirchen würdigte Regierungsrat Ernst Hasler als Regierungsvertreter die Arbeit der Kirchen und lud sie zu einer intensiveren Diskussion über Grundwerte ein. Anlass des Treffens vom Freitag, 31. August, war die Überreichung des "Wortes der Kirchen" durch die Aargauer Kirchen an die Kantonsregierung. Mit dem über 70-seitigen Wort der Kirchen "Miteinander in die Zukunft" wurde die Ökumenische Konsultation zur Zukunft der Schweiz abgeschlossen. Barbara Kühne, Kirchenratspräsidentin der römisch-katholischen Landeskirche, überreichte das Schreiben und wies darauf hin, dass hier zum ersten Mal die reformierte und die katholische Kirche gemeinsam zu den brennenden sozialen und wirtschaftlichen Fragen der Schweiz Stellung nehmen. Sie hoffe, "dass die Anliegen und Wünsche, die darin zum Ausdruck kommen, gehört werden und Einfluss finden in die politische Arbeit der Regierung, dass die anerkannten Grundwerte die Basis bilden für die politischen Entscheide und dass die Schwächsten in unserer Gesellschaft ins Blickfeld von Politik und Wirtschaft gerückt werden". Regierungsrat Ernst Hasler würdigte die gesellschaftlichen Leistungen der Kirchen, die durch ihre Nähe zu den Menschen, viele für freiwillige und unentgeltliche soziale Arbeit motivieren könnten. Der Staat könne eben nicht alle Probleme lösen. In der rasanten Entwicklung unserer Zeit, die vielen Menschen Angst mache, "braucht es Verhaltensregeln, die auf den Grundwerten, die die Kirchen mit diesem Papier in die Diskussion einbringen, aufbauen". Hasler lud die Kirchen zu einem intensiveren und regelmässigen Dialog mit den politischen Kräften und der Regierung über die Grundwerte unserer Gesellschaft ein. (31.08.01/ria/mb)

 
Zukunftsprofil für kirchliche Erwachsenenbildung
Mit einem Fest am 18. und 19. August im Bildungszentrum der Aargauer Katholikinnen und Katholiken, der Propstei Wislikofen, hat die Erwachsenenbildung der katholischen Kirche Aargau das 25-jährige Bestehen gefeiert. Jörg Trottmann von der kantonalen Arbeitsstelle für Erwachsenenbildung skizzierte dabei, in welche Richtung die kirchliche Erwachsenenbildung im Aargau gehen soll. In einer Zeit, wo die einheitliche Weltdeutung zerbrochen sei, will die Erwachsenenbildung den Menschen helfen, eine eigene Spiritualität zu finden. Sie will zudem Menschen vom Rand in die Mitte bringen und insbesondere behinderte und benachteiligte Menschen besser einbeziehen, erklärte der Leiter der Arbeitsstelle. Sie will ferner in der Kirche demokratische Prozesse und eine breitere Abstützung von Entscheidungen und Verantwortung fördern etwa durch Unterstützung der Freiwilligen in der Pfarrei. Sie will durch spezifische Angebote die Gleichberechtigung von Frau und Mann voranbringen und darauf achten, dass in Geschichten und Biografien auch Frauen Orientierungspunkte finden. Schliesslich will die Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit weiteren Bildungsinstitutionen etwa aus dem sozialen Bereich Angebote entwickeln mit hohem Bezug zum Berufsalltag der Teilnehmenden. Die kirchliche Erwachsenenbildung, so Trottmann, ist überzeugt, damit auch inhaltlich "einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft leisten zu können". Im Rahmen des Jubiläumsjahres hatte sich die kirchliche Erwachsenenbildung bereits am 15. Juni in Lenzburg unter dem Motto "unerhörtes Denken" in verschiedenen öffentlichen Ateliers mit dem Zukunftsprofil ihrer Arbeit auseinandergesetzt. (18.08.01/mb)

 
Das älteste jüdische Zeugnis
In der alten Römerstadt Augusta Raurica, dem heutigen Kaiseraugst, haben Archäologen das bisher ältestes Zeugnis des jüdischen Glaubens in der Schweiz gefunden. Der Fund wurde bei einer Notgrabung der Kantonsarchäologie Aargau in Kaiseraugst entdeckt, teilte die Behörde mit. In einem Wohngebäude aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus kam neben einer Goldkette und einem Silberring auch ein bronzener Fingerring mit dem charakteristischen siebenarmigen Leuchter zum Vorschein. Der siebenarmige Leuchter, die "Menora", verkörpert die jüdische Hoffnung auf einen neuen Tempel, nachdem die Römer um 70 nach Christus den Tempel in Jerusalem zerstört hatten. Neben dem Ständer sind möglicherweise die Symbole für das Laubhüttenfest (Sukkoth) dargestellt sowie mit dem stilisierten Widderhorn das Symbol für das Neujahrsfest (Rosch ha-Schanah). (17.08.01/kipa(mb)

 
Sexuelle Belästigung in der Seelsorge
Es sei nicht einfach, über sexuelle Belästigung in der Kirche zu reden, heisst es in einer Broschüre, die am 16. August an einer Medienkonferenz in Aarau vorgestellt wurde. Die römisch-katholischen Kirche im Aargau geht damit ein schwieriges Thema offen an. Die 20-seitige Broschüre beschreibt mögliche Situationen, gibt Betroffenen eine Hilfestellung und nennt Vertrauenspersonen und Beratungsstellen, kirchliche wie nichtkirchliche. Sexuelle Belästigungen können anzügliche Bemerkungen sein, "zufällige" Berührungen, Annäherungsversuche oder erzwungene sexuelle Beziehungen. Das dürfe von den Arbeitgebern in der Kirche nicht toleriert werden, wird ganz klar gesagt. Opfer von sexueller Belästigung oder gar Ausbeutung werden ermutigt, sich zu wehren und Hilfe bei den genannten Vetrauenspersonen und Beratungsstellen zu suchen. Die Broschüre wurde zusammen mit einem Merkblatt im Auftrag der Landeskirche und des Regionaldekanates von einer Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Opferhilfe Aargau herausgegeben. Im Sinne einer Bewusstseinsbildung und einer Prophylaxe werden Broschüre und Merkblatt allen in der Seelsorge tätigen Personen im Aargau sowie allen Kirchenpflegen zugestellt (Merkblatt PDF). Bezugsadresse: Regionaldekanat der Bistumsregion Aargau, Klosterstrasse 12, 56430 Wettingen, Telefon 056 426 08 71, Mail regionadekanat@active.ch. (15.08.01/mb)

 
Stellenabbau bei der Caritas Aargau
Zwar seien die Arbeitslosenzahlen gesunken und die Zahl der Asylanerkennungen zurück gegangen "doch die sozialen Probleme im Aargau sind keineswegs verschwunden". Das schreibt die Caritas Aargau in einer Medienmitteilung vom 19. Juli zu ihrem eben veröffentlichten Jahresbericht 2000. Stellenleiter ist seit Juli 2000 Kurt Brand. Die Zahl der Einzelpersonen und Familien, die bei der Caritas Aargau um Hilfe anfragen, seien "unvermindert hoch". Auch viele Menschen mit unterschiedlichsten Rechtsproblemen suchten die Beratungsstelle auf. Dennoch musste die regionale Caritas-Stelle in den letzten zwei Jahren ihren Personalbestand massiv abbauen. Mit dem Entscheid der Regierung, ab Oktober 2001 die Betreuung der anerkannten Flüchtlinge neu den politischen Gemeinden und nicht mehr dem Hilfswerk zu übergeben, ist eine weitere personelle Reduktion nötig. Zudem schloss die Betriebsrechnung 2000 mit einem erheblichen Verlust ab, der durch Reserven gedeckt werden musste. Das Hilfswerk bezeichnet in der Medienmitteilung die neue Situation als "Herausforderung" und will sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Das Ziel sei und bleibe aber, "dem Aargau ein sozialeres Gesicht zu geben und die Situation Betroffener zu verbessern". Rückblickend auf das vergangene Jahr kann die Regionalstelle auch über positive Erfahrungen berichten, so etwa über die Mitarbeit beim ökumenischen Projekt "Vergeld's Gott" und damit verbunden bei der Entwicklung eines Kompetenz- und Arbeitsnachweises für Freiwillige im Dienste der Kirche (KANA). Eine weitere positive Erfahrung ist das Interesse der zahlreichen Gruppen von Schülerinnen und Schülern insbesondere für die Situation der anerkannten Flüchtlinge. Persönliche Begegnungen sensibiliserten die Jugendlichen für die Fluchtursachen sowie für Fragen des Fremdseins und der Integration. Die Integration bleibt für die Caritas weiterhin ein wichtiges Anliegen. (20.07.01/cag/mb)

 
Schuldenberatung weiterhin nötig
Schuldensanierungen brauchen "sehr viel Zeit und Energie". Aber wenn eine Sanierung erfolgreich abgeschlossen sei, empfinden Sandra Villiger Northeast und Jürg Gschwend eine "grosse Genugtuung". Die Sozialarbeiterin und der Sozialarbeiter führen zusammen die Fachstelle für Schuldenfragen Aargau FSA in Aarau. Erfreulicherweise, so schreiben sie in einer Medienmitteilung vom 16. Juli, würden fast alle Sanierungsbemühungen positiv verlaufen. Wichtigste Voraussetzung dazu sei, dass der Schuldner zur Sanierung motiviert sei. Die Fachstelle besteht seit dem 1. Februar 1997 und umfasst 180 Stellenprozente. Zur Beratung zugelassen sind aber nur Personen aus den 38 Gemeinden, die die Fachstelle als Mitglied des Vereins "Fachstelle für Schuldenfragen Aargau" finanziell unterstützen. Finanziell mitgetragen wird die Fachstelle auch durch kirchliche Organisationen wie die römisch-katholische und die reformierte Landeskirche und die Caritas Aargau. Villiger und Gschwend bedauern in ihrer Medienmitteilung, dass im laufenden Jahr bereits 56 Personen abgewiesen werden mussten, weil ihre politischen Gemeinden bei der Fachstelle nicht mitmachen. Neben Schuldenberatung und Schuldensanierung organisieren die beiden Fachleute auch Kurse für Sozialtätige sowie Präventionsprojekte und informieren die Öffentlichkeit über das Thema Schulden mittels Medien und Veranstaltungen. Die Fachstelle für Schuldenfragen an der Laurenzvorstadt 90 in Aarau ist in der Regel von Montag bis Freitag am Vormittag erreichbar unter Telefon 062 822 82 11, Mail sv.fsa@caritas-aargau.ch. (18.07.01/sv/mb)


Der Sozialrat will Grundlagenarbeit leisten
An seiner ersten Sitzung hat der Sozialrat der Aargauer Kirchen die Grundlinien für seine erste Tätigkeit festgelegt, wie Ursula Bezzola, Mitglied des Sozialrates, mitteilt. Der Sozialrat will Grundlagenarbeit leisten und darauf aufbauend Vorschläge für konkrete Projekte erarbeiten. Als Kommission will der Sozialrat nicht von sich aus an die Öffentlichkeit treten, sondern in erster Linie mit den Kirchenräten der Landeskirchen in Kontakt sein. Seine Themen sucht er im gesellschaftlichen Umfeld der Kirchen und hat dementsprechend bereits eine Liste von anstehenden Themen aufgestellt. Bei der Festlegung der Prioritäten möchte der Sozialrat aber auch auf Themenwünsche und Prioritäten der Kirchenräte hören. Nach 12 Monaten soll die Arbeitsweise neu überprüft werden. Der Sozialrat wurde im April dieses Jahres von den Kirchenräte der drei Aargauer Landeskirchen gegründet mit dem Auftrag, "zu einer klaren Positionierung der Aargauer Landeskirchen in diakonisch-sozialen Fragen" beizutragen, "das soziale Umfeld im Aargau" zu beobachten und "einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von benachteiligten Menschen" zu leisten. (09.07.01/ria/mb)

 
Blauring und Jungwacht bald auf den Spuren der Römer
Seit rund acht Monaten ist 21-köpfiges Organisationsteam daran, einen Grossanlass von Blauring und Jungwacht Aargau vorzubereiten, das Kantonstreffen vom 7. und 8. September 2002 in der ehemaligen Römersiedlung Kaiseraugst. Dort werden sich schätzungsweise 2'500 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 25 Jahren treffen und unter dem Motto "Jublaroma" in spielerischer Form Römerwettkämpfe durchführen. Die Teilnehmenden werden zudem einen Weltrekord im Mosaikbau versuchen, wie es in einer Medienmitteilung des Organisationsteams heisst. Es soll ein unvergessliches Erlebnis werden, findet doch nur alle zehn Jahre ein solches Kantonstreffen statt. Das letzte Kantonstreffen war 1992 auf dem Heitere-Platz in Zofingen. Das Organisationsteam besteht aus aktiven und ehemaligen Jungwacht- und Blauringmitgliedern. Die Hauptleitung haben Nicole Egli, Nussbaumen, und Alessandro Camisani, Wettingen; beide haben Erfahrung im Organisieren von Anlässen innerhalb des Verbandes. Im Aargau gibt es 71 Scharen von Jungwacht und Blauring mit insgesamt rund 5'300 Buben und Mädchen. Blauring und Jungwacht sind ein katholischer Verband, aber konfessionell unabhängig. Gesamtschweizerisch ist der Verband mit insgesamt über 32'000 Mitgliedern nach der Pfadi die zweitgrösste Kinder- und Jugendorganisation. (02.07.01/mjb/mb)

 
"Lipstick" nicht aus dem Programm kippen
"Mit Empörung" hat der Kantonalvorstand des Aargauischen Katholischen Frauenbundes (AKF) auf die Absetzung der Sendung Lipstick des Schweizer Fernsehens reagiert. In einem Brief an die Verantwortlichen verlangt der Kantonalvorstand die Weiterführung der Sendung,  wie er in einer Medienmitteilung vom 27. Juni schreibt. Lipstick sei die einzige Sendung, "die Frauenthemen gezielt und fundiert behandelt" und dürfe nicht auf Kosten von Sport aus dem Programm gekippt werden. In einer Antwort auf den Brief bestätigen Chefredaktor Filippo Leutenegger und Fernsehdirektor Peter Schellenberg, dass "Frauenthemen und Gleichstellung noch nicht vom Tisch" seien, aber gesellschaftspolitisch habe sich die Sichtweise geändert: weg vom spezifischen Ansatz hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung. "In diesem Sinn", so schreiben die beiden Fernsehverantwortlichen, "sollen relevante frauenspezifische Ansichten im ganzen Programm stärker zum Tragen kommen". Gespannt erwartet der AKF die Umsetzung. Der AKF, ein Dachverband von über 100 Frauenvereinen und Gruppen junger Frauen im Aargau, hat gegen 16'000 Mitglieder. (28.06.01/maf/mb)


Neue Wege im Religionsunterricht in Aarau
Als "innovativ und zeitgemäss" bezeichnen Kirchenpflege und Seelsorgeteam von Aarau das neue Modell des Religionsunterrichtes, das mit dem neuen Schuljahr im August 2001 eingeführt wird. Am Informationsmorgen vom 23. Juni wurde das Konzept der Pfarrei vorgestellt. Glaubenswahrheiten müssten gemeinsam entdeckt und gefeiert werden, heisst es im Faltprospekt, das die wichtigsten Schwerpunkte auflistet. Der Religionsunterricht soll darum ein "gemeinschaftliches Geschehen" sein, an dem nicht nur "Lehrende" und "Lernende" beteiligt sind, sondern auch weitere Personen. Zu den "weiteren Personen" gehört insbesondere die Familie, in der katholischen Kirche als Ort des Glaubens schon immer zentral. Gemäss den heutigen Familienstrukturen gehören Eineltern-Familien ebenso dazu wie Grosseltern, die für die Kinder religiöse Bezugspersonen sein können, wurde am Informationsanlass vom Seelsorgeteam betont. Erstmals wird deshalb der Kurs angeboten "Grosseltern erzählen biblische Geschichten". Breitere "Gemeinschaftspflege" und Begegnung sollen gefördert werden z.B. mit einem Apero, den Schüler für ihre Eltern kreieren, mit dem Palmsonntagsbrauch oder mit einem Elternstamm. Dabei sollen Eltern und Kinder auch mit weiteren Lebensbereichen der Pfarrei vertraut gemacht werden wie Jugendgruppen oder liturgischen Feiern und Gottesdienste. Eine wichtige Neuerung ist, dass der Unterricht in Blockeinheiten und in Pfarreiräumen erteilt wird. (23.06.01/be/mb)


Niederberger neuer Pfarrblatt-Präsident
Das Pfarrblatt, "in letzter Zeit vom Sturm heftig geschüttelt", fahre jetzt in ruhigere Gewässer. Darum könne er Ja sagen zum neuen Amt, meinte Beat Niederberger. Er wurde an der Delegiertenversammlung der Pfarrblattgemeinschaft Aargau vom 21. Juni in Lenzburg zum neuen Präsidenten gewählt. Als Präsident möchte er die Umstrukturierung zügig zu Ende führen, der Redaktion gute Rahmenbedingungen geben für eine attraktive und inhaltliche gute Gestaltung sowie den finanziellen Boden von Horizonte überprüfen und transparent gestalten. Niederberger, Theologe und Erwachsenenbildner im Fricktal, ist überzeugt, dass das Pfarrblatt "einen wichtigen Verkündigungsauftrag in unserer Gesellschaft" wahrnimmt. Er ist Nachfolger von Peter Haag, der vor drei Jahren zum Präsidenten gewählt wurde und altershalber zurücktrat. Haag bezeichnete die drei Jahre als sehr arbeitsreiche Zeit, da in kurzem Abstand aufwändige Probleme zu lösen waren. Da waren zunächst die finanziellen Probleme bei der früheren Buag, bei der wichtige Fäden für die Herstellung des Pfarrblattes zusammenliefen. Dann kam die Einführung des Pfarrblatt-Editors für die Pfarreien, verbunden mit einigen Schwierigkeiten, und schliesslich die zeitintensive Erarbeitung des neuen Layouts und gleichzeitig die Neuvergabe für Druck und Satz. Das Pfarrblatt für den Kanton Aargau erscheint seit dem 1. Januar 2001 mit einem neuen Layout und unter dem neuen Namen "Horizonte". Es wird in 12 Regionalausgaben mit einer Auflage von 98'000 Exemplaren hergestellt. Getragen wird das kantonale Pfarrblatt vom Verein Pfarrblattgemeinschaft, dem 98 Kirchgemeinden mit 108 Pfarreien angehören. (22.06.01/mb)


Für die Notfallseelsorge vorbereitet
Was geht psychisch vor, wenn ein Mensch verunglückt? Wieso benimmt sich ein Unfallopfer manchmal so seltsam und reagiert zeitlich sehr verzögert? Können Seelsorgerinnen und Seelsorger mit solchen Reaktionen umgehen und können sie in schwierigen Notfällen auch Angehörigen eine Hilfe sein? In der Seelsorgeausbildung wurde bisher die spezifische Betreuung von Unfallopfern kaum einbezogen. Die Aargauer Landeskirchen bieten deshalb einen zweitägigen Einführungskurs in die psychologisch-seelsorgerliche Nothilfe an. Am 6. und 7. Juni hat der letzte Kurs stattgefunden. Im kommenden Herbst wird ein weiterer Kurs angeboten. In Zusammenarbeit mit der kantonalen Arbeitsgruppe für Psychotraumatologie haben die Landeskirchen auf dieser Grundlage ein "Care-Team", ein Betreuungsteam geschaffen, das von der Polizei, der Sanität oder der Feuerwehr angefordert werden kann. Rund 50 Personen aus beiden Landeskirchen sind inzwischen ausgebildet worden und stehen z.T. auch für die speziellen Einsätze des Care-Teams zur Verfügung. Das Care-Team kam seit März 2001 zwei Mal im Kanton Aargau zum Einsatz. (21.06.01/ria/mb)


Erwachsenenbildung ist ein Luxus
Kirchliche Bildungsarbeit sei notwendig, weil sich die Gesellschaft und die Bedürfnisse nach persönlicher Aneignung von Lebenswissen, von Haltungen und von Glauben verändert habe. Diese Bildungsarbeit sei aber ein Luxus, weil die Teilnehmenden in ihrer Freizeit und frei von sozialen Zwängen oder profitorientierter Gesinnung über sich selber, die Gesellschaft und die damit verbundenen religiösen Fragen nachdenken würden, meinte Heinz Altdorfer, Präsident der Fachkommission für kirchliche Erwachsenenbildung. Aus Anlass von 25 Jahren katholischer Erwachsenenbildung im Aargau machten Altdorfer sowie Jörg Trottman und Gerhard Ruff von der Erwachsenenbildung am 13. Juni an einer Medienkonferenz in Aarau eine Standortbestimmung und warfen einen Blick in die Zukunft. Für den Luxus "Erwachsenenbildung" wendet die Aargauer Landeskirche in diesem Jahr 863'000 Franken auf oder 6,7 Prozent der Gesamtausgaben. Die kirchliche Bildungsarbeit geschieht über den ganzen Kanton in den vier regionalen Stellen Aarau, Baden/Zurzach, Freiamt und Fricktal. Dazu kommen besondere Fachstellen für die Bereiche Gemeindeentwicklung und Liturgie, Frau und Kirche sowie Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Überregionale Angebote gibt es im Bildungszentrum Propstei Wislikofen. Mit dem Fest "moment" wird das Jubiläum im Pfarreizentrum Lenzburg am 15. Juni gefeiert. Ein buntes Programm mit Ateliers, Playbacktheater und Musik zeigt, was kirchliche Erwachsenenbildung zu bieten hat. Nach den Sommerferien, am 17., 18. und 19. August wird die Propstei Wislikofen zu einem Fest einladen.  (13.06.01/pb/mb)


Vorbehalte zur neuen Bistumseinteilung
An der Synode-Sitzung der Römisch-katholischen Landeskirche vom 6. Juni in Aarau meldete der Kirchenrat Vorbehalte an gegenüber der von der Bistumsleitung geplanten Neueinteilung des Bistums Basel. Eine neue Regionalisierung des zehn Kantone umfassenden Bistums sei zwar nötig. Für den Aargau stünden aber als Partner Solothurn und Zug im Vordergrund, vorgeschlagen ist eine Verbindung des Aargaus mit Thurgau und Schaffhausen. Der Vorschlag zur Neueinteilung ist zur Zeit in Vernehmlassung. Als neue Präsidentin des Kirchenrates wählte das Kirchenparlament die Juristin Barbara Kühne-Cavelti, Oberbözberg. Kühne tritt die Nachfolge von Werner Huber, Wohlen an, der während 14 Jahren Kirchenratspräsident war. Neuer Synode-Präsident für zwei Jahre wurde als Nachfolger von Pfarrer Jakob Bernet der Endinger Kirchenpflegepräsident Leo Keller. Die Synode hat zudem die Weiterführung ohne zeitliche Befristung der Stelle "Frau und Kirche" beschlossen.  (07.06.01/pb/mb)


Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Aargau

Beschlüsse der Synode vom 6. Juni 2001
An der ordentlichen Frühjahrssitzung der Römisch-Katholischen Synode vom 6. Juni 2001 in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  1. Validierung von vier Ersatzwahlen in die Synode für den Rest der Amtsperiode 1999-2002.

  2. Wahl für eine zweijährige Amtsdauer
    2.1 vier Stimmenzählende/Mitglieder des Büros der Synode: Rita Bürgi, Frick; Christoph Notter, Merenschwand; Martha Schmitter, Strengelbach; Johanna Senn, Mägenwil
    2.2 Präsidium der Synode: gewählt wurde Leo Keller, Endingen
    2.3 Vizepräsidium der Synode: gewählt wurde Carla Bättig-Knüsel, Menziken.

  3. Ersatzwahl in die Geschäftsprüfungskommission der Synode (GPK): gewählt wurde Elisabeth Hänggli-Schärer, Brugg

  4. Ersatzwahlen in die Rekurskommission
    4.1 eines Mitglieds: gewählt wurde Roland Hengartner, lic. iur., Künten
    4.2 des Präsidiums: gewählt wurde Martin Süess, lic. iur., Gränichen
    4.3 eines Ersatzmitglieds: gewählt wurde Matthias Fricker, cand. iur., Wohlen.

  5. Ersatzwahl in den Kirchenrat
    5.1 zwei Mitglieder: gewählt wurden Barbara Kühne-Cavelti, lic. iur. Rechtsanwältin, Oberbözberg; Thomas Jenelten, Gemeindeleiter, Aarau
    5.2 des Präsidiums: gewählt wurde Barbara Kühne-Cavelti, Oberbözberg

  6. Ersatzwahl der beiden Diözesanabgeordneten: gewählt wurden Regierungsrat Rainer Huber, Berikon; Barbara Kühne-Cavelti, Oberbözberg

  7. Der Jahresbericht 2000 des Kirchenrates wurde genehmigt.

  8. Die Verwaltungsrechnung 2000 (Zentralkasse und Fremdsprachigenseelsorge) inklusive der Fondsrechnungen wurde genehmigt.

  9. Die Bauabrechnung über die Sanierung der Fassade und den Ausbau der Liegenschaft Laurenzenvorstadt 71, Aarau, wurde genehmigt.

  10. Der Verpflichtungskredit von Fr. 295'000.-- für die Renovation der Liegenschaft des Spitalpfarramtes, Tellstrasse 11, Aarau, wurde genehmigt.

  11. Der unbefristeten Weiterführung der Stelle "Frau und Kirche" wurde zugestimmt.

Gemäss Art. 39 und 41 des Organisationsstatutes vom 15. Juni 1977, teilrevidiert am 7. November 1984 können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung der Beschlüsse. Ablauf der Beschwerdefrist für die Beschlüsse der Synode vom 6. Juni 2001 ist der 5. Juli 2001. Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-Katholischen Landeskirche, Sekretariat, Feerstrasse 8, Postfach, 5001 Aarau, zu richten.
 

Aargauerin wird Ehrenbürgerin von Betlehem
Der Bürgermeister von Betlehem, Hanna Nasser, hat Irmgard Schmid mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Betlehem ausgezeichnet, wie die Kinderhilfe Betlehem in einer Medienmitteilung bekannt gibt. Irmgard Schmid war seit 1977 Laborleiterin am Caritas Baby Hospital Betlehem. Sie wohnte früher in Kaiseraugst, wo sie Laborantin und Beraterin für Laboreinrichtungen war. Das Caritas Baby Hospital ist das einzige auf Kleinkinder spezialisierte Hospital in den palästinensischen Gebieten. Neben ihrer Arbeit betreute Schmid auch Besuchergruppen und ist deshalb vielen Schweizern bekannt. Seit einigen Jahren ist sie im Ruhestand, lebt aber noch in Betlehem. Das Kinderspital wurde vor fast 50 Jahren gegründet, um jedem Kind unabhängig von Rasse oder Religion medizinische Hilfe zu geben. Es steht armen Familien offen, die in anderen Hospitälern keine Hilfe finden. Das Caritas Baby Hospital wird von der Kinderhilfe Betlehem getragen, das von den Pfarreien jeweils mit dem Kirchenopfer von Weihnachten unterstützt wird. Für den Bürgermeister von Betlehem ist das Caritas Baby Hospital mit seinen 200 Mitarbeitern eine aus Betlehem "nicht mehr wegzudenkende Einrichtung", die gerade in der derzeitigen schwierigen Lage ein Zeichen der Hoffnung sei. Bei der Verleihung des Ehrenbürgerrechtes dankte er Irmgard Schmid für den "jahrzehntelangen, unermüdlichen Einsatz für die Gesundheit unserer Kinder". (05.06.01/khb(mb)


Institutio - Aufnahme in den kirchlichen Dienst
Bischof Kurt Koch erteilt am 9. Juni in Aesch BL den beiden Pastoralassistentinnen Andrea Wohland, Schöftland, und Michèle Schwartz-Adam, Villmergen, die Institutio. Mit der Institutio lassen sich die beiden Pastoralassistentinnen feierlich in den dauernden kirchlichen Dienst im Bistum Basel aufnehmen. Die Institutio ist einerseits eine verbindliche Zusage von Seiten der Pastoralassistentin, andererseits eine verbindliche Zusage des Bischofs, sich um eine Anstellung im Bistum zu bemühen, die den Erfahrungen und Fähigkeiten der Pastoralassistentin entspricht. Bei Priestern geschieht dies anlässlich der Priesterweihe, bei Diakonen anlässlich der Diakonatsweihe. Der Institutio wie auch der Priesterweihe und der Diakonatsweihe geht eine mehrjährige Ausbildung voraus, zu der auch ein Praktikum gehört, das Nachdiplomstudium "Berufseinführung". (04.06.01/mb)


Neues Sozialhilfegesetz geht zu wenig weit
Das Sozialhilfe- und Präventionsgesetz SPG, über das im Aargau am 10. Juni abgestimmt wird, geht zu wenig weit, kritisiert die Sektion Aargau des Schweizerischen Berufsverbandes Soziale Arbeit (SBS Aargau) in einer Medienmitteilung vom 30. Mai. Dem Verband gehören Sozialarbeitende und soziale Institutionen an, so auch die Caritas Aargau. Mit dem neuen Gesetz sei die Chance verpasst worden, die Grundlagen der sozialen Arbeit im Kanton zu optimieren. Der Verband stellt zum Beispiel "mit Erstauen" fest, dass trotz den Versprechungen des Regierungsrates wieder nicht die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) angewandt würden. Die Idee der Elternschaftsbeihilfe findet der SBS Aargau aber gut, nur sei die auf sechs Monate begrenzte Bezugsdauer zu kurz. Kritisiert wird in der Stellungnahme unter anderem auch die Streichung der "fachlich-qualifizierten Sozialdienste". Die Kostenverteilung für die Sozialhilfe zwischen Kanton und Gemeinden scheint dem Verband "durchführbar und angepasst". Die Unterstützung von familienergänzender Kinderbetreuung wird gar als "löblich" bezeichnet, das entspreche auch dem Präventionsgedanken. Zusammenfassend meint der Verband der Sozialarbeitenden, dass das neue Gesetz wenig klare Vorgaben mache. Deshalb wird "mit Spannung" die noch auszuarbeitende Verordnung zum Gesetz erwartet in der Hoffnung, dass hier klarere Bestimmungen vorliegen werden. (02.06.01/mm/mb)


Grenzüberschreitende Kontakte am Rhein
Seelsogerinnen und Seelsorger aus Pfarreien beidseits des Rheins haben sich zu einem Informations- und Erfahrungsautausch getroffen. Das Treffen vom 17. Mai fand in der Propstei Wislikofen statt, einer ehemaligen Stiftung des Benediktinerkloster St. Blasien im Schwarzwald. Die Kontakte über die Rheingrenze hinaus sind nicht neu, wie André Knöpfel, Gemeindeleiter von Zurzach, unter den Pfarreimitteilungen in Horizonte schreibt. In den letzten sechs Jahren hätten in einzelnen Kirchgemeinden dieseits und jenseits des Rheins schon verschiedene grenzüberschreitende Anlässe stattgefunden. Auf politischer Ebene bestehen seit etwa acht Jahren Bemühungen um eine gemeinsame Gestaltung des Grenzraumes "Hochrhein". Daran sind auch die Kirchen beteiligt. Die Mitarbeit der Kirchen in der "Hochrhein-Kommission" hat nach Knöpfel "zu guten Kontakten und zu einem anregenden Austausch zwischen den Kirchenleitungen" geführt. Das war auch der Anstoss zur persönlichen Begegnung unter den Seelsorgenden in Wislikofen. (21.05.01/ak/mb)


Verantwortungsbewusst Geld anlegen
In der Schweiz haben sich neben den seit längerer Zeit bestehenden alternativen Geldinstituten nun auch Gross-, Kantonal- und Privatbanken im Sektor der ethisch-ökologischen Geldanlagen engagiert. Offensichtlich haben die Bemühungen der Kirchen und ihrer Hilfswerke sowie weiterer Institutionen Wirkung gezeigt. An einer "Marktplatz und Kirche"-Veranstaltung der Ökumenischen Kommission "Kirche - Wirtschaft" der Aargauer Landeskirchen am 15. Mai in Aarau wurde betont, dass Anlagefonds mit entsprechende Ausrichtung nicht nur den Anliegen Nachhaltigkeit, Ökologie und sozialer Verantwortung der privaten Anleger entgegenkommen, sondern inzwischen auch eine vernünftige Rendite abwerfen. Die beiden Referenten, Gianreto Gamboni (UBS Asset Management) und Pierre Strub (ecos.ch, Nachhaltige Entwicklung für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft), erläuterten detailliert die Bedeutung dieser besonderen Anlagefonds, in denen in der Schweiz bereits 5 Milliarden Franken angelegt sind. In Europa steht die Schweiz mit 22 ethisch-ökologischen Fonds an dritter Stelle nach Grossbritannien und Schweden. Die Banken, welche die Fonds verwalten, verfügen über ein umfangreiches Netzwerk zur Überprüfung und laufenden Beobachtung dieser zum Teil grossen Unternehmen. Beobachtet wird auch, welche Firmen sich bei Zukunftsprojekten engagieren wie zum Beispiel in der Wasserversorgung (ein Viertel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberen Wasser) oder bei der Stromgewinnung aus Windenergie oder der Entwicklung von Umwelt schonenden Motoren. Als negativ gelten unter anderem die Herstellung von Rüstungsgütern und Tabakwaren, Bau und Betrieb von Kernkraftwerken, Freisetzung von Gentechnologie sowie Glücksspiele. Solche Unternehmen werden in keinen ethisch-ökologischen Fond aufgenommen. (18.05.01/ria/mb)


Kirchenrat für Streichung des Bistumsartikels
Der Kirchenrat der römisch-katholischen Landeskirche befürwortet die Streichung des Bistumsartikels. Dieser stamme aus der Zeit des Kulturkampfes und schränke vor allem die römisch-katholische Kirche in ihrer Organisationsfreiheit ein. Das schreibt der Kirchenrat in einer Erklärung vom 9. Mai zur Abstimmung über den Bistumsartikel vom 10. Juni . Der so genannte "Bistumsartikel" in der Bundesverfassung verlangt, dass Bistümer "nur mit Genehmigung des Bundes" errichtet werden dürfen. Wichtig für den Kirchenrat sind in diesem Zusammenhang der Beschluss der Gesamtschweizerischen Synode 72 vom März 1975 und die jüngsten Erklärungen der Schweizer Bischofskonferenz, die eine Mitwirkung ortskirchlicher Gremien bei der Errichtung von Bistümern aber auch bei der Wahl von Bischöfen vorsehen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung unterstützt der Kirchenrat einen Religionsartikel in der Bundesverfassung.  (09.05.01/mb)


Freiwillige in der Jugendarbeit nicht überfordern
Das Aargauer Jugendseelsorgeforum hat sich am 24. April in Wettingen mit Chancen und Risiken der Freiwilligenarbeit im Bereich Jugendarbeit auseinandegesetzt. Am Informations- und Diskussionsforum nahmen über 40 Interessierte aus Kirchenpflege, Seelsorge und Jugendarbeit teil. Pfarreimitglieder, die als "Freiwillige" arbeiten, unbezahlt und in Freizeit, gibt es heute als Präses von Blauring und Jungwacht, als Vorstandsmitglied in einem Jugendtreff oder in einem Begleitgremium zur pfarreilichen Jugendarbeit. Nicht zu vergessen sind die vielen Jugendlichen, die Blauring- und Jungwachtgruppen leiten. Gabi Hürbin, Verein Jugendtreff Wegenstettertal, und Alessandro Camisani, Gremium für Jugendarbeit in Wettingen, berichteten von ihren guten Erfahrungen als Freiwillige. Als Fachfrauen schilderten Susanne Brenner von der Bundesleitung Blauring und Jungwacht und Marianne Schär vom Projekt "Kompetenz- und Arbeitsnachweis für Freiwillige KANA" die Risiken und Chancen der Arbeit mit Freiwilligen und machten auf wichtige Voraussetzungen und Rahmenbedingungen aufmerksam. Betont wurde insbesondere, dass die Kompetenzen klar geregelt und die Hauptverantwortung bei den "Professionellen" liegen müsse, um die Freiwilligen nicht zu überfordern. Empfohlen wurde, nach Abschluss der Tätigkeit einen "Kompetenz-Ausweis" auszustellen, der bei späteren Bewerbungen von Vorteil sein könnte. Das Gesprächsforum wurde federführend von der kantonalen Arbeitsstelle für Jugendseelsorge, Wettingen, organisiert. Die Arbeitsstelle bietet auch Kurse für Jugendbegleiter/innen an und unterstützt Freiwillige in der Jugendarbeit. Unterlagen zum Thema sowie Hinweise zu Weiterbildungsangeboten in der Jugendarbeit: www.kath.ch/jugend/aargau. (25.04.01/mb)


Schweizer Gardisten aus dem Aargau
Unter den 26 neuen Schweizer Gardisten, die am 6. Mai, dem Jahrestag des "Sacco di Roma", vereidigt werden, stammen vier Gardisten dem Aargau: Lorenz Keusch, Boswil; Yves Lüthi, Villmergen; Valentin Schlienger, Hellikon; Marcel Bechtold, Mägenwil. Die 1506 gegründete und heute aus rund 100 Mann bestehende Schweizer Garde ist für den persönlichen Schutz des Papstes, des Apostolischen Palastes, die Sicherung der vatikanischen Staatsgrenzen sowie für Ordnungs- und Ehrendienste im Vatikan zuständig. Am 6. Mai 1527, dem "Sacco di Roma", waren 147 Schweizer Gardisten bei der Verteidigung des Papstes gefallen. Die Garde kämpfte Papst Klemens VII. jedoch den Fluchtweg in die Engelsburg frei. Aufgrund dieser Geschichte blieb die Schweizer Garde bestehen, als Papst Paul VI. nach dem Konzil die übrigen vatikanischen Garden, die Nobelgarde und die Palatingarde auflöste. Informationsstelle der Schweizer Garde: Pro Pers, Industrieplatz 1, 8212 Neuhausen am Rheinfall, Telefon 052/674 61 86, Mail karlheinz.frueh@propers-ag.ch.  (23.04.01/kipa/mb)


"Aufschrei der Kirchen" nötig
"Die so dringende Wiedergeburt ethischer, moralischer Wertmassstäbe können wir nicht allein per Verfassung, Gesetz und Verordnung dekretieren", meinte Otto Piller bei einer Veranstaltung zur Gründung des Sozialrates der Aargauer Landeskirchen am 6. April in Lenzburg. Darum erwartet der Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherung von den Kirchen in Zukunft mehr. Sie müssten sich dafür einsetzen, dass es nicht zur Armut komme, die Freiheit im Alter garantiert sei und benachteiligten Menschen ihre Würde zurückgegeben werde. Er erwarte "einen nötigen Aufschrei der Kirchen". Die Kirchen müssten mutiger sein: "Wer soll denn sagen, 'So geht das nicht!', wenn es nicht die Landekirchen tun?" In seinem engagierten Vortrag skizzierte Piller zuvor die gegenwärtige soziale Lage. Es dominiere immer mehr das neoliberale Gedankengut nach dem Motto "Der Starke ist am mächtigsten allein" oder "Jeder ist sich selbst der Nächste". Grundpfeiler eines jeden Sozialstaates wie Solidarität und Kollektivität würden immer mehr in Frage gestellt. Regierungsrat Ernst Hasler, zuständig in der Aargauer Regierung für Soziales, lobte in einem anschliessenden Votum die Sozialverantwortung der Unternehmen und erinnerte an die "Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen". Gegenüber dem Sozialrat meinte Hasler: "Man kann nicht losgelöst von der Wirtschaft die sozialen Probleme lösen." Der in Lenzburg gegründete Sozialrat soll zu einer klaren Positionierung der Kirchen in sozialen Fragen beitragen und ihre soziale Arbeit unterstützen. (09.04.01/ria/mb)


Neue Plattform für Integrationsfragen
"da & dort" heisst die neue Zeitung, welche die Caritas Aargau vierteljährlich herausgibt. Das sechsseitige Informationsblatt löst den bisherigen "Fluchtpunkt Aargau" ab und will "neben Flucht- und Asylthemen vor allem Migrations- und Integrationsfragen behandeln", wie es im Editorial zur ersten Nummer heisst. Eine solche aargauische Plattform sei nötig, heisst es weiter, weil im Kanton eine ganze Reihe von privaten und kirchlichen Organisationen sowie einzelne Gemeinden im Migrations- und Integrationsbereich tätig sind, ohne dass eine Koordination vorhanden sei. Vielfach wüssten auch die einzelnen Organisationen wenig voneinander. Solange eine kantonale Koordinationsstelle fehlt, will "da & dort" eine Vernetzung anbieten. So können beispielsweise private wie kantonale und kirchliche Organisationen und Stellen in der Zeitung ihre Angebote veröffentlichen. Daneben bringt "da & dort" Beiträge zu aktuellen Asylfragen und zum Bereich Migration und Integration. Bezug: Caritas Aargau, Laurenzenvorstadt 90, Postfach, 5001 Aarau, Telefon 062/822 90 10, Mail box@caritas-aargau.ch. (04.04.01/mb)


Auch der Kanton soll die Freiwilligenarbeit besser anerkennen
Auf Initiative des Aargauischen Katholischen Frauenbundes AKF sammeln die grossen kantonalen Frauenorganisationen, die Caritas Aargau und die Projektstelle der Landeskirchen "Freiwilligenarbeit" Unterschriften für eine Petition zur Freiwilligenarbeit. Die Petition richtet sich an die Aargauer Regierung und fordert "Massnahmen, damit der unbezahlten Arbeit die Anerkennung und Unterstützung zugestanden wird, die sie verdient". Konkret gefordert wird beispielsweise, dass die durch unentgeltlich geleistete Arbeit erworbenen Qualifikationen "bei einer Anstellung in Staat und Privatwirtschaft gleichermassen berücksichtigt" werden, wie die durch Erwerbsarbeit erworbenen. Der Kanton Aargau soll zudem den Ausweis über geleistete unentgeltliche Arbeit anerkennen und auch selber einsetzen sowie Steuerabzüge für unentgeltlich geleistete Arbeit ermöglichen. Einen qualifizierten "Kompetenz- und Arbeitsnachweis für Freiwillige" (KANA) haben die Kirchen am 23. März in Aarau vorgestellt. Der Ausweis entstand im Rahmen des ökumenischen Projektes "Vergeld's Gott" im Aargau. Die Petition, lanciert an der Delegiertenversammlung des AKF am 29. März, ist auch ein konkreter Beitrag zum Uno-Jahr der Freiwilligen. Die gesammelten Unterschriften werden am 5. Dezember 2001, am "Tag der Freiwilligen", der Kantonsregierung übergeben. (28.03.01/mb)


Flüchtlingsbetreuung geht neu an die Gemeinden
Die Betreuung anerkannter Flüchtlinge im Aarau geht neu an die Gemeinden über. Diesen Entscheid der Aargauer Regierung halten das Aargauische Rote Kreuz, die Caritas Aargau und das Heks für falsch, wie sie in einer Medienmitteilung vom 26. März schreiben (Wortlaut). Die drei Hilfswerke hatten während Jahrzehnten die Flüchtlinge im Auftrag des Kantons betreut. In dieser Zeit haben die Hilfswerke eine grosse Erfahrung und viel Wissen gewonnen und sind zu "eigentlichen Integrationsspezialisten" geworden. Der Grosse Rat hatte es aber kürzlich abgelehnt, die Gemeinden zu verpflichten, fachlich qualifizierte Sozialdienste zu führen. Die Hilfswerke ihrerseits müssen, wie sie in der Medienmitteilung schreiben, als Folge davon neun Stellen abbauen. "Unakzeptabel" ist für die drei Hilfswerke auch die Art und Weise, wie der Entscheid zustande kam. Seit bald drei Jahren seien Verhandlungen geführt worden, und dann, nach sieben Monaten Funkstille hätte die Regierung den Hilfswerken "unversehens eine Abfuhr erteilt". Die Hilfswerke wurden auch nie um eine Offerte angefragt. (26.03.01/prm/mb)


Ein Sozialrat soll den Puls fühlen
Mit einer Impulsveranstaltung am 6. April in Lenzburg gründen die Kirchenräte der drei Aargauer Landeskirchen einen Sozialrat. Aufgabe des Sozialrates ist es, "zu einer klaren Positionierung der Aargauer Landeskirchen in diakonisch-sozialen Fragen" beizutragen, "das soziale Umfeld im Aargau" zu beobachten und "einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von benachteiligten Menschen" zu leisten. Dem Sozialrat gehören folgende Personen an: Dr. Konrad Bünzli, Lenzburg, Rechtsanwalt (Präsidium); Ursula Bezzola, Oftringen, ev.-ref. Kirchenrätin; Flory Dubler, Kallern, röm.kath. Kirchenrätin; Marianne Hauri-Zwahlen, Reinach, freie Journalistin, Vertreterin der Betroffenen; Kurt Brand, Caritas Aarau; Paul Keller, Würenlingen; Moisés Palmeiro, Spanierseelsorger, Neuenhof; Reinhard Keller, Seon; Josef Rennhard, Publizist, Würenlos; Walter Vogt, HEKS Aarau. Dem Sozialrat steht eine Geschäftsstelle zur Verfügung, geleitet von Anton Hasler, Windisch, selbstständiger Organisationsberater. - An der Impulsveranstaltung im reformierten Kirchgemeindehaus in Lenzburg macht sich die Theologin Ruth Kremer-Bieri, Zofingen, Gedanken zum sozialen Auftrag der Kirchen. Otto Piller, Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherung, Bern, skizziert die Zukunft einer sozialen Schweiz und formuliert die Erwartungen an die Kirchen. (24.03.01/ria/mb)


Schmitz-Hübsch wird Präsident der Gehörlosenseelsorger
Die Schweizer Arbeitsgemeinschaft katholischer Gehörlosenseelsorger hat an ihrer Generalversammlung vom 12. März in Olten Peter Schmitz-Hübsch (52) zum neuen Präsidenten gewählt. Er ist Nachfolger von Rudolf Kuhn, Gehörlosenseelsorger in Basel. Schmitz-Hübsch, Pädagoge und Sozialarbeiter, früher Leiter des Gehörlosendorfes Turbenthal, ist seit Januar 2000 Gehörlosenseelsorger im Aargau und betreut neu auch die Gehörlosenseelsorge im Kanton Zürich. Wie der Vorstand an der Generalversammlung mitteilte, soll die Arbeit in der Schweizerischen Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft der Gehörlosenseelsorger künftig verstärkt werden. (19.03.01/ki/mb)


Wo in Baden das Geld fliesst
Im Rahmen der Fastenopferaktion "Neue Noten braucht das Geld" haben Jugendliche der Oberstufe einen Blick hinter die "Geldkulissen" geworfen. Sie haben Angestellte einer Bank, des Betreibungsamtes, des Casinos und anderer "Geldorte" befragt: Was machen die Leute hier mit dem Geld? Was macht das Geld mit den Menschen? Fördert es Leben oder macht es abhängig? Die Jugendlichen haben auch versucht, selbstverständliche Mechanismen zu hinterfragen. An einer späteren "Medienkonferenz" möchten sie die Öffentlichkeit über die Ergebnisse und Erfahrungen orientieren. (11.03.01/pfb/mb)


Auch andere Gottesdienste fördern
Nicht nur wegen des Priestermangels müssten wir uns von der vielfach einzigen Gottesdienstform, der Eucharistiefeier, lösen, meinen die Seelsorger des Seelsorgeverbandes Eiken-Stein im Pfarrblatt vom 11. März. Sie wollen damit die sonntägliche Eucharistiefeier nicht in Frage stellen, sondern den Reichtum der Gottesdienstformen fördern. In ihren Pfarreien sollen den verschiedenen Arten von Wortgottesdiensten mehr Platz eingeräumt werden, so etwa dem Abendlob (Vesper), der Vigilfeier (Feier in der Nacht) oder der Bussfeier vor einem kirchlichen Hochfest. Wesentliches Element dieser Feiern seien immer auch der Gesang und die Musik, und zwar nicht bloss als "Verschönerung" der Liturgie. (10.03.01/pfb/mb)


Wo bleibt da das Einkaufserlebnis?
Werden wir durch E-Business besser bedient sein? Wird aber durch den Einkauf via Internet die Welt nicht noch unpersönlicher, weil die zwischenmenschlichen Beziehungen und das Einkaufserlebnis verloren gehen? Fallen im virtuellen Basar nicht auch Bereiche weg wie Aussendienstmitarbeiter und Zwischenhandel? Mit solchen Fragen befasste sich in einem Referat am 8. März im reformierten Kirchgemeindehaus in Aarau Paul Ammann. Ammann erarbeitet bei ABB Business Services Ltd. in Baden Strategien und Projekte für die elektronische Geschäftsabwicklung. Sein Referat unter dem Titel "Zukunftsperspektiven des E-Commerce" gab einen aufschlussreichen Einblick in die E-Business-Welt. Veranstalter der öffentlichen Diskussion war die Ökumenische Kommission "Kirche und Wirtschaft" der Aargauer Landeskirchen.

Am Beispiel ABB erläuterte Paul Ammann, wie das E-Business in der weltweiten Industrie entwickelt wird und welche Vorteile es bringt. In erster Linie gelte es, gewaltige Einsparungen zu erzielen und das Tempo der Geschäftsabwicklung zu steigern. Wie günstig kann man bei wem das gewünschte Material, seien es Schrauben, Schalter oder auch Büromaterial, einkaufen? Liefertermine werden auf den Tag genau festgelegt. Für die Logistik ist das E-Business von grösster Bedeutung. Auch Reparaturen können überall auf der Welt schnell und präzise ausgeführt werden. Weniger Bedeutung hat E-Commerce beim Verkauf von Produkten. Was die menschliche Seite des E-Commerse betrifft, musste Ammann eingestehen, dass dabei Arbeitsplätze verloren gehen. Niemand in der Branche wisse, wie lange er gebraucht werde. Ein Trost blieb: Das E-Business hat im Detailhandel nicht den angestrebten Erfolg gezeitigt. Auch Grossverteiler haben sich davon mehr versprochen. Man wird wohl Birchermüsli, Brot oder Butter zuhause vom PC aus bestellen können, doch das reale Einkaufserlebnis mit dem Wägeli zwischen den vollen Gestellen, mit den Farben, Gerüchen und den Stimmengewirr in den modernen Konsumerlebniswelten wird vorderhand nicht ersetzt werden können. (08.03.01/ria/mb)


Projektstelle für Freiwilligenarbeit
Die Aargauer Landeskirchen haben eine Projektstelle für Freiwilligenarbeit eingerichtet. Die Stelle ist auf ein Jahr befristet und soll im Uno-Jahr der Freiwilligen 2001 die Freiwilligenarbeit in Pfarreien und Kirchgemeinden fördern. Kurt Adler-Sacher, der die Stelle leitet, hat an der Kirchenpflegentagung vom Februar in Wislikofen darüber informiert. Aufgaben der Projektstelle sind: Begleitung bei der Entwicklung und Umsetzung von Aufwertungsmassnahmen in der kirchlichen Freiwilligenarbeit, Einführung eines Kompetenz- und Arbeitsnachweises (KANA) für Freiwillige für die von ihnen erbrachten Leistungen, Koordination und Konzeption von Fort- und Weiterbildungsmassnahmen für Freiwillige, Unterstützung bei der Begleitung von Freiwilligen. Kontaktadresse (nur für das Jahr 2001): Kurt Adler-Sacher, Klosterstrasse 12, 5430 Wettingen, Telefon 056/427 42 63. Das Büro ist besetzt jeweils am Dienstag von 13 bis 18 Uhr und am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr. (05.03.01/mb)


Die Führungsfrage ist ein Kernproblem
"Laisser faire" sei gar nicht so schlecht. Das meinte der Organisations- und Personalberater Markus Schmid, Luzern, zum Führungsstil in der Kirche. An der Kirchenpflegentagung der Landeskirche vom 23./24. Februar in der Propstei Wislikofen analysierte er die Personalführung der Pfarrei und gab dazu ein paar nützliche Tipps. Weil er früher selber in der Kirche arbeitete, war ihm die Situation bestens vertraut. Kirchen und Firmen seien zwar verschiedene Organisationen, meinte er, trotzdem könne die Kirche etwas von der modernen Personalführung lernen. Weil das Personal in der Kirche gut ausgebildet und motiviert sei, sei der "Laisser faire"-Führungsstil hier gar nicht so schlecht. Nur müssten klare Zielvorgaben und mehr Koordination vorhanden sein. Das könne die Kirche aus dem Organisationsmanagement lernen. Er empfahl der Kirche deshalb ein "Management by Objective", ein Führen über Ziele. Dazu gehörten mindestens ein Gespräch im Jahr mit Rückblick, Standortbestimmung, Ausblick und Bewertung der Arbeit. Je nach Kirchgemeinde sei das ein Gespräch der Kirchenpflege mit dem "Pfarrer" und ein Gespräch des "Pfarrers" und mit dem Seelsorgeteam. Rückmeldungen von Kirchenpflegemitgliedern zeigten, dass mit der Führungs- und Personalfrage an der Tagung ein Kernproblem angesprochen wurde. (24.02.01/mb)


Neues Seelsorgekonzept
Die Gestaltung der Pfarrei und der Kirche soll "nicht ausschliesslich und stellvertretend in den Händen von hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern liegen". Das schreibt das Seelsorgeteam des Pfarreienverbandes Zurzach im Pfarrblatt "Horizonte" vom 11. Februar. In den letzten Wochen wurde ein neues Seelsorgekonzept des Pfarreienverbandes erarbeitet und von den Kirchenpflegen gutgeheissen. Das neue Konzept trägt der kirchlichen Situation Rechnung und zeigt Schritte in die Zukunft auf. Die Frauen und Männer, Jugendlichen und Erwachsenen dürften nicht nur kirchliche "Konsumenten" sein, sondern sollen "sich zunehmend selber als mitverantwortliche Träger/innen des kirchlichen Lebens verstehen". Eine wichtige Aufgabe der Seelsorge sei es, die Pfarreimitglieder in diesem Bewusstsein zu stärken, persönliche Fähigkeiten zu fördern und sie auf diesem Weg zu begleiten, "damit der Glaube als hoffnungsvolle Kraft unserem Alltag Form und Farbe gibt". Der Pfarreienverband Zurzach umfasst die Pfarreien Baldingen, Kaiserstuhl, Schneisingen, Wislikofen und Zurzach.  (10.02.01/mb)


Ökumenischer Raum der Stille
In der Klinik Barmelweid wurde am Donnerstag, 18. Januar, von den beiden Klinikseelsorgern der neue "Raum der Stille" in einer kleinen Feier eingeweiht. Nach dem Umbau der Klinik wurde auch der Gottesdienstraum neu gestaltet. Bei der Einweihungsfeier unterstrichen die reformierte Pfarrerin Christine Soland und der römisch-katholische Pfarrer Toni Ming anhand verschiedener Symbole, dass der Raum allen Menschen, dem Personal, den Patientinnen wie den Besuchern offen stehe, und das auch unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Die künstlerische Gestaltung des Raumes, konzipiert von der jungen Architektin Magdalena Hürlimann, ihr Erstlingswerk, wurde von den beiden Landeskirchen mit einem Beitrag von 100'000 Franken unterstützt. Einen ökumenischen Raum der Stille gibt es auch in den Kantonsspitälern von Aarau und Baden. (19.01.01/ria/mb)
 

Ökumenischer Gottesdienst der Aargauer Kirchen
"Wo das Christentum Lehre bleibt, gibt es Spaltungen und Meinungsstreit ohne Ende; wo es Tat wird, sind alle eins." Dieser Kernsatz aus der Predigt der christkatholischen Pfarrerin Denise Wyss, Baden, prägte den gut besuchten ökumenischen Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen im Aargau (ACKA) am Sonntag, 14. Januar, in der katholischen Kirche in Wildegg. Wyss, die erste christkatholische Priesterin der Schweiz, warnte in ihrer Predigt davor, die "Wohnungen" Gottes "nur im Himmelreich" zu suchen. Was jetzt noch Stückwerk sei, werde Christus einmal vollenden. Dieser Glaube müsse aber jetzt ausstrahlen. Jesus habe den Weg gewiesen. "Wer Christus als seinen Weg erwählt und auf diesem Weg bleibt, der kennt den Weg ins Reich Gottes bereits." Es müssten aber nicht alle Wege gleich sein, betonte Wyss, aber sie müssten den Menschen Räume öffnen für Gott. Der gemeinsame Gottesdienst der zehn kirchlichen Gemeinschaften wurde musikalisch vom English Carol Choir gestaltet. Die ACKA, 1985 in Wildeggg gegründet, lädt alle zwei Jahre zu einem gemeinsamen Gottesdienst an ihrem Gründungsort ein. (15.01.01/pb/mb)


Adler leitet Projektstelle für Freiwilligenarbeit
Kurt Adler ist der Leiter der neuen kirchlichen Projektstelle "Freiwilligenarbeit". Er hat seine Stelle am 1. Januar  2001 angetreten. Die 50-Prozent-Stelle ist auf ein Jahr beschränkt und wurde im Rahmen des Projektes "Vergeld's Gott - Wege zur Aufwertung der Freiwilligenarbeit" und anlässlich des UNO-Jahrs der Freiwilligen geschaffen. Adler, ausgebildeter Katechet, leitete zuvor während acht Jahren die Arbeitsstelle der römisch-katholischen Landeskirche für Jugendseelsorge im Kanton Aargau. Die Stelle soll die Freiwilligenarbeit in den Pfarreien unterstützen. Adler will besonders die ökumenische Freiwilligenarbeit vor Ort fördern, ein umfassendes Weiterbildungsangebot für Freiwillige zusammenstellen und auch Profis sensibilisieren, um neue Wege in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen zu gehen. Auf Ende 2001 ist ein grosses Freiwilligenfest geplant. Das Büro der Projektstelle befindet sich an der Klosterstrasse 12 in Wettingen. (14.01.01/ria/mb)

 

 

 

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