Wechsel in der Verwaltung der Landeskirche steht
anDer Sekretär geht in den Ruhestand
Der Kirchenrat der Römisch-Katholischen Landeskirche gibt
bekannt, dass der langjährige Sekretär der Landeskirche, Otto Wertli, per Ende
November 2008 gekündigt hat. Mit der Synodesitzung vom 5. November 2008 möchte
er seine Tätigkeit beenden und seinen Aufgabenbereich in die Hände der
nachfolgenden Person übergeben. Die Stelle wird unter dem Begriff
Generalsekretär /Generalsekretärin in den nächsten Tagen ausgeschrieben mit
gewünschten Eintrittstermin per 1. Oktober 2008, hier zum
Stelleninserat.
Otto Wertli ist seit 1991 als Sekretär bei
der Landeskirche tätig und hat sich in seinem Arbeitsfeld mit den vielfältigsten
Aufgaben in der Kirche befasst.
(09.01.08/cb)
Aggressiver Charme mit viel PEP Diözesane Konferenz der Dekane, Dekanatsleiterinnen und
Dekanatsleiter des Bistums Basel
Das diesjährige Zusammentreffen der Bistumsleitung mit den
Dekanen, Dekanatsleiterinnen und Dekanatsleitern, unter Vorsitz von Generalvikar
P. Roland-B. Trauffer, vertiefte sich in die Frage, wie und durch welche Räume
pastoralen Wirkens der Glaube in einer ausdifferenzierten Gesellschaft der
Mobilität und Migrationsbewegungen am besten ins Spiel gebracht werden kann.
Dabei war die Vernehmlassung des Richtplan-Entwurfs zum Pastoralen
Entwicklungsplan (PEP) ein entscheidender Schritt.
Wer immer für alles offen sein will, ist nicht ganz dicht –
gleich zu Beginn dieses wahre Wort von Sr. Scholastika, Priorin der
Dominikanerinnen in Rickenbach. Bei ihrer besinnlichen Einstimmung zitierte sie
den Satz aus dem deutschen Volksmund. Dies befruchtete dann auch die Konferenz,
an der sich zeigte, dass sogar nicht nur nicht ganz dicht, sondern dazu
handlungsunfähig wird, wer nicht den Mut aufbringt, sich für klare
Stossrichtungen zu entscheiden, für gemeinsame Meilensteine auf dem Weg der
Vermittlung des Glaubens durch die Zeiten.
Jurassischer Charme
Nach Informationen aus dem
Bischofsrat kam eine erste Charmeoffensive vom Jura pastoral, aus dem der Film
„Une Eglise rayonnante de l’Evangile“ vorführte, wie durch Glaubensarbeit auch
heutige Menschen in Kontakt kommen mit dem Geist Christi. Die Erwachsenentaufe
einer jungen Frau, vor der Kamera um Worte ringend für ihre mit der Taufe
verbundenen Gefühle des Hineingenommenwerdens in etwas Grosses, Liebendes,
zeigte auf motivierende Weise, worauf es ankommt und was das gemeinsame Ziel
ist.
PEPiger Charme
Um dieses Engagement für die
Menschen und den Glauben, - in einer Zeit veränderter Milieus und einer
Sozialisation mit immer weniger Kirchlichkeit -, ging es in gleichem Masse bei
der Vernehmlassung des Richtplan-Entwurfs zum PEP. Mit Recht wurde darauf
hingewiesen, dass jede Generation stets neu, durch anpassungsfähige Orte des
Wirkens, evangelisiert werden muss, weil jede Generation im Geschenk der
Freiheit steht und damit auch in der Freiheit, Kirche und Glaube abzulehnen oder
sich in den verschiedenen Lebensräumen anders zu orientieren. So wurde
ausgeführt, wie der PEP statt als Plan auch als Entwicklungs-Prozess verstanden
werden kann, um dabei zu helfen, die Glieder der Kirche auf den skizzierten
Wandel sozialer Rahmenbedingungen auszurichten und diese Neuausrichtung (auf so
genannte Pastoralräume) möglichst genau zu umschreiben – mit Betonung auf
umschreiben, also so, dass immer genug Spielraum für eine konkrete Ausgestaltung
in den einzelnen Dekanaten bleibt. Alle dazu besprochenen Dokumente und
Präsentationen zur Vernehmlassung stehen ab 31. Januar 2008 auf der
Bistumshomepage zur Verfügung (
www.bistum-basel.ch).
Aggressiver Charme
Klar ist durch einige
Rückmeldungen geworden, dass glaubensdienliche Veränderungen nicht stattfinden,
ohne Unsicherheiten auszulösen. Da war dann der offensiv-aggressive Charme einer
dynamischen, zielfokussierten Konferenzleitung nötig, um zu zeigen, dass
gegenwartsfähige Orte pastoralen Wirkens anders nicht zu haben sind, nur durch
eine vereinigte Anpassungsleistung. Und damit waren, bei den vielen anderen
Traktanden, zu den Förderungsgesprächen, der Liturgischen Bildung oder zum
Leitbild Katechese, alle einverstanden – in der Bereitschaft, den gemeinsamen
Elan weiter zu tragen, zu den Menschen in den Pfarreien und Gemeinden vor
Ort.
Work in progress, sagt die angelsächsische Welt gerne zu solchen
Prozessen, aber wenn hier schon mit dem deutschen Volksmund eröffnet wurde, kann
ebenso gut damit geschlossen werden, genauer mit dem Titel einer deutschen
Erfolgskomödie der letzten Jahre: Das Leben ist eine Baustelle. Wobei man in
unserem Fall wird hoffen dürfen, dass es sich bei dem Bauherrn (zumindest
zeitweilig) um den Heiligen Geist handle. Wer darf dies schon von sich
behaupten? (17.01.08/gg/cb)
Repräsentative Studie zur sexuellen Belästigung am
Arbeitsplatz
Arbeitgeber sollen stärker sensibilisiert
werden
Frauen und Männer sind von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
weit häufiger betroffen als bisher angenommen. Die erste nationale Studie zu
diesem Thema zeigt, dass rund jede oder jeder zweite Erwerbstätige in der
Schweiz damit direkt oder indirekt konfrontiert wird. Bis heute gab es in der
Schweiz rund hundert Verfahren wegen sexueller Belästigung. Das
Staatssekretariat für Wirtschaft und das Eidgenössische Gleichstellungsbüro für
Frau und Mann, die gemeinsam die Studie in Auftrag gegeben haben, möchten die
Arbeitgeber für das Thema stärker sensibilisieren.
Auch die Schweizer
Bischofskonferenz prüft nun die 2002 erlassenen Richtlinien zum Umgang mit
sexuellen Übergriffen in der Seelsorge, um pädophilen Vorfällen präventiv zu
begegnen. Die Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau hat bereits im
Jahr 2001 eine Broschüre und ein dazugehöriges Merkblatt herausgegeben zum Thema
"Sexuelle Belästigung und sexuelle Ausbeutung in der kirchlichen Arbeit". Das
Merkblatt wird allen neuen Mitarbeitenden der Römisch-Katholischen Landeskirche
im Aargau abgegeben.
Den Kirchgemeinden und anderen kirchlichen
Körperschaften wird darin empfohlen, schriftliche Regelungen einzuführen, die
Broschüre als Grundlage zu nehmen und sie somit als Beitrag für Prävention zu
verstehen. Es werden Massnahmen, rechtliche Aspekte und entsprechende
Kontaktstellen beschrieben. Der Kirchenrat, das Bischofsvikariat St. Urs und die
Katholische Frauenstelle Aargau haben an der Broschüre mitgearbeitet. Das
Merkblatt ist kürzlich aktualisiert worden, die Broschüre wird momentan
überarbeitet und erscheint in Kürze. Beide Dokumente können bei der Katholischen
Frauenstelle Aargau, Klosterstrasse 12, 5430 Wettingen, Tel. 056 427 01 50, Mail
eb.stelle@ag.kath.ch oder beim
Sekretariat der Landeskirche, Tel. 062 832 42 72, Mail
landeskirche@ag.kath.ch bestellt
werden. (24.01.08/cb)
Der grösste Ministrant der Welt
4.
Deutschschweizerisches Ministrantenfest in Aarau
Alle drei Jahre treffen
sich Ministrantinnen und Ministranten aus der gesamten Deutschschweiz zum
Minifest, einem der grössten Jugendanlässe der Schweiz. Zum diesjährigen Treffen
am 7. September in Aarau werden 8.000 Ministranten zwischen 10 und 25 Jahren
erwartet. Rund um das Treffen sind verschiedene Projekte geplant, darunter eine
knapp fünf Meter hohe Ministrantenskulptur aus Bronze: der grösste Ministrant
der Welt, Schutzpatron Tarcisius.
Die Anmeldung zu dem Grossereignis
laufen, sagte der Aarauer Mitorganisator Claudio Tomassini. Zum Programm für das
Minifest gehören eine Reihe Projekte, wie etwa der Fest-Chor: Aus den
Ministrantengruppen des Gastkantons Aargau soll für Gottesdienst und Festakt der
grösste Mini-Chor aller Zeiten entstehen.
Eine fünf Meter hohe Bronzeskulptur
des Messdiener-Patrons Tarcisius, römischer Märtyrer des dritten
nachchristlichen Jahrhunderts, ist ein weiteres Projekt. Die Figur hat
Goldschmied Bernhard Lang aus Basel geschaffen. Am Montag, 18. Februar, soll
sein Modell nach Aarau in die schweizweit einzige Glockengiesserei gebracht
werden, wo in einem aufwendigen Verfahren die einzelnen Gussformen hergestellt
und in Bronze gegossen werden sollen. Bis im Sommer soll schliesslich die
endgültige Skulptur fertig gestellt werden.
Das Deutschschweizer
Minifest findet alle drei Jahre statt, zuletzt in Luzern, Winterthur und Bern.
Die Ausschreibung und Programm zum Minifest 08 ist unter
www.minis.ch zu finden.
Hinweis: Das
Schweizer Radio DRS 1 berichtet in der Sendung "Treffpunkt" am Donnerstag,
21. Februar, von 10 bis 11 Uhr unter dem Titel "Der Ministrant auf dem
Sockel" aus der Glockengiesserei Aarau. Zu Wort kommen der Künstler, ein
Giesser, Ministranten und Organisatoren des
Minifests.
(20.02.08/kipa/com/ak/ppd/cb)
Brücken-Bauern. Südafrika meets
Freiamt
Kantonale Veranstaltung zur Kampagne 2008 der Hilfswerke
„Brot für alle“, „Fastenopfer“ und „Partner sein“.
Unter dem Titel ‚Brücken-Bauern. Südafrika meets Freiamt’
findet am Samstag, 1. März 2008 von 16.30 bis 21.00 Uhr im Dachsaal der
Pflegi Muri in Muri, die kantonale Veranstaltung zur Kampagne 2008 von
„Fastenopfer“, „Brot für alle“ und „Partner sein“ statt.
„Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.“ Mit
diesem Satz protestiert Jean Ziegler, UNO-Beobachter für das Recht auf Nahrung,
gegen die ungerechte Verteilung der Lebensmittel auf der Welt. Dabei könnte die
Menschheit genügend Nahrung für alle produzieren. Diese Ungerechtigkeit schreit
zum Himmel. Deshalb lautet das Thema der diesjährigen Kampagne von Brot für
alle, Fastenopfer und Partner sein: „Damit das Recht auf Nahrung kein frommer
Wunsch bleibt.“
Im Brennpunkt dieser kantonalen Veranstaltung in Muri stehen Mercia Andrews und Mqondiso Albert Ngojo aus Südafrika. Sie
berichten von ihrem Einsatz für landlose Bauern in den Bauerngenossenschaften
ihrer Heimat.
Mercia Andrews ist Leiterin eines Netzwerkes, das Partner von
Fastenopfer ist. Dieses unterstützt Bauernvereinigungen und Frauengruppen in
über 280 ländlichen und vorstädtischen Dörfern Südafrikas. Ziel des Netzwerkes
ist es, Zugang zu bebaubarem Land zu finden in einem Land mit neuer „Apartheid
zwischen arm und reich“. Mqondiso Albert Ngojo ist Leiter einer lokalen
Bauernorganisation.
Thema der Gesprächsrunde ist Ernährungssouveränität und die
Frage, was der weltweite Hunger mit den Verhältnissen in der Schweiz zu tun hat.
Darüber kommen die südafrikanischen Gäste auch in das Gespräch mit den
einheimischen Landwirten Pia und Josef Schmid-Staubli aus
Birri-Aristau, die mehrjährige Berufserfahrung in Kolumbien und Bangladesh
gesammelt haben.
Der Anlass lädt ein zur Begegnung über Kontinente, Kulturen
und Konfessionen hinweg. Alle Sinne werden angesprochen mit Musik aus Zimbabwe
von Jabu Zikalala und Themba Ndlovu, Schweizer Volksmusik mit der Familie Ineichen aus Muri und einem Imbiss, zubereitet von Mitgliedern
des Vereins Integration Freiamt.
Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Reformierten
Kirchgemeinde und dem Katholischen Seelsorgeverband Muri-Aristau-Beinwil, der
OeME-Fachstelle der Reformierten Landeskirche Aargau und dem Fachbereich
Solidarische Welt der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau
durchgeführt.
Zur Veranstaltung sind alle herzlich eingeladen. Der Eintritt
ist frei, es wird eine Kollekte erhoben. (21.02.08/sl/cb)
Ein Gottesdienst, der an die Nieren
ging
Zum diesjährigen Tag der Kranken am 2. März
„Wenn das Leiden ständiger Begleiter ist“, lautete das Thema zum
diesjährigen Tag der Kranken am 2. März. Der ökumenische Gottesdienst im
Kantonsspital Aarau nahm es auf berührende Weise auf.
„Du hast meine Nieren
bereitet und hast mich gebildet im Mutterleib.“ Das Psalmwort diente als
Ausgangspunkt der Feier, die von Pfarrer Hans-Ulrich Simmen, Diakon Martin
Rotzler, dem Trompeter Markus Brunner, der Organistin Verena Pfenninger und
einem Team der Dialyse-Abteilung des Kantonsspitals vorbereitet und eindrücklich
gestaltet wurde. Den Menschen mit schweren Nierenleiden galt die besondere
Aufmerksamkeit. Oft über Jahre hinweg verbringen sie dreimal die Woche vier
Stunden auf der Dialyse für die künstliche Blutwäsche, weil die Nieren chronisch
versagen.
Die Mitarbeitenden des Dialyse-Teams äusserten ihre Gedanken zu
Psalm 42, in dem die Seele mit einem Hirsch verglichen wird, der nach frischem
Wasser dürstet. Wie der Psalmist leben die Dialyse-Patienten in der Spannung
zwischen Tränen und Hoffnung. Da war etwa von den Krankheitsphasen eines jungen
Mannes die Rede, von seinem Bangen, als Medikamente und Diät nicht mehr
ausreichten, von seiner Bauchfelldialyse zu Hause, von der Organspende seiner
Mutter und seinem Gefühl neu geboren zu sein, von seinem Gang durch die Hölle,
als die transplantierte Niere versagte, von der Unterstützung durch die Familie,
von der neuen Transplantation, von seinem Glück auf Reisen und in der
Musik.
Das Dialyse-Team – so ein Teammitglied – sei nicht nur
Fachpersonal, es begleite und unterstütze die Kranken auch und erhalte
seinerseits Kraft von ihnen. Bei allem Leid: Es wird oft gelacht. Vor einem
guten Jahr, erzählte eine Mitarbeiterin, habe eine Patientin sterben wollen. Nur
den nächsten Frühling möchte sie noch erleben. „Und jetzt sind Sie immer noch
da“, habe sie letzten Herbst zur Kranken gesagt.
Die Kurzpredigt widmete Pfr.
Simmen den Seligpreisungen. „Die Seligpreisungen sind die Türen, die sich aus
unserer Welt der Leiden zum Himmel hin öffnen“, bekräftigte er. Zu glauben, das
Leiden verschwinde aus dem Leben, sei unrealistisch, aber es verliere die Macht,
könne das Leben nicht mehr bestimmen, wenn Gott mit seinem Leben unser Leben
berühre.
In der Fürbitte gedachten Diakon Martin Rotzler und das Dialyse-Team
der Kranken, ihrer Angehörigen, der Pflegenden und jedes Einzelnen.
Die
Tradition des gemeinsamen Feierns wird fortgeführt. Mit welchem Team die beiden
Spitalseelsorger den Gottesdienst zum nächsten Tag der Kranken gestalten, ist
noch offen. (04.03.08/rb/cb)
Erfreuliche Zahlen auf mehreren Ebenen
Abschluss mit Überschuss
und gestiegene Katholikenzahl
Der Abschluss der Jahresrechnung 2007 der
Römisch-Katholischen Landeskirche des Kantons Aargau zeigt mit einem
Ertragsüberschuss von 584'856.03 Franken ein erfreuliches Bild. Zudem wurden im
Rahmen der Überprüfung der Finanzierung der Aufgaben im Bistum die
Katholikenzahlen erstmals mit Hilfe der Einwohnerkontrollen erhoben und auch
dort weisen die Zahlen nach oben.
Die Jahresrechnung 2007 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von
584'856.03 Franken ab. Das Budget 2007 sah einen ausgeglichenen Abschluss vor.
Etwas mehr als die Hälfte des Mehrertrags wird für zusätzliche Abschreibungen
auf verschiedene Liegenschaften in Aarau verwendet und der restliche Teil als
Einlage in die Rückstellung Bauvorhaben verbucht. Die positiven Zahlen zeigen
sich auch bei den Kirchgemeinden. Dort hat sich die Entwicklung des
durchschnittlichen Steuerfusses in den letzten Jahren kontinuierlich
gesenkt.
Erhebung der Katholikenzahlen
Erfreulich sind die
von der Landeskirche per Anfang Jahr 2008 erhobenen Zahlen der
römisch-katholischen Konfessionsangehörigen im Kanton ausgefallen.
Dabei
wurde ersichtlich, dass sich die Zahl der Mitglieder im Vergleich zur
Eidgenössischen Volkszählung im Jahr 2000 erhöht hat. Waren es bei dieser
Erhebung noch 219'800 Katholiken, sind es laut der Nachfrage bei den
Einwohnerkontrollen Anfang 2008 224'422 Mitglieder. (20.03.08/cb)
Glaubensgespräche mit jungen
Erwachsenen
Seelsorgeverband Muri-Aristau-Beinwil bietet offenen
Dialog rund um Glaubensthemen
Seit sechs Jahren werden im Seelsorgeverband Muri-Aristau-Beinwil
monatlich Glaubensgespräche mit jungen Erwachsenen durchgeführt. Dabei
diskutiert Pfarrer Urs Elsener mit jungen Menschen über Glaubensfragen, Kirche
und Religion. In diesem Jahr finden die Treffen in einer etwas neuen Form
statt.
Neben den bisherigen Glaubensgesprächen mit vorgegebenem Thema sollen
auch Gesprächsrunden zu spontan gewählten, aktuellen Themen stattfinden. Zudem
darf die Geselligkeit nicht zu kurz kommen, so dass neu auch Spielabende
durchgeführt werden.
Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahre sind
herzlich eingeladen, an diesen abwechslungsreichen Abenden teilzunehmen, an
denen man „locker“ miteinander ins Gespräch kommen will.
Die Treffen
finden monatlich statt jeweils von 20.00 – 22.00 Uhr in der Dachstube des
Matterhauses in Muri (gegenüber der Pfarrkirche). Man kann regelmässig dabei
sein oder auch nur einmal spontan hereinschauen.
Daten für 2008:
10. April
Spielabend
24. Mai Ausflug in den „Sakramentswald“ (14.00 Uhr
– Abend)
19. Juni Gesprächsrunde
21. August Thema:
„Leistungsglaube“ oder „Lustglaube“?
11. September Spielabend
23.
Oktober Gesprächsrunde
13. November Thema: Eucharistie
22.
November Friedensmesse im Flüeli Ranft
4. Dezember Planung 2009
Ein Flyer mit dieser Zusammenstellung liegt in den
Schriftenständen der beteiligten Kirchen auf oder ist erhältlich auf dem Kath.
Pfarramt in Muri, Kirchbühlstrasse 10, 5630 Muri (Tel. 056 675 40 20).
(07.04.08/ue/cb)
Förderung der
Entwicklungszusammenarbeit
Röm.-Kath. Landeskirche hat bereits
165'000 Franken des Jahresbeitrags verteilt
Die Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau möchte
sich über die eigenen Landesgrenzen hinaus mit benachteiligten Menschen in
Ländern des Südens solidarisch zeigen. 165'000 Franken sind jetzt als erste
Ausschüttung des diesjährigen Gesamtbeitrages von 208'000 Franken vom Kirchenrat
für die einzelnen Projekte gesprochen worden.
Das finanzielle Engagement bezieht sich verschiedene
Langzeitprojekte, die über viele Jahre unterstützt werden, auf einzelne
befristete Projekte sowie auf einmalige Beiträge. Langfristig unterstützt werden
momentan Projekte in Ecuador, Ungarn, Tanzania, Brasilien und Zimbabwe.
Einmalige Beiträge wurden unter anderen an Projekte in Kolumbien und Zimbabwe
verteilt.
Die verschiedenen Anfragen gelangen in der Regel an die
zuständige Begleitgruppe „Mission und Entwicklung“. Mit Hilfe von detaillierten
Projektkriterien erstellt sie eine fundierte, objektive Auswahl und leitet diese
an den Kirchenrat weiter. Unterstützt werden Projekte, die schwerpunktmässig in
den Bereichen Armutsbekämpfung, Sicherung von Lebensgrundlagen,
Gesundheitsvorsorge, Bildung und Förderung der Gleichstellung von Frauen, von
Menschenrechten und Friedensarbeit und für den Schutz von Natur und Umwelt
arbeiten.
Neben der materiellen Unterstützung ist es der Landeskirche auch
ein Anliegen, vermehrt Kontakte herzustellen zwischen den Pfarreien hier vor Ort
und den Menschen in den unterstützten Regionen. Durch die bisherigen Projekte
ist es immer wieder zu persönlichen, sehr wertvollen Kontakten gekommen, die
einen Anstoss geben für weitere Begleitung und neue Initiativen. (14.04.08/cb)
Umbau und Sanierung von
drei Patientenpavillons in Königsfelden abgeschlossen
Mit einer Einweihungsfeier finden die Sanierungsmassnahmen ihren
Abschluss
Im Oktober 2003 bewilligte der Grosse Rat des Kantons Aargau den
Kredit für den Umbau und die Sanierung von drei Patientenpavillons auf dem Areal
der Psychiatrischen Dienste des Kantons Aargau (PDAG) in Königsfelden. Nun sind
der Umbau und die Sanierung abgeschlossen und die Gebäude werden mit einer Feier
am kommenden Montag offiziell eingeweiht. In den Pavillons sind
u.a. Langzeitpatienten und die neue Psychiatrisch-Psychotherapeutische Station
für Jugendliche untergebracht. (14.04.08/pk/cb)
Die Traktanden der Synode vom 14. Mai
2008 in Mellingen
- Validierung der Ersatzwahlen in die Synode
- Protokoll der
Synode-Sitzung vom 7. November 2007
- Ersatzwahl in den Kirchenrat
- Mitteilungen
4.1 des Kirchenrats
4.2 der Regionalleitung
- Jahresbericht 2007 des Kirchenrats
- Jahresrechnung 2007 der Landeskirche
- Bericht und Antrag (PDF 62 KB) des Kirchenrat
betreffend
Kirchliche Arbeit an Kantonalen Schulen und an der Fachhochschule
Nordwestschweiz, Campus Brugg
- Bericht und Antrag (PDF 159 KB) des Kirchenrats
betreffend
Spitalseelsorge
- Bericht und Antrag (PDF 69 KB) des Kirchenrats
betreffend
Anpassung Anstellungs- und Besoldungsrichtlinien
- Bericht und Antrag (PDF 67 KB) des Kirchenrats
zum Antrag
von Rudolf Mäder, Eggenwil-Widen, betreffend Umfrage pastorale Anliegen
- Bericht (PDF 71 KB) des Kirchenrats
zum Antrag von Marcel Baumgartner, Kirchdorf, betreffend
Entschädigung bei Ehrenamtlichkeit,
Freiwilligenarbeit
- Verschiedenes
Aus Anlass des speziellen Sitzungsortes in Mellingen findet der 2.
Teil der Sitzung mit folgendem Programm statt:
2. Teil
Ca. 17.00 Uhr Andacht in der Pfarrkirche
Johannes der Täufer
anschliessend Apéro
Ca. 18.00 Uhr Stadtrundgang in
Mellingen
Die Synode-Sitzung im Ryfsaal in Mellingen, Beginn um 13.30
Uhr, ist öffentlich und kann von Interessierten mitverfolgt werden.
(28.04.08/cb)
"Jesus und der Sturm"
Kantonaler ökumenischer Pfingstgottesdienst in Königsfelden
Am Pfingstsonntag, 11. Mai 2008 um 14.30 Uhr findet der traditionelle kantonale ökumenische Pfingstgottesdienst in der Klosterkirche Königsfelden statt. Dieser Gottesdienst zeigt immer wieder die wertvolle Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen. Die Frauen und Männer der Stiftung Schloss Biberstein weisen als Mitwirkende auf stürmische Zeiten. Musikalisch wird der Gottesdienst von den Schloss-Singers der Stiftung Schloss Biberstein umrahmt. Miteinander singen, beten und das anschliessende Zvieri geniessen, das schafft immer wieder Raum für interessante Eindrücke. Die Römisch-Katholische Landeskirche und die Reformierte Landeskirche des Kantons Aargau laden herzlich zu dieser Feier ein. (30.04.08/cb)
Nachhaltiges Investieren mit Sinn und
Gewinn
Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe Marktplatz und
Kirche
Die ökumenische Kommission "Kirche und Wirtschaft" der Aargauer
Landeskirchen lädt zu einer weiteren Veranstaltung im Rahmen ihrer Vortragsreihe
"Marktplatz und Kirche" ein. Am Dienstag, 27. Mai 2008 von 17.15 Uhr bis
19.15 Uhr in der BDO Visura, Entfelderstrasse 1 in Aarau, spricht Antoinette
Hunziker-Ebneter, CEO und Gründungspartnerin von Forma Futura Invest AG, Zürich,
zum Thema
"Nachhaltiges Investieren zur Steigerung der
Lebensqualität: Sinn und Gewinn"
Die Suche nach dem Sinn jenseits des
Konsums beschäftig immer mehr Investoren. Fliesst das Geld vom Finanzsystem in
die richtigen Bereiche?
Immer deutlicher zeigt sich, dass Profit-Maximierung
und materieller Wohlstand nicht die einzigen und nicht die prioritären Ziele der
Menschen sind. Analysieren wir aber das gängige Wertesystem der Wirtschaft,
stellen wir sehr schnell fest: Die Orientierung ist nach wie vor einseitig?
Werte wie materielles Wachstum, Kurzfristigkeit und lineares Denken herrschen im
heutigen Wertesystem vor. Doch entsprechen diese Werte noch den Bedürfnissen der
Kunden, der Investoren?
Mit ihren eingesetzten Geldern wollen eine wachsende
Zahl von Anlegern und Anlegerinnen einen Mehr-Wert für die Zukunft, einen
Beitrag zu nachhaltiger Lebensqualität schaffen. Mit dieser Entwicklung vor
Augen wird klar, dass Lebensqualität zum Leitwert und damit zum
Wertschöpfungsprinzip für Wirtschaft und Unternehmen wird.
Zukunftsmärkte
werden demnach immer auch Sinnmärkte sein – bezogen auf Gesundheit, Natur,
Kultur und Bildung. Die Sinnorientierung stellt Wirtschaft und Unternehmen vor
grosse Herausforderungen. Frau Antoinette Hunziker-Ebneter zeigt auf, wie im
Finanzbereich basierend auf persönlichen Werten eine Anlagestrategie nachhaltig
umgesetzt werden kann.
Antoinette Hunziker-Ebneter ist CEO und
Gründungspartnerin von Forma Futura Invest AG, einer unabhängigen
Vermögensverwaltung für Privatkunden und institutionelle Kunden mit der
ausschliesslichen Fokussierung auf Anlagen, die eine nachhaltige Lebensqualität
fördern. Forma Futura investiert in attraktive Anlagen mit transparenter
Corporate Governance, hoher sozialer und ökologischer Verantwortung unter
Berücksichtigung der persönlichen Werte und Interessen eines Kunden.
Bis zu
ihrem heutigen Engagement war Antoinette Hunziker-Ebneter bei der Bank Julius
Bär & Co. als Mitglied der Konzernleitung für den Handel und Verkauf
verantwortlich. Davor war sie Vorsitzende der Schweizer Börse (SWX Gruppe) und
CEO von virt-x, der ersten paneuropäischen Börse mit Sitz in London.
Die Moderation hat Pfr. Dr. Christoph Weber-Berg.
Im Anschluss an das Referat gibt es einen Apéro. (30.04.08/cb)
Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 14. Mai 2008
An der ordentlichen Frühjahrssitzung der Römisch-Katholischen Synode vom 14. Mai 2008 in Mellingen wurden folgende Beschlüsse gefasst:
- Validierung der Ersatzwahlen in die Synode
- Ersatzwahl in den Kirchenrat, gewählt wurde
Thomas Mauchle, Pastoralstellenleiter, Lupfig
- Der Jahresbericht 2007 des Kirchenrats wird genehmigt.
- Die Verwaltungsrechnung 2007 inkl. der Fondsrechnungen wird genehmigt.
- Der Bericht und Antrag des Kirchenrats betreffend Kirchliche Arbeit an kantonalen Schulen und an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Campus Brugg, wird zur Kenntnis genommen.
- Der Bericht des Kirchenrats betreffend Organisation und Finanzierung der Spital- und Heimseelsorge wird zur Kenntnis genommen und den Anträgen bezüglich des schrittweisen Ausbaus der Seelsorgepensen um 130 Stellenprozente sowie der Schaffung einer Fachstelle Spitalseelsorge mit einem Pensum von 30 Stellenprozenten wird zugestimmt.
- Dem Bericht und Antrag des Kirchenrats betreffend Revision der Anstellungs- und Besoldungsrichtlinien wird zugestimmt.
- Dem Bericht und Antrag des Kirchenrats betreffend Ablehnung des Antrags von Rudolf Mäder bezüglich einer Umfrage über pastorale Anliegen wird zugestimmt.
- Der Bericht des Kirchenrats betreffend Antrag von Marcel Baumgartner über Entschädigung bei Ehrenamtlichkeit, Freiwilligenarbeit etc. wird zur Kenntnis genommen.
Gemäss Art. 47 und 50 des Organisationsstatuts vom 2. Juni 2004 können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden.
Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen.
Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 19. Juni 2008.
Beschwerden sind an das Rekursgericht der Römisch-Katholischen Landeskirche,
Sekretariat, Feerstrasse 8/Postfach, 5001 Aarau, zu richten.
Aarau, 14. Mai 2008
Der Präsident Walter Schärli
Der Sekretär Otto Wertli
Jubiläum und ein neues Buch - der Verein
Bibliodrama und Seelsorge feiert
Das erste Vereinsjahr ist
um
Seit einem Jahr existiert der Verein Bibliodrama und Seelsorge. Der
Verein dient der Kontaktpflege unter den Absolventinnen und Absolventen der
Bibliodrama-Ausbildungen nach Andriessen und Derksen. Er fördert die fachliche
Entwicklung seiner Mitglieder und unterstützt die «Wislikofer Schule für
Bibliodrama und Seelsorge».
Im Rahmen der ersten Generalversammlung wurde das
Buch «Geh in das Land, das ich dir zeigen werde. Impulse aus dem Bibliodrama für
Gruppen und Gemeinden» vorgestellt. Als Herausgeber wirken Detlef Hecking,
Claudia Mennen, Sabine Tscherner-Babl und Peter Zürn, publiziert im
Schwabenverlag.
Das Buch war an diesem Abend ein Überraschungsgeschenk für
Nicolaas Derksen. Zusammen mit Herman Andriessen hat er ein Modell entwickelt,
das seit acht Jahren auch durch die «Wislikofer Schule für Bibliodrama und
Seelsorge» Verbreitung findet. Frauen und Männer, die Nicolaas Derksen dort
erfahren durften, machten ihrem Lehr- und Lebensmeister nun zu seinem 65.
Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk: Einen Band mit Impulsen aus dem
Bibliodrama für Gruppen und Gemeinden. Mit Beispielen für kreative Bibelarbeit
etwa im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung, für Lektorinnen, Kommunionhelfer,
für den Familienkreis oder die Sitzung im Pfarreirat. Ein Buch, das sich als
Einladung versteht, biblischen Geschichten und Lebensgeschichten an unerwarteten
Orten Raum zu geben.
Bibliodrama: der Sehnsucht Raum geben
Claudia Mennen, Leiterin der Fachstelle Bildung und Propstei der
katholische Kirche im Aargau, schreibt in der Einführung zum neuen Buch «Geh in
das Land, das ich dir zeigen werde. Impulse aus dem Bibliodrama für Gruppen und
Gemeinden»: «Für immer mehr Menschen muss sich Religion und Glauben in der
eigenen Erfahrung bestätigen und bewähren.» Nun gibt es heute ganz
unterschiedliche Erfahrungshintergründe, Anknüpfungspunkte an den
Kirchgemeindealltag – vom gottesdienstlichen Mitfeiern bis hin zur Mitarbeit in
Gremien und Gruppen. Wie aber kann das persönliche wie gemeindliche
Glaubensbewusstsein in diesem vielfältigen Handeln gesucht, entdeckt, zur
Sprache gebracht – gestärkt und vertieft werden?
Wir blättern in der gedruckten Fundgrube erfahrungsbezogener
Bibelarbeit und «Wachsen hinein in das, was mir am Herzen liegt». Dieses Kapitel
ist für Ministrantinnen und Ministranten gedacht und handelt vom zwölfjährigen
Jesus im Tempel (Lk 2,41-52). Jesus ist im pubertären Alter und geht dem, was
ihm am Herzen liegt, nach. Er sucht sich Herausforderungen im Gespräch mit
Erwachsenen im Tempel. Er hört zu, stellt Fragen, teilt seine Einsichten mit.
Jesus ist ein Lernender, der von anderen ernst genommen wird. Zum Einstieg in
dieses Bibliodrama im Kleinformat legen die Minis verschiedene Bücher in die
Mitte ihrer Runde. Es beginnt ein Gespräch über diese Bücher. Auch die Bibel
wird eingeführt. Nun wird die entsprechende Bibelstelle gelesen, danach die
Rollen ausgeknobelt. Das Praxishandbuch dient auch als Drehbuch, liefert
mögliche Sprechtexte. Zur Vertiefung nach dem Rollenspiel wird eine Maleinheit,
ein Gruppengespräch, ein gemeinsamer Abschluss im Gebet angeregt.
Und weiter geht es im Band, der im Auftrag der «Wislikofer Schule
für Bibliodrama und Seelsorge» und mit finanzieller Unterstützung der
katholischen Landeskirche im Aargau entstanden ist. «Ich bin da» heisst als
weiteres Beispiel der Impuls für Sitzungen von Leitungsgremien. «Sitzungen mit
Gremien bilden einen wesentlichen Teil der pastoralen Arbeit. Aber auch wenn sie
gut organisiert ablaufen und zu praktikablen Ergebnissen führen, kann das Gefühl
bleiben, dass etwas Wesentliches zu kurz gekommen ist», bemerkt Autor Peter
Zürn. «Dieses Wesentliche klingt vielleicht in den spirituellen Gedanken an, die
die Sitzungsleitung zu Beginn vorgelesen hat. Sie bleiben aber oft ein
isolierter Moment.»
Mehr Informationen zu Bibliodrama und Seelsorge unter
www.bibliodramaundseelsorge.ch (18.06.08/cf/cb)
Herberge für Schatzkisten und neuen
Wind
Villa Jugend in Aarburg birgt Neues
Seit einem Jahr ist die Villa Jugend in Aarburg mehr als nur eine
Jugendunterkunft. Beherbergt werden dort auch fünf verschiedene „Schatzkisten“.
Im Rahmen des Konzeptes „Haus der Firmung“ begleiten diese Kisten Jugendliche
auf ihrem Weg zur Firmung. Unterstützt werden die Firmgruppen von zwei neuen
Mitarbeitern in der Villa. Seit dem 1. Mai wirkt Charles Zahnd als
Betriebsleiter und Christian Hüppi von der Fachstelle Jugendseelsorge der
Katholischen Kirche im Aargau ist neu für die Animationsangebote
zuständig.
Zwei neue Gesichter
Charles Zahnd ist seit dem 1. Mai
2008 zuständig für den Betrieb und den Unterhalt der Jugendunterkunft der
Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau. Der gelernte
Spenglerinstallateur/Sanitär und Computerspezialist begann bereits vor fünf
Jahren als Aushilfe in der Villa Jugend zu arbeiten. Als Nachfolger für Philippe
Schmid wandelte sich diese Tätigkeit jetzt zur Hauptbeschäftigung, die er
zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter mit Begeisterung und viel Elan
aufgenommen hat. „Mit durchschnittlich 70 Gruppen pro Jahr oder rund 2500
Kindern und Jugendlichen, ist die Villa Jugend im Vergleich zu anderen
Jugendhäusern sehr gut besucht“, berichtet Charles Zahnd.
Christian Hüppi,
seit Anfang April Mitarbeiter auf der Fachstelle Jugendseelsorge der
Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau, ist neu zuständig für die
animatorischen Projekte und Angebote in der Villa Jugend. Als soziokultureller
Animator und Katechet mit jahrelanger Erfahrung in der kirchlichen Jugendarbeit
bringt er hierfür das nötige Rüstzeug mit, um der beliebten Jugendunterkunft ein
eigenes, unverwechselbares Gesicht zu verleihen.
Nach Schätzen kann gesucht werden
Seit zehn Jahren
ist die Villa Jugend bekannt und beliebt als Lagerhaus für kirchliche
Jugendgruppen und Jugendorganisationen, sowie für Klassenlager und Vereine. Seit
einem Jahr werden nun bewusst Firmgruppen angesprochen. Mit dem Konzept „Haus
der Firmung“ wurde ein Angebot geschaffen, das die einzelnen Pfarreien in ihrer
pastoralen Arbeit unterstützen soll. Es besteht aus fünf „Schatzkisten“ zu den
Themen Ich, Glaube, Begeisterung, Firmung und Leben.
Im Pilotjahr haben
sieben Gruppierungen mit den Kisten gearbeitet und viele positive Erfahrungen
gemacht. Zusätzlich zeigen die Buchungen für das laufende Jahr, dass dieses
Angebot in der Villa Jugend Anklang findet und immer mehr Pfarreien darauf
zurückgreifen. Ein Ansporn für die Fachstelle Jugendseelsorge, die Firmkisten
inhaltlich laufend weiter zu verbessern und neue Ideen einfliessen zu
lassen.
Eine neue Idee ist bereits umgesetzt worden, die
„take-away“-Firmkisten. Dieses Angebot wurde entwickelt aufgrund von
Rückmeldungen aus den Pfarreien, die Firmkisten auch vor Ort einsetzen zu
können. Das ist jedoch logistisch bei der Grösse der Kisten nicht einfach zu
bewältigen. Dafür können zu Beginn des kommenden Schuljahres auf der Fachstelle
Jugendseelsorge in Wettingen drei Kisten zum Thema „Kirche – alleine findet
keiner den Himmel“ ausgeliehen werden. Jede Kiste beinhaltet eine Einheit, kann
einzeln gegen ein geringes Entgelt bezogen werden und kommt per Post
angeliefert. (03.07.08/ch/cb)
Durchatmen und geniessen
Ein-Eltern-Woche in der Propstei Wislikofen
Vom 28. Juli bis 2. August 2008 findet die sechste Ferienwoche in
der Propstei Wislikofen statt, die zusammen mit der IG Alleinerziehende in Baden
gestaltet wird. In diesem Jahr nehmen etwa 20 Alleinerziehende und 40 Kinder
teil. Die Kosten für diese spannende Woche können niedrig gehalten werden dank
zahlreicher Sponsorenbeiträge von Pfarreien und Firmen und vielen Sachspenden
von Lieferanten der Propstei.
Diese Woche verspricht immer interessante Erlebnisse,
vergnügliche Programmpunkte für Kinder und Erwachsene. Man darf ausschlafen,
malen, tanzen, bräteln und vieles mehr. Die Eltern müssen für einmal nichts
organisieren, nur entdecken, geniessen und einfach sein. In verschiedenen
Ateliers können sie sich erholen, Kreatives gestalten, sich Impulse in
Erziehungsfragen holen und die Seele baumeln lassen.
Die Kinder erleben die
Natur, dürfen in Zelten übernachten und werden in altersgerechten Gruppen
betreut.
Diese Woche gibt den Alleinerziehenden neue Kraft für den zuweilen
hektischen Alltag - ein spezielles Angebot in familienfreundlicher Umgebung.
(20.08.08/cb)
Kirchenrat mit neuer Ressortzuteilung
Der Kirchenrat der Römisch-Katholischen Landeskirche hat nach der Sommerpause an seiner ersten Sitzung in neuer Zusammensetzung die Arbeitsressorts neu zugeteilt.
Aufgrund der Demission von Silvia Guerra, Ennetbaden, wurde in der Frühjahrs-Synodesitzung im vergangenen Mai Thomas Mauchle aus Lupfig als neues Mitglied in den Kirchenrat gewählt.
Die Ressortverteilung sieht jetzt wie folgt aus:
Barbara Kühne, Oberbözberg
Präsidium
Heinz Altorfer, Lenzburg
Vizepräsidium, Bildung und Propstei
Thomas Mauchle, Lupfig
Mission und Entwicklung, Kultur
Edith Rey-Kühntopf, Widen
Spezialseelsorge
Marcus Scheiermann, Rheinfelden
Jugendseelsorge
Maria-Pia Scholl-Franchini, Möhlin
Anderssprachigenseelsorge
Josef Stalder, Sarmenstorf
Diakonie
Rolf Steinemann, Meisterschwanden
Finanzen und Liegenschaften
Georg Umbricht, Oberlunkhofen
Katechese-Medien, Kirchliche Arbeit an kantonalen Schulen und Stipendien
Korrespondenz für den Kirchenrat oder zu den einzelnen Ressorts richten Sie bitte an das Sekretariat der Römisch-Katholischen Landeskirche, Feerstrasse 8, Postfach, 5001 Aarau, Mail
landeskirche@ag.kath.ch
(25.08.08/cb)
Bettagsmandat 2008
der Aargauer Landeskirchen und der Aargauer Regierung
Der Regierungsrat und die drei Landeskirchen des Kantons Aargau geben abwechselnd jedes Jahr zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag einen Aufruf an die Aargauer Bevölkerung heraus. In diesem Jahr wird der Text des Bettagsmandates von den drei Aargauer Landeskirchen verantwortet.
«Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen»
«Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen» sagt ein lateinisches Sprichwort, das zur Zeit der ersten Bettagsfeiern am Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden sein soll. Heute ändern sich Zeiten und Rahmenbedingungen immer rasanter und radikaler. Wandel war schon immer verbunden mit der Auflösung gesellschaftlicher Strukturen. Das gibt dem einzelnen zwar eine nie gekannte Freiheit, beängstigt aber gleichzeitig viele Menschen. Die Grössenordnungen des Wandels überschreiten alles bisher Dagewesene. Das muss vernünftigen Menschen, die sich um eine lebenswerte und gerechte Welt sorgen, Angst machen.
Ein Beispiel für die Folgen des Wandels sind die globalisierten Finanzmärkte. So reden heute alle von der Bankenkrise, von Milliardenverlusten und ebenso von Milliardengewinnen. Doch die meisten Menschen können sich die Summen, um die es dabei geht, nicht vorstellen. Der Einfluss dieser anonymen Finanzmärkte auf unsere Welt ist enorm. Sie bestimmen in erschreckend hohem Mass bis in die individuellen Freiheiten hinein mit. Das betrifft nicht nur den Zugang zu so genannten Luxusgütern, sondern auch – um nur einige Beispiele zu nennen – unseren Zugang zu den beeindruckenden Möglichkeiten der Bio- und Medizintechnologien, die Altersvorsorge, die Pflege- und Heilungspraktiken, die Möglichkeiten zu Weiterbildung. Im Alltag merken viele Menschen diesen Einfluss an konkreten Fragen: Wie viel darf Alter kosten? Wie steht es mit dem Generationenvertrag? Darf Sterben Zeit brauchen oder ist das zu teuer? Haben Menschen mit Behinderungen weiter ihren Platz in der Leistungsgesellschaft? Zählt auf dem Weltmarkt der Hunger eines ganzen Volkes weniger als die Interessen der wenigen, die über Geld und Ressourcen verfügen?
Auch 176 Jahre nach seiner offiziellen Einführung und fast 500 Jahre nach seiner ersten Feier, erinnert der Dank-, Buss- und Bettag daran, dass unser Leben nicht allein von Werten wie Konsum, Vergnügen oder Finanzwachstum bestimmt sein kann. Viele Menschen treten vor Gott und bitten ihn um Vergebung und Hilfe. Bis heute tun Gläubige das nicht nur für sich persönlich, sondern auch für die Gemeinschaft, in der sie leben, für den Staat und seine Regierung. Aber auch wer mit Glauben wenig anfangen kann, kann die «Denkpause» am Dank-, Buss- und Bettag nutzen, um sich auf das Woher und Wohin von Politik, Wirtschaft und Forschung zu besinnen.
Der Bettag ruft dazu auf, sich für ein besseres Miteinander und eine gerechtere Welt einzusetzen. Gerade im rasanten Wandel unserer Zeit tragen wir als Bürgerinnen und Bürger eine erhöhte Verantwortung für die Zukunft dieser Gesellschaft – sei es vor Gott, vor unseren Mitmenschen oder vor den Kindern, die diese Welt von uns erben werden. (04.09.08/cb/cb)
Kantonaler ökumenischer Bettagsgottesdienst in Königsfelden
Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen
"Erde, Luft, Feuer und Wasser" – unter diesem Motto steht der diesjährige kantonale ökumenische Bettagsgottesdienst in der Klosterkirche Königsfelden am Sonntag, 21. September 2008 um 14.30 Uhr. Zur Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen unter der Mitwirkung der Erwachsenen-Wohngruppe Integra Wohlen laden die Römisch-Katholische Landeskirche und die Reformierte Landeskirche herzlich ein. Den musikalischen Rahmen gestaltet Heinrika Rimann mit einer Instrumentalgruppe. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Zvieri. (15.09.08/cb)
Traktanden der Synode vom 5. November 2008 in Aarau
Beiliegend finden Sie die Traktanden der Herbst-Synodesitzung in Aarau.
Die Synode-Sitzung im Grossratssaal in Aarau, Beginn um 13.30 Uhr ist öffentlich und kann von Interessierten mitverfolgt werden.
Traktanden
- Protokoll der Synode-Sitzung vom 14. Mai 2008
- Mitteilungen
2.1 des Kirchenrats
2.2 der Regionalleitung
- Information mit Bericht und Antrag (PDF 41.3 KB) der Arbeitsgruppe
"Pastorale Fragen"
- Bericht und Antrag (PDF 56.2 KB) des Kirchenrats
zum Antrag von Synodale Ubald Bisegger, Oberrohrdorf, betreffend
Entschädigung der Kirchgemeinden für Dienste der Dekane und
Entschädigung für Kirchgemeinden mit Praktikanten
des Religionspädagogischen Instituts RPI, Luzern
- Voranschlag 2009 und Finanzplan 2009 - 2012
- Wahl des Büros der Synode
6.1 Präsidium
6.2 Vizepräsidium
6.3 Stimmenzählende
- Bericht und Antrag des Kirchenrats
betreffend Revision Organisationsstatut der Röm.-Kath. Landeskirche des Kantons Aargau
- Bericht und Antrag (PDF 79.9 KB) des Kirchenrats
zum Abschluss des Projekts "Wirkungsorientierte Pastoral - WOP"
- Verschiedenes
unter anderem:
Verabschiedungen
Pfr. Walter Schärli als Präsident des Büros der Synode
Edith Rey als Mitglied des Kirchenrats
Otto Wertli als Sekretär der Landeskirche und der Synode
Diese Verabschiedungen sind ab ca. 16.30 Uhr vorgesehen.
Anschliessend findet ein Apéro im Restaurant Rathausgarten statt.
Sozialpreisverleihung 2008 der Aargauer Landeskirchen
Der Sozialpreis der Aargauer Landeskirchen wird dieses Jahr zum dritten
Mal verliehen. Die Feier findet am Donnerstag, 30. Oktober 2008 um
17.30 Uhr im Bullingerhaus, Jurastrasse 13, in Aarau statt.
Mit dem Sozialpreis wird ein Unternehmen ausgezeichnet, das sich über
die Vorschriften des Sozialstaates hinaus in hervorragender und
beispielhafter Weise für die Würde des Menschen in der Arbeitswelt
einsetzt. Anwärter sind Unternehmen mit mindestens 40 Mitarbeitenden,
welche im freien Markt im Kanton Aargau oder in einem prägnanten Bezug
zum Aargau tätig sind. Das soziale Engagement des Unternehmens sollte
in einem Leitbild verankert sein.
Als Jury amtet der Sozialrat der drei Landeskirchen sowie je ein Vertreter der/des letztmaligen ausgezeichneten Unternehmen/s.
Die Feier ist öffentlich, aber aus organisatorischen Gründen bitten wir um Ihre Anmeldung bis zum 24. Oktober, siehe weitere Informationen hier (PDF 30.3 Kb).
Verleihung des Sozialpreises 2008 der Aargauer Landeskirchen
zum Thema „Mensch und Arbeit“ in Aarau

Übergabe durch Dr. Konrad Bünzli, Präsident des Sozialrates, an Herrn
Samuel Werder, Firmengründer der Samuel Werder AG, und an Herrn Beat
Zahnd, Geschäftsleiter Migros Aare (v.r.n.l)
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Walter Vogt (links im Bild) im Gespräch mit den Sozialpreisträgern Herr Samuel Werder (Bildmitte) und Herrn Beat Zahnd.
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Rund 60 Vertreter der Kirchenleitungen, aus Politik und Wirtschaft
sowie Mitarbeitende von sozialen Organisationen wohnten am 30. Oktober
2008 der Feier anlässlich der Sozialpreisübergabe in Aarau bei. Da sich
zwei Bewerbungen als gleichwertig erwiesen, wurde die Preissumme von
25'000 Franken auf die Unternehmen Migros Aare und Samuel Werder AG,
Veltheim, aufgeteilt. Spontan haben sich beide Unternehmen bereit
erklärt, die erhaltene Preissumme zu verdoppeln, dadurch kann der
Sozialpreis noch mehr Wirkung zeigen.
Der Preis der Aargauer Landeskirchen wurde dieses Jahr zum dritten
Mal verliehen. Die Jury des Sozialrates zeichnete die folgenden
Unternehmen mit dem Sozialpreis 2008 in der Höhe von je Fr. 12'500.–
aus:
Genossenschaft Migros Aare - innovativ im Ausbildungsbereich
Die Migros Aare mit rund 12'000 Mitarbeitenden bietet aktuell
445 Lernenden eine Ausbildungsmöglichkeit in 15 verschiedenen Berufen.
Nebst der fachlichen Ausbildung werden die Lernenden auch in der
Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.
Neu und innovativ am mit dem Sozialpreis 2008 ausgezeichneten
Projekt ist, dass es sich speziell an schulisch schwächere Jugendliche
richtet, die ihre Zukunft im Detailhandel suchen.
In der Geschäftsleitung wurde entschieden, dass dafür 60
Attestausbildungsplätze strukturell im Betrieb der Migros Aare
verankert und ab August 2009 angeboten werden.
Im Spätsommer 2008 hat die Berufsbildung mit der Rekrutierung von
zukünftigen Lernenden für die Attestausbildungen begonnen. Nach der
zweijährigen Grundausbildung, mit dem Abschluss eidgenössisches
Berufsattest, können Lernende, die durch Motivation, Leistung und
Verhalten positiv überzeugt haben, in einem nächsten Schritt eine
Anschlussausbildung für ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis machen.
Für die Durchführung dieses Projektes hat die Migros Aare zusätzliche
Ressourcen (Personal, Finanzen) zur Verfügung gestellt.
Samuel Werder AG, Veltheim - vorbildliche Integration von behinderten Menschen
In diesem Familienunternehmen mit zurzeit 57 Angestellten aus 11
Nationen hat das soziale Engagement Tradition: Schon Samuel Werder, der
die Firma im Jahr 1957 gründete, hat behinderten Menschen einen
Arbeitsplatz angeboten, welcher ihren Möglichkeiten entspricht.
Für den jetzigen Firmenleiter Claude Werder ist es klar, dass dieses
Engagement weiter geführt werden soll: "Wir möchten das nicht an die
grosse Glocke hängen, es gehört einfach zu unserer Firmenkultur und
widerspiegelt unsere Überzeugung", meint er.
Besonders beeindruckend ist, dass die Firma Werder AG Arbeitsplätze
speziell für behinderte Menschen einrichtet. Für einen Mitarbeiter
wurde beispielsweise eine Vorrichtung an einer Maschine entwickelt, mit
der die Arbeitsgeschwindigkeit seinen realen Möglichkeiten angepasst
werden kann. Zurzeit werden im Unternehmen 5 Menschen mit besonderen
Bedürfnissen beschäftigt.
Die Tatsache, dass ein Unternehmen zusätzliche Investitionen tätigt, um
behindertengerechte Arbeitsplätze zu schaffen, ist aussergewöhnlich und
daher ebenfalls für den Sozialpreis würdig.
Der Sozialpreis 2008 wird verdoppelt - und wirkt nachhaltig
Beide Unternehmen haben sich spontan und unabhängig voneinander bereit
erklärt, die erhaltene Preissumme zu verdoppeln. Die Migros Aare wird
Fr. 25'000.- dem Projekt Stage-on-Air in Aarau überweisen und damit
Wiedereingliederungs- und Ausbildungsprogramme im Bereich Kommunikation
und Eventorganisation für Stellenlose unterstützen. Die Samuel Werder
AG wird den Sozialpreis ebenfalls verdoppeln und damit im eigenen
Unternehmen die Finanzierung eines weiteren Arbeitsplatzes für einen
behinderten Mitarbeitenden sicherstellen.
Weisbrod-Zürrer AG - sozial engagiert und kreativ
In die engste Auswahl kam auch das Unternehmen Weisbrod-Zürrer AG aus
Hausen a/Albis, welches Seidenkrawatten in höchster Qualität in
Zusammenarbeit mit dem HEKS Lernwerk in Turgi fertigt. Dieses Projekt
braucht unternehmerischen Mut.
Alle drei Initiativen beinhalten Lösungen auf brennende soziale
Probleme. Hinter der Verleihung des Sozialpreises der Aargauer
Landeskirchen steht unter anderem die Absicht, soziale Initiativen und
Aktionen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und
Diskussionen auszulösen, damit sie auch anderen Unternehmen nachhaltige
Impulse verleihen.
Mut zum Grenzen überschreiten - und Mut, den Sozialpreis auch zukünftig zu unterstützen
In seinem anregenden Referat rief Stephan Baer, sozial und
ökologisch engagierter Unternehmer aus Küssnacht am Rigi dazu auf, Mut
zu zeigen: "In den Unternehmen sollten wir noch mehr Grenzen
überschreiten und Mut bei der Integration von schwächeren
Mitarbeitenden zeigen. Und ich wünsche mir, dass mehr Unternehmer
zukünftig den Mut haben, sich für den Sozialpreis der Aargauer
Landeskirchen einzusetzen, ja sich dafür zu bewerben:" so Stephan Baer
in seinen Ausführungen.
Kontakt und weitere Informationen:
Geschäftsstelle des Sozialrates
Annette Lüthy-Altherr
Eichstr. 12
5417 Untersiggenthal
Tel. 056 288 06 52
Natel 079 745 40 59
annette.luethy@bluewin.ch
Beschlüsse der Synode vom 5. November 2008 in Aarau
An der ordentlichen Herbstsitzung der
Römisch-Katholischen Synode vom 5. November 2008 in Aarau wurden
folgende Beschlüsse gefasst:
- Die Synode nimmt zustimmend Kenntnis vom Bericht der Arbeitsgruppe
"Pastorale Fragen" und stimmt dem weiteren Vorgehen zu. Für die
Weiterarbeit an den Themen wird ein Beitrag von Fr. 20'000.-
(Kostendach) bewilligt.
- Der Bericht über die Entschädigung der Kirchgemeinden für die
Dienste der Dekane und für die Entschädigung der Kirchgemeinden mit
Praktikanten/Praktikantinnen des Religionspädagogischen Instituts RPI
oder der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit wird zustimmend zur
Kenntnis genommen.
- Voranschlag 2009
a. Der Voranschlag der Verwaltungsrechnung für das Jahr 2009 (Zentralkasse) mit einem
Zentralkassenbeitragssatz von 2,75 Steuerprozenten wird genehmigt.
b. Der Kirchenrat wird ermächtigt, den Zentralkassenbeitrag bei den Kirchgemeinden in zwei
gleichen Raten zu beziehen, und zwar per 15. Mai und per 15. November 2009.
Für die Berechnung des Zentralkassenbeitrags ist der bereinigte Steuer-Sollbetrag des Rechnungsjahres 2007 massgebend.
c. Der Finanzplan 2008 – 2012 wird zur Kenntnis genommen.
4. Wahl von Präsidium und Vizepräsidium der Synode, sowie von vier Stimmenzählenden für eine
zweijährige Amtsdauer (2009-2010). Gewählt werden:
Präsident der Synode
• Martin Egli, Muri
Vizepräsident der Synode
• Peter Neuhaus, Laufenburg
Stimmenzählende
• Daniela Jehle, Wölflinswil
• Ueli Meyer, Schafisheim
• Matthias Schüepp, Zufikon
• Marianne Voser, Wettingen
5. Dem Antrag betreffend Revision von Art. 16, Abs. 1 des Organisationsstatuts der Röm.-Kath.
Landeskirche des Kantons Aargau wird zugestimmt.
6. Der Bericht zum Abschluss des Projekts „Wirkungsorientierte Pastoral – WOP“ wird zustimmend zur
Kenntnis genommen.
Gemäss Art. 47 und 50 des Organisationsstatuts vom 2. Juni 2004
können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die
Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden.
Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen.
Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 15. Dezember 2008.
Beschwerden sind an das Rekursgericht der Römisch-Katholischen Landeskirche,
Sekretariat, Feerstrasse 8/Postfach, 5001 Aarau, zu richten.
Aarau, 5. November 2008
Der Präsident
Walter Schärli
Der Sekretär
Otto Wertli
Pastorale Fragen und abschliessende Worte – Herbstsynode-Sitzung

Otto Wertli, der "Jäger des verlorenen Schatzes",
wird von Marcel Notter im Namen der Verwaltung verabschiedet.
Die katholische Synode, das staatskirchenrechtliche
Parlament im Kanton Aargau, versammelte sich zu ihrer Herbstsitzung am
5. November in Aarau. Verschiedene Anträge und Berichte, Neuwahlen und
ein thematischer Teil der besonderen Art füllten die für dieses Mal
geschichtsträchtige Synode-Sitzung.
Pastorale Anregungen auf brennende kirchliche Fragen
Ein wichtiges Thema für die Synodalen ist die Behandlung pastoraler
Fragen. Seit einiger Zeit bereits wird diese Thematik in den regionalen
Vor-Synodesitzungen und in der Synode-Sitzung selber immer wieder
aufgegriffen. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Synode vertiefte
die Fragen rund um den Bereich der Pastoral, fasste sie zu vier
Themenkreisen zusammen, erarbeitete daraus vier vollständige Projekte
und stellte diese nun den Synodalen vor. Die Projekte behandeln die
Themen „Brot teilen und leben“, „Wertewandel – Werte für die Zukunft“,
„Durch Immigration herausgefordert“ und „Junge Erwachsene: in or out“.
Ziele der Projekte sind Unterstützung für Pfarreien zu bieten in Form
von Ideen, Hinweisen und praxisbezogenen Unterlagen und Hilfestellung
zu leisten, um junge Erwachsene gezielt anzusprechen. Sie sollen
Diskussionen auslösen über die Werte der Zukunft und sensibilisieren
für die Anliegen der Pastoral.
Bei einer Synode-Tagung im März nächsten Jahres werden die Themenkreise
detaillierter diskutiert und dann der Synode zur Verabschiedung
vorgelegt.
Erfreuliche Finanzlage der Landeskirche
Aufgrund der guten Steuerentwicklung der letzten Jahre und
nachdem die verschiedenen Liegenschaften weitgehend abgeschrieben sind,
konnte der Zentralkassenbeitragssatz (kantonale Kirchensteuer) von
bisher 2,90 Steuerprozenten auf 2,75 Steuerprozente gesenkt werden. Die
Umsetzung des Spitalseelsorgekonzeptes 2008 mit Erhöhung der Pensen an
einzelnen Spitälern hat Aufnahme im Voranschlag gefunden.
Neuwahlen für das Büro der Synode
Laut Geschäftsreglement der Synode beträgt die Amtszeit für das
Büro der Synode, bestehend aus Präsidium, Vize-Präsidium und vier
Stimmenzählenden, zwei Jahre. Bisher wurde die Wahl jeweils an der
ersten Sitzung des ersten Amtsjahres durchgeführt. So waren jedoch die
Zuständigkeiten bis zur Frühjahrssitzung nicht immer eindeutig geklärt.
Aus diesem Grund wird neu jetzt jeweils am Schluss des zweiten
Amtsjahres gewählt. Beginn der Amtsperiode mit den bereits neugewählten
Büromitgliedern ist dann am 1. Januar des folgenden Jahres.
Gewählt wurde an dieser Sitzung als Präsident der bisherige
Vize-Präsident Martin Egli aus Muri mit 121 von 122 gültigen Stimmen.
Als Vizepräsident wurde Peter Neuhaus mit 124 von 125 gültigen Stimmen
angenommen. Die Stimmenzählenden wurden in der gleichen Besetzung wie
bisher im Amt bestätigt.
Dekanatsleitungen und Praktikumsentschädigung
Zu Diskussionen Anlass gab nochmals der Antrag eines Synodalen
betreffend Entschädigung an Kirchgemeinden für Dekanatsleitungen und
Praktikantenstellen. Der Kirchenrat hat in Zusammenarbeit mit der
Regionalleitung des Bistums auf den bereits in der Frühjahrssitzung
eingegangenen Antrag mit einem umfassenden
Bericht reagiert und aufgezeigt, dass aufgrund verschiedener
Überlegungen und neuen Berechnungen von einer Rückerstattung abzusehen
ist. Dem Bericht des Kirchenrats wurde nach der Diskussion mit grossem
Mehr zugestimmt.
Verabschiedungen gestalteten für einmal den thematischen Teil
Der im Anschluss an die ordentliche Sitzung übliche thematische Teil
war dieses Mal gefüllt mit Verabschiedungen verschiedener Art.
Pfarrer Walter Schärli wurde als Präsident
der Synode von Martin Egli verabschiedet, der sich nochmals für die
gelungene Betreuung der Synodesitzung im Wirkungsort von Pfarrer
Schärli, in Mellingen, bedankte.
Kirchenrätin Edith Rey Kühntopf hat nach
fünfeinhalb Jahren mit einem lachenden und einem weinenden Auge
demissioniert. In ihrem Ressort Spezialseelsorge konnte sie einiges
bewegen und mitentwickeln. Für das Spitalseelsorgekonzept 2008 mit dem
Aufbau einer Fachstelle Spitalseelsorge hat sie die ersten Schritte
eingeleitet.
Für ihr Engagement wurde ihr herzlich gedankt.
Eine Verabschiedung der besonderen Art war diese von Otto Wertli, dem Sekretär der Römisch-Katholischen Landeskirche.
Fast 18 Jahre hat er dieses Amt, wie er selber sagt, „als
hauptamtlicher Katholik“ ausgeführt. Nun tritt er altershalber zurück.
Viele Aufgabengebiete prägten seine Tätigkeit, wichtige Ereignisse
konnte er miterleben, viel bewegen in dieser Zeit und zahlreiche
Anliegen für die Zukunft der Kirche auf dem richtigen Weg aufgleisen.
Seine Arbeit für die Landeskirche beschrieben Werner Huber, ehemaliger
Kirchenratspräsident und Barbara Kühne, jetzige Kirchenratspräsidentin,
mit Humor und Dank und die Synodalen verabschiedeten Otto Wertli mit
herzlichem Applaus. Marcel Notter, der neue Generalsekretär der
Landeskirche verabschiedete Otto Wertli im Namen der Verwaltung der
Landeskirche mit einem Bild, "Otto Wertli als Jäger des verlorenen
Schatzes", immer unterwegs für die Kirche.
AngelForce – eine erfolgreiche Aktion

"Engel" unterwegs in Brugg
AngelForce, eine Aktion verleiht 700 Jugendlichen Flügel!
Ist Ihnen am 29. November eine Rose geschenkt worden? Haben Sie
einen heissen Tee erhalten oder ein feines Weihnachtsgebäck? Hat Ihnen
jemand beim Taschentragen geholfen? War das ein junger Mensch mit
blauer Mütze? Dann sind sie von der AngelForce beglückt worden!
Um die 700 Jugendlichen waren an diesem Tag in den Kantonen Solothurn
und Aargau unterwegs. Um zu zeigen, dass es unter den Jugendlichen
nicht nur Bengel, sondern auch ganz viele Engel gibt!
Schlechter Ruf ist nicht gerechtfertigt
Es fiel den Organisatoren auf, wenn man von
Jugendlichen liest oder hört, so ist das vornehmlich Schlechtes. Seien
das Massenbesäufnisse, Schlägereien, unkontrollierte Zerstörungswut,
etc. Es wurde klar, die Jugendlichen haben einen schlechten Ruf.
Die beiden Fachstellen für Jugendseelsorge im Kanton Solothurn und
Aargau finden, diesen schlechten Ruf verdient eine ganz grosse Mehrheit
der Jugendlichen nicht. Die beiden Fachstellen für Jugendseelsorge
haben nämlich selber immer wieder mit jungen Leuten zu tun, die sich
engagieren, die Einsatz zeigen, die Gutes tun. Aus diesem Widerspruch
ergab sich die Idee für AngelForce. Die Jugendlichen sollen für einmal
in positive Schlagzeilen geraten. Man soll hören, sehen, lesen von eben
jener Mehrheit, die nicht negativ auffällt. Die Haltung der
Gesellschaft gegenüber der Jugend als solchen soll differenzierter
werden und nachsichtiger.
1000 Engel im Zug verschenkt
Es hiess: Anders denken, Freude schenken! Um die 700 Jugendliche
haben sich für ihren Ruf ins Zeug gelegt. Da waren zum Beispiel in der
Bremgarten-Dietikon-Bahn Jugendliche unterwegs, die 1000 Engel und 1000
Weihnachtsguetzli an die Reisenden verteilten. Die Jugendlichen der
Verteilaktion durften sogar, sofern sie mit der AngelForce-Mütze
unterwegs waren, gratis Zug fahren.
Eine andere Gruppe, Firmlinge aus Olten, behängten 600 Rosen mit guten
Wünschen und verteilten diese an Passanten in der Stadt. In Zofingen
verschenkten Jugendliche Kerzen mit dem AngelForce-Logo und in der
Stadt Solothurn war unter anderem die Kantonsleitung von Blauring &
Jungwacht mit Leiterwägeli unterwegs, um bei den Einwohnern Altglas,
Büchsen und PET einzusammeln und ihnen so den Gang zur
Entsorgungsstelle abzunehmen.
Insgesamt haben sich 41 Gruppen in den beiden Kantonen beflügeln lassen
und waren unterwegs mit ganz vielen weiteren tollen Aktionen, sei das
ein 50er-Jahre Kino im Altersheim, ein Suppenkochen in der Pfarrei, ein
Waffelstand als Spendenaktion für die Kinderspitex vor dem Dorfladen,
Punsch- oder Kaffeeausschank. Es werden auch Einkaufstaschen nach Hause
getragen und Kinder gehütet, Kerzen gezogen und Laub gewischt. Und
vieles weiteres mehr. Fotos davon findet man unter www.angelforce.ch
AngelForce, ein voller Erfolg
Die Organisatoren sind überwältigt von der Kreativität und dem
Einsatz der Teilnehmenden. Ein toller Erfolg ist diese Aktion
AngelForce geworden. Sie hoffen nun, dass die Botschaft der Engel am
29. November auch angekommen ist, nämlich nicht die ganze Jugend in
einen Topf zu werfen und ihr gegenüber positiver eingestellt zu sein.
Denn die Jungen haben diesen schlechten Ruf nicht verdient und sind,
wie alle Menschen auf Anerkennung und positive Zumutung angewiesen.
Ein ganz grosser Dank geht einerseits an die Engel der AngelForce, an
die Passanten und Passantinnen, die sich einliessen auf die Aktion und
auch an die Sponsoren, die mit ihrer finanziellen Unterstützung diese
Aktion ermöglicht haben.
AngelForce soll aber nicht nur eine einzelne Aktion mit Engeln im
Advent sein und im ganzen Glitzer der Zeit untergehen. Die Aktion will
nachhaltig wirken. Deshalb wird auch nächstes Jahr die AngelForce
wieder unterwegs sein, um das Gute bei den Jugendlichen zu
unterstreichen, um mit guten Taten aufzufallen und vielleicht gerade
Sie mit einem Geschenk beglücken. (cs/cb)