Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau
Feerstrasse 8, 5001 Aarau
Telefon 062 832 42 73, Fax 062 822 11 61
landeskirche@ag.kath.ch, www.kathaargau.ch



Foto: Kurt Zaugg-Ott
StartseiteAktuell > News

Römisch-Katholische Landeskirche ergreift Umweltmassnahmen

Aargauer Kirchgemeinden sollen künftig mit Energiesanierungen zum Klimaschutz beitragen

Kirchen, Kirchgemeinde- und Pfarrhäuser sind Energie-Grossverbraucher. Um den Ener-gieverbrauch zu senken und erneuerbare Energien zu fördern schafft die Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau mit dem Ökofonds ein Anreizsystem für Kirchgemeinden. Das Geschäft wird der Synode, dem Kirchenparlament, in diesem Jahr unterbreitet. Gestern informierte eine Arbeitsgruppe Kirchgemeinden und Synodale über den Vernehmlassungsentwurf und bestehende Förderprogramme. Über 50 Personen fanden sich im Tägerhard in Wettingen ein.

Mit der Schaffung eines Ökofonds setzt die Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau ein deutliches Zeichen für den Umweltschutz. In Fragen des Klimaschutzes will die Landeskirche mit gutem Beispiel vorangehen. «Die Kirche steht in einer besonderen Verantwor-tung im Umgang mit der Schöpfung». Mit diesen Worten eröffnete Kirchenrat Rolf Steinemann die gestrige Informationsveranstaltung für die 97 Aargauer Kirchgemeinden. Heute sei der Energieverbrauch kirchlicher Gebäude unverhältnismässig. Ungenügende Isolationen und durchgeheizte Gebäude würden die Umwelt zusätzlich belasten. Dies sei auch eine Frage der Kosten fügte Kurt Aufdereggen, Umweltbeauftragter der Fachstelle oeku Kirche und Umwelt, hinzu, weil Gebäudesubstanz, historische Orgeln oder Kunstgegenstände unter den hohen Temperaturen Schäden erleiden. Weil Investitionen zur rationellen Energieanwendung und zur Nutzung erneuerbarer Energien zu einem Mehraufwand führen, soll mit dem Ökofonds ein fi-nanzieller Anreiz für die Kirchgemeinden geschaffen werden.

Geplant sind direkte und indirekte Massnahmen. Diese reichen von der Begleitung von Baupro-jekten und der Beratung durch Energiecoaches bis zu baulichen Massnahmen an der Gebäu-dehülle oder dem Ersatz von Haustechnik wie der Dämmung von Fassaden und Dächern oder der Unterstützung erneuerbarer Energien. Dabei geht es um Massnahmen, die von der öffentli-chen Hand nicht oder nur eingeschränkt abgedeckt sind. David Twerenbold von der Fachstelle Energie des Kantons Aargau informierte die Zuhörer über Fördermittel von Bund und Kanton.

In einer ersten Tranche legt die Landeskirche CHF 500'000.– aus dem Gewinnvortrag der Rechnung 2008 in den Fonds ein. Weitere Einlagen kann die Synode sprechen. Eine Fondslei-tung, zusammengesetzt aus dem Generalsekretariat und der Finanzverwaltung der Landeskir-che, beurteilt eingehende Gesuche aufgrund eines Kriterienkatalogs. Bewilligt werden die Ge-suche durch den Fondsfachrat, in welchem Vertreter des Kirchenrates, der Synode, des Vereins oeku Kirche und Umwelt sowie Fachleute Einsitz nehmen. Der Entwurf des Ökofonds-Reglements befindet sich bis zum 25. April 2010 bei den Kirchgemeinden und den Synodalen zur Vernehmlassung. Das Geschäft soll noch in diesem Jahr der Synode unterbreitet werden.

Weitere Auskünfte:

-    Marcel Notter, Generalsekretär Römisch-Katholische Landeskirche im Aargau, 062 832 42 82,
     marcel.notter@ag.kath.ch
-    Kurt Aufdereggen, Verein oeku Kirche und Umwelt, T: 031 398 23 45, M: info@oeku.ch
-    David Twerenbold, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Fachstelle Energie,
     T: 062 835 28 84, M: daniel.twerenbold@ag.ch
-    Pius Hüsser, Nova Energie GmbH, T: 062 834 03 00, M: pius.huesser@novaenergie.ch

Präsentationen - Referate als Download:

1.    Kurt Aufdereggen, Verein oeku Kirche und Umwelt
2.    Pius Hüsser, Nova Energie GmbH
3.    Daniel Twerenbold, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Fachstelle Energie




Aufgeschaltet am 29. März 2010

zurück zur Übersicht

 

 

nach oben  |   Seite drucken   Seite weiterempfehlen   Kommentar zu dieser Seite