Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau
Feerstrasse 8, 5001 Aarau
Telefon 062 832 42 73, Fax 062 822 11 61
landeskirche@ag.kath.ch, www.kathaargau.ch
Diese Einschätzung deckt sich mit vielen Erfahrungen in der Spitalseelsorge. Die Seelsorgenden geraten schnell unter den Verdacht, dass sie mit der Rede vom Reich Gottes nur vertrösten wollen.
Vertrösten aber bringt einen Trost, der wegführt von dem, was ist. Weg von der Diagnose, der Prognose, weg von den Schmerzen und der Aussichtslosigkeit. Weg von der Angst vor dem, was noch alles kommt.
Anders verstehen die Spitalseelsorgenden das Trösten. Trösten, das heisst für sie hinschauen auf das, was ist. Eine lebensbedrohliche Diagnose, Angst vor der Zukunft für sich und geliebte Menschen, hinschauen auf den Schmerz an Leib und Seele. Und würdigen, was schwerkranke Menschen an Schwerstarbeit leisten, das ist die Aufgabe als Seelsorgende.
Fakten und Zahlen zur Spitalseelsorge
Die Grundfunktionen und Lebensäusserungen einer christlichen Gemeinde sind auch in einem Krankenhaus sichtbar zu machen. Die Spitalseelsorge ist eine diakonische Leistung der Kirche an den Menschen. Dabei steht nicht die Institution „Kirche" im Vordergrund, sondern die christliche Gemeinde im Sinn von Gesprächen, Lebenshilfe und Lebensgemeinschaft, das sind zum Beispiel Gottesdienste, Krankensegnung, Taufen in Notsituationen, Vermittlungen von Priestern anderer Religionen.
Die administrative Verantwortung für die Seelsorge an den kantonalen und überregionalen Institutionen des Gesundheitswesens im Aargau liegt bei der Landeskirche. Dazu gehören die Kantonsspitäler Aarau und Baden, der Interne Psychiatrische Dienst Königsfelden, die Klinik Barmelweid und die Hirslandenklinik Aarau. Die Regionalleitung trägt die pastorale Verantwortung.
Bei den Regionalspitälern und Krankenheimen haben die örtlichen Kirchenpflegen, der Pfarrer/Gemeindeleitende vor Ort die pastorale Verantwortung. Ausnahme ist das Krankenheim Reusspark in Niederwil. Hier erfolgt die Anstellung des Seelsorgenden durch die Verwaltung des Krankenheims und die pastorale Verantwortung liegt bei der Regionalleitung.
Speziell sind die Lösungen bezüglich Klinik im Hasel und Effingerhort sowie in der SUVA-Klinik Bellikon und in Murimoos. Das sind keine regionalen Einrichtungen, aber die Verantwortlichkeit liegt bei den örtlichen Kirchgemeinden respektive Pfarreien.
Die Finanzierung der Seelsorge an den kantonalen und überregionalen Institutionen erfolgt direkt über die Rechnung der Landeskirche. Die Seelsorge an den regionalen Spitälern und Krankenheimen wird den Kirchgemeinden oder Trägerschaften durch die Landeskirche rückfinanziert. Die Beträge umfassen die Besoldung inklusive Sozialleistungen, Pauschalen und Seelsorgeaufwand.
Folgende Spitäler, Kliniken und Krankenheime werden betreut:
Kantonsspitäler
Kantonsspital Aarau, Kantonsspital Baden
Regionalspitäler (akut)
Gesundheitszentrum Fricktal, Spital Menziken, Kreisspital für das Freiamt, Spital Zofingen,
Spital Leuggern
Privatspitäler (akut)
Hirslanden Klinik Aarau
Kranken- und Pflegeheime
Reg. Pflegezentrum Baden, Pflegeheim Brugg, Reusspark Niederwil, Reg. Krankenheim Lindenfeld Suhr,
Pflegi Muri, Pflegeheim Sennhof
Psychiatrische Dienste Aargau AG
Klinik Königsfelden
Spezialkliniken
Klinik Barmelweid, Klinik Im Hasel, Murimoos
Rehakliniken
aarReha Schinznach, RehaClinic Zurzach, Rehaklinik Bellikon, Reha Rheinfelden
In Zahlen ausgedrückt sieht das folgendermassen aus:
Pensen der Spitalseelsorgenden, die direkt von der Landeskirche angestellt sind
Gesamtkosten für die Landeskirche Fr. 665'000.00
Pensen der Spitalseelsorgenden an den regionalen Spitälern und Krankenheime, die von der Landeskirche rückfinanziert werden:
Gesamtpensen 442 Prozent
Gesamtkosten für die Landeskirche Fr. 520'000.00
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Spitalseelsorger im Gespräch mit Pflegepersonal im Kantonsspital Aarau
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Raum der Stille in der Klinik Barmelweid