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Wann essen die Jünger? - Die Kunst einer gelassenen Seelsorge

Reinhold Bärenz
Verlag Herder
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2008
Format: 13,9 x 21,4 cm, 320 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-451-29957-5


Die Mühle dreht sich immer weiter und wir hängen wie Don Quijote festgesteckt am Windmühlenflügel. Immer noch mehr wird von immer wenigen Menschen erwartet und geleistet. Dies trifft auch auf das Pfarreileben und die Seelsorge zu. Kein Wunder, dass Burn-out und Erschöpfungsdepressionen um sich greifen. Doch gibt es Alternativen? Hängt das Kommen von Gottes Reich wirklich von unseren Überstunden ab?

Reinhold Bärenz, während 8 Jahren Pastoraltheologe an der Uni Luzern und seit 2003 Professor für Pastoraltheologie an der Benediktinerhochschule Sant'Anselmo in Rom, sieht dies anders. Vor wenigen Monaten hat er ein sehr inspirierendes, ja im besten Sinne seelsorgliches Buch vorgelegt. Mit dem Titel „Wann essen die Jünger?“ erinnert er zugleich an die Verheissung der grossen Speisung „und es wurden alle satt“, als auch daran, dass auch die Jüngerinnen und Jünger Jesu Zeit und Ruhe benötigen, um sich zu stärken.

Reinhold Bärenz entwickelt eine sehr persönliche Praktische Theologie ausgehend von Lebenserfahrungen, primär natürlich seiner eigenen als kleiner Junge, aber auch z.B. als Priesterseelsorger der Diözese Bamberg oder als Pastoraltheologe an der Universität Luzern. Mit unterschiedlichen Texten aus Prosa und Poesie lässt er aber auch die Erfahrungen vieler anderer Menschen heute erklingen. Reinhold Bärenz macht dabei deutlich, dass der Schlüssel zu einem gelebten Glauben vor Ort nicht in einem kräftezehrenden Aktionismus und in der Verausgabung der eigenen Kräfte liegt. Seelsorge entspringt für ihn vielmehr aus der Balance zwischen Geben und Empfangen.

Für mich ist das Buch „ein aufschlussreicher Wegweiser zu einer gelassenen Seelsorge jenseits von Burn-out und Überlastung“.

Bernhard Lindner


 

 

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