Diakonie und Soziales

Wie Liturgie, Gemeinschaftsbildung und Verkündigung ist Diakonie ein Grundpfeiler der christlichen Gemeinschaft. Eine Kirche lebt und wird glaubwürdig, wenn sie diese Merkmale erfüllt und umsetzt und in allen Bereichen danach handelt. Es geht um einen Dienst an der Gemeinschaft, der getragen wird von Seelsorgenden, Freiwilligen und professionellen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern.

Im Kanton Aargau wird die Diakonie von zwei Stellen koordiniert. Die Fachstelle Diakonie der Landeskirche kümmert sich schwerpunktmässig um den Aufbau der Diakonie in den Gemeinden, während die professionelle Sozialarbeit bei der Caritas angesiedelt ist. Beide Stellen arbeiten eng vernetzt zusammen.

Grundidee und Haltung

Mit der Fachstelle Diakonie der Landeskirche wird der Bereich Diakonie gestärkt und ausgebaut. Die Fachstelle Diakonie ist eine Ergänzung der diakonischen Stellen in Pfarreien und Pastoralräumen sowie der bestehenden Angebote der professionellen Sozialen Arbeit der Kirchlich Regionalen Sozialdienste (KRSD) der Caritas-Diakonie.

Der Auftrag der Kirche ist, Zeugnis von Jesus Christus zu geben und das Geheimnis der Liebe Gottes zu den Menschen sichtbar zu machen. Christ/-innen teilen Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten. Jede christliche Gemeinschaft basiert auf drei Grundpfeilern:

  • Diakonie (Dienst am Nächsten)
  • Verkündigung
  • Liturgie (Gottesdienst)

 

Bei allen geht es um einen Dienst an der Gemeinschaft, in der alle ihre Fähigkeiten einbringen können, weil sie als Getaufte und Gefirmte geisterfüllt sind. So wirken in christlichen Gemeinschaften Fachpersonen, z. B. Seelsorgende, Katechet/-innen und Sozialarbeitende, und Freiwillige zusammen.

 

Die Fachstelle Diakonie und die Caritas-Diakonie priorisieren folgende Ziele:

  • Die Option für die Armutsbetroffenen, Ausgegrenzten und Bedrängten aller Art ist eine ständige Herausforderung. Die Menschen mit ihrer Geschichte sehen und Handlungszeichen setzen.
  • Die Option für persönliche und strategische Netzwerke, verbunden mit der Entscheidung, nicht nur freundschaftlich-kollegiale Verbundenheit zwischen pastoralen und sozialen Akteuren zu pflegen, sondern auch ganz bewusst strategische Partnerschaften und Netzwerke aufzubauen und zu organisieren.
  • Die Option für eine diakonische Kirchenbildung, verbunden mit der Entschlossenheit, für eine Entwicklung von Ortskirche im Lebens- und Sozialraum der Menschen einzutreten, die lernt, „sich selbst viel mehr als Weg und Mittel, nicht als Ziel und Ende“ zu begreifen.

Im gemeinsamen Handeln aller Akteure – aus sozialer Arbeit und pastoraler Arbeit – schaffen wir an einem lebbaren Miteinander.

Kontakt

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Kurt Adler-Sacher
Leiter Fachstelle Diakonie
Telefon 062 832 42 85 oder 079 850 74 81
kurt.adler@kathaargau.ch

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Olivia Conrad
Fachmitarbeiterin Fachstelle Diakonie
Telefon 062 832 42 85 oder 079 850 74 67
olivia.conrad@kathaargau.ch

Fachstelle Diakonie

Die Schwerpunkte der Fachstelle Diakonie liegen bei der «Diakonie als Gemeindeaufbau», was die Möglichkeit bietet Menschen mit unterschiedlichen Schwerpunkten – verknüpft durch ihre Fähigkeiten, Bildungen, Haltungen – miteinander ins «Spiel zu bringen». Die Grundfunktion der Kirche können gleichwertiger und nach Kompetenzen verschiedener Menschen gestärkt und verbunden werden. Diakonie als Haltung – und als Handlungspotenzial sehen und sichtbar machen.

Wir …

… unterstützen beim Aufbau von Diakonieprojekten wie zum Beispiel: Besuchsdiensten, Wegbegleitungsgruppen für Menschen in Krisensituationen oder Projekte im Bereich Integration von benachteiligten Menschen

… beraten und begleiten Pastoralräume bei der Ausarbeitung des pastoralen Schwerpunkts Diakonie innerhalb eines Pastoralraumkonzepts

… fördern die Freiwilligenarbeit: Helfen beim Spinnen von neuen Ideen oder beim Ausarbeiten von Konzepten, entwickeln mit euch neue Formen freiwilligen Engagements

… beraten und begleiten Pfarreien- und Pastoralraumteams rund um das Thema Diakonie, sensibilisieren für soziale Brennpunkte in der Schweiz

Nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf.

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Kurt Adler-Sacher
Leiter Fachstelle Diakonie
Telefon 062 832 42 85 oder 079 850 74 81
kurt.adler@kathaargau.ch

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Olivia Conrad
Fachmitarbeiterin Fachstelle Diakonie
Telefon 062 832 42 85 oder 079 850 74 67
olivia.conrad@kathaargau.ch

Caritas-Diakonie

Der Bereich Diakonie der Caritas Aargau ist zuständig für die professionelle Sozialarbeit, Schwerpunkte sind:

  • Beratung und Begleitung von Kirchenpflegen und Seelsorgeteams und Seelsorgeverbänden bei der Errichtung eines regionalen Kirchlichen Sozialdiensts
  • Erarbeiten von Bildungsangeboten nach Mass zu sozialen Themen
  • Kirchlicher Regionaler Sozialdienst 
  • Diverse Projekte, z.B. Projekt «mit mir»Rundgänge «unten_durch»

Unsere Schwerpunkte in der Diakonischen Arbeit

Das Engagement der CARITAS Aargau in der diakonischen Arbeit weist folgenden Schwerpunkt auf: Hilfsbedürftige Menschen am Rand der Gesellschaft. Viele dieser Menschen sind von Armut betroffen und/oder mit Problemen aufgrund Migration / Flucht herausgefordert. Zusätzlich liegt eine Metakompetenz in der Kenntnis der Sozialen Landschaft im Aargau: Wo können sich die Menschen hinwenden, damit ihnen geholfen wird?

Im Detail bedeutet CARITAS Diakonie ein Engagement in Armuts- und Migrationsthemen in den Bereichen: Bildung, Schulden und Finanzen, Integration, finanzierbares Wohnen, Kinder in Armut, Begleitung etc. Dabei gelangen verschiedene Methoden zur Anwendung, insb. Beratungsarbeit, Projekte, sowie Sensibilisierungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Kontakt

Caritas Aargau
Laurenzenvorstadt 80
5001 Aarau
T: 062 822 90 10
F: 062 822 63 05
box@caritas-aargau.ch

Aktuelles aus unserem Bereich

Hier findet ihr die aktuellsten Geschehnisse rund um das Thema Diakonie im Aargau.

Aktion -wir zünden eine Kerze an

Eine besondere Aktion in ausserordentlichen Zeiten
der Fachstelle Diakonie in Zusammenarbeit mit Caritas Aargau

Vom 1. April bis am 7. April zünden wir täglich um 20 Uhr eine Kerze an, für Menschen, an die wir jetzt besonders denken möchten. Für uns ein kleines Zeichen der Verbundenheit.

Wir freuen uns, wenn Sie dies auch unterstützen, mit Ihrer brennenden Kerze.

Danke

  • Diakonische Anstupser

Gerne geben wir jeden Monat einen «Anstupser», um in der Pfarrei oder dem Pastoralraum, diakonisches Handeln an zu regen. Lesen sie hier jeden Monat einen neuen diakonischen Input für ihre Pfarrei.

» Unterstützung 

» Bei uns haben alle Platz

» Guten Vorsätzen Flügel geben

» Im Garten

 

 

 

  • Bei uns haben alle Platz - weiter geht's

Das Thema hat viele Diskussionen ausgelöst und unterschiedlichste Meinungen, wer denn wirklich in der Kirche Platz hat, wurden wahrgenommen. Der Fachstelle Diakonie ist es wichtig, das Thema weiter präsent zu halten, mit den Menschen im Gespräch zu bleiben. Dafür hat die Fachstelle zwei weitere Angebote kreiert, die Pfarreien und Pastoralräume buchen können. Nebst dem das Thema weiter in aller Munde sein soll, hoffen wir Pfarreiteams mit kreativen Ideen anstecken zu können.

» Auch nach dem Wettbewerb freuen wir uns, wenn weitere Bänkli gebaut werden.

» Wir sind offen für weitere Ideen im Zusammenhang mit den Bänkli’s oder dem Thema «Bei uns haben alle Platz»

» Wir sind interessiert, was ihr für Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Bänkli macht. Komm doch auf einen Kaffee in Aarau vorbei.

» Wir freuen uns über alle Anfragen und Zusammenarbeits-Wünsche

 

  • Bänkli-Aktion - Bei uns haben alle Platz!

Von den vielen Bänkli, die im Kanton Aargau gebaut wurden, haben sich 25 für den Wettbewerb beworben. Bewertungskriterien der Bänkli waren: Kreativität, Beweglichkeit, Originalität und Umsetzung sowie das Gesamtbild. Die Punkteverteilung fiel der Jury alles andere als leicht. Einige erzielten Punktegleichstand. Deshalben haben wir auf den Plätzen 1-3 gleich 5 Gewinner. Platz 3 teilt sich die Firmgruppe aus Windisch mit ihrer roten Wippbank mit dem Seelsorgeverband Homberg. Auf den Platz 2 hat es das grosse Stuhlbänkli aus Rheinfelden geschafft. Der erste Platz belegen die Jublaleitenden aus der Pfarrei Döttingen mit ihrem mobilen und kreativen Palettbänkli sowie die Jungsgruppe «bad boys» aus der Pfarrei Bergdietikon, die alte Skateboards sammelten und selbständig ein Bänkli herstellten.

Wir danken allen ganz herzlich für die Teilnahme am Wettbewerb und wünschen euch viel Freude mit dem Bänkli und gute Gespräche darauf.

Bilder von allen Bänkli finden sie hier.

Zum Thema sind folgende Presseartikel erschienen:

Pastoralraum Aargauer Limmattal Pfarrei Würenlos

Pastoralraum Aargauer Limmattal Pfarrei Neuenhof

Jungwacht Blauring Aargau

Neue Fricktaler Zeitung

Kath.ch

Horizonte

fricktal.info

a+o Januar 2020

  • 08/16 - Wir bringen Diakonie ins Gespräch

Die Mitarbeitenden der Fachstelle Diakonie, Olivia Conrad und Kurt Adler-Sacher, sind 8 Wochen lang
im Pastoralraum und stehen jede dieser Wochen 16 Stunden zur Verfügung.
Wir kommen gerne, und bringen Diakonie ins Gespräch, im Seelsorgeteam, in Pfarreirat und
Kirchenpflege.
Mit der Person, die im Pastoralraum für Diakonie zuständig ist, planen wir gerne die Strategie, wie
Diakonie im Pastoralraum stärker verankert und sichtbar gemacht werden kann. Wir entwickeln
Angebote und führen sie auch gerne zusammen durch. Was, wie, wo machen wir gerne im Gespräch
miteinander ab.
Uns ist es wichtig Diakonie, als Grundfunktion der Kirche, sichtbar zu machen.

  • Wegbegleitung 

Wegbegleitung Aargau bietet Menschen in schwierigen Lebenssituationen kostenlos Hilfe nach dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe an. Wer begleitet wird, legt das Ziel der Begleitung fest. In einer Einsatzvereinbarung werden Inhalt, Ziel, Rhythmus sowie Anfang und Ende festgehalten.

Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter führen die Begleitung freiwillig durch. Sie werden in einem dreiteiligen Einführungskurs auf ihre Aufgabe vorbereitet. An 3 bis 4 Erfahrungsaustauschtreffen klären sie ihre Fragen aus ihren Begleitungen ein und finden dadurch neue Handlungsmöglichkeiten. Sie stehen unter Schweigepflicht, genau wie alle anderen beteiligten Personen auch. Durch den regelmässigen Besuch von Weiterbildungen und Erfahrungsaustausch bleiben sie auch fachlich kompetent.