Papierflieger
ausleihbar unter der Signatur 6712 (oder Video 6180)
Mit einem Papierflieger wandert das Auge des Betrachters in den Film und verlässt ihn auf eben diesem Wege. „Niemand auf der ganzen Welt konnte Papierflieger so gut fliegen lassen wie Joachim. Er meinte, wir könnten auch an Gott einen Brief schicken“.
Doch dann wird Jan mit dem Tod seines besten Kindergarten-Freundes, Joachim konfrontiert.
Im Zentrum dieses eindrücklichen Filmes steht Jan und seine Auseinandersetzung mit der Frage, wo sein Freund nach dem Tod geblieben ist. Da die Antworten der Erwachsenen ihm eher dürftig helfen, ergreift Jan die Eigeninitiative.
So erlebt der Zuschauer Phasen eines individuellen Trauerprozesses: über Erinnerungen, Idealisierung, emotionale Schwankungen, Nicht-Akzeptieren der Realität und schliesslich im aktiven sich auf-den-Weg-machen.
Jan bleibt beharrlich in der Suche nach einer persönlichen Antwort! Schliesslich gelingt es ihm in seiner Weise durch eine „zielgerichtete Aktivität“, die Trauer um den verlorenen Freund „zum Fliegen zu bringen“.
Der Film eignet sich gut als Impulsfilm zum Einstieg und auch zur Vertiefung in den Themenkreis: Tod und Trauer, Jenseitsvorstellungen, Freundschaft, Trauerhilfen und -rituale, Kinder und Gottesvorstellungen. Der Einsatz in der Schule ist bereits mit Kindern ab der Primarstufe empfehlenswert, z.B. wenn ein Kind stirbt, oder mit Erwachsenen, um Todesverständnis und Trauererleben von Kindern besser nachvollziehen und sie im Trauerprozess hilfreich begleiten zu können.
DVD: Kurzspielfilm, 15 Min., Norwegen 1995, Katholisches Filmwerk GmbH,
ausleihbar unter der Signatur 6712 (oder Video 6180)
Kerstin Haase
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