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Medienfenster Religionsunterricht 2008-09

Interaktionsspiele für Kinder

Interaktionsspiele für Kinder
Wer Kinder und Jugendliche als Trägerinnen und Träger religiösen Lernens ernst nimmt, befindet sich in guter Gesellschaft mit dem Buchautor Klaus W. Vopel.



Klaus W. Vopel studierte Germanistik, Theologie und Psychologie in Hamburg; er gilt als Didaktik-Pionier. Ganzheitliches Lernen und Lehren war von Anfang an Brennpunkt seiner Arbeit. Vopel hat den Begriff „Interaktionsspiel“ gebildet. Gemeint ist eine breite Palette von Lernstrukturen wie thematische Spiele, Übungen, Experimente und Rituale.

„Interaktionsspiele für Kinder“ liegt in 4 Teilen vor. Jeder Band beinhaltet rund 50 thematische Interaktionsspiele, die sich an 8- bis 12-Jährige richten.

Teil 1 umkreist die Phänomene Kontakt, Wahrnehmung, Identität; Teil 2: Gefühle, Familie, Freunde; Teil 3: Kommunikation, Körper, Vertrauen; Teil 4: Schule, Feedback, Einfluss, Kooperation.

Anschaulicher unter Spiel-Namen wie: Unterhaltung der Füsse – Fuchs und Hase – Mit den Augen zuhören – Rosarote Brille – Namensbilder – Flaschenpost – Grabrede – Sternstunden – Wolf und Lamm – Nervtöter – Liebe und Hass – Eine durchschnittliche Familie – Goldregen – Freund und Feind – Taube Ohren – Killerphrasen – Sonntagsmaler – Scham und Stolz – Balance – Risiko – Schrecklich – Meine grösste Gaunerei – Starthilfen – Zauberladen – Ich bin stolz – Einsamkeit und Glück – Ich möchte dich unterrichten – Süss und sauer – Störenfriede – Poesiealbum – Ein Stück Torte – Fluglotse und Pilot.

Interaktionsspiele beziehen die Lernenden ganz mit ein. Gedanken, Gefühle, Kenntnisse, Neugier, insbesondere auch der Spieltrieb gehören dazu und sind von Bedeutung. Interaktionsspiele unterscheiden sich von Spielen, die unterhaltenden Wert haben. Viele Interaktionsspiele machen sich Energien zunutze, die „normalerweise“ als störend für geplante Lernprozesse angesehen werden, z.B. die Rede- und Bewegungslust von jungen Menschen.

Zum Ablauf: Nach einer (vorbereitenden) Analyse der Gruppensituation erfolgt im Schritt 2 die Einführung des Interaktionsspiels: Information über die Lernziele / Klare Instruktion über den Ablauf / Betonung des experimentellen Charakters. Schritt 3: Experimentierphase. Schritt 4: Auswertungsphase.

Vopel, Klaus W.: Interaktionsspiele für Kinder. Affektives Lernen für 8- bis 12-Jährige, ISKO-PRESS, Hamburg; ausleihbar unter der Signatur K f 1.04 – 1.07
 
Rainer Jecker

 
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Aufgeschaltet am 15. August 2008

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