Weltbilden
Kirchlicher Religionsunterricht und staatlicher Religionsunterricht im Kontext der staatlichen Schule – Das Was und das Wie dieses Zusammenspiels bildet sich auch in neuen Lehrmitteln ab. Heute: Ein gelungenes Beispiel für den staatlichen RU.
Weltbilder prägen Kinder und Jugendliche. Und Kinder und Jugendliche bilden eigene Welten. – Diese Passion und Aktion spiegelt der Titel „Weltbilden“ des gleichnamigen Lehrmittels für Ethik, Religionen, Kultur im Unterricht.
Das didaktische Modell von Weltbilden orientiert sich am Bild der Bühne. Die Lehrpersonen gestalten – einer Regisseurin / einem Regisseur gleich – Lernräume. Dabei stellen sich drei Grundfragen: Mit welcher Arbeits- und Denkweise soll eine Fragestellung angegangen werden? An welchem Gegenstand soll sich die Fragestellung realisieren? Aus welcher Perspektive soll eine Fragestellung bearbeitet werden? Ausgangspunkt sind immer die Schülerinnen und Schüler. Weltbilden versteht sich als Lehrmittel für den staatlichen Unterricht Ethik, Religionen, Kultur; es folgt der Konzeption „teaching about and from religion / ethics“ im Unterschied zum kirchlichen Religionsunterricht mit dem Akzent „teaching in religion / ethics“.
Das didaktische Modell von Weltbilden spiegelt sich im Aufbau des Grundlagenheftes mit CD-ROM, der Stufenhefte Primar und Sekundar 1 sowie der Arbeitshefte Eingangsstufe, Mittelstufe, Sekundar 1. Die Anlage des Lehrmittels ist meines Erachtens sehr gut auf die gegenwärtigen und künftigen Fragestellungen hin angelegt; wer eher herkömmlich orientiert ist, wird für den Einstieg etwas mehr Zeit brauchen.
Autoren: Die Aargauer Markus Baumgartner und Alfred Höfler, Dozenten an der Pädagogischen Hochschule FHNW. Im Lehrmittelverlag des Kantons Aargau 2007/08. Ausleihbar bei der Fachstelle Katechese-Medien unter der Signatur K i 1.33 ff
Rainer Jecker
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