Kirchliches Energie- und Umweltmanagement

Das Umweltmanagementsystem Grüner Güggel hilft Kirchgemeinden und kirchlichen Institutionen, ihre Umweltauswirkungen zu erfassen und zu reduzieren. Gemeinsam festgelegte Ziele führen zu stetigen Verbesserungen. Die oeku bildet auch kirchliche UmweltberaterInnen aus.

Ökofonds

Mit der Schaffung des Ökofonds-Reglementes setzt die Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau ein deutliches Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung.Weil Massnahmen zur rationellen Energieanwendung, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zum Klimaschutz bei neuen Investitionen zu Mehraufwand führen können, will der Kirchenrat mit der Schaffung eines Ökofonds finanzielle Anreize für
die Kirchgemeinden schaffen.

Energie sparen und die Umwelt schützen in der Kirchgemeinde? Der Ökofonds der Landeskirche unterstützt Sie dabei!

Grüner Güggel

Bewahrung der Schöpfung als aktives Handeln ist zentrale Aufgabe der Kirche.

 

«Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil nur in Katastrophen enden kann.» (Papst Franziskus)

Der Grüne Güggel
… ist ein kirchliches Umweltmanagementsystem, das zu einer stetigen Verbesserung der Umweltbilanz führt. Dazu gehört beispielsweise die Optimierung des Ressourcenverbrauchs, die Einsparung von Betriebskosten oder die Erhöhung der Biodiversität. Unter dem Label «Grüner Güggel» können sich Kirchgemeinden zertifizieren lassen, dass sie systematisch, nachvollziehbar und kontinuierlich durch ihr Handeln zu einer Entlastung der Umwelt beitragen und dieses Handeln öffentlich machen.
Die Schwerpunkte kann die Kirchgemeinde weitgehend selber setzen: Sie kann je nach Möglichkeiten und Prioritäten ihre Akzente setzen beim Sparen von Energie und Wasser, bei der Umgebungsgestaltung, bei der Förderung der Vielfalt von einheimischen Pflanzen und Tieren auf dem Kirchenareal, beim Einkauf von umweltgerechten Produkten oder bei der Abfalltrennung.
Durchläuft eine Kirchgemeinde das vorgegebene 10-Punkte-Programm und lässt sie ihr Umweltmanagement von einer qualifizierten Fachperson begutachten, erhält sie von oeku – Kirche und Umwelt das Zertifikat Grüner Güggel.

Kick-Off Konvoi Grüner Güggel - 2. Runde ab 2021

Noch besteht die Möglichkeit, beim zweiten Konvoi mitzumachen. Mit folgenden Schritten sind Sie dabei:
• Sie fällen einen Entscheid, ob Sie im ökumenischen Konvoi in das Umweltmanagementsystem „Grüner Güggel“ einsteigen möchten.
• Sie beginnen ein „Umweltteam“ aus interessierten Personen zusammenzustellen, das den Grünen Güggel steuert.
• Wir empfehlen, in diesem Fall einen Betrag von 2'500–3'000 Franken für das Kalenderjahr 2021 zu budgetieren.
• Sie melden sich bis zum 15. Dezember 2020 an: Römisch-Katholische Kirche im Aargau, Feerstrasse 8, 5001 Aarau oder landeskirche@kathaargau.ch. Stichwort Grüner Güggel.

Interessierte Kirchgemeinden wenden sich für weitere Informationen bitte an Generalsekretär Marcel Notter, marcel.notter@kathaargau.ch.

Lehrgang Kirchliches Umweltmanagement

oeku Kirche und Umwelt bildet in einem praxisnahen und kompakten Lehrgang
kirchliche UmweltberaterInnen aus. Diese Personen verfügen über
die Kenntnisse und Kompetenzen, Kirchgemeinden und kirchliche Institutionen
als Coaches zum Zertifikat «Grüner Güggel» zu führen.

Kontakt und Auskunft

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Markus Olaf Wentink
Kommunikation, Rhetorik, Freiwilligen-Management
Telefon 056 438 09 70
markus.wentink@kathaargau.ch

Geschäfts- und Zertifizierungsstelle Grüner Güggel oeku Kirche und Umwelt
Schwarztorstrasse 18
Postfach
3001 Bern
Telefon 031 398 23 45
info@oeku.ch
Website

Gute Wünsche fürs Wasser

Zum fünften Mal fand die Auftaktveranstaltung zur ökumenischen SchöpfungsZeit in Rheinfelden statt. Ein Stationenweg unter dem Thema „Ströme lebendigen Wassers“ führte von der römisch-katholischen Kirche den Rhein hoch bis zum Kraftwerk.

Eine Gruppe von dreissig Frauen und Männern folgte Rolf Bürgi, Präsident des Fischereivereins Bezirk Rheinfelden, dem schmalen Rheinweg entlang vom Städtli flussaufwärts. 
Ausgangspunkt der Exkursion war die römisch-katholische Kirche Rheinfelden. Dort hatte Pfarrer Stephan Degen-Ballmer von der reformierten Aargauer Landeskirche in den Anlass eingeführt: Die Auftaktveranstaltung zur Schöpfungszeit 2021, sagte er, finde seit einer halben Dekade jeweils in Rheinfelden statt. „Dieses Jahr passt der Ort thematisch besonders gut: ‚Damit Ströme lebendigen Wassers fliessen‘, lautet die Überschrift, die poetischen Worte stammen aus dem Johannesevangelium im Neuen Testament.“ Die Teilnehmenden waren eingeladen, einen Stein, ein Stück Holz etc. in den Fluss zu werfen, verbunden mit guten Wünschen fürs Wasser und die Lebewesen, die darin wohnen. Schliesslich wies Monika Lauper, Seelsorgerin der römisch-katholischen Pfarrei Rheinfelden, die den Anlass federführend organisierte, auf die Kollekte zugunsten von „oeku – Kirchen für die Umwelt“ und den bereitstehenden Apéro hin. Man verweilte noch lange, im Gespräch, im Nachklang der Worte und Melodien, im Lauschen auf das Rauschen des Rheins.