Kirchliches Energie- und Umweltmanagement

Das Umweltmanagementsystem Grüner Güggel hilft Kirchgemeinden und kirchlichen Institutionen, ihre Umweltauswirkungen zu erfassen und zu reduzieren. Gemeinsam festgelegte Ziele führen zu stetigen Verbesserungen. Die oeku bildet auch kirchliche UmweltberaterInnen aus.

Grüner Güggel

Bewahrung der Schöpfung als aktives Handeln ist zentrale Aufgabe der Kirche.

 

«Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil nur in Katastrophen enden kann.» (Papst Franziskus)

Der Grüne Güggel

… ist ein kirchliches Umweltmanagementsystem, das zu einer stetigen Verbesserung der Umweltbilanz führt. Dazu gehört beispielsweise die Optimierung des Ressourcenverbrauchs, die Einsparung von Betriebskosten oder die Erhöhung der Biodiversität. Unter dem Label «Grüner Güggel» können sich Kirchgemeinden zertifizieren lassen, dass sie systematisch, nachvollziehbar und kontinuierlich durch ihr Handeln zu einer Entlastung der Umwelt beitragen und dieses Handeln öffentlich machen. Die Schwerpunkte kann die Kirchgemeinde weitgehend selber setzen: Sie kann je nach Möglichkeiten und Prioritäten ihre Akzente setzen beim Sparen von Energie und Wasser, bei der Umgebungsgestaltung, bei der Förderung der Vielfalt von einheimischen Pflanzen und Tieren auf dem Kirchenareal, beim Einkauf von umweltgerechten Produkten oder bei der Abfalltrennung. Durchläuft eine Kirchgemeinde das vorgegebene 10-Punkte-Programm und lässt sie ihr Umweltmanagement von einer qualifizierten Fachperson begutachten, erhält sie von oeku – Kirche und Umwelt das Zertifikat Grüner Güggel.

Zertifizierungsfeiern

An folgenden Feiern wird dieser Zertifizierungsprozess abgeschlossen und die Urkunde feierlich überreicht – Sie sind herzlich einladen:

Kath. Pfarrei St. Johannes in Buchs am Samstag, 29. Oktober 2022, Pfarreizentrum St. Johannes Buchs, Bühlstrasse 8, 5033 Buchs > Link zum Rückblick inklusive Bildern

Kath. Pfarrei Heilig Geist in Suhr am Sonntag, 13. November 2022, 10.00 Uhr, Gottesdienst, Katholische Kirche Suhr, Tramstrasse 38, 5034 Suhr

Kath. Pfarrei St. Martin in Entfelden am Sonntag, 13. November 2022, 10.15 Uhr, Patroziniumfest, Katholische Kirche Oberentfelden, Erlenweg 5 Oberentfelden

Kath. Kirchgemeinde Rohrdorf in Oberrohrdorf am Mittwoch, 23. November 2022, 19.30 Uhr (ca. 20.30 Uhr unter Varia), Kirchgemeindeversammlung Zähnteschüür, 5452 Oberrohrdorf

 

Kick-Off Konvoi Grüner Güggel - 3. Runde ab 2023

Im 2023 planen wir einen 3. Konvoi und laden alle Kirchgemeinden und Pfarreien ein, mitzumachen. Mit folgenden Schritten sind Sie dabei:
• Sie fällen einen Entscheid, ob Sie im ökumenischen Konvoi in das Umweltmanagementsystem „Grüner Güggel“ einsteigen möchten.
• Sie beginnen ein „Umweltteam“ aus interessierten Personen zusammenzustellen, das den Grünen Güggel steuert.
• Wir empfehlen, in diesem Fall einen Betrag von 2'500–3'000 Franken für das Kalenderjahr 2023 zu budgetieren.
• Sie melden sich bis zum 31. März 2023 an: Römisch-Katholische Kirche im Aargau, Feerstrasse 8, 5001 Aarau per Email an landeskirche@kathaargau.ch. Stichwort Grüner Güggel.

Interessierte Kirchgemeinden wenden sich für weitere Informationen bitte an den Umweltbeauftragten Alois Metz alois.metz@kathaargau.ch.

Empfehlungen der Landeskirche zu Energiesparmassnahmen

Die drohende Strom- und Gasmangellage betrifft auch die römisch-katholische Kirche im Aargau. Aus diesem Grund hat der Kirchenrat der römisch-katholischen Landeskirche Aargau an seiner Sitzung vom 26. Oktober 2022 Empfehlungen für Energiesparmassnahmen ausgesprochen. Die Landeskirche folgt den Energiesparempfehlungen des Kantons Aargau. Diese Empfehlungen sollen in den Liegenschaften der Landeskirche sowie in den Liegenschaften der Kirchgemeinden umgesetzt werden, sofern die Massnahmen technisch umsetzbar sind. Der erste Schritt ist somit die Abklärung der technischen Machbarkeit der einzelnen Energiesparmassnahmen. Viele Kirchgemeinden haben bereits Massnahmen getroffen, diese Empfehlungen der Landeskirche sind als Ergänzung gedacht:

  • In der Heizperiode wird die Raumtemperatur gesenkt auf höchstens 20 Grad. Nebenräume, Lagerräume oder Verkehrsflächen können, falls dies technisch machbar ist, auch mit tieferen Temperaturen beheizt werden.
  • Komfortorientierte Raumklimatisierungsanlagen werden falls vorhanden zwischen Oktober und Mai stillgelegt.
  • Auf nicht sicherheitsrelevante Aussen- und Gebäudebeleuchtungen wird verzichtet oder diese wird zeitlich eingeschränkt, falls sich eine Zeitsteuerung schalten lässt. Dasselbe gilt für die Weihnachtsbeleuchtung.
  • Auf steckerfertige Elektrogeräte zum Heizen oder zur Komfortkühlung von Räumen wird verzichtet.
  • In den kirchlichen Gebäuden werden alle gängigen Stromsparmassnahmen konsequent umgesetzt. Dazu zählt insbesondere der Verzicht auf Stand-by-Betrieb durch komplettes Ausschalten von Elektrogeräten und der Raumbeleuchtung.
  • Die Warmwasseraufbereitung soll auf 60 Grad reduziert werden, sofern aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen gewährleistet werden kann, dass die Temperatur bei den Entnahmestellen mindestens 50 Grad beträgt und dies technisch ohne grössere Eingriff möglich ist.

Die Empfehlungen gelten für die heutige Situation, Der Kirchenrat der Römisch-Katholischen Landeskirche beobachtet die Energiesituation in der Schweiz und wird im Fall einer drohenden Energiemangellage weitere Massnahmen festlegen. 

Die Römisch-Katholische Kirche im Aargau folgt damit den Empfehlungen der nationalen Energiespar-Alliance und nimmt ihre Verantwortung für die Allgemeinheit wahr. Viele Kirchgemeinden und Pfarreien im Aargau haben bereits verschiedene Sofortmassnahmen zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt.

 

Weiterführende Links

Bistum-Basel: Energiesparen und Bedürftigen helfen

Einschätzungen zur Lage und Verhaltensempfehlungen des Kantons Aargau

Engergiespar-Empfehlungen des Bundes

 

Bereits nach dem "Grünen Güggel" zertifiziert sind im Kanton Aargau:

Die Verwaltung der Kath. Kirche im Aargau, 23. Juni 2020

Folgende Kath. Kirchgemeinden und Pfarreien:
Katholische Kirchgemeinde Brugg, 22. Juni 2020
Pfarrei Heilige Familie Schöftland, 22. Juni 2020
Kath. Kirchgemeinde Lenzburg, 23. Juni 2020
Pfarrei St. Johannes Evangelist Buchs-Rohr, 20. September 2022
Pfarrei Heilig Geist Suhr-Gränichen, 20. September 2022
Kath. Pfarrei St. Martin Entfelden 20. September 2022
Katholische Kirchgemeinde Rohrdorf, 21. September 2022
es folgen noch Aarau und Rheinfelden, die sich noch im Programm zur Zertifizierung befinden.

Und die Reformierte Kirche Baden plus, 21. September 2022

 

Lehrgang Kirchliches Umweltmanagement 2023

Der Lehrgang «Kirchliches Umweltmanagement» richtet sich an Personen aus der deutschsprachigen Schweiz, die ihre Kirchgemeinde zum Umweltlabel Grüner Güggel führen wollen. Es finden sechs Kurstermine zwischen Februar und Juni 2023 statt. Bis Ende Januar 2023 können sich interessierte Personen per Mail an kurse@oeku.ch mit Name, Vorname, Kirchgemeinde und Ressort anmelden. Die Platzzahl ist beschränkt.

Die Lehrgangskosten betragen CHF 1’280 (inkl. Dokumentation und Verpflegung). Weitere Informationen finden Sie im Flyer (PDF).

Der Lehrgang kann dank der Unterstützung von EnergieSchweiz und verschiedenen Landeskirchen angeboten werden.

Kontakt und Auskunft

Geschäfts- und Zertifizierungsstelle Grüner Güggel oeku Kirche und Umwelt
Schwarztorstrasse 18
Postfach
3001 Bern
Telefon 031 398 23 45
info@oeku.ch
Website

Ökofonds

Mit der Schaffung des Ökofonds-Reglementes setzt die Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau ein deutliches Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung.Weil Massnahmen zur rationellen Energieanwendung, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zum Klimaschutz bei neuen Investitionen zu Mehraufwand führen können, will der Kirchenrat mit der Schaffung eines Ökofonds finanzielle Anreize für
die Kirchgemeinden schaffen.

Energie sparen und die Umwelt schützen in der Kirchgemeinde? Der Ökofonds der Landeskirche unterstützt Sie dabei!

Gute Wünsche fürs Wasser

Zum fünften Mal fand die Auftaktveranstaltung zur ökumenischen SchöpfungsZeit in Rheinfelden statt. Ein Stationenweg unter dem Thema „Ströme lebendigen Wassers“ führte von der römisch-katholischen Kirche den Rhein hoch bis zum Kraftwerk.

Eine Gruppe von dreissig Frauen und Männern folgte Rolf Bürgi, Präsident des Fischereivereins Bezirk Rheinfelden, dem schmalen Rheinweg entlang vom Städtli flussaufwärts. 
Ausgangspunkt der Exkursion war die römisch-katholische Kirche Rheinfelden. Dort hatte Pfarrer Stephan Degen-Ballmer von der reformierten Aargauer Landeskirche in den Anlass eingeführt: Die Auftaktveranstaltung zur Schöpfungszeit 2021, sagte er, finde seit einer halben Dekade jeweils in Rheinfelden statt. „Dieses Jahr passt der Ort thematisch besonders gut: ‚Damit Ströme lebendigen Wassers fliessen‘, lautet die Überschrift, die poetischen Worte stammen aus dem Johannesevangelium im Neuen Testament.“ Die Teilnehmenden waren eingeladen, einen Stein, ein Stück Holz etc. in den Fluss zu werfen, verbunden mit guten Wünschen fürs Wasser und die Lebewesen, die darin wohnen. Schliesslich wies Monika Lauper, Seelsorgerin der römisch-katholischen Pfarrei Rheinfelden, die den Anlass federführend organisierte, auf die Kollekte zugunsten von „oeku – Kirchen für die Umwelt“ und den bereitstehenden Apéro hin. Man verweilte noch lange, im Gespräch, im Nachklang der Worte und Melodien, im Lauschen auf das Rauschen des Rheins.