„Zukunft Migrationspastoral im Aargau“

Aktuelles aus dem Projekt "Zukunft Migrationspastoral im Aargau"

Migrationspastoral – Zukunft Vielfalt Kirche Aargau

Das gemeinsame Projekt «Zukunft der Migrationspastoral im Aargau» von Kirchenrat und Bischofsvikariat konnte trotz pandemiebedingter Verzögerungen weiterentwickelt werden. Ziel des Projektes ist es, ein Konzept auszuarbeiten, wie die Migrationspastoral in bestehende oder neu entstehende Pastoralräume verankert werden kann. Der erste Projektschritt konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Dem Bericht haben der Bischofsvikar und der Kirchenrat zugestimmt.

Diese erste Phase umfasste folgende Punkte:

In den Monaten Oktober und November 2020 führten die Mitglieder der Entwicklungsgruppe Interviews an drei Orten mit Vertretungen von Sprachgemeinschaften und Seelsorgenden, die bereits ein gelingendes Zusammengehen leben. Die Suche nach geeigneten Gesprächspartnern in Kirchgemeinden und Pastoralräumen anderer Kantone hatte sich schwieriger als angenommen gestaltet, denn viele der Angefragten stellen sehr hohe Ansprüche an sich selber und sehen sich nicht als Vorbilder.

Im Online-Workshop vom 12. Dezember 2020 wurden in der Entwicklungsgruppe die Ergebnisse besprochen und auf ihren Nutzen für unser Projekt evaluiert. Weitere Anregungen und Informationen flossen aus dem Austausch der Projektleitung mit den Fachverantwortlichen der Bistümer Basel und St. Gallen in die Auswertung ein.

Im November 2020 ist die Schrift zum Gesamtkonzept von SBK und RKZ veröffentlicht worden: Auf dem Weg zu einer interkulturellen Pastoral; Gesamtkonzept für die Migrationspastoral in der Schweiz (https://www.migratio.ch/fuer-ein-vermehrtes-miteinander-auf-dem-weg-zu-einer-interkulturellen-pastoral/). Die Arbeit zur Entwicklung des Projektes gründete von Beginn an auf der Stossrichtung des Gesamtkonzeptes und wurde nach dessen Veröffentlichung inhaltlich auf dieses abgestimmt.

Am 20. August 2021 fand ein Resonanztreffen in Rohr statt. Die Einladung ging an alle Personen, die bereits für die Kick-off-Veranstaltung kontaktiert wurden. Die durchgehend positiven Rückmeldungen wurden in den definitiven Abschlussbericht eingearbeitet und den Auftraggeberinnen – Bistumsregionalleitung und Landeskirche – unterbreitet. Der ursprüngliche Name des Projekts «Zukunft der Migrationspastoral im Aargau» wurde zu «Zukunft Vielfalt Kirche Aargau».

Die Steuergruppe, bestehend aus Kirchenratspräsident Luc Humbel, Bischofsvikar Valentine Koledoye und Kirchenrätin Maria-Pia Scholl sowie Regula Kuhn als externe Projektleiterin, stellte am 29. Oktober 2021 den Bericht an der Konferenz der Leitungen der Pastoralräume St. Urs in Liestal vor. Am 2. November 2021 schliesslich fand eine ausserordentliche Sitzung der Kommission Anderssprachigen Pastoral (KAP) statt, an der den Missionaren der Bericht dargelegt und die Diskussion dazu geführt wurde.

Der Kirchenrat hat beschlossen, die Phase II einzuläuten. Dazu wurden Personalressourcen (20 Stellenprozente) und ein Budget für Coaching bei interkulturellen Konflikten vor Ort in den Pfarreien gesprochen. Zur Projektleiterin für die nächste Phase wurde Susanne Muth gewählt. Ihre Aufgabe besteht darin, auf Pfarreien und Missionen zuzugehen, um diese für die Umsetzung der Ergebnisse aus der Phase I zu gewinnen.

Entwicklungsgruppe "Zukunft der Migrationspastoral im Aargau"

Im Spätsommer 2019 haben Kirchenrat und Bistumsregionalleitung St. Urs ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen: „Zukunft der Migrationspastoral im Aargau“.
Am 25. Januar 2020 wurde das Projekt im Rahmen eines Kick-offs Vertretungen aus den Missionen und den Ortskirchen vorgestellt und diskutiert.
Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Konzeptvarianten zur strukturellen Integration der Migrantenpastoral in bestehende oder neu entstehende Pastoralräume. Die Varianten sollen allen Beteiligten Nutzen bringen und dienen der Steuergruppe des Projektes (Luc Humbel, Präsident Kirchenrat, Dr. Valentine Koledoye, Bischofsvikar, Maria-Pia Scholl, Kirchenrätin mit Ressort Anderssprachigen Pastoral) als Grundlage für ihre Entscheidungen bezüglich der Weiterentwicklung des Projektes.

Mit der Erarbeitung der Varianten wurde eine Entwicklungsgruppe beauftragt. Sie wurde im Frühling gewählt und setzt sich wie folgt zusammen:

4 Vertretungen der Missionen:
- 2 Vertretungen der pastoralen Mitarbeitenden:
. Kaplan Bartek Migacz, Seelsorger für Polen
. Liliana Florez, spanischsprachige Mission
- 2 Vertretungen der Missionsräte:
. Simone Parise, Präsident des Kant. Pastoralrates der italienischsprachigen Missionen
. Daniel Gasic, Präsident des Missionsrates der kroatischsprachigen Mission
2 Vertretungen der Pastoralräume:
- Elisabeth Lindner, Seelsorgerin KiZ St. Franziskus, Pastoralraum Brugg-Windisch
- Francesco Marra, Mitglied des Seelsorgeteams des Pastoralraums Muri AG
2 Vertretungen der Kirchgemeinden:
- Maria Bühlmann, Kirchenpflege Lenzburg
- Rita Walker, Kreiskirchgemeinde Aarau
Beratung:
- Olivia Marsicovetere, Fachmitarbeiterin Pastoral im Bistum Basel
Projektleitung:
- Regula Kuhn, Coaching und Organisationsberatung, externe Projektleitung
- Mari-Pia Scholl, interne Projektleitung
Protokoll:
- Paola Zarabara, Landeskirche Aargau

Am 9. Juli fand die erste Sitzung der Entwicklungsgruppe statt, in welcher der vorgesehene Ablauf des Projektes besprochen wurde. Der erste Schritt besteht aus einem Interview mit Kirchgemeinden und Pastoralräumen (vor allem in anderen Kantonen), die bereits ein vernetztes, gelingendes Zusammengehen mit der Anderssprachigen Pastoral leben. Dabei geht es darum, andere Modelle kennen zu lernen und deren Erfahrungen zu nutzen.
Am 2. August wurde in der zweiten Sitzung der Entwicklungsgruppe ein Leitfaden für die Interviews fertiggestellt.
Im Herbst werden die Ergebnisse aus den Interviews verdichtet, damit sie in einem Workshop Ende Jahr diskutiert und verarbeitet werden können.

 

Kickoff "Zukunft Migrationspastoral im Aargau" - 25. Januar 2020

Eingeladen waren die Missionare, Vertretungen von bestehenden Pastoralräumen, Kirchenpflegen, Missionsräten sowie Seelsorgende und freiwillige Engagierte. Die Einführung in das Projekt erfolgte durch Beiträge von Luc Humbel (Präsident Kirchenrat), Tobias Fontein (Bistumsregionalleitung) und Olivia Marsicovetere (Abteilung Pastoral, Bistum Basel) und durch die Vorstellung des Konzeptes durch Regula Kuhn (Projektleiterin). Der darauffolgende rege Austausch in wechselnden kleineren Gesprächsgruppen hat für die Weiterentwicklung des Projektes wichtige Meinungen, Vorstellungen, Erwartungen, auch Bedenken und Befürchtungen auf den Tisch gebracht.

Nun folgt der nächste wichtige Schritt im Prozessverlauf: die Bildung der Entwicklungsgruppe. Sie ist das Herz des ganzen Projektes, denn ihr obliegt die Erarbeitung von Vorschlägen für die Entscheide der Steuergruppe (Luc Humbel, Tobias Fontein, Maria-Pia Scholl, Regula Kuhn). Die Aufgaben der Steuergruppe sind vielfältig: Recherche zu bereits bestehenden Integrationsmodellen, Erarbeitung des Nutzens für die Beteiligten, Miteinbezug von Mitarbeitenden und Gremien, Diskussion des Konzeptentwurfes.

Die Entwicklungsgruppe besteht aus acht Mitgliedern, die bereit sind am ergebnisoffenen Prozess mitzuwirken. Es sind Suchende, Forschende, Neugierige, Mutige, Vernetzte, die Lust haben, sich auf Neues einzulassen.

Das Wahlvorgehen beruht auf den Vorschlägen von

  • Missionen und Missionsräten: sie melden je 2 Vertreterinnen/Vertreter der pastoralen Mitarbeitenden und der Missionsräte bis am 10. März an Maria-Pia Scholl. Die Wahl erfolgt in der Sitzung vom 17. März der Kommission für anderssprachige Pastoral (KAP);
  • Pastoralräumen: sie melden 2 Vertreterinnen/Vertreter der pastoralen Mitarbeitenden der Pastoralräume bis am 1. April bei Tobias Fontein. Die Wahl erfolgt durch die Regionalleitung.
  • Kirchgemeinden: sie melden 2 Vertreterinnen/Vertreter aus ihren Reihen bis am 1. April an Luc Humbel. Die Wahl erfolgt durch den Kirchenrat in seiner Sitzung vom 22. April.

 

Ein langer Weg liegt vor allen Beteiligten und Mitwirkenden, aber es soll vor allem darum gehen, die Zukunft der Kirche im Aargau gemeinsam zu gestalten.