Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau
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Archiv 1999


Die grösste Krippenfiguren-Ausstellung
In Aarau ist noch bis zum 9. Januar die grösste Krippenfiguren-Ausstellung der Schweiz (oder sogar weltweit) zu sehen. Zum grössten Teil wurden die Tausenden von Figuren von Kindern und Erwachsenen der Region Aarau hergestellt. Initiant der Ausstellung ist der Zürcher Keramiker Peter Brunner. Er hat die interessierte Bevölkerung, Schulklassen, Jugendgruppen, Vereine und auch viele Einzelpersonen, in die Herstellung der Tonfiguren angeleitet und sie in ihrer Arbeit begleitet. Mitgemacht haben auch mehrere Künstler. Die Ausstellung ist nicht nur ein Gemeinschaftswerk der Bevölkerung, sondern auch ein Gemeinschaftswerk der Kirchen. Die reformierte und die katholische Kirche haben die Aktion unterstützt und ihre Kirchen für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Wer die ganze Ausstellung sehen will, muss bei der katholische Kirche in der Nähe des Bahnhofes beginnen, dem ersten Teil der Ausstellung, und dann an einigen Schaufenstern der Stadt vorbei mit weiteren Krippenfiguren zur reformierten Stadtkirche in der Altstadt gehen, zum zweiten Teil der Ausstellung. Die beiden Kirchen sind täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet. (10.12.99/mb)


Medien müssen rentieren
"Was nicht in ist, ist nicht im Blatt!" So Hans Fahrländer, Chefredaktor der Aargauer Zeitung und Mitglied der Geschäftsleitung des AZ-Medienkonzerns am Gesprächsabend der ökumenischen Kommission "Kirche und Wirtschaft". Thema des Grundsatzreferates war die Ethik in den Medien. Wenn man keine staatsbeherrschten Medien wolle, müsse man auf den "freien Markt" setzen. Dort regiere der Kunde, die Leserin, der Hörer, die Fernseherin. Die Bedürfnisse der "Aufgeklärten" seien ein Minderheitsanliegen. Wer vieles biete, biete vielen etwas. Grundgesetz des Marktes sei, so Fahrländer: Es muss rentieren, in Rappen und Franken. Ethische Massstäbe seien nur Wahrhaftigkeit und Fairness sowie Angebote auch an Minderheiten. Die Veranstaltung der Landeskirchen vom 25. November im Bullingerhaus in Aarau stand unter dem Titel "Der Kampf der (neuen) Medien um Einschaltquoten und Marktanteile: Bleibt die Ethik auf der Strecke?" (26.11.99/ria/mb)

 
Beerdigung auch für totgeborene Kinder
Die Kirchenräte der drei Landeskirchen setzen sich dafür ein, dass tot geborene Kinder in jedem Fall würdig beigesetzt werden können. Kinder, die vor der 24. Schwangerschaftswoche tot geboren wurden, werden im Kanton Aargau weder zivilstandsamtlich erfasst noch auf den Friedhöfen bestattet. Die Seelsorger und Seelsorgerinnen der drei Landeskirchen sollen Eltern, die eine Beisetzung und ein Grab für ihr Kind wünschen, unterstützen und sich bei der Gemeinde für dieses Anliegen einsetzen. Totgeburten, so heisst es in einer Medienmitteilung der Landeskirchen, seien für die Eltern eine grosse Belastung. Die Kirchenräte haben diesen Wunsch allen Pfarreien und Kirchgemeinden im Aargau mitgeteilt und wollen den Regierungsrat bitten, eine einheitliche Regelung im Kanton zu erlassen. (23.11.99/ria/mb)

 
Wie mit Frauen im Strafvollzug umgehen?
An einer Weiterbildungsveranstaltung vom 18. November in Lenzburg befassten sich Vollzugsangestellte sowie reformierte und katholische Gefängnisseelsorger der Aargauer Bezirksgefängnisse mit dem Thema "Frauen im Strafvollzug". Wie der Erfahrungsaustausch und die Diskussion zeigte, ist die sexuelle Provokation durch Frauen ein brennendes Thema. Das meist männliche Vollzugspersonal ist oft verunsichert im Umgang mit Frauen im Gefängnis. Johann Pfenninger, Leiter des Bezirksgefängnisses Zürich und Referent an der Tagung, riet den Gefängnisangestellten: "Normaler Umgang zwischen Frau und Mann pflegen; selbstbewusst, ohne Angst auftreten; zu Avancen klar Stellung nehmen, ohne Macht auszuspielen; allfällige Komplimente auch mit Humor quittieren; Vorkommnisse schriftlich festhalten und darüber mit Vorgesetzten oder Berufskollegen sprechen." Die Tagung wurde von den beiden Aargauer Landeskirchen und der Sektion Straf- und Massnahmenvollzug im Departement des Inneren gemeinsam organisiert. (23.11.99/fr/mb)


Pfarreienverband leistete Pionierarbeit
"Zurzach-Studenland" ist der älteste Pfarreinverband im Bistum Basel. Am Sonntag, 14. November, wurde das 25jährige Bestehen in Wislikofen mit einem Gottesdienst und einer Teilete gefeiert. Die Pfarreien- oder Seelsorgeverbände entstanden aus einer Notsituation. Wegen Personalmangel mussten die wenigen Priester und als Folge davon auch die übrigen Seelsorgerinnen und Seelsorger regional eingesetzt werden. Im Pfarreienverband schliessen sich mehrere Pfarreien vertraglich zusammen und setzen im gegenseitigen Austausch das Seelsorgepersonal regional, über die Grenzen der eigenen Pfarrei hinaus, ein. Der Pfarreienverband "Zurzach-Studenland" war im Bistum Basel der erste Verband dieser Art und hat Pionierarbeit geleistet. Allein im Aargau bestehen heute rund 24 Seelsorgeverbände, in denen jeweils zwei bis fünf Pfarreien zusammengeschlossen sind. (15.11.99/mb)
 

Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 3. November 1999
An der ordentlichen Herbstsitzung der Synode der Römisch-Katholischen Landeskirche vom 3. November 1999 in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Budget 2000

  1. Der Voranschlag der Verwaltungsrechnung für das Jahr 2000 (Zentralkasse) mit einem Zentralkassenbeitragssatz von 2,45 Steuerprozenten wird genehmigt.
  2. Der Kirchenrat wird ermächtigt, den Zentralkassenbeitrag bei den Kirchgemeinden in zwei gleichen Raten zu beziehen, und zwar per 15. Mai und per 15. November 2000.
    Für die Berechnung des Zentralkassenbeitragssatzes ist der bereinigte Steuer-Sollbetrag des Rechnungsjahres 1998 massgebend.
  3. Der Kirchenrat wird ermächtigt, zur Deckung der Kosten für die Seelsorge im Dienste der italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen von den Kirchgemeinden einen "Pro-Kopf-Beitrag" von Fr. 78.- für jeden in ihrem Gebiet wohnhaften italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen (Stand: 30. April 1999) zu erheben.

Gemäss Art. 39 und Art. 41 des Organisationsstatuts vom 7. November 1984 können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen. Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 4. Dezember 1999. Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-katholischen Landeskirche, Sekretariat, Feerstrasse 8/Postfach, 5001 Aarau, zu richten.

Aarau, 3. November 1999

Der Präsident: Pfarrer Jakob Bernet
Der Sekretär: Otto Wertli


Eine Partnerpfarrei in Ungarn
Vertreter der Landeskirche und der Pfarrei Menziken besuchten vom 24. bis 28. Oktober das Bistum Debrecen-Nyiregyhazi in Ungarn. Sie wurden als Gäste zur Eröffnung der ersten Diözesansynode eingeladen. Die Aargauer Landeskirche und die Pfarrei Menziken unterstützen Projekte in dieser Diözese. Die Landeskirche hat schon seit einigen Jahren Beziehungen zur Diözese. So besuchte der dortige Bischof bereits einmal die Synode-Sitzung der Landeskirche in Aarau und eine Jugendgruppe aus dem Aargau war zu Besuch in Ungarn. Die Pfarrei Menziken möchte nicht nur finanzielle Unterstützung leisten, sondern auch persönliche Kontakte zu ihrer Partnerpfarrei Ujfeherto im Osten von Ungarn knüpfen. (01.11.99/pf/mb)
 

Synesiusfest in Bremgarten
Am 24. Oktober feierte die Pfarrei Bremgarten das alljährliche Synesiusfest. Mit der gottesdienstlichen Feier und dem Synesiussegen erinnert sich die Pfarrei an den heiligen Synesius. Die Reliquien des Heiligen wurden im Jahr 1653 aus der römischen Calepodius-Katakombe nach Bremgarten im Aargau überführt. Reliquien aus römischen Katakomben waren damals sehr begehrt und bedeuteten für eine Kirche ein kostbares Gut. Obwohl vom Leben des Synesius nichts bekannt ist, wurde er in Bremgarten von Anfang an als "Augenheiliger" verehrt und bei Augenkrankheiten mit grossem Vertrauen angerufen. Beim speziellen Synesiussegen, der heute noch gepflegt wird, stehen nicht die Reliquien im Vordergrund, sondern das vertrauensvolle Gebet zu Gott und das Bewusstsein, dass unser Leben, dass unser Wohlergehen und unser Heil sehr stark mit Gott zu tun haben. (24.10.99/pf/mb)

 
Neuer Leiter im Bildungszentrum Wislikofen
Dr. theol. Gerhard Ruff wurde Anfang Oktober in Wislikofen feierlich als neuer Leiter des Bildungszentrums eingesetzt. Die Propstei Wislikofen ist das Bildungszentrum der Aargauer Katholikinnen und Katholiken. Angeboten werden sowohl eigene Kurse wie auch Gastkurse. Ruff ist Nachfolger von Dr. Imelda Abbt, die altershalber auf Ende August 1999 zurückgetreten ist. Ruff war zuvor Pastoralassistent im Seelsorgeverband Ebnat-Kappel/Neu St. Johann. (15.10.99/mb)

 
Pfarreiräte-Forum: "Jetzt wissen wir weiter!"
So fasste eine Teilnehmerin ihren Eindruck vom ersten Pfarreiräteforum vom 24./25. September in Wislikofen zusammen. Eine andere Teilnehmerin empfand den Austausch unter den Pfarreiratsmitgliedern aus dem ganzen Kanton als "schmapar positiv". Am Pfarreiräteforum, das im Aargau zum ersten Mal durchgeführt wurde, machten sich führende Pfarreimitglieder Gedanken zu ihrer Arbeit und tauschten Erfahrungen aus. Claudia Mennen, Theologin und Mitarbeiterin beim Regionaldekanat, machte die Veränderungen, die heute in den Pfarreien vorgehen, bewusst und ermutigte die Teilnehmenden, diese "Übergangsphase" als Chance zu sehen und das Pfarreileben entsprechend dem heutigen gesellschaftlichen Umfeld zu gestalten. Der Pfarreirat ist ein Beratungsgremium für die praktische Seelsorgearbeit in der Pfarrei, hat bei wichtigen Entscheidung mitzureden und ist mitverantwortlich für das Pfarreileben. Während der Pfarreirat sich vorwiegend mit inhaltlichen Fragen befasst, liegt der Schwerpunkt der Kirchenpflege, ebenfalls ein Pfarreigremium, bei den finanziellen und administrativen Fragen der Pfarrei. - Zu den am Pfarreiräteforum diskutierten Fragen ist von Claudia Mennen eine Broschüre erschienen, die auf die Praxis ausgerichtet ist: "Heute gestalten wir die Kirche von Morgen - Leitfaden für die Arbeit im Pfarreirat". Bezug für 10 Franken: Regionaldekanat, Klosterstrasse 12, 5430 Wettingen, Telefon 056/426 08 71, Fax 056/426 09 37, eMail regionaldekanat@ag.kath.ch. (25.09.99/mb)

 
Die Religionen beten gemeinsam
Erstmals haben sich am Bettag in Baden Vertreter verschiedener Religionen zu einem gemeinsamen Gebet getroffen. Nach der religiösen Feier auf dem Kirchplatz neben der katholischen Stadtkirche boten die verschiedenen Gemeinschaften typisches Essen aus ihrem Kulturkreis an, dazu wurden Musik und Tänze geboten. An der interreligiösen Begegnung waren Vertreter und Vertreterinnen der Bahais, Buddhisten, Christen, Hindus, Juden und Muslime anwesend. Organisiert hat das Treffen der Aargauische Interreligiöse Arbeitskreis AIRAK. Im AIRAK, gegründet vor fünf Jahren, treffen sich regelmässig Angehörige verschiedener Glaubensgemeinschaften, um gemeinsam interessierende Fragen zu diskutieren und sich dabei besser kennenzulernen. In Rothrist fand das interreligiöse Gebet zum Bettag bereits zum sechsten Mal statt. Die Initiative dazu kam vom katholischen Gemeindeleiter und Diakon Josef Thali-Kernen, Rothrist. An der Feier im Gemeindesaal, bewusst an einem neutralen Ort, nahmen Christen und Muslime teil. Anliegen sowohl in Rothrist wie in Baden war, durch das interreligiöse und interkulturelle Fest Vorurteile und Hemmnschwellen abzubauen. (19.09.99/mb)


Bettagsmandat: Gemeinschaft stärkt die Hoffnung
Für viele Menschen sei der Übergang zum Jahr 2000 mit Hoffnungen verbunden, aber auch mit Ängsten und Beunruhigungen, schreiben die Landeskirchen und der Regierungsrat des Kantons Aargau im Bettagsmandat 1999. In der Tradition des Christentums, an die der Bettag erinnere, stehe Jesus Christus für eine Welt ein, in der niemand verachtet oder ausgeschlossen werde. Er habe auch die Vision einer Welt gezeigt, in der niemand von Dämonen und Ängsten geplagt werde, eine Welt, in der die Hoffnung auf ein sinnvolles Leben für alle Menschen lebendig sei. "Beherrschen und Unterdrücken, Benachteiligung und das Ausnützen von Abhängigkeiten - auch das Geschäft mit der Angst - stehen dazu im Widerspruch." Der Weg durch den Jahrtausendwechsel hindurch, so betonen die Kirchen und der Regierungsrat im gemeinsamen Schreiben an die Aargauer Bevölkerung, solle deshalb geprägt sein von: "Solidarität - unsere Sorge für Brot und Leben für alle Menschen; Gerechtigkeit - unser Einsatz für ein Leben aller Menschen in Würde und gegenseitiger Anerkennung; Hoffnung - unsere Vision eines sinnerfüllten Lebens für alle." (17.09.99/mb)


Erstmals im Aargau ein Bettagsgespräch
Erstmals im Aargau findet ein öffentliches Bettagsgespräch statt: am Donnerstag, 16. September um 19 Uhr im Festsaal der Klinik Königsfelden (Zutritt ab Haupteingang/Pforte). Zur Diskussion steht das Bettagsmandat 1999 des Regierungsrates und der Kirchenräte der Aargauer Landeskirchen. Thematischer Schwerpunkt des Mandates: "Innerer Zusammenhalt - Gemeinschaft schaffen - Hoffnung für die Menschen". Das Podiumsgespräch soll das Thema vertiefen. Unter der Leitung von Philippe Dätwyler diskutieren: Dr. Imelda Abbt, Theologin, ehem. Leiterin des Bildungszentrums Wislikofen, Dr. Mario Etzensberger, Chefarzt Psychiatrische Dienste Königsfelden, Silvia Huber, Geschäftsführerin DOMACO AG, David Imhof, Kantonsschüler, Peter Wertli, Regierungsrat. Zum Gespräch mit anschliessendem Apero sind alle Interessierten eingeladen. (09.09.99/prm/mb)

 
Gottesdienst über die Sprachgrenzen hinaus
Seit dem 4. September wird in der Pfarrei Spreitenbach zusammen mit der Italiener-Seelsorge regelmässig gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Die gemeinsamen Gottesdienste sind zunächst als Versuch gedacht, die Erfahrungen sollen Ende Jahr ausgewertet werden. In den Aargauer Pfarreien ist es üblich, dass die fremdsprachigen Gottesdienste getrennt vom deutschsprachigen Pfarreigottesdienst gehalten werden. Der Pfarrer von Spreitenbach, Juan B. Sánchez, hat im Pfarrblatt seine Pfarreimitglieder zur Offenheit aufgefordert und zur "Bereitschaft, neue Wege zu gehen, um eine lebendige Gemeinde zu sein". (06.09.99/mb)

 
"Metenand" – ein grenzüberschreitendes Kirchenfest in Wohlen
Vier grosse Organisationen stellen in Wohlen ein grosses, ökumenisches Kirchenfest auf die Beine: die katholische Kirchgemeinde, die reformierte Kirchgemeinde, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung KAB und das Behinderten-Wohnheim im Park. Das Fest dauert vom 27. bis 29. August und bietet Attraktionen, Unterhaltung und Abwechslung, aber auch Besinnliches und Feierliches. Unter dem Motto "Metenand" sollen sich zwischen der katholischen Kirche, dem Chappelehof und dem Wohnheim im Park Menschen aller Generationen, Konfessionen und Nationalitäten zusammenfinden. Den Organisatoren ist es ein Anliegen, "Kirche" in einem weiten, ökumenischen Sinne zu verstehen. Bei der Vorbereitung haben gegen 20 Gruppen und Vereine, kirchliche und nichtkirchliche, katholische und reformierte, mitgearbeitet. (26.08.99/pf/mb)

 
Wie leite ich eine Pfarrei?
Eine Pfarrei leiten – wie mache ich das? Und ist die Gemeindeleiterin oder der Pfarrer allein zuständig oder hat die Kirchenpflege und das Kirchenvolk auch etwas zu sagen? Worauf muss eine Führungsperson besonders achten? Mit solchen Fragen befassten sich die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger an der diesjährigen Pastoralkonferenz 18. August in Aarburg. Ruth Rauch, Organisationsberaterin, und Heinz Wettstein, Organisationsberater, zeigten, dass die katholische Kirche mit ihrer Doppelstruktur zwar kein Wirtschaftsunternehmen ist, dass aber die Grundprobleme in der Führung und die Lösungsansätze gut miteinander vergleichbar sind. Als Hauptprobleme in der Führung wurden von den Seelsorgerinnen und Seelsorger etwa genannt: Unklare Kompetenzen, unterschiedliche Erwartungen bei den Pfarreimitgliedern, fehlende Streitkultur, mangelndes Gespräch über Visionen und unterschiedliche Kirchenbilder. (19.08.99/mb)

 
Treffpunkte für Kosovo-Flüchtlinge
Auch im Aargau bereiten sich Kosovo-Flüchtlinge bereits wieder auf die Rückkehr in ihre Heimat vor. Um ihnen dabei zu helfen, organisiert die Arbeitsgemeinschaft der Aargauer Hilfswerke kurzfristig im August und September an verschiedenen Orten Treffpunkte mit Beratungsmöglichkeiten. Neben dem gegenseitigen Austausch bieten Fachleute Kontaktmöglichkeiten an und informieren über die Rückkehr und die aktuellen gesetzlichen Regelungen. Die Caritas Aargau, das Heks Aargau und das Aargauische Rote Kreuz machen das Angebot in Zusammenarbeit mit Pfarreien und Kirchgemeinden.  (17.08.99/cag/mb)


Aarauer Kolping-Mitglied geehrt
An der Zentralkonferenz des Schweizer Kolpingswerkes in Gossau wurde Alfons Gebert, Erlinsbach, mit der "Ehrennadel" des Internationalen Kolpingwerkes ausgezeichnet. Gebert ist Mitglied der Kolping-Gemeinschaft Aarau und leitet seit acht Jahren die Entwicklungszusammenarbeit von Kolping Aarau. Was 1991 als Aktion für ein Jahr geplant war, ist inzwischen zu einer Institution geworden. Mehr als 350'000 Franken hat Kolping Aarau seither für Kolping-Projekte in Lateinamerika, Afrika und Asien zusammengetragen. Alfons Gebert wurde für seine Arbeit als engagierter und fantsievoller Aktionsleiter geehrt. Das Kolpingwerk ist ein katholischer Verein, der mit Anlässen und Bildungsangeboten in den Pfarreien die Gemeinschaft und die Verwurzelung in der Religion pflegt, sich aber ebenso sozialpolitisch engagiert und entwicklungspolitische Projekte unterstützt. Die Ortsvereine ("Kolpingfamilien") sind schweizerisch und international vernetzt. (07.08.99/pa/mb)

 
Was macht die Kirche mit dem Geld?
An ihrer jährlichen Medienkonferenz vom 7. Juli in Aarau hat die römisch-katholische Landeskirche des Kantons Aargau über ihre Einnahmen und Ausgaben Rechenschaft gegeben. Die Kirche hat zwei "Geldquellen", wie der Sekretär der Landeskirche, Otto Wertli, aufzeigte: einerseits die Kirchensteuern und andererseits die zweckbestimmten Spenden und Kirchenopfer. Die Kirchensteuern werden gegen eine entsprechende Gebühr von den Einwohnergemeinden eingezogen. Als öffentlich-rechtliche Körperschaft haben die Landeskirchen das Recht, von ihren Mitgliedern Kirchensteuern einzufordern; im Aargau haben nur die natürlichen Personen Kirchensteuern zu bezahlen, nicht aber die juristischen Personen.

Der grösste Teil der aus der Kirchensteuer eingenommen Gelder (1998 rund 79'000'000 Franken im ganzen Kanton) wird für kirchliche und soziale Aufgaben in den betreffenden Kirchgemeinden verwendet (64'400'000 Franken), wie Werner Huber, Präsident des Kirchenrates, erläuterte. Ein kleiner Teil geht für regionale und kantonale Seelsorgeaufgaben an die Landeskirche (11'900'000 Franken), ein weiterer kleiner Betrag wird an das Bistum Basel (625'000 Franken) und an die Kirche Schweiz (495'000 Franken) für diözesane und schweizerische Aufgaben weitergeleitet. Nach "Rom" geht kein einziger Steuerfranken, wie betont wurde, sondern nur ein jährliches Kirchenopfer, das jeweils speziell als "Papstopfer" angekündigt wird. Wie das Geld in den Kirchgemeinden eingesetzt wird, zeigte Joseph Meier, Rechnungsexperte der Landeskirche und Treuhänder mit Verwaltungsaufträgen mehrerer Kirchgemeinden, am Beispiel der Kirchgemeinde Baden auf. Über die Verwendung des Geldes in den Kirchgemeinden entscheiden auf Antrag der Kirchenpflege jeweils die Kirchgemeindemitglieder an den Kirchgemeindeversammlungen. Dort wird die Höhe der Kirchensteuer und das Budget mit den einzelnen Kostengruppen diskutiert, anschliessend wird darüber abgestimmt. Die römmisch-katholische Kirche im Aargau, so haben die Kirchenvertreter vor den Medien zusammenfassend festgestellt, kann eine gesunde Finanzlage aufweisen und braucht wegen Kirchenaustritten zur Zeit auch keine massiven Einbrüche zu befürchten. (08.07.99/mb)

 
Fragen der Gegenwart aus katholischer Sicht
Wer sich für kirchliche, theologische, religiöse Probleme und Entwicklungen der Gegenwart und der Vergangenheit interessiert, findet reichlich Orientierungshilfen in der Aargauischen Kantonsbibliothek in Aarau. Die Spezialabteilung "Catholica" führt wichtige Bücher aus dem Bereich der katholischen Theologie und der katholischen Kirche. Die auf katholische Werke spezialisierte Abteilung, finanziert von der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Aargau, wird vom katholischen Theologen Werner Baier, Aarau, betreut. Alle paar Jahre erscheint ein Katalog, der die neuen Anschaffungen thematisch auflistet. Der eben erschienene dreizehnte Katalog enthält die Anschaffung von 1996 bis 1998. Die Bücher können bei der Kantonsbibliothek in Aarau (elektronischer Katalog mit Suchfunktionen) gemäss Benützungsordnung bezogen werden. Hauptamtlich Angestellte der römisch-katholischen Kirche sowie Katechetinnen und Katecheten können aller Werke kostenlos ausleihen. Für die Katechese verfügt die Katechetische Arbeits- und Medienstelle an der Hohlgasse in Aarau zudem über eine auf den Religionsunterricht ausgerichtete eigene Fachbibliothek. Bezug des Kataloges "Catholica-Bibliothek": Sekretariat der röm.-kath. Landeskirche, Postfach, 5001 Aarau, Telefon 062/822 16 22, eMail landeskirche@ag.kath.ch. (06.07.99/mb)

 
Ausgezeichnete Freiwillige
In Aarau haben die Verantwortlichen der Diakoniekampagne am 26. Juni vier Freiwilligen-Gruppen ausgezeichnet: den "offenen Mittagstisch" in Aarau, "BipPepina" in Aarau, den "Behindertentreff" in Kirchberg bei Aarau und den "Ökumenischen Besuchsdienst" ebenfalls in Kirchberg. Die Freiwilligen in diesen Gruppen, vorwiegend Frauen, haben das, was mit dem Wort "Diakonie" gemeint ist, vorbildhaft in die Tat umgesetzt. Der "Mittagstisch" bietet jeden Freitag im Pfarrhaus Aarau ein günstiges Mittagessen an und fördert so Begnungen zwischen ganz verschiedenen Menschen. "BipPepina" hilft mit einem "Mutmacher-Programm" jungen Frauen, eine Lehrstelle oder eine Arbeitsstelle zu finden. Der "Behindertentreff" pflegt den Kontakt zwischen Behinderten und Nichtbehinderten und organisiert dazu verschiedene Anlässe und Begegnungen. Der "Ökumenische Besuchsdienst" besucht Menschen jeden Alters, die Kontakt wünschen oder sich einsam fühlen. Die vier Gruppen wurden im Rahmen der gegenwärtig laufenden Diakoniekampagne der Aargauer Landeskirchen mit einem grossen, farbigen Blumenstrauss ausgezeichnet. In einer "Laudatio" betonte Judith Jean-Richard, Stadträtin in Aarau, wie unverzichtbar auch für die politische Gemeinde die Arbeit der Freiwilligen sei - aber nicht, um Geld zu sparen, das sei der falsche Weg, sondern wegen des überzeugenden Engagements und der persönlichen Betroffenheit der Freiwilligen. Weitere Freiwilligen-Gruppen sollen zu einem späteren Zeitpunkt ausgezeichnet werden.

Die Diakoniekampagne der Aargauer Kirchen hat ein zweifaches Anliegen: Sie möchte einerseits die Menschen auffordern, Augen und Ohren offen zu halten für die Not der Mitmenschen nebenan; andrerseits soll an konkreten Beispielen gezeigt werden, was unter dem Wort "Diakonie" zu verstehen ist. Mit grossen Plakaten an rund 300 öffentlichen Plätzen und vor rund 100 Kirchen und Kirchgemeindehäusern wurde im ersten Teil der Kampagne im Frühling dieses Jahres erstmals auf die Anliegen aufmerksam gemacht. (26.06.99/mb)
 

Auch das ist Ökumene
Die Katholikinnen und Katholiken der Kirchgemeinden Baldingen, Wislikofen und Zurzach können ab sofort den reformierten Kirchenboten zu einem stark reduzierten Spezialpreis von 10 Franken abonnieren. Der Kirchenbote informiert analag dem Pfarrblatt über das Leben in den entsprechenden reformierten Kirchgemeinden. Gleichzeitig können die Reformierten der gleichen Kirchgemeinden ihrerseits das katholische Pfarrblatt zum Spezialpreis von 10 Franken abonnieren. Das Angebot wurde unter den Kirchgemeinden abgesprochen. Dahinter steht das Anliegen, dass sich katholische Gemeindemitglieder regelmässig darüber informieren können, was in der reformierten Gemeinde diskutiert und gelebt wird. (11.06.99/mb)

 
Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 26. Mai 1999
An der ordentlichen Frühjahrssitzung der Synode der Römisch-Katholischen Landeskirche vom 26. Mai 1999 in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  1. 1. Validierung der Gesamterneuerungswahlen aller Synode-Mitglieder für die Amtsperiode 1999-2002.
  2. Wahlen von Präsidium und Vizepräsidium der Synode sowie von vier Stimmenzählenden für die Amtsdauer von zwei Jahren (1999 und 2000):
    Präsident der Synode: Jakob Bernet, Pfarrer, Oberlunkhofen. Vizepräsident der Synode: Leo Keller, Konstrukteur, Endingen. Stimmenzählende: Rita Bürgi-Oechslin, Hausfrau/Katechetin, Frick; Christoph Notter, dipl. Bauführer, Merenschwand; Martha Schmitter-Kofmehl, Hausfrau/Katechetin, Strengelbach; Johanna Senn-Lang, Hausfrau/Katechetin, Mägenwil.

  3. Wahlen für die Amtsdauer von vier Jahren (1999-2002)
    a) Mitglieder des Kirchenrates: Heinz Altorfer, lic.phil., Lenzburg; Martha Brun, Gemeindeleiterin, Kleindöttingen; Flory Dubler-Mattmann, Hausfrau, Kallern; Franz Eberle, Dr.oec., Betriebswirtschafter, Zurzach; Annemarie Frey-Fürst, Hausfrau, Wettingen; Josef Grüter, Pfarrer, Baden; Werner Huber, Oberrichter i.R., Wohlen; Christoph Küng, Katechet, Wittnau; Daniel Kyburz, Gemeindeleiter, Strengelbach.
    b) Präsident des Kirchenrates: Werner Huber, Oberrichter i.R., Wohlen.
    c) Geschäftsprüfungskommission: Jules Bucher, dipl. Schreinermeister, Bremgarten; Beda Denkinger, Architekt HTL, Gansingen; Gabriela Härdi, Treuhänderin, Niederlenz; Vreni Huber-Furrer, Pfarreisekretärin, Reinach; Röbi Hug, Kaufmann, Villmergen; Erich Schaffner, Buchhalter, Niederrohrdorf; Urs Voser, Psychiatriekrankenpfleger, Killwangen.
    d) Präsident der Geschäftsprüfungskommission: Beda Denkinger, Architekt HTL, Gansingen.
    e) Rekurskommission. Mitglieder: Roland Brogli, lic.iur., Stadtschreiber, Zeiningen; Rosa Fischer-Stöckli, Erwachsenenbildnerin, Turgi; Bruno Kraushaar, Gemeindeschreiber, Nussbaumen; Regina Küng, lic.iur., Fürsprecherin/Notarin, Wettingen; Martin Süess, lic.iur, Chef Rechtsdienst Gemeindeabt., Gränichen. Ersatzmitglieder: Bruno Burkhard, Gemeindeschreiber, Waltenschwil; Roland Hengartner, lic.iur., Chef Straf- und Massnahmenvollzug, Küttigen.
    f) Präsidium der Rekurskommission: Roland Brogli, lic.iur., Stadtschreiber, Zeiningen.
    g) Wahl der beiden Diözesanabgeordneten: Werner Huber, Oberrichter i.R., Wohlen; Peter Wertli, Regierungsrat, Villmergen.

  4. Der Jahresbericht 1998 des Kirchenrates wurde genehmigt.

  5. Die Verwaltungsrechnung 1998 (Zentralkassenbeitrag und Ausländerseelsorge) inklusive der Fondsrechnungen wurde genehmigt.

  6. Für die Sanierung der Fassade und den Ausbau des Dachgeschosses mit zwei Wohnungen der Liegenschaft Laurenzenvorstadt 71, Aarau, wurde ein Baukredit von Fr. 565'000.-- bewilligt (Stand Baukostenindex vom 1. April 1999). - Der Kirchenrat wurde ermächtigt, zur Finanzierung der Baukosten der "Rückstellung Bauvorhaben" und der "Rückstellung ausserordentlicher Liegenschaftsunterhalt" je Fr. 100'000.-- zu entnehmen und so weit nötig auch Darlehen aufzunehmen.

  7. Die Abrechnung über den Projektierungskredit von Fr. 175'888.10 für das Jugendgruppen-Haus Aarburg wurde genehmigt. Der Restsaldo von Fr. 39'175.90 wurde dem Konto "Rückstellungen Bauvorhaben" gutgeschrieben.

Gemäss Art. 39 und Art. 41 des Organisationsstatuts vom 7. November 1984 können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen. Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 24. Juni 1999. Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-Katholischen Landeskirche, Sekretariat, Feerstrasse 8/Postfach, 5001 Aarau, zu richten.
 

Jugendliche meist nur bei Problemen ein Thema
In den Pfarreien sind Jugendliche zwar ein Dauerthema, meist jedoch nur dann, wenn sich Probleme ergeben. Das bestätigte eine Umfrage der Jugendarbeitsstelle des Dekanates Zurzach, die in den Kirchgemeinden des Dekanates gemacht wurde. Erwartet wird vom Jugendarbeiter und Jugendseelsorger, dass er menschliche, fachliche, aber auch spirituelle Fähigkeiten besitzt, flexibel ist und immer ein offenes Ohr für die Jugendlichen hat. Die Ergebnisse der Umfrage wurden an der ausserordentlichen Generalversammlung der Jugendarbeitsstelle vom 11. Mai vorgestellt. Diskutiert wurde an der Versammlung, ob die Jugendarbeitsstelle des Dekanates Zurzach weitergeführt oder aufgelöst werden soll. Ausgelöst hat die Diskussion der Austritt von zwei Kirchgemeinden aus der Trägerschaft, zudem waren einige Kirchgemeinden unzufrieden mit dem aktuellen Betrieb. Verlangt wurden im Blick auf die Zukunft Visionen und ein klares Konzept. Um definitiv über die Weiterführung der Stelle entscheiden zu können, wurde beantragt, auf die nächste GV hin ein neues Konzept mit einem reduzierten Stellenpensum von 60 Prozent zu erstellen. (08.06.99/jz/mb)


"Pfingsten 99" wirft noch keine grossen Wellen
Der Aufruf der Initiativgruppe "Pfingsten 99", mit einer Agape-Feier am diesjährigen Pfingstfest ein Zeichen des Aufbruchs in den Pfarreien zu setzen, hat im Aargau noch keine grossen Wellen geworfen. Einzig in den beiden Dekanaten Baden und Zurzach wurde die Idee der frühchristlichen Feier in einer Reihe von Pfarreien aufgenommen, so in Baldingen, Ehrendingen, Kaiserstuhl, Kirchdorf, Kleindöttingen, Lengnau, Nussbaumen, Untersiggenthal, Wislikofen und Würenlos. Im Pfarreienverband Zurzach-Studenland hat das Seelsorgeteam zudem zu einem Forumsgespräch zum Thema eingeladen. In den Pfarreien der anderen Regionen des Aargaus wurden die gewohnten Pfingstgottesdienste gefeiert, "Pfingsten 99" war nur ausnahmsweise ein Thema.

Die Idee zu "Pfingsten 99" entstand bei Seelsorgerinnen und Seelsorgern im Raum Baden und Zurzach. Dahinter steht das Anliegen, das Problem des Priestermangels von einer anderen Seite her anzugehen. Mit der "Agape-Feier" soll nämlich eine frühchristliche Feier wieder aufgenommen werden, die nicht von einem Priester geleitet werden muss. Die Feier, in der Gottesdienst und gemeinsames Essen miteinander verbunden sind, soll zudem die Gemeinschaftserfahrung der Pfarrei neu fördern. Verschiedene Pfarreien im Aargau kennen mit der "Teilete" bereits ähnliche Formen. (24.05.99/mb)

 
Die Aargauer Kirchen in den elektronischen Medien
Bei einem nicht öffentlichen Hearing, veranstaltet von der ökumenischen Radiokommission der drei Aargauer Landeskirchen, wurden Medienschaffende im Aargau sowie Vertreterinnen und Vertreter der Aargauer Kirchen aufgefordert, die zukünftige Zusammenarbeit anzugehen. Im Gespräch wurden Themenkreise wie die Präsenz der Kirchen in den Aargauer elektronischen Medien, die bisherige Zusammenarbeit, Visionen für die Zukunft oder kommende Veränderungen in der Medienlandschaft angesprochen.

Peter Moor, Redaktionsleiter DRS Regionaljournal Aargau/Solothurn, Erich Wiederkehr, Chefredaktor Tele M1, Jürgen Sahli, Chefredaktor Radio Argovia, Michael Berger, Geschäftsführer Kanal K, und Ernst Koch, Beauftragter Informatik und neue Medien im Bundeshaus, zeigten mit ihrer Anwesenheit, dem kritischen Diskutieren, auch am klaren Festhalten ihrer Sendeaufträge und Arbeitsphilosophien, dass ihnen die Zusammenarbeit mit den Kirchen zwar wichtig ist, das Wie, Wann oder Worüber aber in ihren eigenen Entscheidungsbereich fällt. Wie den anderen Anbietern wollen sie auch den Kirchen keinen Sonderstatus in der Beanspruchung von Sendeplätzen gewähren. Wichtig für die Radio- und Fernsehschaffenden ist und bleibt, dass die Kirchen innert kürzester Zeit kompetente Informations- oder Gesprächspartner zur Verfügung stellen können. Dass in publikumswirksamen Beiträgen nicht vordergründig die Kirche als Institution dargestellt werden kann, sondern Geschichten von Menschen aus dieser Kirche die Themen näher bringen müssen. Bei der technischen Entwicklung im Medienbereich wurde eine weitere Vernetzung zwischen Radio, Fernsehen und Internet skizziert, was nicht zuletzt stetes Weiterbilden und Aktualisieren von Wissen von allen Beteiligten verlangt. Die Voten aus diesem Hearing fliessen nun in die Arbeit einer Konzeptgruppe ein, welche Ideen entwickeln soll, zur Neuausrichtung der seit neun Jahren tätigen Arbeitsstelle Radio (OiL) der Aargauer Kirchen. (08.05.99/cf)

 
Das Jugendgruppenhaus mit Pfiff!
Eröffnung in Aarburg: Freitag, 28. Mai, Apéro und Einweihung. Samstag, 29. Mai: ab 14 Uhr "Tag der offenen Tür", freie Besichtigung; 18 Uhr Gottesdienst mit der Pfarrei; 20 Uhr Openair-Konzert, Verpflegungsmöglichkeiten in Jugendszenen-Beizlis. Sonntag, 30. Mai: 11 Uhr Matinée mit Accobella, freie Besichtigung des Hauses. Das Haus liegt an einer günstigen Verkehrslage, bietet Platz bis zu 60 Personen und ist speziell auf die Bedürfnisse der Jugendarbeit und der Verbände ausgerichtet. Informationsprospekt und Reservationen: Jugendgruppenhaus Aarburg, Bahnhofstrasse 53, 4663 Aarburg, Telefon 062/791 14 67, eMail villajugend@gmx.net

 
Kampagne für mehr Menschlichkeit
Mit grossformatigen bunten Plakaten unter dem Motto "Freude machen – Freude haben" ermuntern die drei Aargauer Landeskirchen zur Zeit die Bevölkerung zu einem hilfsbereiten, mitmenschlichem Verhalten. Die Plakataktion ist ein Teil der Öffentlichkeitskampagne "Diakonie". Der Schritt ins neue Jahrtausend könne mit Hoffnung und Zuversicht geschehen, meinen die Kirchen zur Aktion, wenn Menschen bereit seien, sich füreinander einzusetzen. Die Hilfe für Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet im Kosovo sei ein aktuelles Beispiel dafür. An einer kantonalen und vier regionalen Veranstaltungen werden im Laufe der nächsten Monate Menschen und Gruppen vorgestellt, die sich im Kanton Aargau freiwillig und ehrenamtlich für benachteiligte Mitmenschen eingesetzt haben. Das können spontane, einmalige oder auch regelmässige Aktionen von organisierten Gruppen sein. Entsprechende Aktionen können schriftlich dem Sekretariat der Diakoniekampagne (Diakoniekampagne, Postfach, 5001 Aarau) oder über Internet http://www.diakonie.ch/ mitgeteilt werden. (14.04.99/ria/mb)

 
Diskussion um das Firmalter
Die Pfarreiversammlung in Kaisten hat sich mit der Firmung auseinandergesetzt. Zur Zeit werden im Dekanat Fricktal verschiedene Varianten diskutiert. Entscheidungen über das Firmalter wurden bisher noch nicht getroffen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Firmung ab etwa 17 Jahren angestrebt wird und dass die Jugendlichen ausserschulisch darauf vorbereitet werden. In Pfarreien anderer Dekanate wie etwa Baden oder Rothrist wurde das Firmalter bereits heraufgesetzt auf die Oberstufe der Schulzeit oder auf 17 Jahre. Die Firmung in diesem Alter ermöglicht, dass sich die Jugendlichen selber dafür entscheiden müssen und dass sie in einer schwierigen Suchphase ihres Lebens begleitet werden. (11.04.99/mb)

 
Agape-Feier am Hohen Donnerstag
Die Pfarrei Kaisten hat den Gottesdienst vom Hohen Donnerstag mit einer Agape-Feier in der Form einer "Teilete" verbunden. Die Gottesdienstbesucher haben Brot und Wein oder Traubensaft mitgebracht. Die Gaben wurden im Gottesdienst gesegnet und anschliessend bei einem gemeinsamen Mahl miteinander geteilt. Die Feier soll an das Abendmahl Jesu und an das jüdische Paschamahl erinnern. In der Pfarrei Spreitenbach hat das Agape-Mahl am Hohen Donnerstag bereits Tradition. Die Gottesdienst-Teilnehmer bringen Brot, Käse oder Obst für die Teilete nach dem Gottesdienst mit. - Unabhängig von den Feiern in diesen zwei Pfarreien möchte die Gruppe "Pfingsten 99" die frühchristlichen Agape-Feiern neu beleben. Durch neue Gottesdienstformen soll die Frage des Priestermangels und des Gemeindelebens von einer anderen Seite her angegangen werden. Die Initiativgruppe besteht vorwiegend aus Gemeindeleiterinnen und Gemeindeleitern aus dem Aargau. (02.04.99mb)

 
Gruppe "Pfingsten 99" beim Bischof
In Solothurn haben sich Vertreter der Initiativgruppe "Pfingsten 99" zu einem Gespräch mit Bischof Kurt Koch und Pastoralamtsleiter Hans-Rudolf Häusermann getroffen. Die Gruppe, Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem Aargau, will an Pfingsten 99 die altchristliche Agape-Feier wieder einführen und damit verschiedenen Fragen rund um den Priestermangel von einer anderen Seite her angehen. Die Agape-Feier ist eine religiöse Feier, die Gottesdienst und gemeinsames Mahl miteinander verbindet. Bischof Koch forderte beim Treffen, dass Eucharistiefeier und Agape-Feier klar auseinanderzuhalten seien. Die Initiativgruppe ihrerseits machte deutlich, dass sie nicht auf Konfrontation gehe und die angesprochenen Unterschiede auch nicht verwischen wolle. Zur Klärung weiterer offener Fragen ist ein zweites Gespräch vorgesehen. (11.03.99/ki/mb)

 
Initiative zu einem kirchlichen Aufbruch an Pfingsten 99
An Pfingsten, am 23. Mai 1999, soll ein Schritt zu einem erneuten Aufbruch in der Kirche gemacht werden. Mit der Einführung einer "Agape-Feier", die im frühen Christentum üblich war, soll im Bistum Basel die Frage der Sonntagsgottesdienste ohne Priester und die Frage der Gemeindeleitung anders gelöst werden. Die Initiative dazu kommt aus dem Aargau, wo die Gruppe "Pfingsten 99" aus einem Fortbildungskurs der Dekanate Zurzach und Baden entstand. Die Agape war im Frühchristentum das gemeinsame abendliche Mahl der Gläubigen unter dem Vorsitz des Bischofs oder seines Stellvertreters, das als Ausdruck der Bruderliebe von wohlhabenden Gemeindemitgliedern veranstaltet wurde. Die Initiative knüpft an der Mahltradition Jesu an und versteht das gemeinsame Essen und Trinken in dieser Art als ein Stück Liturgie, als religiöse Handlung. Die Agape-Feier soll gleichzeitig auch das Gemeindeleben verlebendigen. Der Bischof des Bistums Basel, Kurt Koch, wurde von der Gruppe "Pfingsten 99" über die Initiative informiert, er hat jedoch noch nicht Stellung dazu genommen. Weitere Informationen über das Anliegen der Gruppe sind auf der Website http://www.pfingsten99.ch/ zu finden, wo auch die entsprechende "Werkmappe Agape-Feiern" bestellt werden kann. (27.02.99/ki/mb)

 
Ein Aargauer wird Domdekan
Bischof Kurt Koch hat Dr. Peter Schmid, Domherr des Kantons Aargau in Solothurn, zum neuen Domdekan ernannt. Schmid folgt in dieser Funktion Weihbischof Joseph Candolfi, der auf Ende 1998 als Domdekan zurückgetreten ist. Das Domkapitel in Solothurn besteht aus 18 Priestern des Bistums Basel. Es ist ein Beratungsorgan des Bischofs und hat zudem das Recht, den Bischof zu wählen. Der Domdekan ist Stellvertreter des Dompropstes (Leiter des Domkapitels) und insbesondere verantwortlich für die Gestaltung und Feier der Liturgie des Domkapitels in der Kathedrale.

Peter Schmid, 1954 geboren, aufgewachsen in Aarau, wurde 1980 zum Priester geweiht. Nach dem Doktorat in Theologie war er 1987 bis 1992 Pfarrer in Suhr AG. Anschliessend studierte er Kirchenrecht in München und wurde 1996 zum Offizial (Leiter der bischöflichen Gerichtsbehörde) der Diözese Basel ernannt. Seit 1996 ist er residierender (in Solothurn wohnhafter) Domherr des Standes Aargau. (12.02.99/oe/mb)

 
Expertenkommission Fastenopfer
Werner Huber, Präsident des Kirchenrates der römisch-katholische Landeskirche des Kantons Aargau, übernimmt neu das Präsidium der Expertenkommission Fastenopfer/Römisch-katholische Zentralkonferenz RKZ. Die RKZ ist die Vertretung sämtlicher Kantonalkirchen in der Schweiz. Sie trägt gemeinsam mit dem Fastenopfer verschiedene Projekte und Aufgaben der Kirche Schweiz. (11.02.99/pb)

 
Bildungszentrum Wislikofen gut belegt
Das Bildungszentrum der Aargauer Landeskirche, die Propstei Wislikofen, war auch im Jahre 1998 sehr gut belegt. Es wurden 8'646 Übernachtungen gebucht, was einer Zunahme von rund 2,5 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der letzten Jahre entspricht. Die gute Auslastung des Hauses ist auf das breite Angebot an kirchlichen Weiterbildungsmöglichkeiten zurückzuführen, aber auch auf viele Gastgruppen etwa aus der Wirtschaft und dem Sozialbereich, die den Ort für ihre Ausbildungstätigkeit sehr schätzen. (11.02.99/pb)


Gedankenaustausch zum Thema "Schwangerschaftsabbruch"
An einer Tagung am 22. Januar in der Propstei Wislikofen haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Landeskirche, der Dekanate und der kirchlichen Fachstellen mit dem Schutz des ungeborenen Lebens und dem Schwangerschaftsabbruch auseinandergesetzt. Kurze Referate zeigten die Probleme aus verschiedenen Perspektiven auf. So skizzierte etwa der Luzerner Moraltheologe Professor Hans Halter die Frage aus theologisch-ethischer Sicht oder die Luzerner Rechtsanwältin Dr. Heidi Pfister-Ineichen aus juristischer Sicht. Da die Beurteilung insbesondere der strafrechtlichen Lösung des Schwangerschaftsabbruches schwierig ist und in kirchlichen Kreisen unterschiedliche Haltungen vertreten werden, hat die Aargauer Landeskirche Vertreterinnen und Vertreter wichtiger kantonaler kirchlicher Gremien zu einem fundierten Gedankenaustausch eingeladen. (25.01.99/mb)

 
Diakonie – ein Schritt ins nächste Jahrtausend
Der Jahrtausendwechsel soll nicht von Ängsten und Endzeitgedanken geprägt sein, sondern von Hoffnung und Zuversicht für alle Menschen. Die Aargauer Landeskirchen machen deshalb das Jahr 1999 zum "Jahr der Diakonie". An einer Medienkonferenz am 20. Januar in Birr haben die Kirchen dazu eine öffentliche Kampagne lanciert. Die Kampagne steht unter dem Motto "Diakonie ist ein Schritt ins nächste Jahrtausend" und dauert bis zum November 1999. Mit "Diakonie" bezeichnen die Kirchen ihre Sozialarbeit, die von der Bibel her ein wichtiger Teil im Leben der Christen und der Kirchen sein muss. Begleitet wird die Aktion durch Plakate, Zeitungsinserate und ein Aktionsprospekt. In den Medien sollen interessante Projekte aus den Pfarreien und Gemeinden vorgestellt werden. Mit der Aktion wollen die Kirchen eine breite Bevölkerung an den Einsatz für den Nächsten, für benachteiligte Menschen erinnern und zu einem offenen solidarischen und mitmenschlichem Verhalten ermuntern, damit alle ein erfülltes Leben haben. Die Aktion wird getragen von der christkatholischen, der evangelisch-reformierten und der römisch-katholischen Kirche im Aargau. Eine eigens dazu eingerichtete Internetseite bietet unter der Adresse http://www.diakonie.ch/ Informationen und Anregungen zum Thema. (20.01.99/mb)

 
Christliche Kirchen mit neuem Präsidenten
Die Vertreter der Kirchen und Freikirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Aargau (ACKA) haben in Aarau den reformierten Pfarrer Willi Fuchs, Veltheim, zum Präsidenten für die Jahre 1999 und 2000 gewählt. In den letzten zwei Jahren hatte Pfarrer Peter von Känel, Rupperswil, von der Evangelisch-methodistischen Kirche den Vorsitz.

Die ACKA wurde 1985 gegründet mit dem Ziel, die Kontakte zwischen den Kirchen und Freikirchen im Kanton Aargau zu stärken und auszubauen und zu Fragen und Aufgaben des öffentlichen Lebens gemeinsame Stellungnahmen zu erarbeiten. Seit 1987 führt die ACKA jedes Jahr einen Informationstag durch, der thematisch einer der Mitgliedskirchen gewidmet ist und dem gegenseitigen Kennenlernen dient. Alle zwei Jahre findet zudem ein gemeinsamer Gottesdienst am Gründungsort der ACKA, in der katholischen Kirche in Wildegg, statt. Der nächste Gottesdienst der Aargauer Kirchen findet am Sonntag, 24. Januar 1999, um 17 Uhr wie üblich in Wildegg statt. Der ACKA gehören an die Anglikanische Kirche, die Baptistengemeinde, die Christkatholische Kirche, die Evangelisch-lutherische Kirche, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelisch-reformierte Kirche, die Heilsarmee, die Römisch-katholische Kirche und die Syrisch-orthodoxe Kirche; die Siebenten-Tags-Adventisten sind als Beobachter vertreten. (12.01.99/prm/mb)

 

 

 

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