Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau
Feerstrasse 8, 5001 Aarau
Telefon 062 832 42 73, Fax 062 822 11 61
landeskirche@kathaargau.ch, www.kathaargau.ch



StartseiteAktuell > News

Archiv 2005

"Die Welt ist ein Garten" – Bettagsfeier in der Propstei Wislikofen
Vor 25 Jahren wurde die "Würde der Kreatur" in der Verfassung des Kantons Aargau festgeschrieben. Der Begriff bezieht sich auf alles Lebendige, die Pflanzen, die Tiere, die Menschen und deren Lebensräume. Die Ökumenische Kommission Bewahrung der Schöpfung der drei Landeskirchen hat zu diesem Jubiläumsjahr verschiedene Aktivitäten gestaltet.
Am kommenden Bettag wird die Projektreihe mit einem abwechslungsreichen Nachmittag rund um das Thema Würde der Kreatur abgeschlossen.
 
Die Welt ist ein Garten
Wir leben in einer gestalteten Welt. Der Garten ist der Ort, wo der Mensch sich zurückzieht, sich erholt, sich erfreut und seiner Würde Raum gibt. Der Garten ist auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Programm:

  • Benutzen Sie die Gelegenheit, mit einer Bettagswanderung zur Propstei Wislikofen zu gelangen oder treffen Sie frühzeitig ein, um die Umgebung des schönen Ortes individuell zu erkunden.
  • 15.15 Uhr: Im Freien der Propstei Wislikofen sind verschiedene Orte vorgesehen, an denen wir spirituelle Impulse gestalten wie im Kräutergarten, am Gartenteich und auf der Wiese.
  • 16.00 Uhr: Bettagsgottesdienst, von den Impulsorten begeben wir uns gemeinsam zum Gottesdienst mit Impulsgedanken zur Würde der Natur, des Tieres und des Menschen.
    Verlesung des Bettagsmandats unter Mitwirkung von Regierungsrat Roland Brogli.
  • 17.00 Uhr: Apéro in der Propstei

Auskünfte erteilt das Projektsekretariat, Tel. 062 775 06 43. (12.09.05/cb)


25 Jahre Würde der Kreatur im Aargau - Einladung zur Tagung „Die Herausforderung bleibt: Würde der Kreatur“
Der Paragraph 14e der Aargauischen Kantonsverfassung zur Beachtung der Würde der Kreatur war bei seiner Annahme vor 25 Jahren einzigartig. Im Abschnitt Grundrechte steht unter Wissenschafts- und Kunstfreiheit: "Die wissenschaftliche Lehre und Forschung sowie die künstlerische Betätigung sind frei. Lehre und Forschung haben die Würde der Kreatur zu achten."
Welche Auswirkungen aber hat der Paragraph heute? Was bedeutet die "Beachtung der Würde der Kreatur" für die Politik, die Kunst und Theologie, für Forschung und das soziale Umfeld? Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums veranstaltet die Ökumenische Kommission Bewahrung der Schöpfung der drei Aargauer Landeskirchen am Freitag, 9. September 2005 eine Tagung, um Antworten auf diese Fragen zu erhalten.

In der Bärenmatte (Ortsbürgersaal) in Suhr diskutieren von 13.30 bis 18.00 Uhr
  • Nationalrat Ulrich Siegrist, Politker, Jurist, Ethiker
  • Prof. Christoph Stückelberger, Theologe, Ethiker
  • Prof. ETH Ingo Potrykus, Biologe, Forscher
  • Schwester Ingrid Grave, Ordensfrau
  • Christian Haller, Schriftsteller
über die Bedeutung und die Tragweite dieses Paragraphen für ihre Arbeitswelt und ihr Alltagsleben. Gibt es einen gangbaren Weg in unserer rational-wirtschaftlich geprägten Zeit die Würde der Kreatur zu achten?

Die Tagung wird geleitet von Gerhard Ruff, Studienleiter der Propstei Wislikofen und durch das anschliessende Podiumsgespräch führt Hans Fahrländer, Mitglied der Redaktionsleitung der Aargauer Zeitung. Die Tagungskosten betragen 60 Fr. und Anmeldungen nimmt per Mail sonja.widmer@yetnet.ch oder per Post Sonja Widmer, Webereistrasse 44, 5703 Seon gerne entgegen. (05.09.05/cb)


Als Zeichen der Anteilnahme für die Opfer der Flutkatastrophe
Die Aargauer Landeskirchen teilen die tiefe Betroffenheit über das grosse Leid, das durch Flutkatastrophe im Indischen Ozean ausgelöst wurde. Sie bitten ihre Kirchgemeinden, als Zeichen der Trauer und der Anteilnahme am Mittwoch, 5. Januar, von 12.00 bis 12.15 Uhr die Glocken läuten zu lassen. Sie bitten die Kirchgemeinden zudem, für alle, die Trost suchen oder sich zum Gebet einfinden möchten, "die Kirchentore weit zu öffnen", wie sie in einer Medienmitteilung schreiben. Mit diesem Aufruf an die Kirchgemeinden unterstützen die Aargauer Kirchen den gleich lautenden Aufruf der Schweizerischen Bischofskonferenz, des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes und der Christkatholischen Kirche an alle Kirchgemeinden in der Schweiz. In Bern findet zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe am 5. Januar um 16.30 Uhr eine nationale Trauerfeier statt. Die Aargauer Kirchgemeinden sind aufgefordert, wie es in der Medienmitteilung weiter heisst, ihre Spenden direkt an die Hilfswerke Heks und Caritas, die Partnerinnen der Glückskette sind, weiterzuleiten, um Nothilfe-Aktionen schnell und wirksam durchführen zu können. (03.01.2005/cb/mb)


Ausschreibung - Sozialpreis 2006 der Aargauer Landeskirchen zum Thema „Mensch und Arbeit“
Gesucht sind sozial engagierte Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen
Die Aargauer Landeskirchen verleihen alle zwei Jahre den Sozialpreis zum Thema „Mensch und Arbeit“. Für den Sozialpreis 2006 stehen 25'000 Franken zur Verfügung. Anwärter für den Preis sind Unternehmen, Institutionen, Teams oder Einzelpersonen, die im Kanton Aargau oder in einem prägnanten Bezug zum Aargau Pionierhaftes leisten, um den Gedanken von Gerechtigkeit und Solidarität in der Arbeitswelt Ausdruck zu verleihen.
Gesucht sind innovative Ideen, auch ‚kleinere’ Projekte sind preiswürdig. Dabei sind der mitmenschlichen Fantasie keine Grenzen gesetzt: 
  • Wer lässt sich etwas einfallen, um schulisch schwächeren Jugendlichen Chancen für eine Lehrstelle zu bieten?
  • Welches Unternehmen engagiert sich dafür, dass Mitarbeitende mit beschränkter Leistungsfähigkeit oder Behinderungen weiterhin beschäftigt werden können?
  • Welche Firma unterstützt die berufliche Weiterentwicklung von Mitarbeitenden mit unterschied¬lichen Sprachen und Kulturen?
  • Wer sorgt dafür, dass ältere Menschen nicht unter die Räder rasanter technologischer Neuentwicklungen geraten?
  • Wer trägt dazu bei, dass Erwerbs- und Familienarbeit sich besser miteinander vereinbaren lassen?

Ist Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation in diesen (oder ähnlichen Bereichen) sozial engagiert? Haben Sie eine Projektidee zum Thema „Mensch und Arbeit“, die Sie realisieren möchten?
Dann gehören Sie zu den Anwärtern auf den Sozialpreis 2006!

Interessiert? Weitere Informationen und Prospekte mit den Teilnahmebedingungen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Sozialrates.
Eingabeschluss: 15. Juni 2006. Die Preisverleihung findet am 26. Oktober 2006 statt. (22.11.2005/al/cb)

Geschäftsstelle des Sozialrates der Aargauer Landeskirchen
Annette Lüthy-Altherr, 5417 Untersiggenthal
Tel. 056 288 06 52, annette.luethy@bluewin.ch


Römisch-Katholische Kirche Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 18. Mai 2005 in Aarau
An der ordentlichen Frühjahrssitzung der Synode der Römisch-Katholischen Landeskirche in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  1. Validierung von vier Ersatzwahlen in die Synode für den Rest der Amtsperiode 2003-2006/7.
     
  2. Wahl von Präsidium und Vizepräsidium der Synode, sowie von vier Stimmenzählenden für eine zweijährige Amtsdauer (2005-2006).

    Präsident der Synode
    • Ueli Meyer, Schafisheim

    Vizepräsident der Synode
    • Pfarrer Walter Schärli, Laufenburg

    Stimmenzählende
    • Rita Bürgi, Frick
    • Martha Niederberger, Aarau
    • Matthias Schüepp, Zufikon
    • Johanna Senn, Mägenwil< /div>
     
  3. Ersatzwahlen in den Kirchenrat von zwei Mitglieder
    • Georg Umbricht, Oberlunkhofen
    • Maria-Pia Scholl-Franchini, Möhlin< /div>
     
  4. Der Jahresbericht 2004 des Kirchenrats wurde genehmigt.

  5. Die Verwaltungsrechnung 2004 inkl. der Fondsrechnungen wurde genehmigt.

  6. Die Verordnung über Zusammenarbeit und Zweckverbände von Kirchgemeinden wurde genehmigt.

  7. Der Ergänzung der Verordnung der Synode vom 2. Juni 2004 über den Finanzausgleich der Kirchgemeinden wurde zugestimmt.

Gemäss Art. 39 und 41 des Organisationsstatutes vom 15. Juni 1977, teilrevidiert am 7. November 1984 können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden.
Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen.
Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 15. Juni 2005. Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-Katholischen Landeskirche, Sekretariat, Feerstrasse 8 / Postfach, 5001 Aarau, zu richten. (18.05.2005/cb)


Römisch-Katholische Kirche Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 2. November 2005
An der ordentlichen Herbstsitzung der Römisch-katholischen Synode vom 2. November 2005 in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  1. Der Bericht und Antrag betreffend Kirchliche Arbeit an Kantonalen Schulen wird zur Kenntnis genommen und der Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aargau/Nordwestschweiz im Campus Brugg-Windisch wird zugestimmt.

  2. Voranschlag 2006

    a) Der Voranschlag der Verwaltungsrechnung für das Jahr 2006 (Zentralkasse) mit einem Zentralkassenbeitragssatz von 2,70 Steuerprozenten wird genehmigt.

    b) Der Kirchenrat wird ermächtigt, den Zentralkassenbeitrag bei den Kirchgemeinden in zwei gleichen Raten zu beziehen, und zwar per 15. Mai und per 15. November 2006.
    Für die Berechnung des Zentralkassenbeitragssatzes ist der bereinigte Steuer-Sollbetrag des Rechnungsjahres 2004 massgebend.

    c) Der Kirchenrat wird ermächtigt, zur Deckung der Kosten für die Seelsorge im Dienste der italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen von den Kirchgemeinden einen „Pro Kopf-Beitrag“ von Fr. 20.- für jeden in ihrem Gebiet wohnhaften italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen (Stand: 30. April 2005) zu erheben.

Gemäss Art. 39 und 41 des Organisationsstatutes vom 15. Juni 1977, teilrevidiert am 7. November 1984 können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen. Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 22. November 2005.

Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-Katholischen Landeskirche,
Sekretariat, Feerstrasse 8 / Postfach, 5001 Aarau, zu richten.

Aarau, 2. November 2005

Der Präsident: Ueli Meyer
Der Sekretär:  Otto Wertli


Der Sozialpreis 2004 der Aargauer Landeskirchen trägt Früchte
Im September des letzten Jahres wurde erstmals der Sozialpreis der Aargauer Landeskirchen in der Höhe von Fr. 25'000.- verliehen. Die prämierten Projekte haben schon viel bewirkt.

Mit Fr. 15'000.- wurde das Projekt „Hilfe bei der Lehrstellensuche“ der Jugendarbeitsstelle Unteres Aaretal /Kirchspiel in Klingnau bedacht.
Vorab Real- oder Hilfsschüler – meistens sind es Ausländer mit schlechten Deutschkenntnissen – haben grosse Mühe, eine geeignete Lehrstelle zu finden. Sie sollen beim Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt unterstützt werden. Jeweils einmal pro Woche und als ‚Last Minute’–Angebot auch in den Sommerferien öffnet die von Daniel Lüscher betreute Beratungsstelle ihre Türen. Das niederschwellige Angebot versteht sich als Ergänzung zur Schule und zum Berufsinformationszentrum Zurzach (BIZ). 26 Jugendliche haben im letzten Jahr davon Gebrauch gemacht. Die Bilanz ist positiv: dank der Unterstützung beim Bewerbungen schreiben und den praktischen Tipps rund ums Vorstellungsgespräch haben inzwischen 24 Jugendliche eine Lehrstelle gefunden.
Die Eltern sind die wichtigsten Begleiter ihrer Kinder auf dem Weg zur Berufsfindung. Daher wurde am 28. Mai erstmals im Kanton Aargau eine Informationsveranstaltung „Familienprojekt Berufsfindung“ speziell für albanisch-sprechende jugendliche MigrantInnen und ihre Eltern durchgeführt. Ein weiterer Anlass in türkischer Sprache ist geplant.
Finanziell ist das  Projekt „Hilfe bei der Lehrstellensuche“ bis Mitte 2006 gesichert. Weitere Abklärungen über die zukünftige Finanzierung dieses Angebots sind zurzeit im Gange. 

Die Preissumme von Fr. 10'000.- ging an das Projekt „Rundum Frucht“ in Oeschgen.  
Den Initianten Kathrin und Hans Stucki brachte die Verleihung des Soziapreises viele Kontakte für die Bekanntmachung ihres Projektes, in dessen Mittelpunkt die Verarbeitung von regionalen Früchten steht.
Mit der Fricktaler Geschenkbox kam eine neue Idee auf den Markt. Sie wird von den Mitarbeitenden der geschützten Werkstätte der MBF( Menschen mit einer Behinderung) in Stein produziert und mit Honig, Konfitüren und weiteren fruchtigen Produkten, die von den Stuckis hergestellt werden, gefüllt. Seit Anfang Mai ist die Fricktaler Geschenkbox im Dorfladen in Asp erhältlich, inzwischen wurden schon rund 400 Schachteln verkauft. Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit der Stiftung Weizenkorn in Basel, die den Stuckis bei der Kirschenernte Mitarbeiter zur Verfügung stellt.
Entsprechend ihrer Devise ‚Von und für Fricktaler’ möchten Hans und Kathrin Stucki zukünftig Beschäftigung für Arbeitslose, Behinderte und Asylbewerber aus der Region mittels der Gewinnung und Verarbeitung von Früchten aus dem Fricktal anbieten.

Der Sozialpreis der Aargauer Landeskirchen wird alle zwei Jahre verliehen. Im kommenden November wird der Sozialpreis 2006 lanciert. Die Unterlagen für eine Projekteingabe können bei der Geschäftsstelle bezogen werden. (30.09.2005/al/cb)

Kontakt:
Sozialrat der Aargauer Landeskirchen
Annette Lüthy-Altherr, Geschäftsstellenleiterin
Eichstr. 12, 5417 Untersiggenthal, Tel. 056 288 06 52
Fax 056 288 18 49, Mail annette.luethy@bluewin.ch


Die Traktanden der Synode vom 18. Mai 2005 in Aarau

  1. Validierung der Ersatzwahlen in die Synode
  2. Wahl des Büros der Synode für eine zweijährige Amtsdauer
    2.1 vier Stimmenzählende/Mitglieder des Büros
    2.2 Präsidium
    2.3 Vizepräsidium
  3. Ersatzwahlen in den Kirchenrat von zwei Mitgliedern
  4. Protokoll der Synode-Sitzung vom 3. November 2004
  5. Mitteilungen des Kirchenrats
  6. Wort der abtretenden Präsidentin der Synode
  7. Jahresbericht 2004 des Kirchenrats
  8. Jahresrechnung 2004
  9. Bericht und Antrag betreffend Erlass einer Verordnung über Zusammen-
    arbeit und Verbände der Kirchgemeinden (Bericht und Antrag, PDF 76 KB, Verordnung, PDF 73 KB)
  10. Bericht und Antrag betreffend Ergänzung der Verordnung der Synode
    vom 2. Juni 2004 über den Finanzausgleich der Kirchgemeinden (Bericht und Antrag, PDF 50 KB)
  11. Verschiedenes


Die Synode-Sitzung im Grossratssaal in Aarau, Beginn um 13.30 Uhr, ist öffentlich und kann von Interessierten von der Zuschauertribüne des Grossratssaales aus mitverfolgt werden. (27.04.2005/cb)


Die Traktanden der Synode vom 2. November 2005 in Aarau 

  1. Begrüssung und Einleitung
  2. Protokoll der Synode-Sitzung vom 18. Mai 2005
  3. Mitteilungen des Kirchenrats
  4. Bericht und Antrag Kirchliche Arbeit an Kantonalen Schulen (Bericht und Antrag, PDF 62 KB)
  5. Voranschlag 2006 mit Finanzplan (Liste Voranschlag, PDF 97 KB)
  6. Verschiedenes


Thematischer Teil

Gespräch mit unserem Diözesanbischof Kurt Koch

Die Synode-Sitzung im Grossratssaal in Aarau, Beginn um 13.30 Uhr, ist öffentlich und kann von Interessierten von der Zuschauertribüne des Grossratssaales aus mitverfolgt werden. (24.10.2005/cb)


Engagierte unterstützen - Das Pfarreiräteforum 2005
Seit Jahren treffen sich Pfarreirätinnen und Pfarreiräte aus dem Kanton Aargau in der Propstei Wislikofen. Inhaltliche Impulse, Erfahrungsaustausch, Besinnung und gemütliches zusammensitzen prägen diese Tage. 2005 waren erstmals auch die Pfarreiräte der Kantone Basellandschaft und Basel- Stadt eingeladen. Wer daran teilnimmt stellt fest, dass der Austausch über die eigene Pfarrei hinaus gut tut.


Hauptthema war  in diesem Jahr AsIPA. Hinter dem Zauberwort verbirgt sich eine auf den Philippinnen entwickelte Methode der Pastoral: Asian Integral Pastoral Approach. Die Bischöfe Asiens wollten eine spirituelle, nicht bürokratisch entwickelte Pastoral, die aus der Kraft des Evangeliums schöpft und den Menschen gerecht wird. Sie bauen auf die Kraft des Geistes, die sich in kleinen Gruppen entfalten kann. Einzelne Bausteine dieser Pastoral geben Anregungen, wie sich Laiengruppen auf Evangelientexte einlassen können. Die Bibeltexte werden mit der individuellen und gesellschaftlichen Situation in Bezug gebracht und setzen so ein neues Handeln frei.  José Amrein vom Informationsdienst der Bethlehem Mission Immensee versteht den Einsatz für diese Methode der Pastoral, die vom Pastoralamt des Bistums Basel ausdrücklich unterstützt wird, als ein Element im Netz des weltkirchlichen Lernens. Die in Asien entwickelte Methode entstand in einer Kirche, die in Ländern in grossen Krisen lebt. Von ihnen können wir in einer verunsicherten Schweiz viel lernen (weitere Informationen auf www.asipa.ch und www.asipa.de ).

Am Freitagabend berichtete Xaver Pfister von der pastoralen Situation in Basel. Neben den statistischen Daten zur religiösen Landschaft in Basel - 2000 standen 31 % Konfessionslosen 25 % evangelisch - reformierte und 24 % römisch- katholische  Christen gegenüber - berichtete er von der Imagestudie, welche die beiden Kirchen in Basel durchgeführt hatten. Die Wahrnehmung der unterschiedlichen Typen von Kirchenzugehörigkeit  und das sorgfältige Analysieren der Zielgruppen unserer pastoralen Bemühungen standen im Mittelpunkt der Ausführungen und der Diskussion. Dabei wurde deutlich, dass das Marketing ein wichtiges Instrument der Pastoral sein kann.

Claudia Mennen, die Tagungsleiterin, lud zum nächsten Pfarreiräteforum am 8./9.September 2006 in Wislikofen ein. Inhaltlich werden Impulse zur Wahrnehmung unterschiedlicher Zielgruppen der pastoralen Bemühungen gegeben. Die Soziologie redet von der Bedeutung der unterschiedlichen Lifestylemilieus. Die einen lieben Jodlermusik, die andern Klassik, die dritten Pop. Das ist nicht unerheblich, weil sich darin unterschiedliche Lebensgefühle äussern. Das Pfarreiräteforum 2006 fragt nach den Konsequenzen aus dieser elementaren Einsicht. Auch 2006 sind Pfarreirätinnen und Pfarreiräte aus der Bistumsregion St. Urs, also aus den Kantonen Aargau, Basellandschaft und Basel-Stadt eingeladen. (15.9.2005/xp/cb)


Eröffnung der Fastenkampagne in Zofingen
Die diesjährige Fastenkampagne wird im Aargau am Samstag, 19. Februar in Zofingen eröffnet. Im ersten Teil des kulturellen Events, 17.00 bis 18.45 Uhr, stehen persönliche Erfahrungsberichte von drei Personen im Vordergrund, die in ihrer Arbeit vom Motto der diesjährigen Fastenkampagne überzeugt sind: "Wir glauben. Gewalt hat nicht das letzte Wort". John Moreno und Deisy Rivera, zwei Jugendliche aus Kolumbien, berichten, wie Jugendliche in ihrer Heimat inmitten eines bewaffneten Konfliktes leben müssen. Sonja Tanner, Co-Autorin des Buches "Verratene Kindheit", schildert die Gewalt in der Kinderprostitution in der Schweiz. Nach einem südamerikanischen Apero wird von 19.25 bis 20.30 Uhr Tango und Folklore geboten. Sonja Levitan und Cecilia Rodriguez, die auf Bandoneon, Querflöte, Gitarre und verschiedenen Schlaginstrumenten spielen, erzählen musikalisch in Tangos und Liedern von den Lebensrealitäten in Argentinien.
Der Anlass findet im katholischen Pfarreizentrum Chi-Rho, Mühletalstrasse 15, statt (5 bis 10 Minuten vom Bahnhof). Organisatoren sind die Fachstelle Solidarische Welt der röm.-kath. Kirche im Aargau und die Fachstelle Ökumene, Mission, Entwicklungszusammenarbeit der reformierten Landeskirche. Der Eintritt ist frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten. (16.02.05/mb/cb)


Eröffnungstag der "Perspektiven im Bistum Basel"
Am 5. März haben sich in Baden 70 Teilnehmende versammelt, um zum ersten Mal die "Perspektiven im Bistum Basel" zu diskutieren. Diese Veranstaltung dient dem Dialog der kirchlichen Basis mit der Bistumsleitung. Ihre Ursprünge liegen in der "Tagsatzung im Bistum Basel", die bisher zweimal (1998 und 2001) durchgeführt wurde.

Neun Themen diskutierten die Teilnehmenden in Gruppenarbeit, wobei eine vielfältige Arbeitsatmosphäre auffiel. Einige Themengruppen waren eher homogen strukturiert und konnten sich auf eine gemeinsame Linie einigen. In anderen Gruppen herrsten unterschiedliche Haltungen vor und diese stellten ein "prägnantes Abbild der Bistums-Kirche im Kleinen" dar.

Im Sommer sollen erste Ergebnisse vorliegen, die im Herbst mit der Bistumsleitung besprochen werden. Am 23. Oktober werden die Ergebnisse dieser Diskussionen der Öffentlichkeit präsentiert. (10.03.2005/kipa/cb)


Fachstelle Katechese-Medien feiert 25 Jahre Bestehen mit goldenen Äpfeln
1980 noch unter dem Namen Katechetische Arbeitsstelle gegründet, 1988 ergänzt mit der Abteilung Medienstelle, präsentiert sich heute zum 25-Jahr-Jubiläum die Fachstelle Katechese-Medien der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau mit Sitz in Aarau als kompetente Dienststelle für katechetisch Tätige und andere interessierte Personen.
"Wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit", mit diesem Jubiläumsspruch drückt der Fachstellenleiter Toni Schmid aus, dass die geleistete Arbeit Früchte trägt, die wachsen. Die Arbeitsstelle entstand mit dem Ziel, Frauen und Männer in Kursen für die Katechese, den Religionsunterricht, zu schulen und sie in ihrer Tätigkeit zu begleiten. Inzwischen haben viele Frauen und einige Männer in den vergangenen 25 Jahren katechetische Aus- und Weiterbildungskurse besucht.
Einiges hat sich in der Zeit verändert und die Formen des Religionsunterrichtes müssen sich den neuen Gegebenheiten, dem wechselnden gesellschaftlichen Umfeld immer wieder anpassen. Den Lernstoff gut vermitteln heisst, das Evangelium in eine Form bringen, die für Kinder und Jugendliche begreifbar ist. Das kann durchaus in Erlebnistagen oder bei Lagerwochen geschehen, über Gott und die Welt nachzudenken braucht nicht nur den Schulraum.
Katechetische Arbeit bezieht sich heute aber nicht mehr nur auf Kinder und Jugendliche, sondern schliesst auch vermehrt die Eltern mit ein.
1988 wurde die Medienstelle eröffnet und in die Fachstelle integriert, heute auch finanziell und personell mitgetragen von der Reformierten Landeskirche im Aargau. Offen für alle finden dort Interessierte über 7'500 Bücher, Medien und Arbeitshilfen für den kirchlichen und schulischen Religionsunterricht sowie andere Bereiche der Gemeindepastoral. Auch hier haben durch die digitalen Medien Veränderungen stattgefunden. Mit Online-Katalog und Website hat man sich den neuen Bedürfnissen angepasst.
Und die Entwicklung geht weiter . . . 25 Jahre Bestehen ist ein Grund zum Feiern, aber auch ein Zeitpunkt, neue Ideen und Projekte aufzugreifen. Für die Beratung und Begleitung von katechetisch Tätigen möchte die Fachstelle Katechese-Medien vermehrt Angebote schaffen. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Vernetzung und Koordination der Ausbildung mit anderen Kantonen und Institutionen und die qualitative Sicherung der Ausbildungsgänge.
Viele neue Aufgaben prägen die weitere Arbeit der Fachstelle, aber gefeiert wurde das Jubiläum auch. In Verbindung mit der Abschlussfeier der diesjährigen katechetischen Ausbildungskurse konnte man die gewachsenen Früchte essen, nicht von silbernen Schalen, aber auf ebenso schmackhaft angerichteten Tellern der Propstei Wislikofen, dem Bildungshaus der Röm.-Kath. Landeskirche im Aargau. (27.06.2005/cb)


Fastenkampagne zum Thema "Wir glauben. Gewalt hat nicht das letzte Wort" eröffnet
"Es ist immer noch ein Tabuthema. Man redet zwar darüber, setzt sich aber eigentlich nicht damit auseinander." Das sagte Sonja Tanner etwas resigniert über die sexuelle Ausbeutung von Kindern in der Schweiz. Sie selber wurde jahrelang missbraucht und schrieb darüber als Co-Autorin unter dem Namen "Sonja Tanner" das Buch "Verratene Kindheit". Bei der kantonalen Eröffnung der ökumenischen Fastenkampagne zum Thema "Gewalt" am 19. Februar in Zofingen stand sie Rede und Antwort, zum Schutz der Anonymität hinter einem Vorhang. Zuvor hatte Susanne Birke von der katholischen Fachstelle "Solidarität" eindrückliche Ausschnitte aus dem Buch vorgelesen. Birke hat den Anlass zusammen mit Ursula Walti von der reformierten Fachstelle OeME und den örtlichen Kirchen organisiert.
Es ist schockierend und unverständlich, was Sonja Tanner als Kind vor rund dreissig Jahren erleben musste. Heute arbeitet sie in der Prävention und von daher weiss sie, dass es in der Schweiz auch heute noch kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern gibt, betrieben von Vätern, Müttern oder nahen Verwandten. Das bestätigt auch die Studie von Christina Peter und Stefan Studer zum Thema. "Es gibt viel mehr, als man denkt", sagte Sonja Tanner betroffen aus ihrer Beratungsarbeit. Die Kirchen zeigen mit der Fastenkampagne Sensibilität, wenn sie beim Thema Gewalt auch die Schweiz und insbesondere die sexuelle Ausbeutung ins Blickfeld nehmen.
Wie in der bürgerkriegsähnlichen Situation in Kolumbien der Gewalt begegnet wird, schilderten John Moreno und Deisy Rivera, zwei Jugendliche aus Barrancabermeja in Kolumbien. Anhand einer Diareihe erzählten sie von ihrem Alltag und vom Leben ihrer Familien. Auf musikalische Art brachten Sonja Levitan und Cecilia Rodriguez aus Argentinien das Thema zur Sprache. Begleitet von verschiedenen Instrumenten sangen und kommentierten sie Lieder von den Lebensrealitäten in ihrer Heimat. (23.02.2005/mb/cb)


Feierliche Kircheneinweihung in Aarau
Sanierung nach Brand abgeschlossen
Vor einem Jahr hat es in der Kirche Peter und Paul in Aarau gebrannt und es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Nach einer umfassenden Sanierung erstrahlt die Kirche nun wieder in neuem Glanz. Die Ortskirchenpflege und das Seelsorgeteam möchten feiern mit all denen, die in der Kirche beten und zusammenkommen, um Brot und Wort zu teilen, mit all denen, die am Umbauprojekt mitgearbeitet haben und mit all denen, die diese Arbeiten auf irgendeine Art unterstützt haben.
Aus zeitlichen Gründen wird bei der Einweihung der Kirche noch nicht alles ganz perfekt sein. Einige Sachen fehlen noch, doch die Türen laden bereits zum Öffnen, zum Eintreten und zum Einkehren ein.
Die feierliche Einweihung des neu gestalteten Gotteshauses durch Weihbischof Denis Theurillat findet am Samstag, 17. Dezember 2005 statt. Alle, die Interesse haben und gerne mitfeiern möchten, treffen sich um 17.00 Uhr vor der Kirche. (12.12.2005/cb)


Führung aus Frauensicht - Einladung zur feMAIL-Vernissage
feMAIL, die halbjährlich erscheinende Info-Schrift der Katholischen und Reformierten Fachstellen für Frauen- und Geschlechterfragen im Aargau widmet sich anlässlich der Ausstellung "strafen" in Lenzbrug dem Thema "Frauen strafen".

Mit einer Spezialführung aus Frauensicht wird auch gleichzeitig zum Internationalen Frauentag am 8. März 2005 die Erscheinung der neuen Ausgabe des feMAIL mit einer Vernissage und anschliessendem Apéro lanciert. Die Führung beginnt um 18.30 Uhr in der Ausstellung "strafen" des Stapferhauses im Zeughausareal Lenzburg. Nähere Informationen geben Susanne A. Birke (Kath. Frauenstelle Aargau), Telefon 056 427 01 50 und Andrea Kolb (Ev.-Ref. Fachstelle Frauenfragen), Telefon 062 838 00 28.
Das feMAIL kann kostenlos abonniert werden bei der Ev.-Ref. Landeskirche Aargau, Sekretariat feMAIL, Telefon 062 838 00 16. (23.02.2005/cb)


Gemeinsam die Spuren verlorener Kinder würdigen
Trauerfeier für frühverlorene Kinder in Wettingen
Zum vierten Mal findet am 20. November 2005 um 17 Uhr in der Abdankungshalle Brunnenwiese in Wettingen eine Trauerfeier für frühverlorene Kinder statt. Diese Feier möchte Raum bieten zum gemeinsamen Trauern um Kinder, die vor, während oder nach der Geburt verstorben sind. 
 
Ist doch das Thema im Alltag eher mit der Last eines Tabus verbunden und ist es für die Betroffenen und Angehörigen schwierig, Möglichkeiten der Bewältigung und des Austausches zu finden, so bietet diese Trauerfeier die Möglichkeit, einmal im Jahr mit anderen zusammen an die Kinder zu denken, die nicht mit uns leben. Sei es, weil sie krank waren, weil sie aus unerfindlichen Gründen aufhörten zu atmen oder weil die Eltern sich nicht für das Leben entscheiden konnten.
An den vergangenen Trauerfeiern bestätigte die rege Teilnahme von Frauen, Männern und Kinder, wie sehr die Gelegenheiten zur Verarbeitung eines frühzeitigen Kindsverlustes gesucht werden. 
Die Trauerfeier ist nicht konfessionell und steht allen Menschen jeglicher religiöser Bindung offen.
Rituale für das Abschiednehmen fehlen im täglichen Leben. Zusammen trauern hilft dem Thema das Tabu zu nehmen und gibt Kraft für den Alltag. (31.10.2005/cb)


Gender in der Jugendarbeit - Aargauer Jugendseelsorgeforum lieferte Beispiele und Tipps
Das 10. Aargauer Jugendseelsorgeforum widmete sich in Brugg dem Thema "Gender in der Jugendarbeit". 35 Teilnehmende aus den Bereichen Jugendseelsorge, Katechese und Kirchenpflege holten sich theoretische und praktische Impulse, wie in der kirchlichen Jugendarbeit geschlechterspezifisch gearbeitet werden kann.
Im ersten Teil des Abends referierte Claudia Guggemos, Assistentin am Lehrstuhl für Religionspädagogik an der Universität Tübingen spannend und sehr dynamisch über das Thema. Mit verschiedenen Statements regte sie die Teilnehmenden an, über die Geschlechterrollen im Alltag der Jugendarbeit nachzudenken. Sie haben sich im Laufe der Zeit verändert, sind flexibler geworden. Das ist ein Aspekt, der auch die jungen Menschen vor eine grosse Herausforderung stellt. Den Begriff „Gender“ erläuterte die Referentin mit Hilfe des Vatikanischen Papiers „Über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt“ und setzte ihn in Bezug zur Jugend. Was muss passieren, damit Mädchen sagen, dass sie auch gerne beim Aufbauen der Bühne für die Jugenddiso mithelfen würden und die Jungen eigentlich ebenso gerne Sandwiches belegen?
In der anschliessenden Diskussion in Kleingruppen wurden Fragen behandelt wie „Was kann ich tun, um im Jugendtreff oder in der Firmgruppe die jungen Menschen beim Mann und Frau werden zu unterstützen? Wem können sie sich anvertrauen?“ Um die Analyse des eigenen Arbeitsfeldes zu vereinfachen stellte Claudia Guggemos die "4-R-Methode" vor. Anhand der Stichworte Repräsentation, Ressourcen, Realitäten und Regeln/Recht konnten die Teilnehmenden Fragen für sich und einen selbst gewählten Bereich aus ihrer Arbeit auflisten, die Anregungen gaben, um erfolgreich Lösungen zu finden für die richtige Umsetzung.
Die Stimmen der Teilnehmenden am Ende der Veranstaltung zeugten von einem lehrreichen und interessanten Abend. Ein Abend, der Motivation mit auf den Heimweg gab, bei zukünftigen Arbeiten in der Jugendarbeit bereits im Vorfeld die Auswirkungen auf die Geschlechter zu prüfen.

Das Aargauer Jugendseelsorgeforum wird jährlich durchgeführt und veranstaltet von der Fachstelle Jugendseelsorge des Kantons Aargau und der Fachkommission für kirchliche Jugendarbeit unter Mitarbeit der Vereinigung Aargauer Jugendseelsorgenden. (08.06.2005/cb)


Im Zentrum des Kulturkampfs in der Schweiz
Die Ausstellung «Augustin Keller. Pädagoge – Politiker – Kirchenreformer» vom 26. November 2005 bis 29. Januar 2006 im Forum Schlossplatz in Aarau
Wie würde sich Augustin Keller zur Kopftuchdebatte äussern? Was hat der heute postulierte «clash of civilisations» zu tun mit dem «Kulturkampf» in der Schweiz des 19. Jahrhunderts? In der Auseinandersetzung mit Augustin Keller fokussiert die Ausstellung auf die grossen Themen des Verhältnisses von Kirche und Staat, der Rolle von Bildung und Erziehung für die mündigen Bürger und Bürgerinnen.
Vor 200 Jahren wurde Augustin Keller in Sarmenstorf geboren. Wie kaum ein zweiter Aargauer steht Keller für den radikal-liberalen Aargau des 19. Jahrhunderts, als Initiant der Klosteraufhebung, engagierter Seminardirektor, Kämpfer für die Gleichstellung der Juden und Mitgründer der christkatholischen Kirche. Seine Rolle als Pädagoge und Politiker wird kontrovers beurteilt. Seine wichtigen Themen sind bis heute von grosser Aktualität.

Der «Kulturkämpfer» par excellence
Augustin Keller hat während 50 Jahren das politische Geschehen im Aargau dominiert und auf schweizerischer Ebene eine entscheidende Rolle gespielt. Seine pädagogische Hinterlassenschaft ist die Gründung des ab 1847 im Kloster Wettingen eingerichteten aargauischen Lehrerseminars. Das Kloster ist 1841 auf Antrag Kellers zusammen mit den übrigen aargauischen Klöstern aufgehoben worden. Keller hat damit einen entscheidenden Anstoss zu den staatspolitischen Umwälzungen gegeben, die schliesslich 1848 zur Gründung des liberalen Bundesstaates in der Schweiz geführt haben.
Sein Einsatz für die Gleichstellung der jüdischen Gemeinden Lengnau und Endingen hat 1862 zur Abberufung der aargauischen Regierung geführt und Keller fast den Kopf gekostet. Sein grosses Thema – die Befreiung des Staates von den kirchenpolitischen Fesseln – lässt ihn schliesslich im hohen Alter gegen das päpstliche Rom kämpfen und macht ihn zum Mitgründer der christkatholischen Kirche in der Schweiz.

Geschichte visualisiert im Comic
Augustin Keller war ein Mann des Wortes und der spitzen Feder, sein Nachlass besteht vor allem aus Reden und Briefen. Keller war eine dankbare Figur für die in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Entstehung begriffene politische Karikatur. Vor diesem Hintergrund ist die Idee für die Umsetzung der Keller-Geschichte in der Form eines zeitgenössischen Comics entstanden. Der Texter Markus Kirchhofer und der Zeichner Silvan Wegmann haben eine Fotografin in der Jetzt-Zeit mit tierischer Unterstützung – einer Keller-Assel – als Reporter auf die Spur der historischen Figur gesetzt. Der Comic wird ergänzt mit ausgewählten historischen Dokumenten und Bildern und mit einer Reihe von Hörstationen aus dem reichen Textfundus von Augustin Keller.

Augustin Keller im Multipack

Die Ausstellung im Forum Schlossplatz in Aarau steht im Mittelpunkt von drei weiteren Keller-Projekten: Unter der Federführung von Yvonne Leimgruber von der Pädagogischen Hochschule Aargau ist ein wissenschaftlicher Sammelband mit insgesamt 11 Beiträgen zur Kellerforschung und zur Bedeutung Kellers in der Aargauer und Schweizer Geschichte entstanden. Zudem hat die Pädagogische Hochschule vier Podien mit Bezug zu Keller organisiert.
Am 11. Januar 2006 hat im Theater Tuchlaube in Aarau das Stück KELLER MACHER von Markus Bundi in der Regie von Walter Küng Premiere. Das Stück nimmt die kellerschen Themen des 19. Jahrhunderts auf und übersetzt sie in die Gegenwart.

Öffnungszeiten
Mi / Fr / Sa 12.00 bis 17.00 Uhr, Do 12.00 bis 20.00 Uhr, So 10.00 bis 17.00 Uhr (28.11.2005/jh/cb)


Vorankündigung - Jugendtreffen Bistum Basel in Olten
Am Sonntag, 13. März 2005 laden die Bischöfe und die Jugendseelsorgestelle des Kantons Solothurn alle Jugendlichen des Bistums Basel zu einem Jugendtreffen nach Olten ein. Das diesjährige Motto heisst "together@olten". Zusammenkommen mit anderen lässt Beziehungen entstehen oder vertiefen und bietet die Möglichkeit, Neues zu erfahren und Bekanntes zu erneuern. Mit einer Einstiegsrunde am Morgen, Workshops am Nachmittag und einem Gottesdienst am Schluss des Treffens wird ein vielfältiges Programm geboten. Informationen und Anmeldungen über www.jugendtreffen.org  (31.01.05/he/cb)


Kaffee in Bild und Geschmack
Kaffee-Vernissage in der Propstei Wislikofen

Sonntag ist Kaffeezeit! Zuerst müssen Sie einen Blick auf die Bilder von Carmen Moeri werfen, die dem Sujet Kaffee in verschiedenen Variationen gewidmet sind, um dann so richtig Geschmack zu bekommen für die Degustation diverser Kaffee-Sorten bei Peter Sutter aus dem Dorado-Café. Die Propstei Wislikofen in Wislikofen, das Bildungshaus der Römisch-Katholischen Landeskirche, lädt am Sonntag, 13. November 2005 zur ersten Vernissage im ehrwürdigen Gemäuer ein.

Von 11.00 bis 17.00 Uhr widmet sich die Propstei Wislikofen ganz dem Thema Kaffee. Eine Filmvorführung informiert über den Kaffee-Anbau bis hin zur Röstung der Kaffeebohnen, die verschiedenen Sorten lassen sich dann direkt vor Ort testen und mit der Kaffeetasse in der Hand können die Kaffee-Bilder und andere Arbeiten der Künstlerin Carmen Moeri in den Räumlichkeiten der Propstei besichtigt werden.

Neues Kunstprojekt in der Propstei
Carmen Moeri ist die erste Künstlerin, die in der Propstei Wislikofen für ein Jahr ihre Werke ausstellt. Im Rahmen der diesjährigen Neuorganisation der Propstei, zusätzlich zum Bereich Bildung auch das Angebot im Bereich Gastronomie und Hotellerie in eigener Regie zu führen, ist das ein neu aufgegleistes Projekt. Die Propstei bietet Kunstschaffenden für eine jährliche Dauer einen „Werkraum“. In diesem Jahr soll der Kunstschaffende sich mit der Propstei auseinandersetzen und diesen Einfluss in seine Werke stetig einfliessen lassen. Das führt zu wechselnden Werken, die immer wieder einen neuen Einblick in der Propstei gewährleisten.

Zu sehen und zu schmecken an der Vernissage
Carmen Moeri ist in Neuchâtel geboren und im Aargau aufgewachsen. Ihre Arbeiten sind wunderschöne bis zu zwei Meter grosse Engel und Figuren aus Holz, Eisen und Ton, die im Zusammenspiel mit den Propsteigemäuern ein gelungenes Bild abgeben. Sie fertigt Gebrauchsgegenstände aus Ton und gestaltet Bilder in verschiedenen Materialien. Mit ihren Kunstwerken möchte sie die Vereinigung von Himmel und Erde zeigen, vom Schöpferischen zum Geschaffenen.
Peter Sutter ist Kaffeespezialist und führt das Dorado Café in Gretzenbach. Er findet garantiert für jeden Geschmack die richtige Kaffeemischung. Vom milden Frühstückskaffe bis zum kraftvollen italienischen Espresso  führt sein Sortiment und durch schonende Röstverfahren zeichnet sich die Qualität der Kaffeesorten als sehr säurearm aus. (08.11.2005/cb)


Kantonaler ökumenischer Bettagsgottesdienst in der Klosterkirche Königsfelden
Am 18. September 2005 um 14.30 Uhr findet der traditionelle kantonale ökumenische Bettagsgottesdienst in der Klosterkirche Königsfelden statt. Dieser Gottesdienst ist immer eine Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen. Frauen aus dem Heimgarten Brugg spielen die Geschichte "Das kleine Lob". Miteinander singen, beten und das anschliessende Zvieri geniessen, schafft Raum für vielfältige Begegnungen. Ruth Gimmel begleitet die Feier am Klavier. Die röm.-kath. Landeskirche und die reformierte Landeskirche des Kantons Aargau laden herzlich zu dieser Feier ein. (08.09.05/cb)


Katholische Albanermission neu in der Nordwestschweiz vertreten
Seit dem 1. Januar 2005 wirkt Don Mikel Sopi als neuer Seelsorger für die Albaner im Kanton Aargau und für die Region Nordwestschweiz. Als dritte Seelsorgestelle neben Sirnach für die Nordostschweiz und Littau für die Zentralschweiz ist jetzt in Aarau das neue Büro der Katholischen Albanermission eingerichtet worden. Don Mikel Sopi wird sich um die rund 6000 albanischsprachigen Gläubigen kümmern. Die Gottesdienste und andere Zeremonien werden in verschiedenen Kirchen durchgeführt. Don Mikel Sopi freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden.

Am Samstag, 22. Januar 2005 um 15.00 Uhr werden die Büroräume an der Laurenzenvorstadt 85 offiziell vom eigens aus dem Kosovo angereisten Bischof Marko Sopi gesegnet. Am Sonntag, 23. Januar 2005 findet um 14.00 Uhr in der Kirche Heilig Geist in Suhr ein Gottesdienst zur Begrüssung des neuen Seelsorgers statt. (20.01.05/cb)


Katholische Synode im Gespräch mit Bischof Kurt Koch
Der Bischof auf Einladung der Synodalen zu Besuch in Aarau
An der Herbstsitzung der katholischen Synode, das staatskirchenrechtliche Parlament im Kanton Aargau, war auf Einladung der Synodalen Bischof Kurt Koch zu Gast. Aufgrund der Erklärung der Luzerner Synode vom 5. November 2003 zu drängenden seelsorgerlichen Fragen wurde der Wunsch im Aargau laut, mit dem Bischof persönlich in den Dialog zu treten. Der Grossratssaal war zu diesem Anlass gut gefüllt und das allgemeine Interesse an der Diskussion war gross.
Eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Synode bereitete einen Fragenkatalog vor, der sich auf vier Themenkreise beschränkte. Angesprochen wurden Fragen zur Sakramentenspendung, zum Umgang mit engagierten Kirchenleuten und der Einsatz von Seelsorgenden aus anderen Kulturen, zur Ökumene und Zukunft der Kirche. 

Dankbar für den Dialog
Der Bischof zeigte sich verständnisvoll und ging ausführlich auf die einzelnen Fragen ein. Aber er zeigte auch auf, dass sein Handlungsspielraum nicht gross sei. Gerade im Bereich der Aufhebung des Pflichtzölibats oder bei der Ordination von Frauen muss der Anstoss von der Universalkirche kommen. Beim Priestermangel und der Gewährleistung der Eucharistiefeiern wünscht er sich mehr eucharistische Zusammenarbeit und Solidarität zwischen den Pfarreien und Kirchgemeinden, um die Probleme zu verringern.

Anträge und Voranschlag positiv aufgenommen
Neben dem thematischen Teil mit dem Bischof behandelte die Synode natürlich auch die anstehenden Geschäfte dieser Herbstsitzung. Einstimmig angenommen wurden der Bericht über die kirchliche Arbeit an kantonalen Schulen und der Antrag für eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aargau / Nordwestschweiz. Genehmigt wurde ebenfalls der ausgeglichene Voranschlag für 2006 mit Aufwand und Ertrag von 14,92 Millionen Franken, gerechnet mit einem gleichbleibenden Beitrag der Kirchgemeinde an die Zentralkasse von 2,7%. Darin enthalten ist auch der für den Budgetausgleich geplante Bezug von 280'000 Franken aus den Reserven.  (03.11.2005/cb)


Klare Ablehnung der geplanten Harmonisierung der Feiertagsregelung
Feiertagsregelung gibt Katholischer Synode Anlass zur Resolution

Die vom Aargauer Regierungsrat beabsichtigte Harmonisierung der Feiertagsregelung gab auch der Katholischen Synode Anlass zur Reaktion. Die Römisch-Katholische Landeskirche und eine Vielzahl von Kirchgemeinden im Aargau haben bereits im Rahmen einer Anhörung ihre ablehnende Meinung einbringen können.
An der im November durchgeführten Herbst-Synodesitzung kam das Thema erneut zur Sprache. Verschiedene Synodalen aus den Regionen Baden und Freiamt meldeten sich diesbezüglich zu Wort und forderten ein erneutes energisches Vorgehen des Kirchenrates. Die Wortmeldungen machten deutlich, dass auch die Vertreterinnen und Vertreter der Synode mit der Harmonisierung der Feiertagsregelung überhaupt nicht einverstanden sind. Der vom Regierungsrat eingeschlagene Weg sei zu einseitig nach den Regelungen in den Kantonen Zürich und Basel ausgerichtet und nimmt nicht Rücksicht auf die Situation in den ebenfalls angrenzenden Gebieten der Innerschweiz und Süddeutschland. Eine Vereinheitlichung, wie sie vom Regierungsrat geplant ist, geht auf Kosten kirchlicher Feiertage wie Allerheiligen und Fronleichnam, die aber in vielen Regionen noch eine grosse traditionelle Bedeutung haben.
Synode verfasste Resolution
Im Zuge der Diskussion wurde der Wunsch nach dem Verfassen einer Resolution laut, um die Wichtigkeit dieser Angelegenheit auch von Seiten der Synode zu bekräftigen.

Einstimmig wurde dann zum Abschluss der Synodesitzung folgende Resolution verfasst:
Der Regierungsrat plant die Überarbeitung der Vollziehungsverordnung zum Arbeitsgesetz in Bezug auf die Feiertage
Die Synode der Röm.-Kath. Landeskirche des Kantons Aargau appelliert an den Regierungsrat, die wichtigen katholischen Feiertage in den Regionen weiter als gesetzliche Feiertage zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere für Fronleichnam und Allerheiligen, welche in der katholischen Bevölkerung tief verankert sind und in den Pfarreien und Gemeinden in besonderer Weise gefeiert werden.
Aarau, 2. November 2005
(28.11.2005/cb)


Menschlichkeit statt Abschreckung: Aufenthaltsräume für Asyl Suchende mit Nichteintretensentscheid
Die drei Aargauer Landeskirchen, das Bischofsvikariat St. Urs sowie die Hilfswerke HEKS Aargau/Solothurn und CARITAS Aargau begrüssen den Entscheid des Kantons Aargau vorläufig auf die zeitliche Beschränkung der Nothilfe für Asyl Suchende mit einem Nichteintretensentscheid zu verzichten. Ausschlaggebend dafür war eine superprovisorische Verfügung des Bundesgerichts in einem Solothurner Fall.

Die Kirchen und Hilfswerke sind jedoch sehr besorgt, dass allein stehende Männer mit einem Nichteintretensentscheid, die derzeit in Villnachern bei Brugg untergebracht sind, seit dem 4. Januar die Notunterkunft trotz der Winterkälte tagsüber verlassen müssen. Die Betroffenen haben wegen der Abgeschiedenheit der Unterkunft sowie wegen ihrer vollständigen Mittellosigkeit während des Tages keinen Zugang zu geheizten Aufenthaltsmöglichkeiten. Dadurch drohen nicht nur gesundheitliche Schäden, sondern auch das Abrutschen in die Kriminalität.

Die drei Kirchen und die beiden Hilfswerke im Aargau appellieren deshalb an die kantonalen Behörden, Artikel 12 der Bundesverfassung ernst zu nehmen und niemanden mitten im Winter mittellos auf die Strasse zu stellen. Dazu ist es notwendig, dass geheizte und adäquat betreute Tagesunterkünfte auch für allein stehende männliche Asyl Suchende mit einem Nichteintretensentscheid in der Notunterkunft Villnachern oder in der Nähe zur Verfügung gestellt werden.

Mit Erleichterung haben die kirchlichen Institutionen zur Kenntnis genommen, dass Asyl suchende Familien und Frauen mit einem Nichteintretensentscheid auch weiterhin tagsüber in der Notunterkunft in Birr verbleiben können und nicht auf die Strasse gestellt werden.
Jene Menschen, die ihre schwierige Situation verändern wollen, sollen dazu die Möglichkeit erhalten. Betroffene, die sich aktiv um eine Ausreise bemühen, sollen Beratung und Unterstützung  erhalten. Um überhaupt bei ihren Botschaften Papiere beschaffen zu können, benötigen Ausreisewillige Transportgutscheine, da sie völlig mittellos sind.

Die kirchlichen Institutionen werden die Situation weiterhin genau verfolgen und von den Behörden im Umgang mit Asyl Suchenden mit Nichteintretensentscheid ein Minimum an Menschlichkeit einfordern. Die kirchlichen Organisationen sind überzeugt, dass es fundamental gegen die christlichen Grundwerte und die schweizerische humanitäre Tradition verstösst, Menschen während des Winters mittellos vor die Tür zu stellen und sich selbst zu überlassen. (10.01.05/uh/cb)


Neuer Seelsorger für die Portugiesischsprachigen - Einsetzung von Pfarrer Marquiano Petez in Suhr
Die Römisch-Katholischen Landeskirchen der Bistumsregion St.Urs, das heisst die Kantone Aargau, Basel-Stadt und Baselland legen ihre Seelsorge für die Portugiesischsprachigen zusammen. Pfarrer Marquiano Petez aus Brasilien übernimmt diese Aufgabe.
Der Lebenslauf von Pfarrer Petez liest sich wie ein Reiseführer. In Brasilien geboren und aufgewachsen, studiert in Brasilien und Rom. Er war Vize-Rektor im Vatikanischen Kollegium „San Giosafat“ in Rom, Bibliothekar in New York, hat in der Ukraine, im italienischen Trient und als Pfarrer und Kaplan in Deutschland gearbeitet.
Seit Anfang diesen Jahres hat er bereits als Aushilfsseelsorger mit den Portugiesischsprachigen Gottesdienste gefeiert und dabei erste Kontakte zu Portugiesen und Brasilianern geknüpft. Die Zusammenarbeit mit den Gläubigen ist ihm sehr wichtig. Dank seiner Aufgeschlossenheit wird ihm die Arbeit hier in der Region leicht gelingen.
Pfarrer Petez wird vorerst in Mariawil im Haus der Redemptoristen wohnen und von dort die katholische Mission Nordwestschweiz für die Portugiesischsprachigen betreuen. Für den Kanton Aargau sind das alleine 4'600 Katholikinnen und Katholiken. Nach einer längeren Vakanz wird Pfarrer Petez viel Aufbauarbeit leisten müssen, aber er freut sich auf die Kontakte mit den Menschen hier vor Ort. (25.08.05/cb)


Sozialalmanach 2005 - das CARITAS-Jahrbuch zur sozialen Lage der Schweiz ist erschienen
Acht Autorinnen und Autoren schreiben im Dezember 2004 erschienenen "Sozialalmanach 2005" der CARITAS zum Schwerpunktthema Einsamkeit. Der Leser findet in dem vielfältig und aktuell gestaltetem Almanach unter anderem Texte über "Migration und Einsamkeit", "Einsamkeit und Gesundheit" oder über "Einsam in der Familie?". Trends, Analysen und Zahlen zur sozialen Lage in der Schweiz und ein Überblick über die Reformen der Sozialwerke sind weitere Themen. Wer mehr wissen möchte, muss Zeit haben oder sich Zeit nehmen zum Lesen. Der "Sozialalmanach 2005" kann bezogen werden bei CARITAS Schweiz, Löwenstrasse 3, 6002 Luzern, Telefon 041 419 22 22, caritas@caritas.ch.  (31.01.05/caritas/cb)


Tag der Völker - ein Tag der Begegnung und Besinnung
Zum diesjährigen Tag der Völker am 13. November 2005 hat die Schweizer Bischofskonferenz das Motto "Nehmt einander an" (vgl. Röm 15,7) bestimmt.
Paulus mahnt in seinem Brief an die Römer die Christen seiner Zeit, dass die Starken die Schwachen annehmen. Diese Aufforderung gilt gerade für eine Zeit, in der Individualismus und Eigennutz gleichsam Idealvorstellungen der Stärke sind. Paulus macht aber deutlich, dass in der gegenseitigen Rücksicht die Gemeinschaft aufgebaut werden kann. Daraus erwächst die Einmütigkeit der Gemeinde zum Nutzen aller Glieder. Als Vorbild stellt er Christus dar, der nicht für sich selbst gelebt hat, sondern alle angenommen hat.
Eine multikulturelle Gesellschaft, wie sie in unserem Land durch die Migrationen in den letzten Jahren gewachsen ist, braucht das Beispiel der Christinnen und Christen, die aus dem Glauben den gegenseitigen Respekt, die Achtung vor dem Anderen und die Annahme des Schwächeren zu ihrem Ideal machen.
Der Tag der Völker soll zu einem Tag der Begegnung und der Besinnung über die neue Gemeinschaft der Kirche in unserem Land werden. (07.11.2005/cb)

 

 

 

nach oben  |   Seite drucken   Seite weiterempfehlen   Kommentar zu dieser Seite