"Die Welt ist ein Garten" – Bettagsfeier in der Propstei Wislikofen
Vor 25 Jahren wurde die "Würde der Kreatur" in der Verfassung des Kantons Aargau festgeschrieben. Der Begriff bezieht sich auf alles Lebendige, die Pflanzen, die Tiere, die Menschen und deren Lebensräume. Die Ökumenische Kommission Bewahrung der Schöpfung der drei Landeskirchen hat zu diesem Jubiläumsjahr verschiedene Aktivitäten gestaltet.
Am kommenden Bettag wird die Projektreihe mit einem abwechslungsreichen Nachmittag rund um das Thema Würde der Kreatur abgeschlossen.
Die Welt ist ein Garten
Wir leben in einer gestalteten Welt. Der Garten ist der Ort, wo der Mensch sich zurückzieht, sich erholt, sich erfreut und seiner Würde Raum gibt. Der Garten ist auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Programm:
- Benutzen Sie die Gelegenheit, mit einer Bettagswanderung zur Propstei Wislikofen zu gelangen oder treffen Sie frühzeitig ein, um die Umgebung des schönen Ortes individuell zu erkunden.
- 15.15 Uhr: Im Freien der Propstei Wislikofen sind verschiedene Orte vorgesehen, an denen wir spirituelle Impulse gestalten wie im Kräutergarten, am Gartenteich und auf der Wiese.
- 16.00 Uhr: Bettagsgottesdienst, von den Impulsorten begeben wir uns gemeinsam zum Gottesdienst mit Impulsgedanken zur Würde der Natur, des Tieres und des Menschen.
Verlesung des Bettagsmandats unter Mitwirkung von Regierungsrat Roland Brogli.
- 17.00 Uhr: Apéro in der Propstei
Auskünfte erteilt das Projektsekretariat, Tel. 062 775 06 43. (12.09.05/cb)
25 Jahre Würde der Kreatur im Aargau -
Einladung zur Tagung „Die Herausforderung bleibt: Würde der
Kreatur“
Der Paragraph 14e der Aargauischen Kantonsverfassung zur
Beachtung der Würde der Kreatur war bei seiner Annahme vor 25 Jahren
einzigartig. Im Abschnitt Grundrechte steht unter Wissenschafts- und
Kunstfreiheit: "Die wissenschaftliche Lehre und Forschung sowie die
künstlerische Betätigung sind frei. Lehre und Forschung haben die Würde der
Kreatur zu achten."
Welche Auswirkungen aber hat der Paragraph heute? Was
bedeutet die "Beachtung der Würde der Kreatur" für die Politik, die Kunst und
Theologie, für Forschung und das soziale Umfeld? Im Rahmen des 25-jährigen
Jubiläums veranstaltet die Ökumenische Kommission Bewahrung der Schöpfung der
drei Aargauer Landeskirchen am Freitag, 9. September 2005 eine Tagung, um
Antworten auf diese Fragen zu erhalten.
In der Bärenmatte (Ortsbürgersaal) in Suhr diskutieren von
13.30 bis 18.00 Uhr
- Nationalrat Ulrich Siegrist, Politker, Jurist,
Ethiker
- Prof. Christoph Stückelberger, Theologe, Ethiker
- Prof. ETH
Ingo Potrykus, Biologe, Forscher
- Schwester Ingrid Grave,
Ordensfrau
- Christian Haller, Schriftsteller
über die Bedeutung und die Tragweite dieses Paragraphen für ihre
Arbeitswelt und ihr Alltagsleben. Gibt es einen gangbaren Weg in unserer
rational-wirtschaftlich geprägten Zeit die Würde der Kreatur zu achten?
Die Tagung wird geleitet von Gerhard Ruff, Studienleiter der
Propstei Wislikofen und durch das anschliessende Podiumsgespräch führt Hans
Fahrländer, Mitglied der Redaktionsleitung der Aargauer Zeitung. Die
Tagungskosten betragen 60 Fr. und Anmeldungen nimmt per Mail
sonja.widmer@yetnet.ch oder per Post
Sonja Widmer, Webereistrasse 44, 5703 Seon gerne entgegen. (05.09.05/cb)
Als Zeichen der Anteilnahme für die Opfer der
Flutkatastrophe
Die Aargauer Landeskirchen teilen die tiefe
Betroffenheit über das grosse Leid, das durch Flutkatastrophe im Indischen Ozean
ausgelöst wurde. Sie bitten ihre Kirchgemeinden, als Zeichen der Trauer und der
Anteilnahme am Mittwoch, 5. Januar, von 12.00 bis 12.15 Uhr die Glocken läuten
zu lassen. Sie bitten die Kirchgemeinden zudem, für alle, die Trost suchen oder
sich zum Gebet einfinden möchten, "die Kirchentore weit zu öffnen", wie sie in
einer Medienmitteilung schreiben. Mit diesem Aufruf an die Kirchgemeinden
unterstützen die Aargauer Kirchen den gleich lautenden Aufruf der
Schweizerischen Bischofskonferenz, des Schweizerischen Evangelischen
Kirchenbundes und der Christkatholischen Kirche an alle Kirchgemeinden in der
Schweiz. In Bern findet zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe am 5.
Januar um 16.30 Uhr eine nationale Trauerfeier statt. Die Aargauer
Kirchgemeinden sind aufgefordert, wie es in der Medienmitteilung weiter heisst,
ihre Spenden direkt an die Hilfswerke Heks und Caritas, die Partnerinnen der
Glückskette sind, weiterzuleiten, um Nothilfe-Aktionen schnell und wirksam
durchführen zu können. (03.01.2005/cb/mb)
Ausschreibung - Sozialpreis 2006 der
Aargauer Landeskirchen zum Thema „Mensch und Arbeit“
Gesucht sind sozial engagierte Unternehmen, Organisationen und
Einzelpersonen
Die Aargauer Landeskirchen verleihen alle zwei Jahre den
Sozialpreis zum Thema „Mensch und Arbeit“. Für den Sozialpreis 2006 stehen
25'000 Franken zur Verfügung. Anwärter für den Preis sind Unternehmen,
Institutionen, Teams oder Einzelpersonen, die im Kanton Aargau oder in einem
prägnanten Bezug zum Aargau Pionierhaftes leisten, um den Gedanken von
Gerechtigkeit und Solidarität in der Arbeitswelt Ausdruck zu
verleihen.
Gesucht sind innovative Ideen, auch ‚kleinere’ Projekte sind
preiswürdig. Dabei sind der mitmenschlichen Fantasie keine Grenzen
gesetzt:
- Wer lässt sich etwas einfallen, um schulisch schwächeren
Jugendlichen Chancen für eine Lehrstelle zu bieten?
- Welches Unternehmen engagiert sich dafür, dass Mitarbeitende mit
beschränkter Leistungsfähigkeit oder Behinderungen weiterhin beschäftigt werden
können?
- Welche Firma unterstützt die berufliche Weiterentwicklung von
Mitarbeitenden mit unterschied¬lichen Sprachen und Kulturen?
- Wer sorgt dafür, dass ältere Menschen nicht unter die Räder
rasanter technologischer Neuentwicklungen geraten?
- Wer trägt dazu bei, dass Erwerbs- und Familienarbeit sich besser
miteinander vereinbaren lassen?
Ist Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation in diesen (oder
ähnlichen Bereichen) sozial engagiert? Haben Sie eine Projektidee zum Thema
„Mensch und Arbeit“, die Sie realisieren möchten?
Dann gehören Sie zu den
Anwärtern auf den Sozialpreis 2006!
Interessiert? Weitere Informationen und Prospekte mit den
Teilnahmebedingungen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des
Sozialrates.
Eingabeschluss: 15. Juni 2006. Die Preisverleihung findet am 26.
Oktober 2006 statt. (22.11.2005/al/cb)
Geschäftsstelle des Sozialrates der Aargauer
Landeskirchen
Annette Lüthy-Altherr, 5417 Untersiggenthal
Tel. 056 288 06
52,
annette.luethy@bluewin.ch
Römisch-Katholische Kirche Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 18. Mai 2005 in Aarau
An der ordentlichen Frühjahrssitzung der Synode der Römisch-Katholischen Landeskirche in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:
- Validierung von vier Ersatzwahlen in die Synode für den Rest der Amtsperiode 2003-2006/7.
- Wahl von Präsidium und Vizepräsidium der Synode, sowie von vier Stimmenzählenden für eine zweijährige Amtsdauer (2005-2006).
Präsident der Synode
• Ueli Meyer, Schafisheim
Vizepräsident der Synode
• Pfarrer Walter Schärli, Laufenburg
Stimmenzählende
• Rita Bürgi, Frick
• Martha Niederberger, Aarau
• Matthias Schüepp, Zufikon
• Johanna Senn, Mägenwil< /div>
- Ersatzwahlen in den Kirchenrat von zwei Mitglieder
• Georg Umbricht, Oberlunkhofen
• Maria-Pia Scholl-Franchini, Möhlin< /div>
- Der Jahresbericht 2004 des Kirchenrats wurde genehmigt.
- Die Verwaltungsrechnung 2004 inkl. der Fondsrechnungen wurde genehmigt.
- Die Verordnung über Zusammenarbeit und Zweckverbände von Kirchgemeinden wurde genehmigt.
- Der Ergänzung der Verordnung der Synode vom 2. Juni 2004 über den Finanzausgleich der Kirchgemeinden wurde zugestimmt.
Gemäss Art. 39 und 41 des Organisationsstatutes vom 15. Juni 1977, teilrevidiert am 7. November 1984 können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden.
Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen.
Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 15. Juni 2005. Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-Katholischen Landeskirche, Sekretariat, Feerstrasse 8 / Postfach, 5001 Aarau, zu richten. (18.05.2005/cb)
Römisch-Katholische Kirche Landeskirche des Kantons Aargau
Beschlüsse der Synode vom 2. November 2005
An der ordentlichen Herbstsitzung der Römisch-katholischen Synode vom 2. November 2005 in Aarau wurden folgende Beschlüsse gefasst:
- Der Bericht und Antrag betreffend Kirchliche Arbeit an Kantonalen Schulen wird zur Kenntnis genommen und der Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aargau/Nordwestschweiz im Campus Brugg-Windisch wird zugestimmt.
- Voranschlag 2006
a) Der Voranschlag der Verwaltungsrechnung für das Jahr 2006 (Zentralkasse) mit einem Zentralkassenbeitragssatz von 2,70 Steuerprozenten wird genehmigt.
b) Der Kirchenrat wird ermächtigt, den Zentralkassenbeitrag bei den Kirchgemeinden in zwei gleichen Raten zu beziehen, und zwar per 15. Mai und per 15. November 2006.
Für die Berechnung des Zentralkassenbeitragssatzes ist der bereinigte Steuer-Sollbetrag des Rechnungsjahres 2004 massgebend.
c) Der Kirchenrat wird ermächtigt, zur Deckung der Kosten für die Seelsorge im Dienste der italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen von den Kirchgemeinden einen „Pro Kopf-Beitrag“ von Fr. 20.- für jeden in ihrem Gebiet wohnhaften italienischen, spanischen und portugiesischen Konfessionsangehörigen (Stand: 30. April 2005) zu erheben.
Gemäss Art. 39 und 41 des Organisationsstatutes vom 15. Juni 1977, teilrevidiert am 7. November 1984 können Beschlüsse oder Entscheide der Organe der Landeskirche durch die Konfessionsangehörigen mit Beschwerde angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage seit der Veröffentlichung in den Publikationsorganen. Der Ablauf der Beschwerdefrist für diese Synode ist somit der 22. November 2005.
Beschwerden sind an die Rekurskommission der Römisch-Katholischen Landeskirche,
Sekretariat, Feerstrasse 8 / Postfach, 5001 Aarau, zu richten.
Aarau, 2. November 2005
Der Präsident: Ueli Meyer
Der Sekretär: Otto Wertli
Der Sozialpreis 2004 der Aargauer Landeskirchen trägt
Früchte
Im September des letzten Jahres wurde erstmals der
Sozialpreis der Aargauer Landeskirchen in der Höhe von Fr. 25'000.- verliehen.
Die prämierten Projekte haben schon viel bewirkt.
Mit Fr. 15'000.- wurde das Projekt „Hilfe bei der Lehrstellensuche“ der Jugendarbeitsstelle Unteres Aaretal /Kirchspiel in Klingnau
bedacht.
Vorab Real- oder Hilfsschüler – meistens sind es Ausländer mit
schlechten Deutschkenntnissen – haben grosse Mühe, eine geeignete Lehrstelle zu
finden. Sie sollen beim Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt unterstützt
werden. Jeweils einmal pro Woche und als ‚Last Minute’–Angebot auch in den
Sommerferien öffnet die von Daniel Lüscher betreute Beratungsstelle ihre Türen.
Das niederschwellige Angebot versteht sich als Ergänzung zur Schule und zum
Berufsinformationszentrum Zurzach (BIZ). 26 Jugendliche haben im letzten Jahr
davon Gebrauch gemacht. Die Bilanz ist positiv: dank der Unterstützung beim
Bewerbungen schreiben und den praktischen Tipps rund ums Vorstellungsgespräch
haben inzwischen 24 Jugendliche eine Lehrstelle gefunden.
Die Eltern sind die
wichtigsten Begleiter ihrer Kinder auf dem Weg zur Berufsfindung. Daher wurde am
28. Mai erstmals im Kanton Aargau eine Informationsveranstaltung
„Familienprojekt Berufsfindung“ speziell für albanisch-sprechende jugendliche
MigrantInnen und ihre Eltern durchgeführt. Ein weiterer Anlass in türkischer
Sprache ist geplant.
Finanziell ist das Projekt „Hilfe bei der
Lehrstellensuche“ bis Mitte 2006 gesichert. Weitere Abklärungen über die
zukünftige Finanzierung dieses Angebots sind zurzeit im Gange.
Die Preissumme von Fr. 10'000.- ging an das Projekt „Rundum Frucht“ in
Oeschgen.
Den Initianten Kathrin und Hans Stucki brachte die Verleihung des
Soziapreises viele Kontakte für die Bekanntmachung ihres Projektes, in dessen
Mittelpunkt die Verarbeitung von regionalen Früchten steht.
Mit der
Fricktaler Geschenkbox kam eine neue Idee auf den Markt. Sie wird von den
Mitarbeitenden der geschützten Werkstätte der MBF( Menschen mit einer
Behinderung) in Stein produziert und mit Honig, Konfitüren und weiteren
fruchtigen Produkten, die von den Stuckis hergestellt werden, gefüllt. Seit
Anfang Mai ist die Fricktaler Geschenkbox im Dorfladen in Asp erhältlich,
inzwischen wurden schon rund 400 Schachteln verkauft. Eine enge Zusammenarbeit
besteht auch mit der Stiftung Weizenkorn in Basel, die den Stuckis bei der
Kirschenernte Mitarbeiter zur Verfügung stellt.
Entsprechend ihrer Devise
‚Von und für Fricktaler’ möchten Hans und Kathrin Stucki zukünftig Beschäftigung
für Arbeitslose, Behinderte und Asylbewerber aus der Region mittels der
Gewinnung und Verarbeitung von Früchten aus dem Fricktal anbieten.
Der Sozialpreis der Aargauer Landeskirchen wird alle zwei Jahre verliehen. Im
kommenden November wird der Sozialpreis 2006 lanciert. Die Unterlagen für eine
Projekteingabe können bei der Geschäftsstelle bezogen werden.
(30.09.2005/al/cb)
Kontakt:
Sozialrat der Aargauer Landeskirchen
Annette
Lüthy-Altherr, Geschäftsstellenleiterin
Eichstr. 12, 5417 Untersiggenthal,
Tel. 056 288 06 52
Fax 056 288 18 49, Mail annette.luethy@bluewin.ch
Die Traktanden der Synode vom 18. Mai
2005 in Aarau
Validierung der Ersatzwahlen in die Synode
Wahl des Büros der Synode für eine zweijährige Amtsdauer
2.1
vier Stimmenzählende/Mitglieder des Büros
2.2 Präsidium
2.3
Vizepräsidium
Ersatzwahlen in den Kirchenrat von zwei Mitgliedern
Protokoll der Synode-Sitzung vom 3. November 2004
Mitteilungen des Kirchenrats
Wort der abtretenden Präsidentin der Synode
Jahresbericht 2004 des Kirchenrats
Jahresrechnung 2004
Bericht und Antrag betreffend Erlass einer Verordnung über
Zusammen-
arbeit und Verbände der Kirchgemeinden (
Bericht und Antrag, PDF 76 KB,
Verordnung, PDF 73 KB)
Bericht und Antrag betreffend Ergänzung der Verordnung der
Synode
vom 2. Juni 2004 über den Finanzausgleich der Kirchgemeinden (
Bericht und Antrag, PDF 50 KB)
Verschiedenes
Die Synode-Sitzung im Grossratssaal in Aarau, Beginn um 13.30 Uhr,
ist öffentlich und kann von Interessierten von der Zuschauertribüne des
Grossratssaales aus mitverfolgt werden. (27.04.2005/cb)
Die Traktanden der Synode vom 2. November 2005 in
Aarau
Begrüssung und Einleitung
Protokoll der Synode-Sitzung vom 18. Mai 2005
Mitteilungen des Kirchenrats
-
-
- Verschiedenes
Thematischer Teil
Gespräch mit unserem Diözesanbischof Kurt
Koch
Die Synode-Sitzung im Grossratssaal in Aarau, Beginn um 13.30 Uhr, ist
öffentlich und kann von Interessierten von der Zuschauertribüne des
Grossratssaales aus mitverfolgt werden. (24.10.2005/cb)
Engagierte unterstützen - Das Pfarreiräteforum
2005
Seit Jahren treffen sich Pfarreirätinnen und Pfarreiräte
aus dem Kanton Aargau in der Propstei Wislikofen. Inhaltliche Impulse,
Erfahrungsaustausch, Besinnung und gemütliches zusammensitzen prägen diese Tage.
2005 waren erstmals auch die Pfarreiräte der Kantone Basellandschaft und Basel-
Stadt eingeladen. Wer daran teilnimmt stellt fest, dass der Austausch über die
eigene Pfarrei hinaus gut tut.
Hauptthema war in diesem Jahr AsIPA. Hinter dem Zauberwort
verbirgt sich eine auf den Philippinnen entwickelte Methode der Pastoral:
Asian Integral Pastoral Approach. Die Bischöfe Asiens wollten eine
spirituelle, nicht bürokratisch entwickelte Pastoral, die aus der Kraft des
Evangeliums schöpft und den Menschen gerecht wird. Sie bauen auf die Kraft des
Geistes, die sich in kleinen Gruppen entfalten kann. Einzelne Bausteine dieser
Pastoral geben Anregungen, wie sich Laiengruppen auf Evangelientexte einlassen
können. Die Bibeltexte werden mit der individuellen und gesellschaftlichen
Situation in Bezug gebracht und setzen so ein neues Handeln frei. José Amrein
vom Informationsdienst der Bethlehem Mission Immensee versteht den Einsatz für
diese Methode der Pastoral, die vom Pastoralamt des Bistums Basel ausdrücklich
unterstützt wird, als ein Element im Netz des weltkirchlichen Lernens. Die in
Asien entwickelte Methode entstand in einer Kirche, die in Ländern in grossen
Krisen lebt. Von ihnen können wir in einer verunsicherten Schweiz viel lernen
(weitere Informationen auf
www.asipa.ch und
www.asipa.de ).
Am Freitagabend berichtete Xaver Pfister von der pastoralen
Situation in Basel. Neben den statistischen Daten zur religiösen Landschaft in
Basel - 2000 standen 31 % Konfessionslosen 25 % evangelisch - reformierte und 24
% römisch- katholische Christen gegenüber - berichtete er von der Imagestudie,
welche die beiden Kirchen in Basel durchgeführt hatten. Die Wahrnehmung der
unterschiedlichen Typen von Kirchenzugehörigkeit und das sorgfältige
Analysieren der Zielgruppen unserer pastoralen Bemühungen standen im Mittelpunkt
der Ausführungen und der Diskussion. Dabei wurde deutlich, dass das Marketing
ein wichtiges Instrument der Pastoral sein kann.
Claudia Mennen, die Tagungsleiterin, lud zum
nächsten
Pfarreiräteforum am 8./9.September 2006 in Wislikofen ein. Inhaltlich werden
Impulse zur Wahrnehmung unterschiedlicher Zielgruppen der pastoralen Bemühungen
gegeben. Die Soziologie redet von der Bedeutung der unterschiedlichen
Lifestylemilieus. Die einen lieben Jodlermusik, die andern Klassik, die dritten
Pop. Das ist nicht unerheblich, weil sich darin unterschiedliche Lebensgefühle
äussern. Das Pfarreiräteforum 2006 fragt nach den Konsequenzen aus dieser
elementaren Einsicht. Auch 2006 sind Pfarreirätinnen und Pfarreiräte aus der
Bistumsregion St. Urs, also aus den Kantonen Aargau, Basellandschaft und
Basel-Stadt eingeladen. (15.9.2005/xp/cb)
Eröffnung der Fastenkampagne in
Zofingen
Die diesjährige Fastenkampagne wird im Aargau am Samstag, 19.
Februar in Zofingen eröffnet. Im ersten Teil des kulturellen Events, 17.00 bis
18.45 Uhr, stehen persönliche Erfahrungsberichte von drei Personen im
Vordergrund, die in ihrer Arbeit vom Motto der diesjährigen Fastenkampagne
überzeugt sind: "Wir glauben. Gewalt hat nicht das letzte Wort". John Moreno und
Deisy Rivera, zwei Jugendliche aus Kolumbien, berichten, wie Jugendliche in
ihrer Heimat inmitten eines bewaffneten Konfliktes leben müssen. Sonja Tanner,
Co-Autorin des Buches "Verratene Kindheit", schildert die Gewalt in der
Kinderprostitution in der Schweiz. Nach einem südamerikanischen Apero wird von
19.25 bis 20.30 Uhr Tango und Folklore geboten. Sonja Levitan und Cecilia
Rodriguez, die auf Bandoneon, Querflöte, Gitarre und verschiedenen
Schlaginstrumenten spielen, erzählen musikalisch in Tangos und Liedern von den
Lebensrealitäten in Argentinien.
Der Anlass findet im katholischen Pfarreizentrum Chi-Rho,
Mühletalstrasse 15, statt (5 bis 10 Minuten vom Bahnhof). Organisatoren sind die
Fachstelle Solidarische Welt der röm.-kath. Kirche im Aargau und die Fachstelle
Ökumene, Mission, Entwicklungszusammenarbeit der reformierten Landeskirche. Der
Eintritt ist frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten. (16.02.05/mb/cb)
Eröffnungstag der "Perspektiven im Bistum Basel"
Am 5. März haben sich in Baden 70 Teilnehmende versammelt, um zum
ersten Mal die "Perspektiven im Bistum Basel" zu diskutieren. Diese
Veranstaltung dient dem Dialog der kirchlichen Basis mit der Bistumsleitung.
Ihre Ursprünge liegen in der "Tagsatzung im Bistum Basel", die bisher zweimal
(1998 und 2001) durchgeführt wurde.
Neun Themen diskutierten die Teilnehmenden in Gruppenarbeit,
wobei eine vielfältige Arbeitsatmosphäre auffiel. Einige Themengruppen waren
eher homogen strukturiert und konnten sich auf eine gemeinsame Linie einigen. In
anderen Gruppen herrsten unterschiedliche Haltungen vor und diese stellten ein
"prägnantes Abbild der Bistums-Kirche im Kleinen" dar.
Im Sommer sollen erste Ergebnisse vorliegen, die im Herbst mit
der Bistumsleitung besprochen werden. Am 23. Oktober werden die Ergebnisse
dieser Diskussionen der Öffentlichkeit präsentiert. (10.03.2005/kipa/cb)
Fachstelle Katechese-Medien feiert 25
Jahre Bestehen mit goldenen Äpfeln
1980 noch unter dem Namen
Katechetische Arbeitsstelle gegründet, 1988 ergänzt mit der Abteilung
Medienstelle, präsentiert sich heute zum 25-Jahr-Jubiläum die Fachstelle
Katechese-Medien der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau mit Sitz in Aarau als
kompetente Dienststelle für katechetisch Tätige und andere interessierte
Personen.
"Wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen ist ein Wort, gesprochen
zur rechten Zeit", mit diesem Jubiläumsspruch drückt der Fachstellenleiter Toni
Schmid aus, dass die geleistete Arbeit Früchte trägt, die wachsen. Die
Arbeitsstelle entstand mit dem Ziel, Frauen und Männer in Kursen für die
Katechese, den Religionsunterricht, zu schulen und sie in ihrer Tätigkeit zu
begleiten. Inzwischen haben viele Frauen und einige Männer in den vergangenen 25
Jahren katechetische Aus- und Weiterbildungskurse besucht.
Einiges hat sich
in der Zeit verändert und die Formen des Religionsunterrichtes müssen sich den
neuen Gegebenheiten, dem wechselnden gesellschaftlichen Umfeld immer wieder
anpassen. Den Lernstoff gut vermitteln heisst, das Evangelium in eine Form
bringen, die für Kinder und Jugendliche begreifbar ist. Das kann durchaus in
Erlebnistagen oder bei Lagerwochen geschehen, über Gott und die Welt
nachzudenken braucht nicht nur den Schulraum.
Katechetische Arbeit bezieht
sich heute aber nicht mehr nur auf Kinder und Jugendliche, sondern schliesst
auch vermehrt die Eltern mit ein.
1988 wurde die Medienstelle eröffnet und in die Fachstelle
integriert, heute auch finanziell und personell mitgetragen von der Reformierten
Landeskirche im Aargau. Offen für alle finden dort Interessierte über 7'500
Bücher, Medien und Arbeitshilfen für den kirchlichen und schulischen
Religionsunterricht sowie andere Bereiche der Gemeindepastoral. Auch hier haben
durch die digitalen Medien Veränderungen stattgefunden. Mit Online-Katalog und
Website hat man sich den neuen Bedürfnissen angepasst.
Und die Entwicklung geht weiter . . . 25 Jahre Bestehen ist ein
Grund zum Feiern, aber auch ein Zeitpunkt, neue Ideen und Projekte aufzugreifen.
Für die Beratung und Begleitung von katechetisch Tätigen möchte die Fachstelle
Katechese-Medien vermehrt Angebote schaffen. Ein wichtiger Aspekt ist auch die
Vernetzung und Koordination der Ausbildung mit anderen Kantonen und
Institutionen und die qualitative Sicherung der Ausbildungsgänge.
Viele neue
Aufgaben prägen die weitere Arbeit der Fachstelle, aber gefeiert wurde das
Jubiläum auch. In Verbindung mit der Abschlussfeier der diesjährigen
katechetischen Ausbildungskurse konnte man die gewachsenen Früchte essen, nicht
von silbernen Schalen, aber auf ebenso schmackhaft angerichteten Tellern der
Propstei Wislikofen, dem Bildungshaus der Röm.-Kath. Landeskirche im Aargau.
(27.06.2005/cb)
Fastenkampagne zum Thema "Wir glauben.
Gewalt hat nicht das letzte Wort" eröffnet
"Es ist immer noch ein Tabuthema. Man redet zwar darüber, setzt
sich aber eigentlich nicht damit auseinander." Das sagte Sonja Tanner etwas
resigniert über die sexuelle Ausbeutung von Kindern in der Schweiz. Sie selber
wurde jahrelang missbraucht und schrieb darüber als Co-Autorin unter dem Namen
"Sonja Tanner" das Buch "Verratene Kindheit". Bei der kantonalen Eröffnung der
ökumenischen Fastenkampagne zum Thema "Gewalt" am 19. Februar in Zofingen stand
sie Rede und Antwort, zum Schutz der Anonymität hinter einem Vorhang. Zuvor
hatte Susanne Birke von der katholischen Fachstelle "Solidarität" eindrückliche
Ausschnitte aus dem Buch vorgelesen. Birke hat den Anlass zusammen mit Ursula
Walti von der reformierten Fachstelle OeME und den örtlichen Kirchen
organisiert.
Es ist schockierend und unverständlich, was Sonja Tanner als Kind
vor rund dreissig Jahren erleben musste. Heute arbeitet sie in der Prävention
und von daher weiss sie, dass es in der Schweiz auch heute noch kommerzielle
sexuelle Ausbeutung von Kindern gibt, betrieben von Vätern, Müttern oder nahen
Verwandten. Das bestätigt auch die Studie von Christina Peter und Stefan Studer
zum Thema. "Es gibt viel mehr, als man denkt", sagte Sonja Tanner betroffen aus
ihrer Beratungsarbeit. Die Kirchen zeigen mit der Fastenkampagne Sensibilität,
wenn sie beim Thema Gewalt auch die Schweiz und insbesondere die sexuelle
Ausbeutung ins Blickfeld nehmen.
Wie in der bürgerkriegsähnlichen Situation in Kolumbien der
Gewalt begegnet wird, schilderten John Moreno und Deisy Rivera, zwei Jugendliche
aus Barrancabermeja in Kolumbien. Anhand einer Diareihe erzählten sie von ihrem
Alltag und vom Leben ihrer Familien. Auf musikalische Art brachten Sonja Levitan
und Cecilia Rodriguez aus Argentinien das Thema zur Sprache. Begleitet von
verschiedenen Instrumenten sangen und kommentierten sie Lieder von den
Lebensrealitäten in ihrer Heimat. (23.02.2005/mb/cb)
Feierliche Kircheneinweihung in
Aarau
Sanierung nach Brand abgeschlossen
Vor einem Jahr hat es in der Kirche Peter und Paul in Aarau
gebrannt und es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Nach einer umfassenden
Sanierung erstrahlt die Kirche nun wieder in neuem Glanz. Die Ortskirchenpflege
und das Seelsorgeteam möchten feiern mit all denen, die in der Kirche beten und
zusammenkommen, um Brot und Wort zu teilen, mit all denen, die am Umbauprojekt
mitgearbeitet haben und mit all denen, die diese Arbeiten auf irgendeine Art
unterstützt haben.
Aus zeitlichen Gründen wird bei der Einweihung der Kirche
noch nicht alles ganz perfekt sein. Einige Sachen fehlen noch, doch die Türen
laden bereits zum Öffnen, zum Eintreten und zum Einkehren ein.
Die feierliche
Einweihung des neu gestalteten Gotteshauses durch Weihbischof Denis Theurillat
findet am Samstag, 17. Dezember 2005 statt. Alle, die Interesse haben und gerne
mitfeiern möchten, treffen sich um 17.00 Uhr vor der Kirche.
(12.12.2005/cb)
Führung aus Frauensicht - Einladung zur
feMAIL-Vernissage
feMAIL, die halbjährlich erscheinende Info-Schrift der
Katholischen und Reformierten Fachstellen für Frauen- und Geschlechterfragen im
Aargau widmet sich anlässlich der Ausstellung "strafen" in Lenzbrug dem Thema
"Frauen strafen".
Mit einer Spezialführung aus Frauensicht wird auch
gleichzeitig zum Internationalen Frauentag am 8. März 2005 die Erscheinung der
neuen Ausgabe des feMAIL mit einer Vernissage und anschliessendem Apéro
lanciert. Die Führung beginnt um 18.30 Uhr in der Ausstellung "strafen" des
Stapferhauses im Zeughausareal Lenzburg. Nähere Informationen geben Susanne A.
Birke (Kath. Frauenstelle Aargau), Telefon 056 427 01 50 und Andrea Kolb
(Ev.-Ref. Fachstelle Frauenfragen), Telefon 062 838 00 28.
Das feMAIL kann kostenlos abonniert werden bei der Ev.-Ref.
Landeskirche Aargau, Sekretariat feMAIL, Telefon 062 838 00 16.
(23.02.2005/cb)
Gemeinsam die Spuren verlorener Kinder
würdigen
Trauerfeier für frühverlorene Kinder in
Wettingen
Zum vierten Mal findet am 20. November 2005 um 17 Uhr in der
Abdankungshalle Brunnenwiese in Wettingen eine Trauerfeier für frühverlorene
Kinder statt. Diese Feier möchte Raum bieten zum gemeinsamen Trauern um Kinder,
die vor, während oder nach der Geburt verstorben sind.
Ist doch das
Thema im Alltag eher mit der Last eines Tabus verbunden und ist es für die
Betroffenen und Angehörigen schwierig, Möglichkeiten der Bewältigung und des
Austausches zu finden, so bietet diese Trauerfeier die Möglichkeit, einmal im
Jahr mit anderen zusammen an die Kinder zu denken, die nicht mit uns leben. Sei
es, weil sie krank waren, weil sie aus unerfindlichen Gründen aufhörten zu atmen
oder weil die Eltern sich nicht für das Leben entscheiden konnten.
An den vergangenen Trauerfeiern bestätigte die rege Teilnahme von
Frauen, Männern und Kinder, wie sehr die Gelegenheiten zur Verarbeitung eines
frühzeitigen Kindsverlustes gesucht werden.
Die Trauerfeier ist nicht
konfessionell und steht allen Menschen jeglicher religiöser Bindung offen.
Rituale für das Abschiednehmen fehlen im täglichen Leben.
Zusammen trauern hilft dem Thema das Tabu zu nehmen und gibt Kraft für den
Alltag. (31.10.2005/cb)
Gender in der Jugendarbeit - Aargauer
Jugendseelsorgeforum lieferte Beispiele und Tipps
Das 10. Aargauer Jugendseelsorgeforum widmete sich in Brugg
dem Thema "Gender in der Jugendarbeit". 35 Teilnehmende aus den Bereichen
Jugendseelsorge, Katechese und Kirchenpflege holten sich theoretische und
praktische Impulse, wie in der kirchlichen Jugendarbeit geschlechterspezifisch
gearbeitet werden kann.
Im ersten Teil des Abends referierte Claudia Guggemos,
Assistentin am Lehrstuhl für Religionspädagogik an der Universität Tübingen
spannend und sehr dynamisch über das Thema. Mit verschiedenen Statements regte
sie die Teilnehmenden an, über die Geschlechterrollen im Alltag der Jugendarbeit
nachzudenken. Sie haben sich im Laufe der Zeit verändert, sind flexibler
geworden. Das ist ein Aspekt, der auch die jungen Menschen vor eine grosse
Herausforderung stellt. Den Begriff „Gender“ erläuterte die Referentin mit Hilfe
des Vatikanischen Papiers „Über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der
Kirche und in der Welt“ und setzte ihn in Bezug zur Jugend. Was muss passieren,
damit Mädchen sagen, dass sie auch gerne beim Aufbauen der Bühne für die
Jugenddiso mithelfen würden und die Jungen eigentlich ebenso gerne Sandwiches
belegen?
In der anschliessenden Diskussion in Kleingruppen wurden Fragen
behandelt wie „Was kann ich tun, um im Jugendtreff oder in der Firmgruppe die
jungen Menschen beim Mann und Frau werden zu unterstützen? Wem können sie sich
anvertrauen?“ Um die Analyse des eigenen Arbeitsfeldes zu vereinfachen stellte
Claudia Guggemos die "4-R-Methode" vor. Anhand der Stichworte Repräsentation,
Ressourcen, Realitäten und Regeln/Recht konnten die Teilnehmenden Fragen für
sich und einen selbst gewählten Bereich aus ihrer Arbeit auflisten, die
Anregungen gaben, um erfolgreich Lösungen zu finden für die richtige
Umsetzung.
Die Stimmen der Teilnehmenden am Ende der Veranstaltung zeugten
von einem lehrreichen und interessanten Abend. Ein Abend, der Motivation mit auf
den Heimweg gab, bei zukünftigen Arbeiten in der Jugendarbeit bereits im Vorfeld
die Auswirkungen auf die Geschlechter zu prüfen.
Das Aargauer Jugendseelsorgeforum wird jährlich durchgeführt
und veranstaltet von der Fachstelle Jugendseelsorge des Kantons Aargau und der
Fachkommission für kirchliche Jugendarbeit unter Mitarbeit der Vereinigung
Aargauer Jugendseelsorgenden. (08.06.2005/cb)
Im Zentrum des Kulturkampfs in der
Schweiz
Die Ausstellung «Augustin Keller. Pädagoge – Politiker –
Kirchenreformer» vom 26. November 2005 bis 29. Januar 2006 im Forum Schlossplatz
in Aarau
Wie würde sich Augustin Keller zur Kopftuchdebatte äussern? Was
hat der heute postulierte «clash of civilisations» zu tun mit dem «Kulturkampf»
in der Schweiz des 19. Jahrhunderts? In der Auseinandersetzung mit Augustin
Keller fokussiert die Ausstellung auf die grossen Themen des Verhältnisses von
Kirche und Staat, der Rolle von Bildung und Erziehung für die mündigen Bürger
und Bürgerinnen.
Vor 200 Jahren wurde Augustin Keller in Sarmenstorf geboren.
Wie kaum ein zweiter Aargauer steht Keller für den radikal-liberalen Aargau des
19. Jahrhunderts, als Initiant der Klosteraufhebung, engagierter
Seminardirektor, Kämpfer für die Gleichstellung der Juden und Mitgründer der
christkatholischen Kirche. Seine Rolle als Pädagoge und Politiker wird
kontrovers beurteilt. Seine wichtigen Themen sind bis heute von grosser
Aktualität.
Der «Kulturkämpfer» par excellence
Augustin Keller hat
während 50 Jahren das politische Geschehen im Aargau dominiert und auf
schweizerischer Ebene eine entscheidende Rolle gespielt. Seine pädagogische
Hinterlassenschaft ist die Gründung des ab 1847 im Kloster Wettingen
eingerichteten aargauischen Lehrerseminars. Das Kloster ist 1841 auf Antrag
Kellers zusammen mit den übrigen aargauischen Klöstern aufgehoben worden. Keller
hat damit einen entscheidenden Anstoss zu den staatspolitischen Umwälzungen
gegeben, die schliesslich 1848 zur Gründung des liberalen Bundesstaates in der
Schweiz geführt haben.
Sein Einsatz für die Gleichstellung der jüdischen
Gemeinden Lengnau und Endingen hat 1862 zur Abberufung der aargauischen
Regierung geführt und Keller fast den Kopf gekostet. Sein grosses Thema – die
Befreiung des Staates von den kirchenpolitischen Fesseln – lässt ihn
schliesslich im hohen Alter gegen das päpstliche Rom kämpfen und macht ihn zum
Mitgründer der christkatholischen Kirche in der Schweiz.
Geschichte visualisiert im Comic
Augustin Keller
war ein Mann des Wortes und der spitzen Feder, sein Nachlass besteht vor allem
aus Reden und Briefen. Keller war eine dankbare Figur für die in der Mitte des
19. Jahrhunderts in Entstehung begriffene politische Karikatur. Vor diesem
Hintergrund ist die Idee für die Umsetzung der Keller-Geschichte in der Form
eines zeitgenössischen Comics entstanden. Der Texter Markus Kirchhofer und der
Zeichner Silvan Wegmann haben eine Fotografin in der Jetzt-Zeit mit tierischer
Unterstützung – einer Keller-Assel – als Reporter auf die Spur der historischen
Figur gesetzt. Der Comic wird ergänzt mit ausgewählten historischen Dokumenten
und Bildern und mit einer Reihe von Hörstationen aus dem reichen Textfundus von
Augustin Keller.
Augustin Keller im Multipack
Die Ausstellung im Forum
Schlossplatz in Aarau steht im Mittelpunkt von drei weiteren Keller-Projekten:
Unter der Federführung von Yvonne Leimgruber von der Pädagogischen Hochschule
Aargau ist ein wissenschaftlicher Sammelband mit insgesamt 11 Beiträgen zur
Kellerforschung und zur Bedeutung Kellers in der Aargauer und Schweizer
Geschichte entstanden. Zudem hat die Pädagogische Hochschule vier Podien mit
Bezug zu Keller organisiert.
Am 11. Januar 2006 hat im Theater Tuchlaube in
Aarau das Stück KELLER MACHER von Markus Bundi in der Regie von Walter Küng
Premiere. Das Stück nimmt die kellerschen Themen des 19. Jahrhunderts auf und
übersetzt sie in die Gegenwart.
Öffnungszeiten
Mi / Fr / Sa 12.00 bis 17.00 Uhr, Do 12.00
bis 20.00 Uhr, So 10.00 bis 17.00 Uhr (28.11.2005/jh/cb)
Vorankündigung - Jugendtreffen Bistum
Basel in Olten
Am Sonntag, 13. März 2005 laden die Bischöfe und die
Jugendseelsorgestelle des Kantons Solothurn alle Jugendlichen des Bistums Basel
zu einem Jugendtreffen nach Olten ein. Das diesjährige Motto heisst "
together@olten". Zusammenkommen mit anderen
lässt Beziehungen entstehen oder vertiefen und bietet die Möglichkeit, Neues zu
erfahren und Bekanntes zu erneuern. Mit einer Einstiegsrunde am Morgen,
Workshops am Nachmittag und einem Gottesdienst am Schluss des Treffens wird ein
vielfältiges Programm geboten. Informationen und Anmeldungen über
www.jugendtreffen.org (31.01.05/he/cb)
Kaffee in Bild und
Geschmack
Kaffee-Vernissage in der Propstei Wislikofen
Sonntag ist Kaffeezeit! Zuerst müssen Sie einen Blick auf die
Bilder von Carmen Moeri werfen, die dem Sujet Kaffee in verschiedenen
Variationen gewidmet sind, um dann so richtig Geschmack zu bekommen für die
Degustation diverser Kaffee-Sorten bei Peter Sutter aus dem Dorado-Café. Die
Propstei Wislikofen in Wislikofen, das Bildungshaus der Römisch-Katholischen
Landeskirche, lädt am Sonntag, 13. November 2005 zur ersten Vernissage im
ehrwürdigen Gemäuer ein.
Von 11.00 bis 17.00 Uhr widmet sich die Propstei Wislikofen
ganz dem Thema Kaffee. Eine Filmvorführung informiert über den Kaffee-Anbau bis
hin zur Röstung der Kaffeebohnen, die verschiedenen Sorten lassen sich dann
direkt vor Ort testen und mit der Kaffeetasse in der Hand können die
Kaffee-Bilder und andere Arbeiten der Künstlerin Carmen Moeri in den
Räumlichkeiten der Propstei besichtigt werden.
Neues Kunstprojekt in der Propstei
Carmen Moeri ist die
erste Künstlerin, die in der Propstei Wislikofen für ein Jahr ihre Werke
ausstellt. Im Rahmen der diesjährigen Neuorganisation der Propstei, zusätzlich
zum Bereich Bildung auch das Angebot im Bereich Gastronomie und Hotellerie in
eigener Regie zu führen, ist das ein neu aufgegleistes Projekt. Die Propstei
bietet Kunstschaffenden für eine jährliche Dauer einen „Werkraum“. In diesem
Jahr soll der Kunstschaffende sich mit der Propstei auseinandersetzen und diesen
Einfluss in seine Werke stetig einfliessen lassen. Das führt zu wechselnden
Werken, die immer wieder einen neuen Einblick in der Propstei
gewährleisten.
Zu sehen und zu schmecken an der Vernissage
Carmen
Moeri ist in Neuchâtel geboren und im Aargau aufgewachsen. Ihre Arbeiten sind
wunderschöne bis zu zwei Meter grosse Engel und Figuren aus Holz, Eisen und Ton,
die im Zusammenspiel mit den Propsteigemäuern ein gelungenes Bild abgeben. Sie
fertigt Gebrauchsgegenstände aus Ton und gestaltet Bilder in verschiedenen
Materialien. Mit ihren Kunstwerken möchte sie die Vereinigung von Himmel und
Erde zeigen, vom Schöpferischen zum Geschaffenen.
Peter Sutter ist Kaffeespezialist und führt das Dorado Café in
Gretzenbach. Er findet garantiert für jeden Geschmack die richtige
Kaffeemischung. Vom milden Frühstückskaffe bis zum kraftvollen italienischen
Espresso führt sein Sortiment und durch schonende Röstverfahren zeichnet sich
die Qualität der Kaffeesorten als sehr säurearm aus. (08.11.2005/cb)
Kantonaler ökumenischer
Bettagsgottesdienst in der Klosterkirche Königsfelden
Am 18. September 2005 um 14.30 Uhr findet der traditionelle
kantonale ökumenische Bettagsgottesdienst in der Klosterkirche Königsfelden
statt. Dieser Gottesdienst ist immer eine Begegnung von Menschen mit und ohne
Behinderungen. Frauen aus dem Heimgarten Brugg spielen die Geschichte "Das
kleine Lob". Miteinander singen, beten und das anschliessende Zvieri geniessen,
schafft Raum für vielfältige Begegnungen. Ruth Gimmel begleitet die Feier am
Klavier. Die röm.-kath. Landeskirche und die reformierte Landeskirche des
Kantons Aargau laden herzlich zu dieser Feier ein. (08.09.05/cb)
Katholische Albanermission neu in der Nordwestschweiz
vertreten
Seit dem 1. Januar 2005 wirkt Don Mikel Sopi als
neuer Seelsorger für die Albaner im Kanton Aargau und für die Region
Nordwestschweiz. Als dritte Seelsorgestelle neben Sirnach für die Nordostschweiz
und Littau für die Zentralschweiz ist jetzt in Aarau das neue Büro der
Katholischen Albanermission eingerichtet worden. Don Mikel Sopi wird sich um
die rund 6000 albanischsprachigen Gläubigen kümmern. Die Gottesdienste und
andere Zeremonien werden in verschiedenen Kirchen durchgeführt. Don Mikel Sopi
freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden.
Am
Samstag, 22. Januar 2005 um 15.00 Uhr werden die Büroräume an der
Laurenzenvorstadt 85 offiziell vom eigens aus dem Kosovo angereisten Bischof
Marko Sopi gesegnet. Am Sonntag, 23. Januar 2005 findet um 14.00 Uhr in der
Kirche Heilig Geist in Suhr ein Gottesdienst zur Begrüssung des neuen
Seelsorgers statt. (20.01.05/cb)
Katholische Synode im Gespräch mit Bischof Kurt
Koch
Der Bischof auf Einladung der Synodalen zu Besuch in
Aarau
An der Herbstsitzung der katholischen Synode, das
staatskirchenrechtliche Parlament im Kanton Aargau, war auf Einladung der
Synodalen Bischof Kurt Koch zu Gast. Aufgrund der Erklärung der Luzerner Synode
vom 5. November 2003 zu drängenden seelsorgerlichen Fragen wurde der Wunsch im
Aargau laut, mit dem Bischof persönlich in den Dialog zu treten. Der
Grossratssaal war zu diesem Anlass gut gefüllt und das allgemeine Interesse an
der Diskussion war gross.
Eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Synode
bereitete einen Fragenkatalog vor, der sich auf vier Themenkreise beschränkte.
Angesprochen wurden Fragen zur Sakramentenspendung, zum Umgang mit engagierten
Kirchenleuten und der Einsatz von Seelsorgenden aus anderen Kulturen, zur
Ökumene und Zukunft der Kirche.
Dankbar für den Dialog
Der Bischof zeigte sich
verständnisvoll und ging ausführlich auf die einzelnen Fragen ein. Aber er
zeigte auch auf, dass sein Handlungsspielraum nicht gross sei. Gerade im Bereich
der Aufhebung des Pflichtzölibats oder bei der Ordination von Frauen muss der
Anstoss von der Universalkirche kommen. Beim Priestermangel und der
Gewährleistung der Eucharistiefeiern wünscht er sich mehr eucharistische
Zusammenarbeit und Solidarität zwischen den Pfarreien und Kirchgemeinden, um die
Probleme zu verringern.
Anträge und Voranschlag positiv aufgenommen
Neben dem
thematischen Teil mit dem Bischof behandelte die Synode natürlich auch die
anstehenden Geschäfte dieser Herbstsitzung. Einstimmig angenommen wurden der
Bericht über die kirchliche Arbeit an kantonalen Schulen und der Antrag für eine
Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aargau / Nordwestschweiz. Genehmigt wurde
ebenfalls der ausgeglichene Voranschlag für 2006 mit Aufwand und Ertrag von
14,92 Millionen Franken, gerechnet mit einem gleichbleibenden Beitrag der
Kirchgemeinde an die Zentralkasse von 2,7%. Darin enthalten ist auch der für den
Budgetausgleich geplante Bezug von 280'000 Franken aus den Reserven.
(03.11.2005/cb)
Klare Ablehnung der geplanten
Harmonisierung der Feiertagsregelung
Feiertagsregelung gibt
Katholischer Synode Anlass zur Resolution
Die vom Aargauer Regierungsrat beabsichtigte Harmonisierung
der Feiertagsregelung gab auch der Katholischen Synode Anlass zur Reaktion. Die
Römisch-Katholische Landeskirche und eine Vielzahl von Kirchgemeinden im Aargau
haben bereits im Rahmen einer Anhörung ihre ablehnende Meinung einbringen
können.
An der im November durchgeführten Herbst-Synodesitzung kam das
Thema erneut zur Sprache. Verschiedene Synodalen aus den Regionen Baden und
Freiamt meldeten sich diesbezüglich zu Wort und forderten ein erneutes
energisches Vorgehen des Kirchenrates. Die Wortmeldungen machten deutlich, dass
auch die Vertreterinnen und Vertreter der Synode mit der Harmonisierung der
Feiertagsregelung überhaupt nicht einverstanden sind. Der vom Regierungsrat
eingeschlagene Weg sei zu einseitig nach den Regelungen in den Kantonen Zürich
und Basel ausgerichtet und nimmt nicht Rücksicht auf die Situation in den
ebenfalls angrenzenden Gebieten der Innerschweiz und Süddeutschland. Eine
Vereinheitlichung, wie sie vom Regierungsrat geplant ist, geht auf Kosten
kirchlicher Feiertage wie Allerheiligen und Fronleichnam, die aber in vielen
Regionen noch eine grosse traditionelle Bedeutung haben.
Synode verfasste Resolution
Im Zuge der Diskussion wurde der
Wunsch nach dem Verfassen einer Resolution laut, um die Wichtigkeit dieser
Angelegenheit auch von Seiten der Synode zu bekräftigen.
Einstimmig wurde dann zum Abschluss der Synodesitzung
folgende Resolution verfasst:
Der Regierungsrat plant die Überarbeitung der
Vollziehungsverordnung zum Arbeitsgesetz in Bezug auf die
Feiertage
Die Synode der Röm.-Kath. Landeskirche des Kantons Aargau
appelliert an den Regierungsrat, die wichtigen katholischen Feiertage in den
Regionen weiter als gesetzliche Feiertage zu gewährleisten. Dies gilt
insbesondere für Fronleichnam und Allerheiligen, welche in der katholischen
Bevölkerung tief verankert sind und in den Pfarreien und Gemeinden in besonderer
Weise gefeiert werden.
Aarau, 2. November
2005
(28.11.2005/cb)
Menschlichkeit statt Abschreckung:
Aufenthaltsräume für Asyl Suchende mit Nichteintretensentscheid
Die drei Aargauer Landeskirchen, das
Bischofsvikariat St. Urs sowie die Hilfswerke HEKS Aargau/Solothurn und CARITAS
Aargau begrüssen den Entscheid des Kantons Aargau vorläufig auf die zeitliche
Beschränkung der Nothilfe für Asyl Suchende mit einem Nichteintretensentscheid
zu verzichten. Ausschlaggebend dafür war eine superprovisorische Verfügung des
Bundesgerichts in einem Solothurner Fall.
Die Kirchen und Hilfswerke sind
jedoch sehr besorgt, dass allein stehende Männer mit einem
Nichteintretensentscheid, die derzeit in Villnachern bei Brugg untergebracht
sind, seit dem 4. Januar die Notunterkunft trotz der Winterkälte tagsüber
verlassen müssen. Die Betroffenen haben wegen der Abgeschiedenheit der
Unterkunft sowie wegen ihrer vollständigen Mittellosigkeit während des Tages
keinen Zugang zu geheizten Aufenthaltsmöglichkeiten. Dadurch drohen nicht nur
gesundheitliche Schäden, sondern auch das Abrutschen in die
Kriminalität.
Die drei Kirchen und die beiden Hilfswerke im Aargau
appellieren deshalb an die kantonalen Behörden, Artikel 12 der Bundesverfassung
ernst zu nehmen und niemanden mitten im Winter mittellos auf die Strasse zu
stellen. Dazu ist es notwendig, dass geheizte und adäquat betreute
Tagesunterkünfte auch für allein stehende männliche Asyl Suchende mit einem
Nichteintretensentscheid in der Notunterkunft Villnachern oder in der Nähe zur
Verfügung gestellt werden.
Mit Erleichterung haben die kirchlichen
Institutionen zur Kenntnis genommen, dass Asyl suchende Familien und Frauen mit
einem Nichteintretensentscheid auch weiterhin tagsüber in der Notunterkunft in
Birr verbleiben können und nicht auf die Strasse gestellt werden.
Jene
Menschen, die ihre schwierige Situation verändern wollen, sollen dazu die
Möglichkeit erhalten. Betroffene, die sich aktiv um eine Ausreise bemühen,
sollen Beratung und Unterstützung erhalten. Um überhaupt bei ihren Botschaften
Papiere beschaffen zu können, benötigen Ausreisewillige Transportgutscheine, da
sie völlig mittellos sind.
Die kirchlichen Institutionen werden die
Situation weiterhin genau verfolgen und von den Behörden im Umgang mit Asyl
Suchenden mit Nichteintretensentscheid ein Minimum an Menschlichkeit einfordern.
Die kirchlichen Organisationen sind überzeugt, dass es fundamental gegen die
christlichen Grundwerte und die schweizerische humanitäre Tradition verstösst,
Menschen während des Winters mittellos vor die Tür zu stellen und sich selbst zu
überlassen. (10.01.05/uh/cb)
Neuer Seelsorger für die Portugiesischsprachigen -
Einsetzung von Pfarrer Marquiano Petez in Suhr
Die
Römisch-Katholischen Landeskirchen der Bistumsregion St.Urs, das heisst die
Kantone Aargau, Basel-Stadt und Baselland legen ihre Seelsorge für die
Portugiesischsprachigen zusammen. Pfarrer Marquiano Petez aus Brasilien
übernimmt diese Aufgabe.
Der Lebenslauf von Pfarrer Petez liest sich wie ein
Reiseführer. In Brasilien geboren und aufgewachsen, studiert in Brasilien und
Rom. Er war Vize-Rektor im Vatikanischen Kollegium „San Giosafat“ in Rom,
Bibliothekar in New York, hat in der Ukraine, im italienischen Trient und als
Pfarrer und Kaplan in Deutschland gearbeitet.
Seit Anfang diesen Jahres hat er bereits als Aushilfsseelsorger
mit den Portugiesischsprachigen Gottesdienste gefeiert und dabei erste Kontakte
zu Portugiesen und Brasilianern geknüpft. Die Zusammenarbeit mit den Gläubigen
ist ihm sehr wichtig. Dank seiner Aufgeschlossenheit wird ihm die Arbeit hier in
der Region leicht gelingen.
Pfarrer Petez wird vorerst in Mariawil im Haus der Redemptoristen
wohnen und von dort die katholische Mission Nordwestschweiz für die
Portugiesischsprachigen betreuen. Für den Kanton Aargau sind das alleine 4'600
Katholikinnen und Katholiken. Nach einer längeren Vakanz wird Pfarrer Petez viel
Aufbauarbeit leisten müssen, aber er freut sich auf die Kontakte mit den
Menschen hier vor Ort. (25.08.05/cb)
Sozialalmanach 2005 - das
CARITAS-Jahrbuch zur sozialen Lage der Schweiz ist erschienen
Acht Autorinnen und Autoren schreiben im Dezember 2004
erschienenen "Sozialalmanach 2005" der CARITAS zum Schwerpunktthema
Einsamkeit. Der Leser findet in dem vielfältig und aktuell gestaltetem Almanach
unter anderem Texte über "Migration und Einsamkeit", "Einsamkeit und Gesundheit"
oder über "Einsam in der Familie?". Trends, Analysen und Zahlen zur sozialen
Lage in der Schweiz und ein Überblick über die Reformen der Sozialwerke sind
weitere Themen. Wer mehr wissen möchte, muss Zeit haben oder sich Zeit nehmen
zum Lesen. Der "Sozialalmanach 2005" kann bezogen werden bei CARITAS Schweiz,
Löwenstrasse 3, 6002 Luzern, Telefon 041 419 22 22,
caritas@caritas.ch. (31.01.05/caritas/cb)
Tag der Völker - ein Tag der Begegnung
und Besinnung
Zum diesjährigen Tag der Völker am 13. November
2005 hat die Schweizer Bischofskonferenz das Motto "Nehmt einander an" (vgl. Röm
15,7) bestimmt.
Paulus mahnt in seinem Brief an die Römer die Christen seiner
Zeit, dass die Starken die Schwachen annehmen. Diese Aufforderung gilt gerade
für eine Zeit, in der Individualismus und Eigennutz gleichsam Idealvorstellungen
der Stärke sind. Paulus macht aber deutlich, dass in der gegenseitigen Rücksicht
die Gemeinschaft aufgebaut werden kann. Daraus erwächst die Einmütigkeit der
Gemeinde zum Nutzen aller Glieder. Als Vorbild stellt er Christus dar, der nicht
für sich selbst gelebt hat, sondern alle angenommen hat.
Eine multikulturelle
Gesellschaft, wie sie in unserem Land durch die Migrationen in den letzten
Jahren gewachsen ist, braucht das Beispiel der Christinnen und Christen, die aus
dem Glauben den gegenseitigen Respekt, die Achtung vor dem Anderen und die
Annahme des Schwächeren zu ihrem Ideal machen.
Der Tag der Völker soll zu
einem Tag der Begegnung und der Besinnung über die neue Gemeinschaft der Kirche
in unserem Land werden. (07.11.2005/cb)