Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau
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Im weltweiten Handel wird das Recht auf Nahrung oft dem gewinnorientierten Marktdenken untergeordnet. Kleinbäuerliche Strukturen und heimische Märkte werden zerstört. Die Zahl der Hungernden steigt – im Juni 2009 leiden erstmals über eine Milliarde Menschen an Hunger und Unterernährung. Unter dem Motto «Stoppt den unfairen Handel» befasst sich die ökumenische Kampagne in der Fastenzeit 2010 mit Nahrung und Gerechtigkeit. Die Kampagne soll Mut machen, unfairen Handel einzudämmen und gerechten Handel (global und regional) zu fördern.
Vor diesem Hintergrund findet im Aargau je eine kantonale Impulsveranstaltung (am 9. Januar in Aarau und am 14. Januar in Baden) statt. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierte und Engagierte, an die Multiplikatoren im Einsatz für das Anliegen in Kirchgemeinden und Solidaritätsgruppen. In drei Workshops werden Handlungsansätze zu den Themen Nahrung und Gerechtigkeit erarbeitet. Auch für die Liturgie, Katechese und Jugendarbeit werden praktische Ideen und Materialien zur Umsetzung der Aktion gegeben.
Die Ernährungswissenschaftlerin und Fachfrau für fairen Handel, Heike Wach, nimmt am 9. Januar 2010 unsere Konsumgewohnheiten unter die Lupe. Mit einer fairen Landwirtschaft in der Schweiz und deren Zusammenhang mit Spiritualität befasst sich am 14. Januar 2010 der Biobauer und Theologe, Jules Rampini-Stadelmann. An beiden Daten liefern Fachstellen der Landeskirchen Impulse für den Religionsunterricht und die Jugendarbeit.
Die offizielle Eröffnung der Fastenkampagne 2010 im Aargau findet am Samstag, 27. Februar 2010 mit der Konzertlesung «Spiel mir das Lied vom Brot» in Lenzburg statt.
Sa, 9. Januar 2010, 8.30-13.00, Bullingerhaus, Jurastrasse 13, Aarau
Do, 14. Januar 2010, 16.30-21.00, Ref. KGH, Ölrainstr. 21, Baden
Anmeldung bis 7.1.10: alice.liniger@ref-aargau.ch
Weitere Informationen finden Sie unter Bildung-mobil
Ökumenische Kampagne 2010
Stoppt den unfairen Handel
Während in den Industrieländern die Ausgaben für Lebensmittel im Vergleich zu den Gesamtausgaben stetig kleiner werden, müssen im Süden viele Familien ihr gesamtes Einkommen für Lebensmittel aufwenden. Spekulation, unfaire Handelsregeln, Eingriffe in die Agrarpolitik armer Staaten sind an der Tagesordnung. Zum Glück gibt es bereits heute lokale Handelsnetze oder Fairtrade-Organisationen, die funktionieren und wirtschaftlich erfolgreich sind. Die Kampagne 2010 von Fastenopfer und Brot für alle fordert auf zu lustvollem ökologischem und sozialem Konsumverhalten: www.rechtaufnahrung.ch
Kirchgemeinden, Pfarreien und Organisationen finden weitere Ideen zur Förderung des Fairen Handels in der neuen Fair Trade-Mappe der Kampagne. Zu bestellen bei www.brotfueralle.ch unter Material oder bei www.fastenopfer.ch/shop