11. Aargauer Kapellenwanderung: «Auf dem Pilgerweg der Hoffnung» durchs Reusstal

Die Römisch-Katholische Kirche im Aargau lädt am Samstag, 29. August 2026, zur 11. Aargauer Kapellenwanderung «Auf dem Pilgerweg der Hoffnung» ein. Die spirituelle Wanderung verbindet verschiedene Kirchen und Kapellen des Reusstals rund um Bremgarten und führt über Fischbach-Göslikon und Niederwil bis zur Bruder Klaus Kapelle in Hägglingen – zu Kirchen, Kapellen und Kraftorten, an denen Menschen seit Jahrhunderten innehalten, beten und neue Zuversicht schöpfen.

 

Treffpunkt ist um 10.00 Uhr beim Bahnhof Bremgarten. Von dort führt der Weg zunächst zur Einsiedelei St. Antonius zu Emaus in Zufikon. Nach Führung, Impuls und Pilgersegen geht es entlang der Reuss zurück nach Bremgarten zur Pfarrkirche St. Nikolaus sowie zu den drei Kapellen des Städtchens: der St. Annakapelle, der Muttergotteskapelle und der St. Klara­kapelle. Das gemeinsame Mittagspicknick findet an der Reuss statt – aus dem eigenen Rucksack.

Am Nachmittag wandert die Gruppe weiter nach Fischbach-Göslikon zur Rochuskapelle und zur Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Nach einer kleinen Stärkung führt der Weg nach Niederwil zur Pfarrkirche St. Martin und anschliessend weiter nach Hägglingen. Bei der Bruder Klaus Kapelle und dem Bruder Klaus Denkmal findet die Wanderung mit Führung, Segen und Abschluss ihren spirituellen Höhepunkt. Ein Apéro rundet den Tag ab.

Geleitet wird die Kapellenwanderung von Hans-Peter Stierli, Diakon im Pastoralraum Unteres Freiamt, und Dr. Bernhard Lindner, Theologe, Lebenspilger und Supervisor BSO, Fachstelle Bildung und Propstei der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau.

Wichtige Informationen 

  • Die Wanderung dauert rund 2,5 Stunden reine Wanderzeit und umfasst etwa 11 Kilometer.
  • Sie findet bei jedem Wetter statt.
  • Anmeldungen sind bis Freitag, 21. August 2026 via kathaargau.ch/agenda oder per Mail an bildungundpropstei@kathaargau.ch möglich.
  • Kosten: CHF 20.– inkl. Apéro (Barzahlung vor Ort)

Sankt Annakapelle

Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kathedralen leben.
Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit. Ich brauche sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt. Ich will zu leuchtenden Kirchenfenstern hinaufsehen und mich blenden lassen von den unirdischen Farben. Ich brauche ihren Glanz. Ich brauche ihn gegen die schmutzige Einheitsfarbe der Uniformen. Ich will mich einhüllen lassen von der herben Kühle der Kirchen. Ich brauche ihr gebieterisches Schweigen. Ich liebe betende Menschen. Ich brauche ihren Anblick. Ich brauche ihn gegen das tückische Gift des Oberflächlichen und Gedankenlosen. Ich will die mächtigen Worte der Bibel lesen. Ich brauche die unwirkliche Kraft ihrer Poesie. Ich brauche sie gegen die Verwahrlosung der Sprache und die Diktatur der Parolen. Eine Welt ohne diese Dinge wäre eine Welt, in der ich nicht leben möchte.

Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon