Rückblick: Kirchenpflegetagung 2026 – Gemeinsam fit für die Zukunft
Engagierte Kirchenpflegende aus dem ganzen Aargau trafen sich in der Propstei Wislikofen zur ersten Ausgabe der drei diesjährigen Kirchenpflegetagungen. Im Fokus standen nicht nur Fragen zu Vision und Strategie, sondern auch strukturelle Weichenstellungen, Personalentwicklung, Sichtbarkeit, Wegleitung zu Fusionen und die Frage, wie die Kirche als lebendiger sozialer Raum gestärkt werden kann.
Unter dem Motto «Fit für die Zukunft» blicken wir an den Kirchenpflegetagungen 2026 gemeinsam nach vorn: Wie kann sich die Landeskirche Aargau mit ihren Angeboten, Strukturen und Formen kirchlichen Lebens so entwickeln, dass sie den Menschen auch in Zukunft nahebleibt? Welche Impulse braucht es, damit kirchliches Engagement wirksam, tragfähig und zukunftsgerichtet bleibt? Auf Basis aktueller Studien und des pastoralen Wegweisers des Bistums richten wir den Blick ins Jahr 2045 – und entwickeln gemeinsam Perspektiven für eine Kirche im Aargau, die bewegt, verbindet und trägt.
Ein Freitagabend zwischen Strategie und Zauberei
Der Auftakt am Freitagabend war von einer produktiven und zugleich gelösten Stimmung geprägt. Tagungsleiter Alois Metz von der Fachstelle Bildung und Propstei begrüsste die Anwesenden und stimmte sie auf die kommenden Themen ein. Anschliessend überbrachte Synodenpräsident Matthias Schüepp überbrachte die Grüsse der Synode und leitete mit seinem Referat zum zentralen Programmpunkt über: die Vorstellung des Projekts «Fit für die Zukunft – Vision 2045 und Strategie der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau» durch Kirchenrätin Anita Berger und Projektbegleiter Prof. Dr. Hans Lichtsteiner.
Dass die Zukunft der Kirche nur gemeinsam gestaltet werden kann, wurde direkt spürbar: Mittels Smartphones konnten sich die Teilnehmenden aktiv einbringen. Die in Echtzeit entstandenen Wortwolken zeigten eindrücklich die Themen, welche die Kirchenpflegen aktuell und in Zukunft bewegen.
Um die Köpfe zwischendurch zu lüften, sorgte ein Kirchenpflegepräsident und Mitglied der Geschäftsprüfungskommission mit verblüffenden Zaubereinlagen für Staunen und viele Lacher: Silvère Dagelet aus Fislisbach bot eine willkommene Auflockerung, die den Nerv der Teilnehmenden traf.
Kirchenratspräsident Pascal M. Gregor informierte in den Mitteilungen des Kirchenrats über personelle Veränderungen und die Synodengeschäfte im vergangenen Jahr, die geplanten Sparmassnahmen sowie die diesjährigen Jubiläumsveranstaltungen im Rahmen von «50 Jahre Propstei Wislikofen» und «500 Jahre Badener Disputation». In den Mitteilungen des Bistums berichtete Bistumsregionalleiterin Antonia Hasler über den Stand des «Synodalen Prozesses», die aktuellen Präventionsmassnahmen und das geplante Mentoring-Programm zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen der katholischen Kirche. Der anschliessende Ausklang im Klosterkeller bot den idealen Rahmen, um die Gespräche in geselliger Runde zu vertiefen und das Netzwerk unter den Kirchenpflegenden zu stärken.
Impulse aus den Ateliers: Von Visionen und praktischen Wegen
Am Samstag folgte der zweite Teil der Tagung mit der Vertiefung der Themen in fünf verschiedenen Ateliers, die ein breites Spektrum aktueller Herausforderungen abdeckten:
Im Atelier 1 «Kirche als sozialer Raum» wurde diskutiert, wie Pfarreien über die Liturgie hinaus als Orte der Begegnung und des Gemeinsinns fungieren können.
Im Atelier 2 ging es um «Personal am Limit:» das kritisch, aber konstruktiv neue Wege der Personalentwicklung aufzeigte, um die Mitarbeitenden zu entlasten und zu fördern.
Im Atelier 3 wurden unter dem Motto «Kirche sichtbar machen» Strategien besprochen, wie die kirchliche Arbeit professionell und zeitgemäss nach aussen getragen werden kann, so dass sie auch von kirchenfernen Menschen wahrgenommen wird.
Im Atelier 4 befassten sich die Teilnehmenden mit der Vision 2045 und der langfristigen Strategie der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau – als mutiger Blick in die Zukunft.
Das Atelier 5 gab praktische Hilfestellungen, auch mit Blick auf andere Landeskirchen, für die immer wichtiger werdende Kooperation innerhalb der Pastoralräume.
Fazit
Die erste Durchführung der Kirchenpflegetagung 2026 hat einmal mehr gezeigt: Die Herausforderungen sind gross, aber die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, ist spürbar. Mit dem Projekt «Fit für die Zukunft – Vision 2045 und Strategie der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau» und den vielen praktischen Tipps aus den Ateliers im Gepäck kehren die Kirchenpflegenden mit neuen Impulsen in ihre Gemeinden zurück.
Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden für die Organisation und den Teilnehmenden für ihr grosses Engagement!
Die Kirchenpflegetagungen 2026
Am Samstagvormittag können wiederum aus den sechs angebotenen Ateliers zwei nacheinander
besucht werden, mit dem Ziel, Räume für Inspiration, Austausch und gemeinsames Zukunftsdenken zu entwickeln:
- Wie Kirchenräume zu lebendigen Orten des Gemeinsinns werden.
- Wie innovative Personalentwicklung Zukunft gestaltet.
- Wie Kommunikation Kirche sichtbar und verständlich macht.
- Wie eine gemeinsame Vision 2045 entsteht.
- Wie Kirchenpflegen über Pastoralräume hinweg zusammenwirken.
- Kirche hat Potenzial – für Wandel, Gemeinschaft und neue Formen des Miteinanders. Lassen wir dieses Potenzial leuchten und werden wir gemeinsam zu Gestalterinnen und Gestaltern einer Kirche mit Zukunft.
Die Kirchenpflegetagungen 2026 finden an folgenden Daten in der Propstei Wislikofen statt
- Freitag / Samstag, 23. / 24. Januar 2026
- Freitag / Samstag, 20. / 21. Februar 2026
- Freitag / Samstag, 06. / 07. März 2026
Am Freitagabend startet die Tagung mit Begrüssung und Sektempfang sowie den Informationen der Projektleitung «Fit für die Zukunft», des Kirchenrats und der Bistumsregionalleitung.
Leitung: Alois Metz, Bildung und Propstei