Rückblick: Schöpfungswanderung vom Sonntag, 20.9.2026

Zwei Jubiläen, ein gemeinsamer Weg und viele inspirierende Momente: Anlässlich von 50 Jahren Propstei Wislikofen als Bildungszentrum und 40 Jahren «oeku Kirchen für die Umwelt» führte am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag vom 20. September 2026 eine besondere Schöpfungswanderung vom Kloster Fahr entlang der Limmat nach Baden. Unter dem Motto «Im Rhythmus der Natur» verband die Wanderung Naturerlebnisse mit spirituellen Impulsen, besinnlichen Momenten und anregenden Begegnungen.

Der Tag begann mit einem herzlichen Empfang im Kloster Fahr. Priorin Irene Gassmann begrüsste die Teilnehmenden mit einem stärkenden Kräutertee und führte sie durch den liebevoll gepflegten «Laudato si’»-Klostergarten. Ein stimmungsvoller Auftakt, der die Aufmerksamkeit auf die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung lenkte. Anschliessend übernahm Vroni Peterhans von «oeku Kirchen für die Umwelt» die Wanderleitung und begleitete die Gruppe auf ihrem Weg nach Baden.

Unterwegs zwischen Natur, Spiritualität und Nachdenklichkeit
Die rund viereinhalbstündige Wanderung entlang der Limmat bot immer wieder Gelegenheit, innezuhalten und die Umgebung bewusst wahrzunehmen. An verschiedenen Stationen regten spirituelle Impulse, Gebete und Texte dazu an, über das eigene Leben, den Umgang mit der Natur und die Verantwortung für die Schöpfung nachzudenken.

Ein wiederkehrendes Thema war das Wasser – als Lebensgrundlage, Symbol für Veränderung und Quelle spiritueller Kraft. So wurde etwa die Frage aufgeworfen: «Wo ist meine Quelle? Was hält mich lebendig? Was gibt mir Kraft?» 

Gedanken über den Durst nach Sinn, über Menschen, die uns zu Brücken werden, und über den stetigen Wandel des Lebens begleiteten die Wandernden ebenso wie das gemeinsame oeku-Lied.

Auch der achtsame Umgang mit Ressourcen kam zur Sprache. Eine Kunstinstallation in Form einer überdimensionalen Getränkedose erinnerte an Konsum, Recycling und die Auswirkungen unseres Abfalls. An anderer Stelle standen die Vogelwelt, die Bedeutung der Nahrung und die Dankbarkeit für die Gaben der Natur im Mittelpunkt.
Zwischen den besinnlichen Momenten blieb genügend Zeit für persönliche Gespräche, gemeinsames Staunen und eine Stärkung aus dem eigenen Rucksack. So wurde die Wanderung auch zu einem Erlebnis gelebter Gemeinschaft.

Ein gelungener Abschluss in Baden
Nach dem gemeinsamen Weg erreichte die Gruppe Baden zum krönenden Schlusspunkt. Beim gemütlichen Apéro im Garten des reformierten Kirchgemeindehauses, grosszügigerweise offeriert von der Reformierten Kirche Baden Plus, liessen die Teilnehmenden den erlebnisreichen Tag ausklingen.
Die Schöpfungswanderung zeigte auf eindrückliche Weise, wie sich Natur, Spiritualität und Gemeinschaft miteinander verbinden lassen. Ein Jubiläumsanlass, der nicht nur zum Zurückblicken einlud, sondern auch dazu ermutigte, die Schöpfung weiterhin achtsam wahrzunehmen und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen.