Samstag, 9. Oktober 2027

Kirchliche Räume öffnen, ohne Menschen zu verlieren

Wie Kirche im Dorf oder im Quarti­er wirk­sam bleibt
Tageskurs für Kirchenpfle­gen, Kirchen­räte, pas­torale Mitar­bei­t­ende, sozial­diakonis­che Mitar­bei­t­ende und Ver­ant­wortliche für kirch­liche Gebäude.

Kirch­liche Räume zu öff­nen klingt ein­fach. In der Umset­zung ist es anspruchsvoll. Denn Kirchen­räume sind nicht nur Gebäude. Sie sind Erin­nerung­sorte, Iden­ti­fika­tion­sorte und Orte gelebter Zuge­hörigkeit.
Wer kirch­liche Räume weit­er­en­twick­eln will, muss deshalb mehr kön­nen als Nutzun­gen pla­nen. Es braucht ein Ver­ständ­nis für Men­schen, Äng­ste, Gewohn­heit­en, Macht­fra­gen, Sprache und lokale Beziehun­gen.
Der Kurs arbeit­et mit konkreten Erfahrun­gen. Im Zen­trum ste­ht eine Pfar­rei, die ihre Räume schrit­tweise stärk­er für Quarti­er, Begeg­nung, Kul­tur und gesellschaftliche Teil­habe geöffnet hat.
Dieses Beispiel zeigt, worum es bei Kirch­enen­twick­lung im All­t­ag wirk­lich geht: Nicht nur um neue Nutzun­gen, son­dern um Ver­trauen, Zuge­hörigkeit, Kom­mu­nika­tion, Beteili­gung und den sorgfälti­gen Umgang mit Wider­stand.
Ger­ade deshalb bleibt der Kurs nahe an der Prax­is. Er fragt, welche Schritte über­trag­bar sind, wo Stadt, Dorf und Kirchge­meinde unter­schiedliche Voraus­set­zun­gen haben und wie ein Prozess vor Ort sorgfältig aufge­baut wer­den kann.
Im Zen­trum ste­ht die Frage, wie kirch­liche Orte offen, rel­e­vant und anschlussfähig wer­den kön­nen, ohne beliebig zu wer­den und ohne die beste­hende kirch­liche Gemein­schaft zu ver­lieren.

Ziele des Kurs­es
Die Teil­nehmenden:
• ver­ste­hen Sozial­raum als konkreten Leben­sraum von Men­schen und nicht nur als abstrak­tes Konzept
• erken­nen das Poten­zial kirch­lich­er Räume für Begeg­nung, Teil­habe, Gemein­schaft und lokale Entwick­lung
• set­zen sich mit dem Span­nungs­feld zwis­chen Öff­nung, kirch­lich­er Iden­tität und Ver­lustäng­sten auseinan­der
• ler­nen anhand eines konkreten Beispiels, wie kirch­liche Öff­nung­sprozesse aufge­baut und begleit­et wer­den kön­nen
• reflek­tieren Wider­stand als wichti­gen Teil solch­er Prozesse
• entwick­eln erste Ideen und näch­ste Schritte für die eigene Pfar­rei oder Kirchge­meinde

Inhalte
1. Kirch­liche Räume im Wan­del

Was verän­dert sich in Pfar­reien, Kirchge­mein­den und Quartieren? Welche Rolle spie­len kirch­liche Gebäude heute? Wo entste­hen neue Chan­cen, wo Unsicher­heit­en?
2. Sozial­raum konkret ver­ste­hen
Wer lebt und arbeit­et im Umfeld der Kirche? Welche Bedürfnisse, Beziehun­gen und Ressourcen sind vorhan­den? Wie kann die Kirche Teil dieses sozialen Gefüges sein?
3. Beispiel ein­er geöffneten Pfar­rei im Quarti­er
Ein­blick in einen Öff­nung­sprozess. Eine Pfar­rei hat ihre Räume schrit­tweise stärk­er für Quarti­er, Begeg­nung, Kul­tur und gesellschaftliche Teil­habe geöffnet. The­ma sind nicht nur neue Nutzun­gen, son­dern auch Kom­mu­nika­tion, Ver­trauen, Beteili­gung und der Umgang mit Ver­lustäng­sten.
4. Vom Beispiel zur eige­nen Sit­u­a­tion
Was lässt sich aus dem Beispiel über­tra­gen? Wo liegen Unter­schiede zwis­chen Stadt, Dorf und Kirchge­meinde? Welche Schritte sind im eige­nen Kon­text sin­nvoll, und wo braucht es zuerst Klärung, Ver­trauen oder Beteili­gung?
5. Umgang mit Wider­stand und Ver­lustäng­sten
Öff­nung löst nicht nur Zus­tim­mung aus. Viele Men­schen verbinden mit kirch­lichen Räu­men starke Erin­nerun­gen und Zuge­hörigkeit. Der Kurs zeigt, wie solche Reak­tio­nen ernst genom­men wer­den kön­nen, ohne den Entwick­lung­sprozess zu block­ieren.
6. Nutzung, Part­ner­schaften und Iden­tität
Welche For­men gemein­samer Nutzung sind sin­nvoll? Welche Part­ner­in­nen und Part­ner kom­men in Frage? Wie bleibt ein kirch­lich­er Ort erkennbar, wenn er sich stärk­er ins Quarti­er öffnet?
7. Werk­statt eigene Sit­u­a­tion
Die Teil­nehmenden arbeit­en an ihrer eige­nen Aus­gangslage. Sie for­mulieren erste mögliche Schritte, klären offene Fra­gen und prüfen, welche Prozesse vor Ort sin­nvoll wären.

Methodik
Input, Prax­is­beispiele, gemein­same Reflex­ion, Grup­pe­nar­beit, Aus­tausch aus der eige­nen Erfahrung und Arbeit an konkreten Sit­u­a­tio­nen der Teil­nehmenden.

Ziel­gruppe
Mit­glieder von Kirchenpfle­gen und Kirchen­räten, pas­torale Mitar­bei­t­ende, sozial­diakonis­che Mitar­bei­t­ende, Ver­ant­wortliche für Immo­bilien, strate­gis­che Entwick­lung und kirch­liche Ange­bote.

Warum jet­zt?
Viele kirch­liche Gebäude ste­hen vor ein­er neuen Phase. Sie sind weit­er­hin wichtige Orte für Glaube, Gemein­schaft und Zuge­hörigkeit. Gle­ichzeit­ig kön­nen sie stärk­er zu offe­nen Orten im Quarti­er wer­den.
Dafür braucht es keine schnellen Rezepte, son­dern sorgfältige Prozesse. Entschei­dend ist, die kirch­liche Iden­tität ernst zu nehmen und gle­ichzeit­ig neue For­men von Begeg­nung, Nutzung und gesellschaftlich­er Teil­habe zu ermöglichen.

Leitung
Jesús Turiño begleit­et Prozesse an der Schnittstelle von Soziokul­tur, Raum, Kirche, Ver­wal­tung und Quarti­er. Seine Erfahrung verbindet kirch­liche Öff­nung­sprozesse mit Fra­gen der Sozial­rau­men­twick­lung, Nutzung, Beteili­gung und lokalen Zusam­me­nar­beit.
Er bringt konkrete Erfahrung mit: Aus der Öff­nung ein­er Pfar­rei hin zu einem Ort für Quarti­er, Begeg­nung und Kul­tur.
Sein Zugang ist nicht rein the­o­retisch. Er ken­nt die Fra­gen, die in solchen Prozessen tat­säch­lich auf­tauchen: Wer fühlt sich noch gemeint? Wer hat Angst, etwas zu ver­lieren? Wie wer­den beste­hende kirch­liche Nutzerin­nen und Nutzer ein­be­zo­gen? Welche neuen Part­ner­schaften sind sin­nvoll? Und wie bleibt ein kirch­lich­er Ort erkennbar, wenn er sich stärk­er ins Quarti­er öffnet?

Infor­ma­tion: Dieser Kurs wird auch als Inhouse-Schu­lung (Holkurs) ange­boten. Bei Inter­esse wen­den Sie sich bitte an XY.

Details
Beginn: Sa., 9. Oktober 2027, 09:30
Ende: Sa., 9. Oktober 2027, 16:30
Für weitere Fragen:
Anmeldung

Anmeldung: Zum Anmeldeformular

Anmeldung

Veranstaltung

Kirchliche Räume öffnen, ohne Menschen zu verlieren
Sa., 9. Oktober 2027, 09:30
Datenschutz
Ihre persönlichen Daten werden von uns vertraulich behandelt. Sie werden nur in dem für die Weiterbildung oder Veranstaltung erforderlichen Umfang und unter Beachtung der rechtlichen Bestimmungen zum Datenschutz bearbeitet. Adress- und Kontaktdaten können zu diesem Zweck an die Kursleitenden weitergegeben werden. Sie dürfen von diesen nur für die jeweilige Weiterbildung oder Veranstaltung verwendet werden.