50 Jahre Katechetinnen im Aargau
Ein halbes Jahrhundert Ausbildung, Engagement und Herzblut: Anschliessend an die Fachtagung vom 16. Oktober 2026 haben wir auf 50 Jahre katechetische Ausbildung im Aargau zurückgeblickt – und vor allem auf die vielen Menschen angestossen, die diesen Weg mitgeprägt haben.
Um 16.30 Uhr wurde es im Bullingerhaus in Aarau besonders festlich: Eingeladen waren alle, die in den vergangenen Jahrzehnten ihre Ausbildung begonnen oder sich für die katechetische Ausbildung und diesen wichtigen kirchlichen Dienst eingesetzt haben. Gemeinsam mit den Teilnehmenden der Fachtagung wurde bei einem Apéro auf 50 Jahre Katechetinnen im Aargau angestossen.
Von den ersten Hilfskatechetinnen zur professionellen Ausbildung
Die Geschichte beginnt 1976. Die Aargauer Dekanatskonferenz setzte damals eine Kommission zur Ausbildung von Hilfskatechetinnen ein. Ein Jahr später starteten die ersten Ausbildungsmodule – verteilt über den Kanton in Bremgarten, Baden und im Fricktal. 1979/80 konnten die ersten Kurse abgeschlossen werden. 1980 entstand schliesslich eine eigene Fachstelle unter der Verantwortung der Landeskirche.
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Berufsbild kontinuierlich weiter. Ausbildung, Berufsbild und Anstellungsbedingungen wurden in den 1980er- und 1990er-Jahren schrittweise professionalisiert. Gleichzeitig prägten Katechetinnen Generationen von Kindern, Jugendlichen und Familien – und tun dies bis heute.
Heute ist die Ausbildung ökumenisch ausgerichtet und erfolgt im Aargau über ModulAar nach ForModula. Die katholische und reformierte Landeskirche arbeiten dabei eng zusammen. Auch die Fachstelle Katechese – Medien entwickelt sich weiter und wird künftig Teil des neuen Zentrums für Kirchliche Arbeit und Entwicklung.
Ein Dienst, der sich verändert – und wichtig bleibt
Was sich in 50 Jahren verändert hat, ist vieles. Geblieben ist die Bedeutung der Menschen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf ihrem religiösen und persönlichen Weg begleiten. Katechetinnen und Katecheten engagieren sich heute im Religionsunterricht, in der Familienkatechese, in Gottesdiensten und Pfarreiprojekten. Digitale Formate und neue Lernorte eröffnen zusätzliche Möglichkeiten.
Der Apéro im Bullingerhaus war deshalb mehr als ein Rückblick. Er war ein Dankeschön an alle, die über fünf Jahrzehnte mit ihrem Engagement, ihrem Herzblut und ihrem Dranbleiben zur Entwicklung der katechetischen Ausbildung beigetragen haben.
50 Jahre – ein guter Grund zum Feiern. Und ein guter Moment, um mit Zuversicht weiterzugehen.